SHARE

NewsHub
Seit Montagfrüh greift die irakische Armee Mossul an – und meldet erste Erfolge. Aber wäre der IS tatsächlich besiegt, sollte die Stadt fallen? “Nein”, sagt ARD-Korrespondent Volker Schwenck in den tagesthemen. Denn dann gehen die Terroristen in den Untergrund.
Sollte Mossul erobert werden, gibt es dann die Hoffnung, dass der “Islamische Staat” ganz aus dem Irak verschwindet? “Das Kalifat wäre dann gescheitert”, sagt ARD-Korrespondent Volker Schwenck in den tagesthemen. Allerdings sei zu befürchten, dass sich die IS-Kämpfer in den Untergrund zurückzögen. Das mache sie nicht weniger gefährlich. Denn es brauche “relativ wenig Ressourcen, um weltweit Terroranschläge zu verüben”.
Der Kampf gegen den IS sei am Ende ein ideologischer. Gewinnen werde man gegen die Terrororganisation nur, wenn man sunnitische Muslime besserstelle. Denn der IS behaupte, er sei der “Sachwalter der sunnitischen Muslime”. Erst wenn man “dieses Märchen” aus der Welt räume, sei der IS auch tatsächlich besiegt, so Schwenck.
Die Großoffensive gegen den IS in Mossul hatte Montagfrüh begonnen. Bereits nach wenigen Stunden meldeten die Angreifer erste Erfolge. Kurdische Peschmerga-Kämpfer nahmen nach eigenen Angaben rund 40 Kilometer östlich von Mossul sieben Dörfer ein. Darüber hinaus hätten die Kämpfer die Hauptstraße in Richtung der kurdischen Regionalhauptstadt Erbil unter ihre Kontrolle gebracht.
Die US-Regierung sprach von einem “entscheidenden Moment” im Kampf gegen den IS.

© Source: http://www.tagesschau.de/ausland/schwenck-mossul-105.html
All rights are reserved and belongs to a source media.