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NewsHub Seit Jahren sitzt WikiLeaks-Gründer Assange quasi isoliert in der Londoner Botschaft Ecuadors – seit neuestem auch ohne Internet. Ein staatlicher Akteur habe den Zugang gekappt, erklärte die Plattform zunächst – und beschuldigte dann doch konkret Assanges Gastgeber.
WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist vom Internet abgeschnitten worden. Der Netzzugang des Australiers sei gekappt worden, teilte die Enthüllungsplattform mit. Sie machte Ecuador verantwortlich und stellte einen Zusammenhang mit neuen WikiLeaks-Veröffentlichungen über die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton her.
Assange ist seit mehr als vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, weil er seine Auslieferung an Schweden verhindern will, wo gegen ihn wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt wird. Er fürchtet laut eigenen Angaben, von Schweden an die USA überstellt zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht.
Die Botschaft erklärte auf Anruf, sie könne keine Informationen weitergeben. Auch die Londoner Polizei und Ecuadors Außenminister Guillaume Long wollten sich zu der Mitteilung nicht äußern. Long sagte allerdings, Ecuador erhalte die Asylzusage für Assange aufrecht, auch wenn es in den wenigen vergangenen Stunden Spekulationen gegeben habe.
WikiLeaks veröffentlicht Geheimdokumente, die nach Meinung der Betreiber von öffentlichem Interesse sind. Zuletzt sorgte die Plattform mit E-Mails für Aufsehen, die aus einem Hacker-Angriff auf das Konto von John Podesta stammen sollen, dem Wahlkampfleiter der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Hinter dem Angriff werden in den USA Hacker mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst vermutet. Assange äußerte sich immer wieder kritisch zu Clinton und kündigte an, sie mit Enthüllungen bloßzustellen.
© Source: http://www.tagesschau.de/ausland/assange-internet-101.html
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