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NewsHub Was bedeutet der Kaiser’s-Tengelmann-Verkauf für die Mitarbeiter? Womit müssen die Kunden rechnen? Wer profitiert? Wer verliert? Für die Mitarbeiter sind die Aussichten nicht sehr gut, so Wirtschaftswissenschaftler Roeb im ARD-Morgenmagazin.
Die Filialen von Kaiser’s Tengelmann stehen von heute an zum Verkauf. Nach Einschätzung von Wirtschaftswissenschatler Thomas Roeb wird es nicht für jeden Standort einen Käufer geben. Gerade in Nordrhein-Westfalen seien viele der mehr als 100 Filialen eher klein und befänden sich in Wohngebieten. Nur 30-40 von ihnen hätten eine Chance, weiter zu bestehen, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Aufgrund der geringen Größen werde es hier auch schwierig, Nachmieter aus anderen Branchen zu finden, glaubt er.
Zu den Verlierern werden vor allem die Mitarbeiter gehören, meint Roeb. Nur diejenigen, deren Filialen bestehen bleiben, könnten wirklich hoffen. Weiterer Verlierer ist aus Roebs Sicht die Supermarktkette Rewe. Sie hatte darum gekämpft, dass der Gesamtverkauf von Kaiser’s Tengelmann an Konkurrent Edeka gestoppt wird. Kaiser’s-Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub will nun auch im Einzelverkauf Edeka den Vorzug geben.
Damit seien Edeka und Haub auf der Gewinnerseite, meint der Wirtschaftswissenschaftler. Edeka könne sich die Rosinen aussuchen, ohne gleichzeitig verlustbringende Märkte mitkaufen zu müssen.
Einerseits ist klar: Es wird Standorte geben, an denen der “Supermarkt um die Ecke” verschwindet. Die Kunden müssen dann längere Wege in Kauf nehmen, vor allem für ältere Leute kann das ein Problem sein. Andererseits können die Kunden auch hoffen: Denn laut Preisuntersuchungen ist Kaiser’s Tengelmann deutlich teurer als die Konkurrenz. Für Kunden besteht also die Aussicht, dass sie künftig preiswerter ihre Einkäufe machen können, wenn andere Ketten die Märkte betreiben oder wenn die Kunden in anderen Märkten einkaufen.
© Source: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tengelmann-167.html
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