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NewsHub Bundestagspräsident Lammert will bei der nächsten Bundestagswahl im kommenden Herbst nicht wieder kandidieren. Das habe der 67-Jährige in einem Schreiben an seinen CDU-Kreisverband Bochum mitgeteilt, erklärte der Sprecher des Bundestages.
Bundestagspräsident Norbert Lammert will 2017 nicht wieder für den Bundestag kandidieren. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Bochum erklärte der 67-Jährige, er werde sich aus der aktiven Politik zurückziehen: “Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, bei den Bundestagswahlen 2017 nicht wieder zu kandidieren.
Der Abschied aus der aktiven Politik fällt mir nicht leicht, da ich meine Aufgaben in Berlin wie im Wahlkreis nach wie vor gerne und mit ganzer Überzeugung wahrnehme und mich über den Zuspruch freue, den ich dafür immer wieder erhalte”, schrieb Lammert. Aber mehr als vier Jahrzehnte als aktiver Parteipolitiker seien genug. “Ich denke, es ist nun Zeit für einen Wechsel, zumal auch ich nicht immer jünger werde”, so Lammert.
Seit Monaten wird in der Politik spekuliert, Lammert habe Chancen auf die Nachfolge Joachim Gaucks bei der Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Februar. Von Anfang an war er der am häufigsten genannte Name. Dem Bundestagspräsidenten wird das Amt allgemein zugetraut. Lammert selbst hat alle Ambitionen zurückgewiesen. Der Rückhalt in der Union wäre ihm nach Einschätzung von Parteifreunden sicher. Allerdings dürfte die Unterstützung der SPD fehlen.
Lammert gilt als souverän, unbequem, unter Parteifreunden bisweilen auch als widerborstig. Seit 2005 hat sich der CDU-Politiker als Inhaber des protokollarisch zweithöchsten Amtes im Staate Anerkennung über Parteigrenzen hinweg verschafft. Der Westfale wurde nicht müde, vom Parlament mehr Selbstbewusstsein gegenüber der Bundesregierung einzufordern. “Nicht die Regierung hält sich ein Parlament, sondern das Parlament bestimmt und kontrolliert die Regierung”, lautet eine seiner oft wiederholten Mahnungen.
Rücksicht auf seine Partei nahm er dabei nicht immer. Mehr als einmal fuhr der CDU-Politiker Kanzlerin Angela Merkel und den Unions-Fraktionsspitzen in die Parade.
Der nordrhein-westfälische Landeschef Armin Laschet bedauerte Lammerts Entscheidung: “Dem Deutschen Bundestag werden sein Humor, seine Wortgewalt und seine geistige Originalität fehlen. ”
© Source: http://www.tagesschau.de/inland/lammert-137.html
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