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US-Präsident Obama hat den Präsidentschaftskandidaten Trump in scharfen Worten aufgefordert, Beschwerden über angebliche Wahlfälschungen zu unterlassen. Der Republikaner solle “mit dem Gejammere aufhören”, sagte er.
US-Präsident Barack Obama hat Donald Trumps unbelegte Behauptungen vehement zurückgewiesen, wonach die US-Wahl zu seinen Ungunsten manipuliert werde. Der republikanische Präsidentschaftskandidat müsse “aufhören zu jammern” und stattdessen um Wählerstimmen werben, sagte Obama.
Es sage eine Menge über Trump, dass er sich beschwere, bevor die Präsidentschaftswahl überhaupt stattgefunden habe, sagte der scheidende US-Präsident: “Sie fangen an zu jammern, bevor das Spiel überhaupt vorbei ist? Dann haben Sie nicht das, was es in diesem Job braucht. ” Noch nie habe ein Kandidat in der modernen US-Politik behauptet, es gebe einen Wahlbetrug. Dafür gebe es auch keine Beweise, so Obama. Zudem würden Wahlen von staatlichen und lokalen Beamten geführt, die von beiden großen US-Parteien kämen. Das Vertrauen in die Institutionen der USA müsse erhalten bleiben.
Trump hatte zuletzt regelmäßig behauptet, der Wahlkampf und auch der Urnengang an sich würden zugunsten seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton manipuliert. Beweise dafür lieferte er nicht. Die Präsidentschaftswahl in den USA wird von den einzelnen Bundesstaaten organisiert, nicht zentral vom Bund. In vielen Staaten kann bereits abgestimmt werden.
Als Reaktion verschärfte der Republikaner in den vergangenen Tagen seine Vorwürfe, die Wahl werde manipuliert. Er meint damit zum einen eine angeblich gegen ihn gerichtete Medienkampagne, die aus dem Hintergrund von seiner Rivalin mitgesteuert werde. Zum anderen spricht er aber auch von Fälschungen in den Wahllokalen.
Obama kritisierte zudem Trumps Komplimente für Kremlchef Wladimir Putin scharf. Diese seien “beispiellos” in der US-Politik und widersprächen den Werten, für die die anderen Politiker seines Landes seit langem eingestanden seien. Die Kritik des Präsidenten richtete sich nicht nur gegen Trump, sondern auch gegen dessen Partei: Viele republikanische Amtsträger würden die Meinung des Kandidaten wiederholen.
Trump war zuletzt durch den Skandal um seine vulgären Äußerungen über Frauen und seine angeblichen sexuellen Übergriffe massiv unter Druck geraten. In den meisten Umfragen ist er mehr oder minder deutlich hinter seine Kontrahentin Clinton zurückgefallen.

© Source: http://www.tagesschau.de/ausland/uswahl/obama-trump-107.html
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