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Abschied von der Presse | Obamas wichtigster Rat für Trump

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NewsHubAm Freitag 12 Uhr Ortszeit in Washington (18 Uhr bei uns) ist Barack Obamas Amtszeit als US-Präsident zu Ende. Heute hielt er seine letzte Pressekonferenz. Und gab seinem Nachfolger den wichtigen Rat, nicht alleine regieren zu wollen: „Dieser Job hat eine solches Ausmaß, den kann man nicht alleine machen“, sagte Obama. „Man braucht ein Team“.
Um 20.25 Uhr trat der scheidende US-Präsident vor die Kameras, offensichtlich guter Laune. Er witzelte zum Beispiel über die Beschwerden, wenn er zu ausführliche Antworten gegeben hatte. Er bedankte sich für Fairness, auch wenn er nicht jede Schlussfolgerung geteilt habe: „Sie sollten Skeptiker sein. Sie sollten harte Fragen stellen“, sagte er – wohl in Anspielung auf die dünnhäutigen Reaktionen seines Nachfolgers auf kritische Fragen.
Ausdrücklich würdigte er die Pressefreiheit, die Leistung der freien Presse: „Unsere Demokratie braucht Sie“.
Dann wurde er immer nachdenklicher… und am Ende der Pressekonferenz wirkte er melancholisch und müde.
Nach wenigen Minuten begann er, Fragen zu beantworten. Obama verteidigte die Begnadigung der US-Whistleblowerin Chelsea Manning (29), die seit fast sieben Jahren im Gefängnis sitzt, weil sie Hunderttausende geheime Dokumente des US-Militärs und des Außenministeriums an Wikileaks weitergegeben hat. Bis 2045 sollte sie ursprünglich in Haft bleiben. Dies bezeichnete Obama als „ unverhältnismäßig “.
Auf die Zukunft von Wikileaks-Gründer Julian Assange, der über seine Rückkehr in die USA öffentlich nachgedacht hatte, wollte Obama nicht näher eingehen. „Ich zolle den Tweets von Herrn Assange nicht allzu viel Aufmerksamkeit“, sagte der scheidende US-Präsident.
Die zweite Frage galt der Ankündigung von Donald Trump, Sanktionen gegen Russland zu lockern. Obama stellte klar, dass ein gutes, „konstruktives“ Verhältnis zu Russland im Interesse der USA und der Welt sei. Der einzige Grund für die Sanktionen sei die Verletzung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine gewesen. Die Bedingungen für die Aufhebung der Sanktionen seien nicht erfüllt.
Unter der Präsidentschaft Wladimir Putins hätten die anti-amerikanischen Ressentiments in Russland zugenommen, beklagte Obama.

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