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Fast auf den Tag genau einen Monat ist Donald Trump im Amt. Pannen und Skandale häufen sich. BILD erklärt, was er ändern muss.
Fast auf den Tag genau einen Monat ist Donald Trump (70) im Amt, Pannen und Skandale häufen sich.
SO kann das nicht weiter gehen. SO überlebt der US-Präsident keine vier Jahre. BILD erklärt den Fehlstart des neuen US-Präsidenten.
Problem: Trump hat zu viele Vertraute in Ämter gebracht, nur weil sie ihm blind folgen.
► Beraterin Kellyanne Conway (50) macht sich mit dem Begriff „alternative Fakten“ angreifbar, wirbt aus Loyalität zu Trump öffentlich für die Modelinie von Tochter Ivanka.
► Weißes-Haus-Sprecher Sean Spicer (45) wird wegen seiner ständigen Attacken auf die Presse zur TV-Spottfigur. Beide sind Gesichter des Fehlstarts.
► Im Außenministerium quittierten mehrere langjährige Top-Beamte aus Protest vorzeitig den Dienst.
► Und weil der Trump-Stab im Weißen Haus den Einreisestopp für Bürger aus sieben muslimischen Ländern ohne die erfahrenen Juristen des Innenministeriums formulierten, hielt er vor Gericht nicht stand.
Lösung: USA-Experte Thomas Jäger (56, Uni Köln): „Er muss jetzt Leute holen, die das politische Geschäft beherrschen.“
Ex-USA-Botschafter Wolfgang Ischinger (70): „Das politische Washington erfordert eine hohe Handwerkskunst, wenn man konkrete Entscheidungen umsetzen möchte. Trump braucht Handwerkskünstler!“
„Wenn eine Persönlichkeit wie der US-Präsident sich mit Personen umgibt, die das stärken, ist das die halbe Miete“, sagt Ischinger. Wenn man sich aber mit Personen umgibt, deren Auftreten mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben, dann gehen Berechenbarkeit und Vertrauen verloren.“
Problem: Sicherheitsberater Michael Flynn (58) flog , weil er über ein Gespräch mit dem russischen Botschafter gelogen hat. Mehrere Ausschüsse des US-Parlaments untersuchen nun Russen-Verbindungen
des Trump-Teams, das kann Monate dauern.
Lösung: Ex-USA-Botschafter Wolfgang Ischinger (70) sagt: „Statt Berechenbarkeit ist maximale Unsicherheit entstanden. Erst sagte Trump, er will ein ganz neues Verhältnis zu Russland, jetzt fordert er die Krim zurückzugeben. Das steigert die Verunsicherung. Trump muss eine Linie finden und auf ihr bleiben. ” Denn: „Das größte und verwundbarste Gut in der Außenpolitik sind Vertrauen und Berechenbarkeit“.
Problem: Trump schockte die Verbündeten mit dem Satz, die Nato sei „obsolet“.
US-Verteidigungsminister James Mattis (66) dagegen nannte die Nato beim Verteidigungsminister-Treffen gestern „das grundlegende Fundament“ für die USA und ihren Partnern. Mattis forderte aber auch, dass die Europäer bis Ende 2017 einen Plan aufstellen, wie sie die Verteidigungsausgaben erhöhen können.
Lösung: „Trump will 1:1 verhandeln“, so Experte Jäger. „Aber so funktionieren Nato oder EU nicht. Trump muss das lernen.“
Ob Skandale, Statements, Klatsch oder Tratsch: Alle News zu Donald Trump lesen Sie hier im Live-Ticker.
Mächtige Konzerne wie Apple, Google, Facebook, Microsoft protestieren gegen das Einreiseverbot. Mexiko bleibt hart in Sachen Mauer. Präsident Enrique Peña Nieto (50) sagt seinen Washington-Besuch ab und erklärt klipp und klar: Wir bezahlen keinen Cent!
Gab es geheime Absprachen im US-Wahlkampf zwischen Trumps Team und russischen Agenten? „New York Times“ enthüllt: Es gab Gespräche.
Überraschend klare Ansage aus Washington: Trump erwarte, dass Russland die Krim an die Ukraine zurückgebe, sagte sein Sprecher Spicer.
Thomas Jäger: „Er muss seine Wahlkampfversprechen erfüllen, aber gleichzeitig muss er die Optionen durchdenken und vorher klare Entscheidungen treffen.“
Problem: Der Präsident ist zu eitel, nimmt fast alles persönlich und verbringt viel Zeit damit Kritiker zu beschimpfen.
Lösung: „Für einen Wahlkämpfer ist Vieles erlaubt und einiges möglich, für einen Präsidenten gelten andere Regeln. Wer so pöbelt wie dieser Präsident das gegenüber Medien, Justiz und eigenen Geheimdiensten tut, der schadet seiner eigenen Berechenbarkeit und seinem Team“, sagt Experte Ischinger und rät: „Hören sie auf zu twittern, Mr. President!“
Nach einer glücklichen Familie mit zwei Kindern, lebt jetzt ein Strohwitwer im Weißen Haus.
First Lady Melania Trump (46) bleibt mit Sohn Barron (10) in New York, trat bisher nur selten in Erscheinung.
Der Ethikrat ist nach wie vor unzufrieden mit Trumps Trennung zwischen Geschäft und Politik. Der Mann, der den Sumpf Washington austrocknen wollte, lädt Staatsgäste (wie Japan-Premier Shinzō Abe (62) in sein Hotel Mar-A-Lago (Florida) ein und verweigert weiter, seine Firma an einen neutralen Treuhänder zu übergeben.
Thomas Jäger: „Der Schnitt zur Firma muss gemacht werden. Die First Family ist für jeden Präsidenten ein Fund mit dem man wuchern kann. Melania und Barron gehören nach Washington.“
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