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Der Deutsch-Russe hatte am Tag des Anschlags 15.000 Put-Optionsscheine für die BVB-Aktie gekauft.
Spekulation auf fallende BVB-Aktie
BVB-Attentäter wollte an der Börse reich werden
von Detlev Landmesser
Stand: 21.04.2017,09: 48 Uhr
Es war die Börse, die Ermittler auf die Spur des mutmaßlichen BVB-Attentäters brachte. Der Deutsch-Russe hatte am Tag des Anschlags Tausende Put-Optionsscheine auf die BVB-Aktie gekauft – und dabei verräterische Spuren hinterlassen.
Offenbar wollte der Verdächtige Sergej W. möglichst viele BVB-Spieler verletzen oder gar töten, um die BVB-Aktie zum Absturz zu bringen und dann mit dem Verkauf der Optionsscheine ein Vermögen zu verdienen.
boerse. ARD.de hatte bereits am 12. April nach Hinweisen eines BVB-Fans aus dem österreichischen Salzkammergut, der auch die Polizei informiert hatte, über Auffälligkeiten im Optionsscheinhandel berichtet.
Auffallende Aktionen an der Börse
Laut Bundesanwaltschaft hat der Beschuldigte am 11. April – dem Tag des Anschlags gegen den BVB – 15.000 Put-Optionsscheine auf die BVB-Aktie erworben. Der Kauf wurde demnach über einen Online-Anschluss des Mannschaftshotels abgewickelt.
Nach Informationen von boerse. ARD.de sind im fraglichen Zeitraum sogar 60.000 Optionsscheine im Frankfurter Handel erworben worden. Das war auffällig, weil diese Papiere sonst nur an der auf Privatanleger spezialisierten Stuttgarter Handelsplattform Euwax gehandelt werden.
Die betroffenen Optionsscheine waren zu diesem Zeitpunkt so sehr “aus dem Geld” und wiesen einen derart hohen Spread auf, dass man auf eine extreme Unerfahrenheit des oder der Käufer schließen konnte – oder darauf, dass auf einen extremen Kursabsturz der Aktie gewettet wurde.
An der Börse schlägt sich indessen die Erleichterung nieder, dass die Hintergründe der Tat offenbar endlich aufgeklärt sind. Die BVB-Aktie erholt sich im frühen Handel um mehr als drei Prozent.

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