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Der Anschlag auf Borussia Dortmund war wahrscheinlich kein islamistischer Terror. Doch wer sich darüber freut, sollte noch einmal nachdenken.
AfD-Politiker und andere organisierte wie freischaffende Islamophobe nutzen seit Jahr und Tag alles, was irgendwie nach einem möglichen islamistischen Anschlag aussieht, um daraus ihr Süppchen zu kochen. Oft schon bevor klar ist, was der tatsächliche Hintergrund einer Tat ist. Hinterher sind sie dann stolz, wenn sie richtig geraten haben. Oder still, wenn sie falsch lagen.
Gern wird dabei sarkastisch gepostet und getwittert: Bestimmt wieder nur ein „Einzelfall“! Da hat uns wohl mal wieder einer „kulturell bereichert!“ Und „natürlich“ hat das alles wieder „rein gar nichts mit dem Islam“ zu tun!
Jetzt ist genau dieser Fall eingetreten: Bei dem Attentäter, der Sprengsätze in der Umgebung des Busses der Dortmunder Fußballmannschaft gezündet hat, handelt es sich offenbar um einen 28 Jahre alten Deutschrussen, der aus Geldgier gehandelt hat, weil er sich in Folge des Anschlags einen Kurssturz der BVB-Aktie erhofft hatte.
Ist es da nicht verständlich, wenn nun einige von jenen, die sich – anders als die Rechtspopulisten – mit Verdächtigungen und Vorverurteilungen zurückgehalten haben, das Bedürfnis haben, den Spieß umzudrehen?
Nicht lustig
Die entsprechenden Tweets tippen sich ja geradezu von allein.

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