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Im US-Bundesstaat Arkansas ist eine weitere geplante Hinrichtung gestoppt worden. Todeskandidat Stacey Johnson hätte am Donnerstag sterben sollen.
Im US-Bundesstaat Arkansas ist eine weitere geplante Hinrichtung gestoppt worden. Der einmonatige Aufschub solle dem Todeskandidaten Stacey Johnson die Möglichkeit zu einer neuen Beweisaufnahme-Anhörung geben, entschied der Oberste Gerichtshof von Arkansas am Mittwoch (Ortszeit) . Johnson sollte eigentlich am Donnerstag hingerichtet werden.
»Wir sind dankbar und erleichtert», sagte die Anwältin Nina Morrison von der Gruppe Innocence Project, die Johnsons Verteidigung übernommen hat, zu der Gerichtsentscheidung. Johnson will demnach mit einem DNA-Test seine Unschuld beweisen. Der Afroamerikaner war wegen eines Mordes an einer weißen Frau im Jahr 1993 zum Tode verurteilt worden.
Morrison führte aus, dass auch der Todeskandidat Ledell Lee das Recht auf eine solche Anhörung bekommen müsse. Bei dem Mord, für den Lee zum Tode verurteilt worden war, gebe es viele DNA-Spuren, die nie untersucht worden seien. Lees Hinrichtung war für Donnerstag geplant.
Bereits am Montag war in letzter Minute die Hinrichtung des Todeskandidaten Don Davis in Arkansas gestoppt worden. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof von Arkansas bereits die ebenfalls für Montag geplante Hinrichtung von Bruce Ward gestoppt.
Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, will bis Ende April eigentlich acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft.
Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet: Von Montag an sollten binnen zehn Tagen acht Todesurteile vollstreckt werden. Das Vorhaben sorgte weltweit für Kritik und Proteste. (afp)

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