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Vier Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein liegt die SPD in der Wählergunst laut NDR Umfrage weiter vorn. Die CDU kann um drei Prozentpunkte zulegen, die Grünen müssen Einbußen hinnehmen.
Die SPD bleibt vier Wochen vor der Landtagswahl stärkste Partei in Schleswig-Holstein. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR. Könnten die Menschen im nördlichsten Bundesland bereits am kommenden Sonntag über den Landtag entscheiden, würden die Sozialdemokraten bei stabilen 33 Prozent landen. Die CDU käme auf 30 Prozent – das wären im Vergleich zur letzten NDR Umfrage im März 3 Prozentpunkte mehr für die Christdemokraten. Die Grünen lägen bei 12 Prozent (minus 2 Prozentpunkte).
Die Sozialdemokraten würden aktuell bei einer Landtagswahl wie im Vormonat 33 Prozent der Zweitstimmen erreichen. Die CDU käme momentan auf 30 Prozent.
Die CDU legt bei der Sonntagsfrage gegenüber März 3 Prozentpunkte zu. Die Grünen verlieren.
Im Vergleich dazu das Ergebnis der Landtagswahl am 6. Mai vor fünf Jahren.
Torsten Albig bleibt vor dieser Wahl der Wunschkandidat für die Besetzung des Ministerpräsidentenamtes: Bei einer Direktwahl zwischen ihm und Daniel Günther würde etwa die Hälfte für den SPD-Politiker votieren.
Der Rückhalt für Albig ist in der eigenen Partei größer als der von Günther: 56 Prozent der CDU-Anhänger würden ihn direkt wählen.
Aufgrund seiner geringen Bekanntheit fehlt offensichtlich vielen Schleswig-Holsteinern nach wie vor ein klares Bild vom CDU-Herausforderer. Entsprechend liegt Daniel Günther im Vergleichsurteil der Schleswig-Holsteiner durchweg hinter dem SPD-Amtsinhaber.
Auch beim Umgang mit den Flüchtlingen setzen vergleichsweise mehr Schleswig-Holsteiner auf den SPD-Mann. Allerdings kann oder will die Hälfte der Befragten in Fragen der Wirtschafts- und Flüchtlingspolitik weder dem Ministerpräsidenten noch dem Herausforderer entsprechende Kompetenzen zuweisen.
Drei Viertel der Befragten fänden es grundsätzlich gut, wenn die SPD Teil des nächsten Kabinetts wäre. Auch eine CDU-Regierungsbeteiligung stößt mehrheitlich auf Zuspruch: Sechs von zehn Schleswig-Holsteinern bewerten einen CDU-Regierungseintritt prinzipiell als sehr gut oder gut.
Die Mehrheit der Befragten ist mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sogar sehr zufrieden.
Der Rückhalt der Landesregierung in der Bevölkerung wird von SPD wie von den Grünen getragen. Sozialdemokraten und…
… Grüne überzeugen mit ihrer Regierungsarbeit jeweils etwa jeden zweiten Wahlberechtigten.
Die Arbeit des SSW als drittem Bündnispartner wird landesweit von knapp jedem Dritten positiv bewertet.
Die Landtagsopposition bleibt auch im aktuellen Urteil der Wahlberechtigten hinter SPD und Grünen zurück. Lob für ihre Oppositionsarbeit erfährt die CDU ähnlich wie Ende vergangenen Jahres von 40 Prozent.
Mit der Arbeit der FDP zeigen sich 35 Prozent der Schleswig-Holsteiner zufrieden oder sehr zufrieden.
Die seit 2012 im Landtag vertretenen Piraten erhalten aktuell von 12 Prozent ein positives Zeugnis ausgestellt.
Albig gewinnt im Vergleich zum März Sympathien. Trotzdem bleibt der SPD-Amtsinhaber nach wie vor hinter seinem Zufriedenheitswert von 2012 (63 Prozent).
CDU-Herausforderer Daniel Günther hat im angelaufenen Wahlkampf an Bekanntheit zugelegt und auch seinen Rückhalt bei den Schleswig-Holsteinern (plus 7 Prozentpunkte) erkennbar verbessert.
Wolfgang Kubicki legt zum Vormonat zu und erhält von 57 Prozent gute Noten.
Auf dem dritten Platz liegt Monika Heinold von den Grünen mit 33 Prozent.
Mit dem SSW-Spitzenkandidaten Lars Harms sind 19 Prozent der Wahlberechtigten sehr zufrieden oder zufrieden. Etwa sieben von zehn können aber über seine Person kein Urteil abgeben.
Die größten Bekanntheitsprobleme der Spitzenkandidaten haben Marianne Kolter von der Linken …
… und Jörg Nobis von der AfD. Etwa vier von fünf Schleswig-Holsteinern können weder Nobis noch Kolter beurteilen.
Ein eher geteiltes Echo erfährt das Kieler Regierungsbündnis aktuell mit seinen Anstrengungen in der Haushalts- und Finanzpolitik.
Trotz gewachsenen Rückhalts erntet die Landesregierung für Schulpolitik überwiegend Kritik.
Dies gilt ebenso für die Verkehrspolitik.
Ebenfalls ein geteiltes Echo erfährt die Regierung bei der Kinderbetreuung und …
… in der Landwirtschaftspolitik und …
… bei der Kriminalitätsbekämpfung.
Mit der Flüchtlings- und Integrationspolitik sind die meisten Schleswig-Holsteiner eher zufrieden.
Gut vier Wochen vor der Landtagswahl überwiegt eine optimistische Grundstimmung: Zwei Drittel vertreten die Ansicht, die Verhältnisse in Schleswig-Holstein geben Ansicht zur Zuversicht.
Ihre eigene wirtschaftliche Lage beschreiben die Schleswig-Holsteiner aktuell ebenfalls überwiegend positiv: 16 Prozent bezeichnen ihre persönliche Situation als sehr gut, weitere zwei Drittel betrachten sie als gut.
Der von der Landesregierung aufgrund von Sicherheitsbedenken verfügte Abschiebestopp findet den Zuspruch von 60 Prozent der Wahlberechtigten im Bundesland, 37 Prozent bewerten ihn dagegen als falsch.
Während Grünen- und SPD-Anhänger die Entscheidung der Landesregierung mehrheitlich als richtig beurteilen, sind die Anhänger von CDU und FDP in ihrem Urteil gespalten. Klar ablehnend äußern sich allein die Wähler der AfD.
Aktuell 42 Prozent der Wahlberechtigten in SH sprechen sich für Martin Schulz als nächsten Bundeskanzler aus. CDU-Amtsinhaberin Angela Merkel wird von 46 Prozent präferiert.
Für die Umfrage wurden vom 30. März bis 4. April 2017 insgesamt 1.002 wahlberechtigte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner am Telefon befragt. Die statistische Fehlerquote liegt laut Infratest dimap zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.
Die FDP käme laut Umfrage nach wie vor auf 9 Prozent der Stimmen. Für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW), der von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen ist, sprächen sich 3 Prozent (+/-0) der Befragten aus. Die Linke könnte im Vergleich zur letzten NDR Umfrage nicht zulegen und würde mit 4 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag verpassen. Die AfD hätte weiterhin 7 Prozent und wäre damit im Parlament vertreten. Die Piraten wären nicht mehr im Landtag. Sie haben derzeit sechs Abgeordnete im Parlament. Rein rechnerisch könnte die bestehende Regierung aus SPD, Grünen und SSW weiterregieren. Rot-Grün hätte im Vergleich zur März-Umfrage keine eigene Mehrheit mehr.
Im direkten Vergleich liegt der Umfrage zufolge Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) weiter deutlich vor Herausforderer Daniel Günther (CDU). Könnten die Schleswig-Holsteiner ihren Regierungschef direkt wählen, würde der Amtsinhaber auf 51 Prozent kommen. CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther konnte seinen Wert gegenüber dem Vormonat zwar um 4 Prozentpunkte ausbauen, bleibt aber mit 25 Prozent deutlich hinter Albig, der sich um einen Prozentpunkt verbesserte.
Überwiegend positiv (58 Prozent) wird in der Umfrage auch die Arbeit von Albig bewertet. 9 Prozent der Schleswig-Holsteiner sind sehr zufrieden, 49 Prozent sind zufrieden. Über CDU-Spitzenkandidat Günther sagen dies 3 beziehungsweise 24 Prozent der Befragten. Auf die höchste Zufriedenheit neben Albig kommt FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki : 11 beziehungsweise 46 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Auf dem dritten Platz liegt Monika Heinold von den Grünen, die insgesamt von 33 Prozent (5 und 28 Prozent) der Befragten gute Noten erhält.
Kurz vor der Wahl sind nach der Umfrage knapp sechs von zehn Wahlberechtigten (57 Prozent; -5 Punkte gegenüber März) zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW. Knapp vier von zehn (40 Prozent; +7) üben Kritik. Wie finden die Befragten die Arbeit der Koalition in der Energiepolitik? Hier äußerten sich 54 Prozent eher zufrieden. Auch in der in der seit eineinhalb Jahren auf der Tagesordnung stehenden Flüchtlings- und Integrationspolitik finden die Wahlberechtigten 52 Prozent die Arbeit überwiegend gut. Ein eher geteiltes Echo bekommen SPD, Grüne und SSW aktuell dagegen für ihre Anstrengungen in der Haushalts- und Finanzpolitik (48:44 Prozent), bei der Kriminalitätsbekämpfung (46:49 Prozent) und in der Landwirtschaftspolitik (40:42 Prozent) – ebenso bei der Kinderbetreuung (39:42 Prozent). In der Schulpolitik sagen 63 Prozent, dass sie eher unzufrieden sind.
Ihre eigene wirtschaftliche Lage beschreiben die Schleswig-Holsteiner aktuell überwiegend positiv: 16 Prozent bezeichnen ihre persönliche Situation als sehr gut, weitere zwei Drittel (68 Prozent) betrachten sie als gut.
Für die Umfrage wurden vom 30. März bis 4. April 2017 insgesamt 1.002 wahlberechtigte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner am Telefon befragt. Die statistische Fehlerquote liegt laut Infratest dimap zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

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