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Syrien: Die aktuelle Lage im Live-Ticker – China warnt vor Eskalation

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Alle Informationen, Reaktionen und Neuigkeiten zu der Lage in Syrien erfahren Sie hier im News-Ticker:
China warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Lage in Syrien. Man verurteile den Einsatz von Chemiewaffen – egal von wem und zu welchem Zweck, erklärt das Außenministerium in Peking. Die jüngsten Entwicklungen in Syrien zeigten, dass es dringend eine politische Lösung des Bürgerkriegs geben müsse.
Nach dem US-Luftangriff in Syrien haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident François Hollande dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad die „alleinige Verantwortung für diese Entwicklung“ gegeben.
„Sein wiederholter Einsatz von chemischen Waffen und seine Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung verlangten eine Sanktionierung“, erklärten Merkel und Hollande am Freitag nach einem Telefonat in einer gemeinsamen Mitteilung. „Frankreich und Deutschland werden mit ihren Partnern und im Rahmen der Vereinten Nationen ihre Bemühungen fortsetzen, um Präsident Assad für seine verbrecherischen Taten zur Verantwortung zu ziehen.“
Der französische Präsident hat ein Notfall-Verteidigungs-Treffen angekündigt, um über die nächsten Schritte in Syrien nach dem US-Angriff zu beraten.
Die syrische Beobachterstelle für Menschenrechte teilt mit, Augenzeugen berichteten von einem Luftangriff auf Chan Scheichun, dem Ort des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes mit Dutzenden Toten.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnet den US-Angriff als „Akt der Aggression“, der ihn an den Angriff des Westens auf den Irak 2003 ohne UN-Mandat erinnere. Russland werde von den USA eine Erklärung verlangen; er hoffe, dass die „Provokation“ nicht zu einem irreparablen Schaden der Beziehungen zu den USA führen werde. Russen seien bei dem Angriff nicht getötet worden.
Eine internationale Koalition aus mehr als 60 Staaten und Organisationen bekämpft die ISIS-Terrormiliz in Syrien und im Irak. Auch Deutschland leistet einen Beitrag.
Sechs „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge und ein Tankflugzeug unterstützen die Luftangriffe der internationalen Allianz gegen ISIS. Die Jets starten vom türkischen Incirlik aus und machen hochauflösende Bilder zur Identifizierung von Angriffszielen. Derzeit sind insgesamt 268 Soldaten bei der Operation „Counter Daesh“ im Einsatz (Stand: 27. März). „Daesh“ ist die arabische Abkürzung des Namens der Terrormiliz.
Nach einem verheerenden Luftangriff auf ein Schulgebäude gab es vor wenigen Tagen Kritik an dem Einsatz. Mehr als 30 Zivilisten sollen dabei ums Leben gekommen sein. Die Bundeswehr hatte kurz zuvor Aufklärungsfotos des Gebäudes an die Anti-ISIS-Koalition geliefert. Mit der Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunkts durch die USA hat die Bundeswehr nach eigenen Angaben aber nichts zu tun.

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