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Terroranschlag in St. Petersburg – Wo ist Urlaub eigentlich noch sicher?

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Urlaub in Terrorzeiten: Wo kann man eigentlich noch hinfahren? Gibt es Reiseziele, die als sicher eingestuft werden? Was sagen Experten?
Der Terror hat erneut zugeschlagen – im russischen St. Petersburg starben 14 Menschen durch eine Explosion in der U-Bahn, 45 wurden verletzt.
Russland gilt nicht gerade als Touristen-Hochburg, doch die schöne Zarenstadt lockt viele Besucher an, ist auf Kreuzfahrten beliebter Anlaufhafen.
Nun stellen sich erneut viele Urlauber die Frage: Wo kann man eigentlich noch hinfahren? Gibt es Reiseziele, die als sicher eingestuft werden? Was sagen Experten?
Das Auswärtige Amt (AA) analysiert Gefährdungslagen zu Reisezielen weltweit und veröffentlicht seine Bewertung zur Sicherheitslage.
Dort heißt es: Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort.
Und weiter: Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, in denen
► bereits wiederholt Anschläge verübt wurden,
► Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können,
► Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen.
Orte mit Symbolcharakter gelten als besonders gefährdet. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (Flugzeuge, Bahnen, Schiffe, Busse), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.
Gleichzeitig rät das AA dazu, Terror in Relation zu anderen Bedrohungen zu sehen:
„Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden, ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, nach wie vor vergleichsweise gering.“
Seit den Anschlägen in Paris, Brüssel und Berlin steht fest: Der Terror ist kein Phänomen ferner Länder mehr, mit der Bedrohung müssen wir tagtäglich leben.
Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV): „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt.“
Doch das hält viele Deutsche nicht vom Urlaub ab – wohin die Reise allerdings geht, hängt von anderen Kriterien ab als früher.
Professor Ulrich Reinhardt von der Stiftung für Zukunftsfragen: „Hatten die deutschen Touristen früher Sorgen, dass dubiose Strandverkäufer, Bettler oder Armut vor Ort die Urlaubsidylle trüben, ist es heute konkret die Angst ums Leben oder zumindest die körperliche Unversehrtheit. Sicherheit ist für über 90 Prozent der Deutschen die Grundvoraussetzung, ein Reiseziel überhaupt in Erwägung zu ziehen.

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