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Der IS reklamiert das Schussattentat auf Polizisten auf den Champs-Élysées für sich. Viele fragen sich nun: Kann FN-Chefin Le Pen von der Terrorgefahr profitieren? Im Weißen Haus geht man jedenfalls wohl davon aus.
Viele hatten es befürchtet, nun ist es passiert: Kurz vor der Präsidentenwahl stirbt ein Polizist auf den weltbekannten Pariser Champs-Elysees bei einem Mordanschlag. Zwei weitere Beamte und eine deutsche Touristin werden verletzt. Während die Kandidaten im TV-Sender France 2 Rede und Antwort zu ihren Programmen stehen, schlägt der Angreifer kaltblütig auf der Prachtstraße zu und wird dann erschossen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert sehr schnell die Tat für sich. Ein deutlicheres Zeichen gibt es nicht: Der Terror ist in Frankreich nicht besiegt, weitere Attacken sind nicht auszuschließen.
Als der Angreifer am Donnerstagabend auf der Pariser Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées gegen 21.00 Uhr mit einer Automatikwaffe das Feuer auf ein Polizeiauto eröffnet, bricht unter den vielen Passanten Panik aus. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Angreifer allein handelte. Bei ihm handelt es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um einen 39 Jahre alten Franzosen.
Er war 2005 wegen mehrfachen versuchten Mordes – unter anderem an einem Polizisten – zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Haftstrafe saß er nicht vollständig ab. Vor zwei Monaten, am 23. Februar, wurde er dann wegen des Verdachts festgenommen, Polizisten töten zu wollen. Er wurde aber mangels Beweisen bald wieder freigelassen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Angaben aus ermittlungstaktischen Gründen allerdings noch nicht.
Der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, wollte zunächst keine Angaben zum Hintergrund der Tat machen, erklärte aber, die Polizisten seien gezielt angegriffen worden. Die Anti-Terror-Sektion der Staatsanwaltschaft soll bereits Ermittlungen aufgenommen haben, schrieb “Le Monde”.

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