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Paris (dpa) – Unmittelbar vor der französischen Präsidentschaftswahl hat ein Anschlag auf Polizisten das Land erschüttert und das Wahlkampf-Finale
Paris (dpa) – Unmittelbar vor der französischen Präsidentschaftswahl hat ein Anschlag auf Polizisten das Land erschüttert und das Wahlkampf-Finale überschattet.
Die tödliche, von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte Attacke fachte heftigen Streit um die Sicherheitspolitik an. Die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen warf der Regierung Nachlässigkeit im Anti-Terror-Kampf vor. Premierminister Bernard Cazeneuve erwiderte ungewöhnlich scharf, Le Pen schlachte die Attacke zu Wahlkampfzwecken aus.
Ein Angreifer hatte auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées einen Polizisten erschossen und drei weitere Personen verletzt. Nun stellt sich die Frage, ob der Anschlag einen Einfluss auf das Abstimmungsverhalten beim ersten Wahlgang am Sonntag hat. Das Rennen ist spannend und gilt als Schicksalswahl für Europa.
In Umfragen lag der pro-europäische Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron zuletzt leicht vorn, gefolgt von Europa-Feindin Le Pen, die ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft will. Aber auch der Konservative François Fillon und der Linksaußen-Kandidat Jean-Luc Mélenchon können sich noch Hoffnungen machen, sich für die entscheidende Stichwahl am 7. Mai zu qualifizieren.
Mehrere Kandidaten unterbrachen nach dem Anschlag ihren Wahlkampf oder sagten Kundgebungen ab. Der Angreifer hatte am Donnerstagabend mit einem Sturmgewehr das Feuer eröffnet. Er tötete einen Polizisten und verletzte zwei weitere Beamte sowie eine deutsche Passantin, bevor die Polizei ihn erschoss.

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