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Mehr als 40 Millionen Menschen im Iran haben abgestimmt – und nach Auszählung von mehr als 25 Millionen abgegebenen Stimmen hat Hassan Ruhani 58 Prozent auf sich vereinen können.
Eine erste Auszählung von Stimmen sieht den Amtsinhaber Hassan Ruhani mit 58 Prozent vor seiner Konkurrenz. Der stellvertretende Innenminister Ali Asghar Ahmadi sagte am Samstagmorgen bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, dass mehr als 40 Millionen Iraner am Freitag abgestimmt hätten. Damit lag die Wahlbeteiligung bei über 70 Prozent.
Der vorläufigen Auszählung zufolge bekam Ruhani 14,6 Millionen von bislang ausgezählten 25,1 Millionen Stimmen. Sein stärkster Rivale, der Hardliner und Geistliche Ebrahim Raissi, hatte 10,1 Millionen. Die beiden anderen Präsidentschaftskandidaten, Mostafa Mirsalim und Mostafa Haschemitaba, hatten 297.000 beziehungsweise 139.000 Stimmen.
Der starke Vorsprung für den 68-jährigen Ruhani könnte reichen, um ihm einen Wahlsieg bei der ersten Runde einzubringen und eine Stichwahl am kommenden Freitag zu vermeiden. Nötig sind dazu mehr als 50 Prozent der Stimmen. 2013 hatte Ruhani die Präsidentschaftswahl mit knapp 51 Prozent der Stimmen gewonnen. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 73 Prozent.
Hohe Wahlbeteiligung
Schon im Laufe der Abstimmung am Freitag hatte sich eine besonders hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Wegen des großen Andrangs hatten die mehr als 63.000 Wahllokale länger geöffnet.
In der Islamischen Republik wurde zum ersten Mal seit dem internationalen Atomabkommen 2015 gewählt. Daher galt die Abstimmung auch als eine Art Referendum über Ruhanis moderate Politik. Im Zuge des Abkommens hatte sich der Iran bereiterklärt, sein Atomprogramm zu beschränken – im Gegenzug wurden Sanktionen abgebaut.
Am Freitagmorgen hatte der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, symbolisch die erste Stimme abgegeben. “Das Schicksal des Landes liegt in der Hand aller Menschen”, sagte er mit Blick auf die Wahlberechtigten und eine hohe Beteiligung.
Ruhani und Raissi hatten jeweils bei ihrer Stimmabgabe gefordert, dass die Zeit nach der Wahl gerecht ablaufen sollte: Ruhani forderte, der Wahlsieger müsse die Unterstützung des gesamten Landes bekommen. Raissi wies daraufhin, dass das Wahlergebnis akzeptiert werden müsse.
Ahmadi zufolge will das Innenministerium die endgültigen Ergebnisse im Laufe des Samstags haben.

© Source: http://www.rp-online.de/politik/ausland/iran-hassan-ruhani-bei-praesidentenwahl-klar-vorn-aid-1.6833256
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