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Zumal in Weltmetropolen muss Politik die innere Balance der Gesellschaft gewährleisten. Das Versagen von Theresa May ist ein mahnendes Beispiel für jede andere Regierung in Europa. Ein Kommentar.
London – das ist nicht nur eine Stadt unter anderen, sondern eine Metropole at its best. Ist eine Vorstellung vom Zusammenleben der Zukunft, ist Habitat 2030. Was andere erst noch werden wollen – London ist es längst. Mindestens so multiethnisch wie New York City, so strahlend wie Paris, so glitzernd wie Schanghai, so kreativ wie Tel Aviv und doch immer noch oder gerade deswegen das Kronjuwel des britischen Commonwealth. Ein Ort, an dem jeder teilhaben kann, egal woher er kommt, egal woran er glaubt. Eine Stadt im Fluss, von der Tradition geleitet, bis in die Neuzeit hinein. Ist das so? Ist das noch so?
Terroranschläge, so wie der abscheuliche Angriff auf Gläubige nach dem Moscheebesuch, erschüttern diese Stadt und unser Bild von ihr. Alles das, was dort gerade geschieht, kann morgen überall passieren. Umso mehr gilt: Wer darüber nachdenkt, wie wir leben wollen, muss an London, an die Metropolregion, denken. Nicht wegen des Projekts von fünf Flughäfen, sondern wegen all der Probleme, die sich aus dieser Großkommune ergeben: eingeschränkte Mobilität, unbezahlbarer Wohnraum, und jetzt offensichtlich eine nicht mehr zu gewährleistende Sicherheit.

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