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Präsident Emanuel Macron dringt offenbar auf eine stärkere Rolle Frankreichs bei Militäreinsätzen – notfalls auch ohne Absprache mit den Verbündeten.
Der neue Präsident Emmanuel Macron will Frankreich offenbar als starke Militärmacht im Spiel der Mächte positionieren und hält zudem auch eigenständige Militäreinsätze des Landes für denkbar. Diese Einschätzung geht aus einer interessanten Analyse von Bloomberg hervor.
Aufgrund der beruflichen Vergangenheit Macrons in der Finanzbranche waren Beobachter bislang davon ausgegangen, dass der Präsident sich vor allem den notwendigen Wirtschaftsreformen widmen werde. Es gibt jedoch zahlreiche Indizien dafür, dass sich Macron eher als militärischer Führer im „Kampf gegen den Terror“ in Szene setzen will.
„Macron hat signalisiert, dass er die ersten Schritte der Reformen in der Heimat seinem Kabinett überlässt, welches von Premierminister Edouard Philippe angeführt wird. Derweil hat er großes Interesse an dem außenpolitischen Mandat des Präsidentenamtes gezeigt, besonders im Hinblick auf das Militär und den Kampf gegen den Terrorismus“, schreibt Bloomberg.
Während des Wahlkampfes hatte Macron den Fokus auf eine gesamteuropäische Verteidigungsstrategie gelegt. Viele seiner Versprechen wie die Einhaltung des 2-Prozent-Finanzierungsziels der Nato oder die Einrichtung eines Hauptquartiers für Cyber-Kriegsführung waren aber ohnehin geplant und teilweise in Vorbereitung.

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