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Die schwersten Waldbrände seit Jahrzehnten haben in Portugal mindestens 62 Menschen das Leben gekostet. Ganze Dörfer sind vom Feuer umgeben, Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Ausgelöst wurde das Feuer von einem Blitzschlag, erklärten die Behörden.
Die schwersten Waldbrände seit Jahrzehnten haben in Portugal mindestens 62 Menschen das Leben gekostet. Ganze Dörfer sind vom Feuer umgeben. Ausgelöst wurde das Feuer von einem Blitzschlag, erklärten die Behörden. Bundesaußenminister Gabriel bot Portugal Unterstützung an.
Bei den schlimmsten Waldbränden in Portugal seit Jahrzehnten sind mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen. Ganze Dörfer in der bergigen Region sind von Flammen umschlossen, berichten Medien. Viele Opfer starben auf der Flucht vor dem Brand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt. Etwa 60 Verletzte, unter ihnen sechs Feuerwehrmänner, wurden in Krankenhäuser gebracht. In einigen Gebieten fiel der Strom aus. Das Feuer wüte derzeit an zwei Fronten noch immer mit “großer Wucht”, sagte Innenstaatssekretär Jorge Gomes.
Ausgelöst wurde das Feuer der Polizei zufolge durch einen Blitzschlag. Am Samstagnachmittag habe sich über dem betroffenen Gebiet um den Kreis Pedrógão Grande ein Gewitter entladen, ohne dass es dabei regnete, sagte der Direktor der Kriminalpolizei, José Almeida Rodrigues. “Alles deutet ganz klar auf natürliche Ursachen hin. Wir haben in Zusammenarbeit mit der Nationalgarde sogar den Baum gefunden, der von einem Blitz getroffen wurde.”
Der Brand war am Samstagnachmittag in der Region Leiria nahe der Ortschaft Pedrógão Grande im Zentrum des Landes ausgebrochen. Rund 700 Feuerwehrleute mit 160 Löschfahrzeugen sind gegen die Flammen im Einsatz. Frankreich und Spanien entsandten Löschflugzeuge zur Unterstützung der portugiesischen Einsatzkräfte. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten, hieß es.
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte sich angesichts des verheerenden Waldbrandes in Portugal “tief bestürzt” und bot der portugiesischen Regierung Hilfe aus Deutschland an. “Es sind erschütternde Bilder von eingekesselten Dörfern und Menschen, die dem Inferno auf der Flucht in ihren Autos zum Opfer gefallen sind”, so Gabriel. Er habe dem portugiesischen Regierungschef Antonio Costa sein Beileid ausgesprochen und ihm “deutsche Hilfe und Unterstützung angeboten, wenn dies benötigt wird”.
Der Kreis Pedrógão Grande hat auf 128 Quadratkilometer Fläche lediglich etwa 4000 Einwohner. Sie leben überwiegend von Land- und Textilwirtschaft. Die nahezu unberührte Natur mit Lagunen und Stauseen zog in den vergangenen Jahren immer mehr Wanderer und Wassersportler an.

© Source: http://www.tagesschau.de/ausland/waldbrand-portugal-119.html
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