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Barcelona: Verdächtiger gesteht Pläne für größeren Anschlag

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Offenbar wollten die Terrorverdächtigen in Katalonien weitere Taten begehen. Den getöteten Iman belasten sie in einer ersten Gerichtsanhörung als Anführer ihrer Gruppe.
Die Terrorverdächtigen der Anschläge in Katalonien hatten einen sehr viel schwereren Angriff vorbereitet: Der festgenommene Mohamed Houli C. gestand nach Justizangaben bei seiner ersten Anhörung vor Gericht, entsprechende Pläne mit weiteren Tatverdächtigen verfolgt zu haben. C. und die anderen drei überlebenden Mitglieder der mutmaßlichen Terrorzelle waren erstmals einem Richter vorgeführt worden, der sie formell verschiedener Terrorvergehen beschuldigte. Verantworten müssen sie sich nun wegen terroristischer Morde, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Besitzes von Sprengstoff. Die
Anhörung im Staatsgerichtshof in Madrid fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und unter Ausschluss der
Öffentlichkeit statt.
Die übrigen
acht Mitglieder der zwölfköpfigen Zelle sind tot, den mutmaßlichen Haupttäter erschossen Polizisten bei einer Fahndungsaktion am Montag in Subirats nahe Barcelona. Sie sollen bei Anschlägen in Barcelona und Cambrils vergangene Woche 15 Menschen getötet haben. Dem Gericht vorgeführt wurden nach Angaben
aus Justizkreisen Driss O., Mohammed A., Salh El K. und
Mohamed Houli C.
C., der als erster befragt wurde, ist ein Spanier aus der spanischen
Exklave Melilla im Norden Marokkos. Der 21-Jährige verletzte sich am
vergangenen Mittwoch, als sich in einem Haus in Alcanar
eine gewaltige Explosion ereignete. In diesem Haus hatten die Attentäter
nach dem Stand der Ermittlungen ein Lager mit Chemikalien zur
Herstellung von Sprengstoff angelegt. Der junge Mann habe in knapp eineinhalb Stunden alle Fragen des Richters und der Staatsanwältin beantwortet und vor Gericht seine Angaben aus einer Polizeivernehmung bestätigt, hieß es.

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