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Auch am Mittwoch fallen zahlreiche Air-Berlin-Flüge aus. Kurz vor Ende der Bieterfrist ist die Angst groß, potenzielle Investoren zu verschrecken.
Das Chaos um Flugausfälle bei Air Berlin wegen zahlreicher Krankmeldungen bei den Piloten hat sich auch am Mittwoch fortgesetzt. Ähnlich wie am Tag zuvor meldeten sich rund 150 Piloten krank und dutzende Flüge mussten gestrichen werden, wie das insolvente Unternehmen mitteilte. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte die Piloten auf, an die Arbeit zurückzukehren.
Bis zum Mittwochvormittag mussten bereits mehr als 30 Flüge gestrichen werden, darunter mehrere Verbindungen in Düsseldorf und Berlin, wie eine Air-Berlin-Sprecherin mitteilte. Es müsse weiterhin mit “Verspätungen und Flugausfällen gerechnet werden”. Am Dienstag waren wegen der spontanen Krankmeldungen über hundert Flüge annulliert worden, rund 12.000 Passagiere waren betroffen.
Air Berlin bat die Kunden der Fluggesellschaft nun erneut, vor der Fahrt an den Flughafen ihren Flugstatus zu überprüfen. Von Flugstreichungen betroffenen Passagieren empfahl die Airline, “nicht zum Flughafen zu kommen”. Air Berlin hatte die vielen Krankmeldungen der Piloten am Dienstag als “existenzbedrohend” kritisiert und auf die derzeit laufenden “finalen Gespräche mit möglichen Investoren” verwiesen.
Grund für das Fernbleiben vieler Piloten sollen geplatzte Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und der Unternehmensführung über eine geordnete Übernahme der Mitarbeiter durch potenzielle neue Eigentümer sein. Der “Bild”-Zeitung zufolge fürchtet Air Berlin, dass durch einen Sozialplan “mögliche Investoren abgeschreckt” werden könnten.

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