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Italien: Die Linke ging unter, wie ein Streber bei der Klassensprecherwahl

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Morgenglosse Die Regierungspartei, der sozialdemokratische Partito Democratico, wurde bei den Parlamentswahlen brutal abgestraft. Und auch Silvio Berlusconi muss eine Niederlage einstecken.
Wenige Stunden nach der Schließung der Wahllokale steht in Italien fest: Einfach wird es in den kommenden Wochen nicht. Wie die Umfragen befürchten ließen, befindet sich das Land nach der Wahl an diesem Sonntag in einer politischen Patt-Situation. Zwei starke Blöcke, die Fünf Sterne auf der einen und das Mitte-Rechts-Bündnis auf der anderen Seite, sind daraus hervorgegangen – zum alleinigen Regieren reicht es aber bei keinem.
Das Einzige was an diesem Montagmorgen klar ist: In einem Wahlkampf, in dem alle brüllten, fabulierten und das Blaue vom Himmel versprachen, ging die gemäßigte Linke mit ihrer Reformpolitik unter, wie ein Streber bei der Klassensprecherwahl. Die Regierungspartei, der sozialdemokratische Partito Democratico, wurde brutal abgestraft. Konnte sie bei den Wahlen 2013 noch 25,4 Prozent bei der Wahl des Abgeordnetenhauses erreichen, und 2014 bei den Europawahlen sogar 40,5 Prozent, landete sie am Sonntag voraussichtlich sogar unter der 20-Prozent-Marke. Am frühen Montagmorgen lag der PD unter dem Vorsitzenden Matteo Renzi bei den Auszählungen bei niederschmetternden 18,7 Prozent.
Allerdings ist auch Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit seinem Plan gescheitert, locker wieder an die Spitze des Landes zu marschieren.

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