2016 haben noch 1,206 Millionen Menschen in einem der 28 EU-Staaten erstmals einen Asylantrag gestellt.
Brüssel (dpa) – Die Zahl der Asyl-Erstanträge in der Europäischen Union ist einem Medienbericht zufolge 2017 im Vergleich zum Jahr zuvor um die Hälfte auf 649.855 zurückgegangen. Das berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat.
Während 2016 noch 60 Prozent aller in der EU gestellten Anträge auf die Bundesrepublik entfallen seien, seien es 2017 nur noch gut 30 Prozent gewesen. Auf Platz zwei lag im Jahr 2017 demnach Italien mit 126.550 Anträgen, gefolgt von Frankreich (91.070) und Griechenland (57.020). Österreich lag mit 22.160 Anträgen auf Platz 8.
Die Daten geben nur die Asyl-Erstanträge wieder. Berücksichtigt man Zweit- und Folgeanträge ebenfalls, lag die Summe 2017 in der EU bei 704.

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