Trotz Kritik will die Post einem Bericht zufolge ihre Vorgaben zur Befristung von Arbeitsverträgen nicht ändern. Diese Praxis habe sich bewährt, sagte der Vorstand.
Die Deutsche Post will nicht von ihrem Konzept zur Entfristung von Arbeitsverträgen abrücken. Der Süddeutschen Zeitung sagte Personalvorstand Thomas Ogilvie: “Wir werden an den Eckpunkten festhalten, denn sie haben sich in der
Praxis bewährt und sind arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden.”
Das Unternehmen mit Sitz in Bonn stellt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur unter bestimmten Bedingungen einen unbefristeten Vertrag aus: Innerhalb von zwei Jahren dürfen Angestellte nicht mehr als 20
Krankheitstage angehäuft und nicht mehr als zwei selbst verschuldete Unfälle
mit konzerneigenen Fahrzeugen verursacht haben. Die Post begründet diese Richtlinien mit dem Argument, dass eine gute körperliche Verfassung für den Job unumgänglich sei: “Unsere Mitarbeiter, die auch bei Wind und Wetter rausmüssen, brauchen eine gewisse körperliche Fitness”, sagte Ogilvie der Zeitung.
Zudem betrachte das Unternehmen die Kriterien zur Entfristung als Anhaltspunkte: Über jede einzelne Entfristung werde individuell entschieden und dabei würden Entscheidungsspielräume auch genutzt, sagte Vorstandsmitglied Ogilvie: “Wenn es eine Grippewelle
gab oder jemand einen Sportunfall mit langer Ausfallzeit hatte, kann von
den Eckpunkten durchaus abgewichen werden.

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