Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Kurswende voran. Sie kündigt an, dass sie in diesem Jahr ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihen-Käufe beenden wird.
Die Europäische Zentralbank ( EZB) treibt die Kurswende voran. Sie kündigte am Donnerstag nach der Zinssitzung in Riga an, abhängig von den Wirtschaftsdaten ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihen-Käufe zum Jahresende einzustellen. Bislang waren die Transaktionen bis mindestens Ende September terminiert, das weitere Vorgehen aber unklar. Momentan kaufen die Währungshüter für 30 Milliarden Euro pro Monat. Ab Oktober sollen es nur noch 15 Milliarden Euro sein. Insgesamt sind die Käufe damit bis Ende 2018 auf knapp 2,6 Billionen Euro angelegt.
Die Wertpapiertransaktionen waren in den vergangenen Jahren die wichtigste Waffe der Notenbank im Kampf gegen eine aus ihrer Sicht zu schwache Inflation. Doch im Mai kletterte die Teuerung auf 1,9 Prozent und liegt damit im Zielbereich von knapp zwei Prozent. Dieses Niveau strebt die EZB als Optimalwert für die Wirtschaft an, hat es in den vergangenen Jahren aber meistens verfehlt.
Die Währungshüter gehen zudem davon aus, dass die Leitzinsen noch bis einschließlich Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

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