Italiens Abweisung des Rettungsschiffes “Aquarius” hat einen Streit mit Frankreich ausgelöst: Die neue Regierung in Rom bestellt den französischen Botschafter ein. Und es droht weiterer Ärger.
Italiens Abweisung des Rettungsschiffes “Aquarius” hat einen Streit mit Frankreich ausgelöst: Die neue Regierung in Rom bestellt den französischen Botschafter ein. Und es droht weiterer Ärger.
Im Streit um das Flüchtlingsschiff “Aquarius” hat die italienische Regierung den französischen Botschafter einbestellt. Nach den “überraschenden” Äußerungen der französischen Präsidentschaft zu dem Schiff mit 629 Füchtlingen an Bord wurde der französische Botschafter Christian Masset am Vormittag erwartet, teilte das Außenministerium in Rom mit.
Die französische Regierung hatte scharfe Kritik an der Zurückweisung des Schiffs geübt: Regierungssprecher Benjamin Griveaux hatte vom “Beweis einer Form von Zynismus und einer gewissen Verantwortungslosigkeit der italienischen Regierung” gesprochen. Staatschef Emmanuel Macron habe an das internationale Seerecht erinnert. Demnach müsse bei einem Notfall das Land mit der nächstgelegenen Küste die Verantwortung für die Aufnahme übernehmen.
Rom reagierte äußerst verärgert. Die neue Regierung machte deutlich, dass Rom “keine heuchlerischen Lektionen” von Ländern wie Frankreich zum Flüchtlingsthema brauche. Der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, sagte: “Sollen sie ihre Häfen öffnen und wir transferieren ein paar Personen nach Frankreich.

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