Yuri Cortez hatte keine Chance zu entkommen. Kroatiens Spieler begruben den Fotografen bei ihrem Jubel nach dem 2:1 im WM-Halbfinale gegen England versehentlich unter sich. Cortez machte das Beste daraus – die Fotos seines Lebens.
Moskau/Düsseldorf Yuri Cortez hatte keine Chance zu entkommen. Kroatiens Spieler begruben den Fotografen bei ihrem Jubel nach dem 2:1 im WM-Halbfinale gegen England versehentlich unter sich. Cortez machte das Beste daraus – die Fotos seines Lebens.
Der Torjubel kann eine gefährliche Angelegenheit sein. Vor einem Jahr riss sich beispielsweise Nicolai Müller, damals noch in Diensten des Hamburger SV, bei einem “Propeller”-Jubel das Kreuzband und fiel danach fast die komplette Saison aus. Doch auch für Unbeteiligte kann ein Torjubel schmerzhaft enden. So wie es Yuri Cortez am Mittwochabend im WM-Halbfinale zwischen England und Kroatien passiert ist.
Der AFP-Fotograf saß mit seiner Kamera an der linken Eckfahne vor der kroatischen Kurve im Moskauer Luschniki-Stadion. Wie sich in der 109. Spielminute herausstellen sollte, war es die ideale Position, um Kroatiens Jubel über das 2:1-Siegtor durch Mario Mandzukic einzufangen. Doch Cortez war alsbald nicht mehr Beobachter, sondern Teil des Geschehens.
Zunächst rannte Mandzukic zum Jubeln nur in seine Ecke und posierte vor den kroatischen Fans – und damit auch direkt vor Cortez.

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