Nach einer neuen Eskalation der Gewalt im Nahen Osten kehrt vorerst Ruhe ein.
Gaza/Tel Aviv (dpa) – Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen hat sich die Lage in Israel und dem palästinensischem Küstengebiet deutlich entspannt.
In der Nacht zum Freitag hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel verkündet. Israel bestätigte die Abmachung zunächst nicht. Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas erklärte jedoch, die wöchentlichen Proteste am Grenzzaun gingen weiter.
Bei Protesten am Freitag wurden nach Hamas-Angaben zwei Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet. Dutzende weitere Palästinenser seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza am Abend mit. Einer der Getöteten sei ein Arzt gewesen und habe den Verletzten geholfen.
Die sogenannten Widerstandskomitees im Gazastreifen hatten zuvor mitgeteilt, es sei eine Vereinbarung der gegenseitigen Ruhe unter Vermittlung Ägyptens und des UN-Nahostgesandten Nikolaj Mladenow geschlossen worden. Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich daran halte. Zu der Gruppierung gehört auch die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas.
Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht zum Donnerstag Ziele der Hamas angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums eine schwangere Frau und ihre 18 Monate alte Tochter sowie ein Mitglied des militanten Arms der Hamas getötet.

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