Gastgeber Deutschland nutzt den Heimvorteil bei der Leichtathletik-EM in Berlin.
Berlin (dpa) – Die deutschen Leichtathletik-Asse gehen mit der enormen Schubkraft von 13 Medaillen in den Endspurt der EM in Berlin – und sie wollen noch mehr. Für den Höhepunkt am Freitagabend sorgte Speerwerferin Christin Hussong mit dem dritten Titelgewinn für den Gastgeber.
Dreispringerin Kristin Gierisch landete auf dem Silberrang. Außerdem holten Carolin Schäfer (Siebenkampf) und Marie-Laurence Jungfleisch (Hochsprung) vor 48.497 Zuschauern im Olympiastadion noch jeweils Bronze.
Überschattet wurde der vierte Wettkampftag von einem Autounfall der Siebenkämpferinnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt. Sie zogen sich keine schweren Verletzungen zu, mussten aber auf den abschließenden 800-Meter-Lauf verzichten.
Die Pfälzerin Hussong hat es dem Goldjungen Thomas Röhler nachgemacht und ihren ersten ganz großen Titel erobert. Die 24-Jährige aus Zweibrücken siegte mit einer Weite von 67,90 Metern.
Mit 14,45 Metern setzte Dreispringerin Kristin Gierisch einen silbernen Satz in den Sandkasten. Die 27-Jährige aus Chemnitz schaffte die persönliche Bestleistung schon im ersten Versuch. Die Hallen-Vizeweltmeisterin von 2016 und Hallen-Europameisterin von 2017 feierte damit ihren größten Erfolg bei Freiluft-Titelkämpfen.
Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart gewann mit 1,96 Metern Bronze. “Ich bin unheimlich glücklich, endlich mal eine Medaille zu gewinnen, vor allem in Berlin, das ist ein Traum”, jubelte Jungfleisch. Für die 27 Jahre alte Sportsoldatin ist es die erste Medaille bei einem internationalen Titelkampf. Bei den Europameisterschaften 2014 und 2016 war sie jeweils Fünfte geworden.

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