Zwei Tote und ein Milliardenschaden: Neun Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs sind die Urteile im Strafprozess gefallen.
Köln (dpa) – Eine Bewährungsstrafe und drei Freisprüche im Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Das Landgericht hat am Freitag einen Bauüberwacher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Die drei anderen Angeklagten – zwei Bauleiter von Baufirmen und eine weitere KVB-Mitarbeiterin – wurden freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für drei der vier Angeklagten Bewährungsstrafen gefordert. Nach Überzeugung des Landgerichts konnte die Unglücksursache im Prozess geklärt werden.
Der Vorsitzende Richter sagte in der Urteilsbegründung, es stehe “eindeutig und zweifelsfrei” fest, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer Schlitzwand für eine neue U-Bahn-Haltestelle einstürzte.

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