Den deutschen Krankenhäusern fehlen zwar allerorten Pflegekräfte, aber im weltweiten Vergleich schneidet Deutschland bestens ab. Eine große Gesundheitsstudie bescheinigt dem Land eine Spitzenposition, wenn es um die Zahl von Ärzten und medizinischem Personal geht. Viele Krankheiten ließen sich aber auch vermeiden.
Was haben Deutschland, Island und Kuba gemein? Sie gehören zu den 15 Ländern der Welt mit dem meisten medizinischen Personal. Das geht aus einer der weltweit größten Gesundheitsstudien hervor, die in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Auf dem letzten Platz landete demnach das westafrikanische Land Benin.
Für die Studie betrachtet wurde die Zahl der Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen im Vergleich zur Einwohnerzahl. Dafür lagen Daten aus dem Jahr 2017 vor. Alle 15 Staaten der Spitzengruppe erzielten den Bestwert auf einer Skala von 1 bis 100. Allerdings betonen die Autoren, dass das allein noch keinen Rückschluss auf die Qualität der medizinischen Versorgung zulasse.
Sorgen bereitet den Wissenschaftlern hingegen, dass fast die Hälfte aller 195 untersuchten Länder mit einem Mangel an medizinischem Personal kämpfen. Im vergangenen Jahr hatten diese pro 10.000 Einwohner weniger als zehn Ärzte und weniger als 30 Krankenschwestern und Hebammen im Einsatz.
Die Versorgung mit medizinischem Personal wurde in der „Global Burden of Disease“-Studie (Studie zur weltweite Krankheitslast) zum ersten Mal erfasst. Diese gibt es seit dem Anfang der 1990er-Jahre, zuletzt erschien sie alle zwei Jahre.

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