Der Beitritt zu Nato und Europäischer Union rückt näher: Mazedonien stimmt für seine Umbenennung. Politiker aus ganz Europa gratulieren zum historischen Votum.
Das Parlament in Skopje hat der Umbenennung von Mazedonien in “Republik Nordmazedonien” mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit zugestimmt. Der Beitritt zu EU und Nato ist damit näher gerückt. Nun muss noch das Parlament in Athen zustimmen. Erst dann tritt die im vergangenen Juni getroffene Vereinbarung zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und dem mazedonischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev in Kraft.
Hinter dem jahrelangen Namensstreit stand die Furcht Athens, der Nachbarstaat könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die nordgriechische Provinz Makedonien erheben. Bei der UNO firmierte der Staat deshalb bislang unter dem Namen Frühere jugoslawische Republik Mazedonien, englisch abgekürzt FYROM.
Wegen des Konflikts blockierte Griechenland bis zuletzt Skopjes Beitritt zur Nato-Militärallianz und die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen. Diese Blockade wird Athen nach einem entsprechenden Parlamentsvotum aufgeben.
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, die Lösung des Namensstreits zwischen Skopje und Athen sei “auf der Zielgeraden”. Er setze nun darauf, dass auch das griechische Parlament der Vereinbarung zustimmen werde. Dann könne das Land Nordmazedonien “bald der Nato beitreten und Beitrittsgespräche mit der EU eröffnen”.

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