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Deutsche Bank streicht hauseigene Studie

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In einer Studie stellt die Research-Abteilung der Deutschen Bank dem Finanzplatz Deutschland ein “absolutes Armutszeugnis” aus. Dem Geldhaus ist die Kritik jedoch zu hart: Die Bank distanziert sich öffentlich.
In einer Studie stellt die Research-Abteilung der Deutschen Bank dem Finanzplatz Deutschland ein “absolutes Armutszeugnis” aus. Dem Geldhaus ist die Kritik jedoch zu hart: Die Bank distanziert sich öffentlich. Es kann als gut und gerne als ungewöhnlich bezeichnet werden, wenn eine Bank die Studie eines hauseigenen Think Tanks kassiert. Beim größten deutschen Geldhaus ist das nun der Fall: Die mit scharfer Kritik an Politik und Aufsicht gespickte Analyse “Reformagenda für den Finanzplatz Deutschland. Viel Luft nach oben, dringender Handlungsbedarf” von Deutsche Bank Research, die der dpa vorliegt und aus der auch die “Börsen-Zeitung” zitiert, ging der Konzernmutter wohl zu weit. Sie strich sie kurz nach Veröffentlichung wieder von der Webseite. Die Experten der Abteilung beschreiben darin den Zustand des Finanzplatzes Deutschland als miserabel. Die “Liste der Defizite und Fehlschläge” sei sehr lang, so das Fazit des Autors. “Für die insgesamt viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ist das ein absolutes Armutszeugnis. Genauso wie die faktische Verweigerung der Entscheidungsträger in der Politik, das Siechtum des Finanzplatzes überhaupt zur Kenntnis zu nehmen und ihm kraftvolle, entschiedene Maßnahmen entgegenzusetzen.

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