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Kreml meldet vollständige Einnahme von Mariupol — Russland dreht Finnland den Gashahn zu

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Tag 88 der russischen Invasion in der Ukraine: Nach Wochen heftiger Kämpfe hat Russland eigenen Angaben zufolge das Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol komplett unter …
Tag 88 der russischen Invasion in der Ukraine: Nach Wochen heftiger Kämpfe hat Russland eigenen Angaben zufolge das Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol komplett unter seine Kontrolle gebracht. Alle feindlichen Kämpfer hätten sich ergeben, teilt das Verteidigungsministerium in der Nacht in Moskau mit. Die weitläufige Industrieanlage am Asowschen Meer war der letzte Ort in der strategisch wichtigen Hafenstadt im Südosten der Ukraine, der noch nicht vollkommen unter russischer Kontrolle gestanden hatte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte — in einem noch vor der russischen Verkündung der Einnahme aufgenommenen Fernsehinterview — den Westen für die Entwicklung mitverantwortlich. Zugleich forderte er angesichts der massiven Zerstörungen in seinem Land einen Entschädigungsfonds. Die Meldungen zum Krieg in der Ukraine von Samstag, den 21. Mai:
Die Vize-Präsidentin des Europaparlaments, Katarina Barley fordert, das geplante EU-Ölembargo gegen Russland ohne Ungarn zu beschließen. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban wolle die EU “am Nasenring durch die Manege führen”, sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Sie sehe nicht, dass Orban dem neuen EU-Sanktionspaket, welches auch das geplante Ölembargo umfasst, ohne Gegenleistung zustimmen würde. Barley wirft Orban vor, den Streit um das Ölembargo für seine “politischen Spiele” zu nutzen, um zusätzliches Geld in sein Land zu leiten. Dabei gehe es dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten vor allem darum, Geld in die Kanäle seiner “Familie und Clans” fließen zu lassen. In Ungarn existiere ein “offen korruptes System”. Ungarn hatte im Gegenzug für eine Zustimmung zu dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ölembargo milliardenschwere Hilfen von der EU gefordert. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sprach in dieser Woche in einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft von Investitionen in Höhe von 15 bis 18 Milliarden Euro, die für die Abkehr seines Landes vom russischen Öl nötig seien. Russland hat seine Gaslieferungen nach Finnland wie angekündigt gestoppt. “Die Erdgaslieferungen nach Finnland im Rahmen des Gasum-Liefervertrags wurden ausgesetzt”, teilt der staatliche finnische Energiekonzern Gasum mit. Gas werde nun aus anderen Quellen über die Balticconnector-Pipeline bezogen, die Finnland und Estland miteinander verbindet. Der russische Energieriese Gazprom hatte den Lieferstopp gestern unter Verweis auf den Streit um Rubel-Zahlungen angekündigt. Gasum hatte daraufhin betont, dass dieser nicht zu Versorgungsproblemen in Finnland führen werde.

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