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Der lange Konflikt zwischen Israel und dem Iran

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Bis zur Islamischen Revolution 1979 hegten Israel und der Iran freundschaftliche Beziehungen. Der Oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, bezeichnete Israel 2009 in einer Rede Israel als.
Bis zur Islamischen Revolution 1979 hegten Israel und der Iran freundschaftliche Beziehungen. Der Oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, bezeichnete Israel 2009 in einer Rede Israel als „gefährlichen und tödlichen Krebs“.
Der Iran hat am Wochenende seine Drohung wahr gemacht und erstmals Israel direkt angegriffen – nicht über Stellvertreter wie die Hisbollah-Miliz im Libanon oder die Houthi-Rebellen im Jemen. Hintergrund ist ein Israel zugeschriebener Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Israel hat eine Verantwortung für den Angriff, bei dem sieben teils ranghohe Offiziere der iranischen Revolutionsgarden starben, weder bestätigt noch bestritten.
Vielfach wird eine Eskalation befürchtet. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran reicht bereits Jahrzehnte zurück. Die beiden Staaten sind die erbittertsten Feinde in der Region und haben eine lange Geschichte von Schattenkriegen und heimlichen Angriffen zu Land, zu Wasser, in der Luft und im Cyberspace. Eine Chronologie.
Der pro-westliche und von den USA unterstützte Machthaber im Iran, Mohammad Reza Schah Pahlavi, wird im Zuge der Islamischen Revolution gestürzt. Der Schah bestieg 1941 den Thron und sah den 1948 gegründeten Staat Israel als Verbündeten an. Nach der Revolution gründet der aus dem französischen Exil zurückgekehrte Ayatollah Ruhollah Khomeini die Islamische Republik Iran. Von nun an ist die Feindschaft gegen Israel Gebot.
Israels Militär marschiert im nördlichen Nachbarland Libanon ein. Dort entwickelte sich die Hisbollah („Partei Gottes“) während des Bürgerkrieges 1975 bis 1990 von einer kleinen schiitischen Gruppe zu einer einflussreichen Größe über den Libanon hinaus. Die iranischen Revolutionsgarden gründen 1982 die Hisbollah-Miliz, um ihre Islamische Revolution zu exportieren. Ziel ist es auch, das israelische Militär wieder zurückzudrängen. Israel betrachtet die Miliz schließlich als den gefährlichsten Gegner an seinen Grenzen.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah vertreibt mit Selbstmordattentaten westliche und israelische Streitkräfte aus dem Libanon.

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