Die Aktie im freien Fall, beim Gewinn meilenweit hinter der Konkurrenz zurück, das öffentliche Ansehen im Keller: Die Aktionäre der Deutschen Bank haben kaum ein gutes Haar an der Strategie des größten Geldhauses Deutschlands gelassen.
Die Aktie im freien Fall, beim Gewinn meilenweit hinter der Konkurrenz zurück, das öffentliche Ansehen im Keller: Die Aktionäre der Deutschen Bank haben kaum ein gutes Haar an der Strategie des größten Geldhauses Deutschlands gelassen.
Die Aktionäre der Deutschen Bank sind auf der Hauptversammlung in Frankfurt am Main scharf mit Aufsichtsrat und Vorstand ins Gericht gegangen. Neben dem niedrigen Aktienkurs kritisierten Anteilseigner am Donnerstag auch die Geldwäscheskandale der Bank sowie zu hohe Vorstandsgehälter.
Der in der Kritik stehenden Aufsichtsratschef Paul Achleitner wurde von den Aktionären entlastet. Der 62-Jährige erhielt 71,63 Prozent der abgegebenen Stimmen, wie Achleitner selbst als Leiter der Hauptversammlung des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt mitteilte. Kein Aufsichtsrat erhielt weniger Zuspruch durch die Aktionäre.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr stimmten 84 Prozent für eine Entlastung Achleitners. Damals lag die Präsenz bei der Hauptversammlung bei 42,6 Prozent der stimmberechtigten Aktionäre. In diesem Jahr nehmen – einschließlich Briefwahl – nur 34,85 Prozent ihr Stimmrecht wahr.
Alexandra Annecke von Union Investment, dem Fondshaus der Volks- und Raiffeisenbanken, machte wie viele andere Anteilseigner ihrem Ärger Luft: „Es ist traurig und schockierend, was aus der Deutschen Bank geworden ist. Das einstige Vorzeigeinstitut ist nur noch ein Koloss auf tönernen Füßen.“
Die im DAX notierte Aktie musste am Donnerstag einen neuen Tiefschlag verkraften. Während der seit einem Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing und der schon länger in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Paul Achleitner bei den Anteilseignern um Vertrauen warben, fiel das Papier wie ein Stein um bis zu vier Prozent auf ein Rekordtief von 6,35 Euro.

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