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Zulassung für Coronavirus-Impfstoff in den USA nicht vor November, der weltweit grösste Chipanlagenbauer Applied Materials steigert Umsatz deutlich – und weitere Wirtschaftsmeldungen

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Zulassung für Coronavirus-Impfstoffe nicht vor November (reu) Ein möglicher Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus wird nach Einschätzung der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) nicht vor November oder Dezember zugelassen. Die Covid-19-Impfstoffkandidaten aus dem von der US-Regierung gestützten Entwicklungsprogramms «Operation Warp Speed» dürften davor keine Genehmigung erhalten. Dies sagte der zuständige Leiter Francis Collins am Donnerstag (Ortszeit). Hauptgrund dafür sei, dass noch Zeit für die grossangelegte klinische Erprobung mit Tausenden Testpersonen benötigt werde. Chinesischer Google-Konkurrent Baidu enttäuscht mit Prognose (reu) Der chinesische Google-Konkurrent Baidu hat die Märkte mit seiner Prognose für das dritte Quartal enttäuscht. Die Firma aktualisierte ihren Geschäftsausblick in der Nacht auf Freitag. Das Unternehmen rechnet nunmehr für den Betrachtungszeitraum mit einem Umsatz zwischen 26,3 und 28,7 Milliarden Yuan (umgerechnet 3,79 bis 4,13 Milliarden Dollar). Damit verfehlte die Suchmaschine die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Nachbörslich fielen die in den USA gehandelten Baidu-Aktien um fast sechs Prozent. Im zweiten Quartal sanken die Gesamterlöse wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf das wichtige Geschäft mit Werbeanzeigen um ein Prozent auf 26,03 Milliarden Yuan. Die zu Baidu gehörende Video-Streaming Plattform iQIY verbesserte jedoch ihren Umsatz um 19 Prozent, hiess es weiter. Applied Materials steigert Umsatz deutlicher als gedacht (reu) Beim weltgrössten Chipanlagenbauer Applied Materials laufen die Geschäfte besser, als weithin gedacht worden war. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 23 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 4,18 Milliarden Dollar gerechnet. Für das laufende Quartal sagte der Konzern in einer Medieninformation vom Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss zudem einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden Dollar voraus. Dies gelte mit einer Unsicherheit von rund 200 Millionen Dollar, hiess es weiter. Hierbei gingen die Experten bisher von Einnahmen in Höhe von 4,36 Milliarden Dollar aus. Applied-Materials-Aktien stiegen nachbörslich um rund zwei Prozent. In städtischen Kantonen sind fast 20% aller Airbnb-Angebote verschwunden Ein Mann trägt an der Rossbergstrasse in Zürich ein Sofa aus einer Wohnung. (awp/sda) Die Anbieter von Airbnb-Wohnungen sind von der Coronakrise hart getroffen worden. In den grossen Städten dürften laut einer Immobilienstudie bereits Hunderte von Wohnungen wieder zu Mietwohnungen umgewandelt worden sein. Insgesamt seien in den städtischen Kantonen Zürich, Genf und Basel fast 20% aller Airbnb-Angebote innert Jahresfrist verschwunden, heisst es in der am Donnerstag von der Raiffeisen-Gruppe veröffentlichten Studie «Immobilien Schweiz». Damit seien in Zürich über 500, in Genf über 400 und in Basel über 250 ehemalige Airbnb-Wohnungen wieder zu Langfristmietwohnungen geworden, so die Rechnung der Raiffeisen-Ökonomen. Die Corona-Pandemie hat generell ihre Spuren im Mietwohnungsmarkt hinterlassen. Das Überangebot an Wohnungen werde unter anderem wegen eines tiefer ausfallenden Migrationssaldos noch grösser. Das werde sich künftig in weiter steigenden Leerständen zeigen, so die Studie. Die Bankökonomen rechnen damit, dass die «Rekord-Leerstandsquote» von 1,85% aus dem Jahr 1998 spätestens im kommenden Jahr übertroffen wird. Die Neumieten sind laut den Angaben im zweiten Quartal um 0,4% zurückgegangen, die Bestandsmieten haben um 0,2% zugelegt. Der Druck auf die Neumieten werde weiter zunehmen. Kaum beeindruckt von der Corona-Krise zeigt sich allerdings der Markt für selbstbewohntes Wohneigentum. Weder bei der Anzahl Handänderungen noch bei den Preisen lasse sich in der Schweiz ein schwindendes Interesse am Immobilienbesitz feststellen, heisst es in der Studie. Der grösste Wirtschaftseinbruch seit der Ölkrise von 1973 sei damit bisher praktisch spurlos am Eigenheimmarkt vorbeigegangen Die Zeit im «Corona-Lockdown» scheine vielmehr ein neues Bewusstsein der Schweizerinnen und Schweizer für die eigene Wohnsituation geschaffen zu haben, meint Raiffeisen. Darauf deute die seit März feststellbare Zunahme der Suchabonnements bei grossen Immobilienportalen hin. Dazu kommen die weiterhin günstigen Finanzierungskonditionen für Wohneigentum: So sind die Hypothekarzinsen nach einem kurzen Anstieg zu Beginn der Corona-Pandemie wieder in Richtung ihrer Rekordtiefs gesunken. Auch in Zukunft bleibe Wohneigentum somit äusserst attraktiv, sind die Raiffeisen-Ökonomen überzeugt. Philippinische Beamte sollen Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Wirecard-Managers Jan Marsalek gefälscht haben (dpa) Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard sollen philippinische Einwanderungsbeamte Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Vertriebsvorstandes Jan Marsalek gefälscht haben. Ermittler in dem südostasiatischen Inselstaat empfahlen am Donnerstag, Anzeige gegen die beiden Verdächtigen zu erstatten. Die Beamten hätten falsche Einträge in die Datenbank des Immigrationsbüros eingegeben. Demnach wäre Marsalek am 23. Juni in der Hauptstadt Manila eingetroffen und hätte die Philippinen am folgenden Tag von der Provinz Cebu aus – die auf einer anderen Insel liegt – wieder verlassen, hiess es in einer Mitteilung der nationalen Ermittlungsbehörde. Allerdings habe es am 24. Juni gar keinen Flug von Cebu nach China gegeben, wohin Marsalek angeblich gereist sein soll. Zudem seien den Angaben nicht – wie bei solchen Einträgen üblich – die Reisepassdaten des Österreichers beigefügt worden. «Die Einträge für den 23. und 24. Juni 2020 sind beide falsch und sollten offenbar nur eine Ablenkung sein, um die Aufmerksamkeit der europäischen Behörden auf die Philippinen und nicht auf deren eigene Gerichtsbarkeit zu lenken», so die Behörde. Seit seiner Entlassung am 22. Juni ist der Manager untergetaucht. Er wird verdächtigt, zusammen mit anderen Beschuldigten die Bilanzsumme und das Umsatzvolumen durch Scheingeschäfte aufgebläht zu haben. Bei Wirecard fehlen insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die der Konzern in seiner Jahresbilanz 2019 auf der Habenseite verbuchen wollte – das Ergebnis wahrscheinlich nicht existierender Luftgeschäfte mit Subunternehmern in Südostasien und im Mittleren Osten. Das vermisste Geld sollte sich eigentlich auf philippinischen Treuhandkonten befinden. Im Juni stellte sich dann heraus, dass weder die Milliarden noch die Treuhandkonten existierten. Schweizer Tourismusdestinationen können Wegfall ausländischer Gäste nicht kompensieren (awp/sda) Der Schweizer Tourismus steuert auf ein schlechtes Jahr zu. Zwar zeigt die Zwischenbilanz zum Sommer für das Berggebiet einen erfreulichen Anstieg von einheimischen Gästen. Doch kann dies den massiven Rückgang bei den ausländischen Touristen nicht kompensieren. Vor allem in den Städten reisst der wegbleibende Übersee- und Geschäftstourismus ein grosses Loch in die Rechnung. Dies geht aus einer landesweiten Branchenumfrage bei Tourismusdestinationen, Sehenswürdigkeiten und grossen Bergbahnen hervor, die Schweiz Tourismus (ST) für die Monate Juni bis August vor kurzem durchgeführt und am Donnerstag veröffentlicht hat. Die Aussagen für August basieren laut ST auf Buchungen und Schätzungen der Befragten. Dank eines Ansturms von Schweizer Gästen stiegen in den Bergdestinationen in den Monaten Juni bis August die Hotellogiernächte um 37%. Das entspricht 1 Mio.

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