<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1101373,"date":"2018-07-26T17:28:00","date_gmt":"2018-07-26T15:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1101373"},"modified":"2018-07-26T17:07:18","modified_gmt":"2018-07-26T15:07:18","slug":"uberraschend-personlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/07\/uberraschend-personlich\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschend pers\u00f6nlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der mit allen Wassern gewaschene EU-Kommissionspr\u00e4sident Juncker findet offenbar einen Weg, US-Pr\u00e4sident Trump zu erreichen. Ein Kommentar.<\/b><br \/>\nDies kann man festhalten: Es hat alle \u00fcberrascht. Dass Donald Trump und Jean-Claude Juncker es bereits bei diesem Treffen geschafft haben, die Eskalationsspirale im Handelsstreit zwischen den USA und der Europ\u00e4ischen Union zu unterbrechen und beide Seiten zur\u00fcck an den Verhandlungstisch zu bringen. Denn das ist den beiden Pr\u00e4sidenten gelungen, und das ist ein gro\u00dfer Erfolg. Zumindest f\u00fcr den Moment.<br \/>Um zu sehen, warum das so wichtig ist, muss man sich die Alternative noch einmal bewusst machen, auf die sich viele eingestellt hatten. Ein echter Handelskrieg, bei dem Zug um Zug Z\u00f6lle erh\u00f6ht werden, erst auf Stahl, dann auf Whiskey, Jeans, Motorr\u00e4der und Autos. Und das auf der Grundlage, dass man im ehemals engsten Partner eine Gefahr f\u00fcr die nationale Sicherheit erkannt haben wollte, weshalb der Austausch mit ihm ab- statt zunehmen m\u00fcsse, und Produkte teurer und Jobs in andere Weltregionen abwandern w\u00fcrden. Das Worst-Case-Szenario war schon fast eingepreist, zusammen mit der \u00dcberzeugung, dass es niemand schafft, diesen US-Pr\u00e4sidenten davon zu \u00fcberzeugen, dass sein Vorgehen falsch ist und am Ende auch seinem eigenen Land schadet. Denn die Unternehmen haben bereits angefangen, nach pragmatischen L\u00f6sungen f\u00fcr die neuen Umst\u00e4nde zu suchen \u2013 und produzieren l\u00e4sst sich eben auch in China.<br \/>Der &#8222;Deal&#8220; ist erst einmal nur eine Atempause, der Beginn von Verhandlungen, nicht das Ergebnis. Trump ist unberechenbar, die Europ\u00e4ische Union kompliziert und voll unterschiedlicher Interessen. Deutschland feiert die Entwarnung f\u00fcr Autoz\u00f6lle, aber Frankreich hat in Sachen Landwirtschaft bereits Bedenken angemeldet. Dennoch: Der Deal er\u00f6ffnet neue Chancen f\u00fcr politische Verhandlungen. Er zeigt, dass Diplomatie funktionieren kann. Dar\u00fcber sollte sich jeder freuen, der in den vergangenen Wochen und Monaten beim Blick auf das transatlantische Verh\u00e4ltnis und die westliche Wertegemeinschaft bereits Endzeitstimmung versp\u00fcrt hat.<br \/>Wie viel von der \u00fcberraschenden Wendung am Mittwoch dem wachsenden Druck auf Trump auch aus den eigenen Reihen geschuldet ist, ob also der US-Pr\u00e4sident schlicht eingesehen hat, dass er seinen Kurs so nicht durchziehen kann und dann einfach das Ruder herumgeworfen hat, ist Interpretationssache. Daf\u00fcr spricht, dass Trump am Mittwoch auch beim Thema Russland eine Kehrtwende hat vollziehen m\u00fcssen: Wladimir Putin soll doch nicht mehr in diesem Jahr nach Washington kommen, sondern erst im n\u00e4chsten, nach dem Ende der Russland-Untersuchungen. Zu gro\u00df war die Emp\u00f6rung auch in der eigenen Partei.<br \/>Fest steht, Donald Trump ist kein Ideologe. Er r\u00e4umt Positionen so schnell, wie er twittert. Hauptsache, seine W\u00e4hler stehen weiter treu zu ihm. Daher der Stellenwert der Sojabohnen. &#8222;Seine&#8220; Farmer werden es ihm danken, so sein Kalk\u00fcl, hatten doch gerade sie bereits unter den Handelsstreitigkeiten zu leiden. Und fest steht auch, dass der EU-Kommissionspr\u00e4sident der richtige Mann am richtigen Ort im richtigen Moment war. Einer, der versteht, welche Rolle Sojabohnen in weltpolitischen Fragen spielen k\u00f6nnen. Dass Trump &#8222;den Jean-Claude&#8220; sehr sch\u00e4tze, wurde vorher schon berichtet; nach dem Gespr\u00e4ch twitterte Trump ein Bild, auf dem sich beide umarmen und Juncker ihn auf die Wange k\u00fcsst.<br \/>Der mit allen Wassern gewaschene Luxemburger, der selbst quasi t\u00e4glich erf\u00e4hrt, wie h\u00e4misch in sozialen Netzwerken \u00fcber einen hergezogen werden kann, findet offenbar einen Weg, er findet Worte, die Trump erreichen. &#8222;It&#8217;s a personal affair&#8220;, sagt Juncker in seiner Rede nach dem Treffen mit Trump: &#8222;Was die transatlantischen Beziehungen so besonders macht, ist, dass sie zu allererst eine pers\u00f6nliche Beziehung sind.&#8220;<br \/>Politik ist nicht immer das Ergebnis lange geplanter Strategien. Politik lebt manchmal auch einfach vom Moment \u2013 zum Beispiel, wenn zwei aufeinander treffen, die sich trotz allem verstehen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 4.6<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/trump-und-juncker-ueberraschend-persoenlich\/22850598.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/trump-und-juncker-ueberraschend-persoenlich\/22850598.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der mit allen Wassern gewaschene EU-Kommissionspr\u00e4sident Juncker findet offenbar einen Weg, US-Pr\u00e4sident Trump zu erreichen. 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