<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1180251,"date":"2018-09-20T16:26:00","date_gmt":"2018-09-20T14:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1180251"},"modified":"2018-09-20T17:29:20","modified_gmt":"2018-09-20T15:29:20","slug":"wada-begnadigt-rusada","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/09\/wada-begnadigt-rusada\/","title":{"rendered":"Wada begnadigt Rusada"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Sperre gegen die russische Anti-Doping-Agentur Rusada ist aufgehoben. Das d\u00fcrfte eine Welle der Emp\u00f6rung ausl\u00f6sen.<\/b><br \/>\nDer Pr\u00fcfungsausschuss der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat am Donnerstag trotz w\u00fctender internationaler Proteste die Wiederaufnahme der russischen Anti-Doping-Agentur ( Rusada) beschlossen. Nach drei Jahren Suspendierung wegen systematischem Dopings ist damit der Weg frei f\u00fcr die endg\u00fcltige R\u00fcckkehr Russlands auf die Weltb\u00fchne des Sports. Damit folgte der Ausschuss der Empfehlung der Wada. Die hatte vergangene Woche \u00fcberraschend empfohlen, die Rusada wieder anzuerkennen \u2013 obwohl die Bedingungen daf\u00fcr offensichtlich nicht erf\u00fcllt sind.<br \/>Die russische Kontroll-Agentur war im November 2015 suspendiert worden, nachdem erst in der Leichtathletik und sp\u00e4ter auch anderen Sportarten systematisches Doping \u00f6ffentlich geworden war. Vor allem der durchorganisierte Betrug bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 hatte weltweit emp\u00f6rt. Ein Untersuchungsbericht der Wada durch den Kanadier Richard McLaren hatte unter anderem die Manipulation und das Verschwinden mehrerer tausend Dopingproben festgehalten. Auch der russische Geheimdienst und das Sportministerium waren demnach darin verwickelt. McLaren warf Russland staatliche Lenkung des Betrugs vor. In Russland tat man das als politische Verschw\u00f6rung ab.<br \/>Die Welt-Anti-Doping-Agentur entzog der russischem Agentur daraufhin die Akkreditierung. Zahlreiche Medaillen wurden russischen Sportlern aberkannt und die Athleten gesperrt. Die Verb\u00e4nde gingen dabei unterschiedlich streng vor. Der Leichtathletik-Weltverband etwa schloss Russland komplett aus. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) dagegen verzichtete f\u00fcr Olympia ebenso wie andere Weltverb\u00e4nde auf einen g\u00e4nzlichen Bann.<br \/>Als Voraussetzung f\u00fcr die Wiederaufnahme nannte die Wada zwei Bedingungen: Erstens: die Anerkennung des McLaren-Reports, also das Eingest\u00e4ndnis staatlichen Sportbetrugs durch Doping. Zweitens: uneingeschr\u00e4nkten Zugang zum Moskauer Kontrolllabor und seinen Proben, in dem der Betrug \u00fcber Jahre stattgefunden hatte. Erst dann k\u00f6nnte man vertrauen, dass die Kontrollen k\u00fcnftig wieder internationalen Standards folgen w\u00fcrden \u2013 und damit fairer, sportlicher Wettbewerb wieder m\u00f6glich ist.<br \/>Im Mai nun schrieben der russische Sportminister Pawel Kolobkow und Alexander Schukow, der Pr\u00e4sident des Nationalen Olympischen Komitees, einen Brief an die Wada. Sie bedauerten die Praktiken und erkannten den deutlich sanfter formulierten, vom IOC ausgestellten Schmid-Report an. In dem wird zwar der Dopingbetrug als solches festgehalten. Eine systemische oder gar staatliche Lenkung aber wird, anders als im McLaren-Report, ausgespart.<br \/>Die Wada sprach im Vorfeld der Abstimmung am Donnerstag von einem Kompromiss. Die Reaktionen aus aller Welt waren heftig. Langl\u00e4uferin Beckie Scott erkl\u00e4rte emp\u00f6rt ihren R\u00fccktritt aus der Pr\u00fcfungskommission. In Deutschland stellte die Athletensprecherin und Kanutin Silke Kassner die Sinnhaftigkeit der Wada als Institution in Frage. Die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestags, Dagmar Freitag beklagte, f\u00fcr den Wada-Chef Craig Reedie seien die W\u00fcnsche des IOC wichtiger als der Schutz der sauberen Sportler.<br \/>Reedie sitzt auch im IOC-Board, das unter seinem Pr\u00e4sidenten und bekannten Putin-Freund Thomas Bach in der Aff\u00e4re von Beginn an nachsichtig mit den sportpolitisch einflussreichen Russen war \u2013 bis hin zur vollst\u00e4ndigen Wiederaufnahme in die olympische Familie, mit allen Ehren in Form von Flagge und Nationalhymne nach den Winterspielen in Pyeongchang im Februar. Mit der Wada-Entscheidung vom Donnerstag ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch bei allen anderen Wettbewerben wieder russische Sportler uneingeschr\u00e4nkt an den Start gehen. Ob sauber oder nicht, das kann Stand jetzt allerdings niemand garantieren.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/doping-in-russland-wada-begnadigt-rusada\/23090696.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/doping-in-russland-wada-begnadigt-rusada\/23090696.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sperre gegen die russische Anti-Doping-Agentur Rusada ist aufgehoben. 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