<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1203411,"date":"2018-10-06T23:07:00","date_gmt":"2018-10-06T21:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1203411"},"modified":"2018-10-06T23:07:36","modified_gmt":"2018-10-06T21:07:36","slug":"herbst-erinnerungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/10\/herbst-erinnerungen\/","title":{"rendered":"Herbst-Erinnerungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der FC Bayern unter Niko Kovac \u00e4hnelt nicht dem FC Bayern unter Carlo Ancelotti. Es wird akribisch und detailverliebt gearbeitet. Nur ist der Meister damit dummerweise \u00e4hnlich erfolglos wie vor genau einem Jahr.<\/b><br \/>\nDer FC Bayern unter Niko<br \/>Kovac \u00e4hnelt nicht dem FC Bayern unter Carlo Ancelotti. Es wird akribisch und<br \/>detailverliebt gearbeitet. Nur ist der Meister damit dummerweise \u00e4hnlich<br \/>erfolglos wie vor genau einem Jahr.<br \/>Im ungem\u00fctlichen Herbst 2017 reichten zwei sieglose Spiele in Serie, ein 2:2 gegen Wolfsburg, ein 0:3 in Paris. Der FC Bayern war in der Liga Tabellendritter, mit drei Punkten R\u00fcckstand auf den Tabellenf\u00fchrer aus Dortmund. Zwei sieglose Spiele, drei Punkte R\u00fcckstand, den Klubbossen war das zu wenig. Sie trennten sich von Trainer Carlo Ancelotti.<br \/>Im ungem\u00fctlichen Herbst 2018 hat der FC Bayern seit vier Spielen nicht mehr gewonnen, 1:1 gegen Augsburg, 0:2 in Berlin, 1:1 gegen Amsterdam, nun das 0:3 gegen M\u00f6nchengladbach. Der FC Bayern ist Tabellenf\u00fcnfter, er k\u00f6nnte Sechster werden, sollte Leipzig am Sonntagabend gewinnen; der R\u00fcckstand auf den Tabellenf\u00fchrer aus Dortmund betr\u00e4gt vier Punkte. M\u00fcsste das also den Klubbossen nicht auch zu wenig sein? Ist das Ende schon nahe, von dem Pr\u00e4sident Uli Hoene\u00df vor wenigen Tagen gesprochen hat, das Ende, an dem Trainer Niko Kovac den Kopf hinhalten muss?<br \/>Nun ist der FC Bayern in diesem Herbst anders als 2017 keine pomadige, lustlose, unfitte Mannschaft, die sich selbst beim Verfall zusieht. Sie wird auch nicht trainiert von einem Trainer, der den Eindruck verbreitet, dass ihm die Zigarettchen seines Fitnesstrainers wichtiger sind als die Stimmung in der Kabine. Der FC Bayern ist fit, er ist gewillt. Er sollte ja auch in diesem Herbst 2018 eine Mannschaft sein, in der etwas entsteht, aus dem die Zukunft des FC Bayern wachsen kann. Und angeleitet wird sie dabei von einem Trainer, der den Eindruck verbreitet, dass ihm gegenw\u00e4rtig nichts im Leben so wichtig ist wie seine Arbeit, dass er keinen Gedanken verschwendet, dass er akribisch, detailverliebt und endlos arbeitet. Das jedoch ist das, was die gegenw\u00e4rtige Negativserie so ungem\u00fctlich macht.<br \/>Schon nach wenigen Wochen haben sich einige im Verein gegen den Trainer positioniert. James Rodr\u00edguez w\u00fctet wiederholt, er will gehen. Spieler geben verdeckt Informationen nach drau\u00dfen, die gegen den Trainer ausgelegt werden k\u00f6nnen (dass James gew\u00fctet haben soll; dass zu wenig einstudiert werde; dass das, was einstudiert werde, sich auf defensive Aufgaben konzentriere). Und Uli Hoene\u00df sagt einen Satz, den er so hart wahrscheinlich gar nicht gemeint hat; den Satz, dass Kovac &#8222;den Kopf hinhalten&#8220; m\u00fcsse &#8211; einen Satz also, der den Trainer schw\u00e4cht, auch wenn es nur um die Rotation ging. Da kann Kovac noch so oft beteuern, dass Hoene\u00df das alles so gar nicht gemeint habe. All dies steht auch daf\u00fcr, dass schon nach wenigen Wochen nicht mehr zu erkennen ist, dass in M\u00fcnchen etwas entsteht.<br \/>Kovac hat eine Mannschaft \u00fcbernommen, die in diesem Herbst nicht mehr kaschieren kann, dass sie in die Jahre gekommen ist. F\u00fcr Kovac ist das Gl\u00fcck und Pech zugleich. Gl\u00fcck, weil jeder sieht, dass es nicht mehr schwer ist, Spielern wie Arjen Robben das Tempo zu nehmen. Pech, weil nicht zu sehen ist, was Kovac in der Offensive eigentlich mit seiner Mannschaft vorhat.<br \/>Der FC Bayern hat unter seinem neuen Trainer das Kontern gelernt, in Lissabon zum Beispiel gingen den Treffern zwei feinf\u00fc\u00dfige Angriffe \u00fcber die gesamte Spielfeldfl\u00e4che voraus (das Spiel liegt \u00fcbrigens gerade einmal zweieinhalb Wochen zur\u00fcck). Allerdings ist der FC Bayern auch unter Kovac eine Mannschaft, die nur selten die Gelegenheit zum Kontern erh\u00e4lt, sie ist weiter eine Mannschaft, die das Spiel gestalten muss. Und f\u00fcr diese Spielsituationen ist kein Schema zu erkennen. Zu sehr ist das Spiel auf die Au\u00dfen aufgerichtet, und den Au\u00dfen fehlt eben das Tempo, das sie fr\u00fcher so gef\u00e4hrlich gemacht hat (s.o.). Und so ist in der Offensive noch keine Idee zu sehen, f\u00fcr die der Trainer am Ende seinen Kopf hinhalten k\u00f6nnte.<br \/>Kovac sei nicht ratlos, daf\u00fcr hat er am Freitag vehement geworben, das hat er auch am Samstag wiederholt. Und so erinnert der FC Bayern im Herbst 2018 nicht so sehr an den FC Bayern im Herbst 2017. Sondern an Dortmund im Herbst 2017. Der Rivale hatte damals einen neuen Trainer, Peter Bosz, unter dem eine gro\u00dfe Zukunft entstehen sollte. Der BVB gewann in den ersten sieben Spielen 19 Punkte, danach klappte gar nichts mehr. Bevor sich Dortmund von Bosz trennte, Mitte Dezember, vergingen acht qu\u00e4lend lange sieglose Spiele.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/kommentar-herbst-erinnerungen-1.4158931?source=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/kommentar-herbst-erinnerungen-1.4158931?source=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der FC Bayern unter Niko Kovac \u00e4hnelt nicht dem FC Bayern unter Carlo Ancelotti. 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