<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1220607,"date":"2018-10-18T15:45:00","date_gmt":"2018-10-18T13:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1220607"},"modified":"2018-10-18T17:06:16","modified_gmt":"2018-10-18T15:06:16","slug":"drogenbeauftragte-tabakwerbeverbot-muss-endlich-kommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/10\/drogenbeauftragte-tabakwerbeverbot-muss-endlich-kommen\/","title":{"rendered":"Drogenbeauftragte: Tabakwerbeverbot muss endlich kommen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler stemmt sich gegen die Legalisierung von Cannabis. Sie warnt aber mindestens ebenso massiv vor Tabak und Alkohol.<\/b><br \/>\nNat\u00fcrlich Cannabis. Wer am Tag nach der aufsehenerregenden Legalisierung der Droge in Kanada seinen Drogen- und Suchtbericht vorlegt, kommt um das Thema nicht herum. Marlene Mortler stemmte sich am Donnerstag erwartungsgem\u00e4\u00df wieder gegen die Freigabe von Haschisch und Marihuana in Deutschland, warnte ein weiteres Mal vor Verharmlosung. Sie halte die Entscheidung von Kanada f\u00fcr den falschen Weg und eine \u201eKapitulation\u201c, sagte die CSU-Politikerin.<br \/>Doch es lohnte sich, genauer hinzuh\u00f6ren. Man m\u00fcsse sich endlich st\u00e4rker um den Kern des Cannabis-Problems k\u00fcmmern, verlangte die Beauftragte: die Gesundheitssch\u00e4den, vor allem bei Jugendlichen. Die Frage sei, wie man Betroffene schneller in Behandlung bekomme \u2013 nicht erst nach sieben oder acht Jahren. Wenn Kiffer von der Polizei aufgegriffen w\u00fcrden, seien Therapieangebote wichtiger, als mit Anzeigen und Strafbefehl \u201ef\u00fcr den Papierkorb zu arbeiten\u201c. Und ihr Motto laute: \u201eHilfe statt Sanktion\u201c.<br \/>Das ist vom Ruf nach Entkriminalisierung schon gar nicht mehr so weit entfernt. Tats\u00e4chlich musste Mortler einr\u00e4umen, dass das bisherige rigide Vorgehen gegen Cannabis-Konsum wenig gebracht hat. Im Gegenteil: Der Anstieg gerade bei jungen Menschen sei besorgniserregend. So h\u00e4tten zuletzt knapp sieben Prozent der Jugendlichen und knapp 19 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 angegeben, in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. 1,5 Prozent der Jugendlichen und mehr als f\u00fcnf Prozent der jungen Erwachsenen bekannten sich dem Bericht zufolge zum regelm\u00e4\u00dfigen Konsum.<br \/>Mindestens ebenso beunruhigt zeigte sich die Drogenbeauftragte aber \u00fcber die legalen Drogen. Die Raucherquote bei Erwachsenen sei zwar seit 2003 um 30 Prozent gesunken, der Anteil rauchender Jugendlicher habe sich sogar um zwei Drittel verringert. Doch angesichts von nach wie vor 121 000 Tabaktoten und volkswirtschaftlicher Folgekosten von 100 Milliarden Euro im Jahr k\u00f6nne man sich \u201enicht zur\u00fccklehnen\u201c. Dasselbe gelte f\u00fcr Alkohol, dessen Missbrauch hierzulande die \u201emit Abstand gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Folgen\u201c aller Drogen habe und bei M\u00e4nnern inzwischen der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr Krankenhausbehandlungen sei &#8211; noch vor Herzerkrankungen.<br \/>Das von der Union blockierte Verbot der Tabakau\u00dfenwerbung m\u00fcsse in dieser Legislatur endlich kommen, insistierte die Beauftragte. Sie bekannte, dass sie bei diesem Thema &#8222;immer ungeduldiger&#8220; werde. Das Argument, dass Werbung f\u00fcr ein legales Produkt erlaubt sein m\u00fcsse, k\u00f6nne sie nicht mehr h\u00f6ren. Und wenn man sich jetzt schon von Politikerseite mit der Reduktion von Zucker, Salz und Fetten befasse, k\u00f6nne man sich hier &#8222;nicht wegducken&#8220;. Kein legales Produkt sei so sch\u00e4dlich wie Zigaretten. Die Lebenserwartung von Rauchern liege im Schnitt um zehn Jahre unter der von Nichtrauchern. Und die Tabakwerbung sei ganz gezielt auf junge Menschen ausgerichtet.<br \/>Sie rate denen, die mit dem Rauchen aufh\u00f6rten, auch dringend, nicht auf Elektrozigaretten als vermeintlich bessere Alternative umzusteigen, sagte Mortler. Zwar sei &#8222;davon auszugehen, dass E-Zigaretten aufgrund der deutlich geringeren Schadstoffmenge im Aerosol im Vergleich zu Rauchtabak weniger sch\u00e4dlich sind&#8220;, hei\u00dft es im Drogenbericht. Allerdings seien langfristige gesundheitliche Auswirkungen bislang nicht untersucht. Erste Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, dass das sogenannte Dampfen den oxidativen Stress im K\u00f6rper erh\u00f6he, entz\u00fcndliche Reaktionen in der Lunge hervorrufen und f\u00fcr Zellen giftig sein k\u00f6nne.<br \/>Vor allem warnte Mortler vor sogenannten Shishas, deren Gefahr untersch\u00e4tzt werde. Beim Rauchen von Wasserpfeifentabak w\u00fcrden teilweise gr\u00f6\u00dfere Schadstoffmengen wie Teer und Kohlenmonoxid inhaliert als durch gew\u00f6hnlichen Tabakkonsum. Auch die Menge an Nikotin und krebsausl\u00f6senden Substanzen wie Arsen, Chrom und Nickel sei um ein Vielfaches h\u00f6her.<br \/>Nach groben Sch\u00e4tzungen lebten in Deutschland 13 Millionen Menschen mit Suchtproblemen, sagte die Drogenbeauftragte. Zusammen mit deren Angeh\u00f6rigen, die darunter ebenfalls litten, komme man auf 52 Millionen Betroffene. Hieran lasse sich nur mit vereinten Kr\u00e4ften etwas ver\u00e4ndern. Das Thema m\u00fcsse \u201eraus aus den Fachkreisen\u201c und rein in Unternehmen, Sportvereine, Kommunen und Medien, forderte Mortler. Und jeder in der Gesellschaft k\u00f6nne und m\u00fcsse seinen Beitrag zu weniger Drogenkonsum und mehr Hilfe f\u00fcr die Erkrankten und ihre Familien leisten.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/121-000-tote-im-jahr-durch-zigarettenkonsum-drogenbeauftragte-tabakwerbeverbot-muss-endlich-kommen\/23203104.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/121-000-tote-im-jahr-durch-zigarettenkonsum-drogenbeauftragte-tabakwerbeverbot-muss-endlich-kommen\/23203104.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler stemmt sich gegen die Legalisierung von Cannabis. 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