<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1254263,"date":"2018-11-10T23:56:00","date_gmt":"2018-11-10T21:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1254263"},"modified":"2018-11-11T00:05:39","modified_gmt":"2018-11-10T22:05:39","slug":"merkel-und-macron-in-compiegne-ein-zeichen-der-aussohnung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/11\/merkel-und-macron-in-compiegne-ein-zeichen-der-aussohnung\/","title":{"rendered":"Merkel und Macron in Compi\u00e8gne: Ein Zeichen der Auss\u00f6hnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Es war der ausdr\u00fcckliche Wunsch des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten, mit der deutschen Kanzlerin in dieses Waldst\u00fcck zu gehen, in dem vor 100 Jahren das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt wurde. Es sollte ein weiteres Zeichen der Auss\u00f6hnung werden.<\/b><br \/>\nCompi\u00e8gne Es war der ausdr\u00fcckliche Wunsch des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten, mit der deutschen Kanzlerin in dieses Waldst\u00fcck zu gehen, in dem vor 100 Jahren das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt wurde. Es sollte ein weiteres Zeichen der Auss\u00f6hnung werden.<br \/>Es ist nasskalt an diesem Samstagnachmittag im November in dem Waldst\u00fcck bei Compi\u00e8gne 80 Kilometer n\u00f6rdlich von Paris. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel stehen mitten auf einer eingehegten, kreisrunden Lichtung vor einer riesigen Steinplatte mit der franz\u00f6sischen Inschrift: \u201eHier unterlag am 11. November 1918 der verbrecherische Hochmut des Deutschen Reiches, besiegt von den freien V\u00f6lkern, die zu unterjochen es beansprucht hatte.\u201c<br \/>Merkel und Macron legen nun zwei neue, wesentliche kleinere Tafeln davor, weniger martialisch, weniger Pathos, die gewachsene Partnerschaft bekr\u00e4ftigend. Auf der einen Tafel auf Deutsch, auf der anderen auf Franz\u00f6sisch steht da: \u201eAnl\u00e4sslich des 100. Jahrestages des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 haben der Pr\u00e4sident der Franz\u00f6sischen Republik, Emmanuel Macron, und die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, die Bedeutung der deutsch-franz\u00f6sischen Auss\u00f6hnung im Dienste Europas und des Friedens bekr\u00e4ftigt.\u201c<br \/>Anschlie\u00dfend gehen sie ins wenige Meter entfernte Museum mit einem Nachbau des Waggons, in dem am 11. November 1918 der Waffenstillstand mit Deutschland unterzeichnet und die deutsche Niederlage besiegelt wurde. Merkel und Macron setzten sich im Waggon bewusst an die Stirnseite. Die Verhandler von 1918 und auch von 1940, das ist auf historischen Bildern zu sehen, sa\u00dfen jeweils auf den L\u00e4ngsseiten. Beide tragen sich in ein Buch ein, und dann greift Macron doch noch nach ihrer Hand.<br \/>Es gab in den vergangenen 150 Jahren immer wieder Dem\u00fctigungen gerade an jenen Pl\u00e4tzen, an denen Niederlagen der jeweils anderen Seite besiegelt wurden. So die Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs 1871 in Versailles und wiederum der Friedensvertrag von Versailles 1919. Und in eben jenem ehemaligen Speisewagen, in dem 1918 der Waffenstillstand unterschrieben wurde und der &#8211; f\u00fcr die Revanche &#8211; im Juni 1940 von Adolf Hitler wieder aus dem Museum geholt wurde, um dort erneut einen Waffenstillstand zu unterzeichnen, dieses Mal mit umgekehrten Vorzeichen.<br \/>Frankreichs Pr\u00e4sident hat also eine symboltr\u00e4chtige St\u00e4tte ausgew\u00e4hlt, an der er mit der deutschen Kanzlerin das Ende des &#8211; besonders f\u00fcr die Franzosen traumatischen &#8211; Ersten Weltkrieges begeht. Es ist kein \u00fcbertrieben pathetisches Gedenken. Die vielen Schulkinder, die gekommen sind, feiern ihren Pr\u00e4sidenten und nehmen der Veranstaltung so eine gute Portion Ernst.<br \/>Trotzdem f\u00fchlt man sich an diesem geschichtstr\u00e4chtigen Ort &#8211; 100 Jahre nach der Kapitulation des Deutschen Reiches &#8211; an andere deutsch-franz\u00f6sische Auss\u00f6hnungsgesten erinnert. Etwa an den Handschlag von Helmut Kohl und Fran\u00e7ois Mitterrand \u00fcber den Gr\u00e4bern von Verdun im Jahr 1984.<br \/>Hier stehen sie wieder als Partner, als \u201eMerkron\u201c, nachdem sie in den vergangenen Monaten seit dem Vorsto\u00df Macrons f\u00fcr eine EU-Reform mehr und mehr auseinander getriftet waren. Macron wurde zusehends ungeduldiger, zumal in Frankreich nach der ersten Euphorie die Widerst\u00e4nde gegen seine Reformen wuchsen. Merkel ihrerseits hatte w\u00e4hrend der schwierigen Regierungsbildung in Deutschland keine Zeit und wohl auch keinen Nerv, sich mit den Vorschl\u00e4gen intensiver auseinanderzusetzen. Und die Vorstellungen des jungen Pr\u00e4sidenten von einem gemeinsamen Eurozonenhaushalt schmeckte ihr aus Angst vor einer Vergemeinschaftung der Schulden ohnehin nicht.<br \/>Ob Merkel in der neuen Situation als Nur-Kanzlerin noch die Kraft besitzt, ad\u00e4quat auf Macron zu reagieren, ist offen. Nicht umsonst mahnt der FDP-Au\u00dfenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff, das Gedenken zu nutzen, um der deutsch-franz\u00f6sischen Partnerschaft einen neuen, so wichtigen Impuls zu geben.<br \/>Immerhin: Freundliche Signale kommen von Merkels drei potenziellen Nachfolgern im CDU-Vorsitz. Friedrich Merz, Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer geben sich als \u00fcberzeugte Europ\u00e4er. Ob alle drei allerdings mit Merkel weiter zusammenarbeiten wollen, ist fraglich. Die, der es noch am ehesten nachgesagt wird, Kramp-Karrenbauer, sagte beim Auftakt ihrer Vorstellungsrunden, Macron braucht endlich eine Antwort.<br \/>Mit der Ankunft von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu den Gedenkfeierlichkeiten in Paris wurden wieder diese Spannungen sp\u00fcrbar, die es zwischen ihm auf der einen Seite und Merkel und Macron auf der andern gibt. Ein Grund mehr, dass sich Frankreich und Deutschland beeilen, das zerstrittene Europa zusammenzuhalten. Denn 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges nehmen Nationalismus und Populismus wieder bedrohlich zu. Trump selbst bezeichnete sich j\u00fcngst als Nationalisten und macht den Nationalismus damit wieder hoff\u00e4hig.<br \/>An diesem Sonntag h\u00e4lt die als ausgleichend geltende Kanzlerin die Er\u00f6ffnungsrede auf einem Friedensforum. Dieses Format der Veranstaltung soll fortgef\u00fchrt werden, sagt Macron. Friedensforen scheinen n\u00f6tiger denn je angesichts einer Welt, die wieder zusehends kriegsl\u00fcstern wird.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 5.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/ausland\/compiegne-ein-zeichen-der-aussoehnung-im-wald-des-waffenstillstands-von-1918_aid-34408805\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/rp-online.de\/politik\/ausland\/compiegne-ein-zeichen-der-aussoehnung-im-wald-des-waffenstillstands-von-1918_aid-34408805<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war der ausdr\u00fcckliche Wunsch des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten, mit der deutschen Kanzlerin in dieses Waldst\u00fcck zu gehen, in dem vor 100 Jahren das Ende des Ersten Weltkriegs besiegelt wurde. 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