<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1680160,"date":"2020-07-28T22:22:00","date_gmt":"2020-07-28T20:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1680160"},"modified":"2020-07-28T23:07:26","modified_gmt":"2020-07-28T21:07:26","slug":"die-tat-hat-die-familie-innerlich-zerrissen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2020\/07\/die-tat-hat-die-familie-innerlich-zerrissen\/","title":{"rendered":"\u201eDie Tat hat die Familie innerlich zerrissen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Frankfurt a.M. Jan-Hendrik L\u00fcbcke fand vor gut einem Jahr seinen Vater, den Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke, tot auf der Terasse. Im Prozess gegen \u2026<\/b><br \/>\nFrankfurt a. M. Jan-Hendrik L\u00fcbcke fand vor gut einem Jahr seinen Vater, den Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke, tot auf der Terasse. Im Prozess gegen den mutma\u00dflichen M\u00f6rder hat sein Sohn nun als Zeuge ausgesagt. \u201eWir werden damit nie fertig werden, was unserem Vater angetan wurde. Es bleibt unvorstellbar und unbegreiflich.\u201c Der als Zeuge geladene Sohn des vor gut einem Jahr ermordeten Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke, Jan-Hendrik L\u00fcbcke (30), offenbarte am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main: \u201eDie Tat hat die Familie innerlich zerrissen.\u201c Der Mord \u00fcberschatte das Leben: \u201eVom Alltag bin ich ganz weit entfernt. Es wird niemals mehr so sein wie fr\u00fcher.\u201c Dennoch wolle die Familie sich von der Tat nicht \u00fcberw\u00e4ltigen lassen, sagte Jan-Hendrik L\u00fcbcke. Er habe mit seiner Frau und seiner Mutter beschlossen, weiterhin im Elternhaus zu wohnen: \u201eGerade um zu bekr\u00e4ftigen, dass wir weiter hinter unserem Vater stehen, privat und beruflich.\u201c Die Terrasse allerdings mieden sie abends. Jan-Hendrik L\u00fcbcke schilderte vor Gericht, wie er den toten Vater fand. Zweimal versagte ihm kurz die Stimme. Der mit den Eltern im selben Haus in Wolfhagen-Istha wohnende Sohn war am Abend der Tat gleich nebenan auf der Dorfkirmes gewesen. Als er kurz vor 0.30 Uhr am 2. Juni 2019 nach Hause zur\u00fcckkehrte, fiel ihm das brennende Licht in der K\u00fcche auf. Er schritt durch die K\u00fcche auf die Terrasse und sah seinen Vater im Dunkeln auf dem Gartenstuhl sitzen. Dessen Kopf lehnte nach hinten an der Wand, der Mund stand offen, die Arme hingen herab. \u201eWie schlafend\u201c, sagte L\u00fcbcke, \u201ees sah alles normal aus.\u201c Erst als der Vater auf seine Ansprache hin keine Reaktion zeigte, habe er \u201ekurz Panik\u201c bekommen: \u201eHier ist was passiert.\u201c \u201eMein erster Gedanke war: Herzinfarkt\u201c, berichtete Jan-Hendrik L\u00fcbcke. Die angerufene Rettungsstation habe ihn angeleitet, seinen Vater zu reanimieren. Erst als er diesen vom Stuhl gezogen und auf den Boden gelegt habe, habe er Blut an Nase und Mund gesehen. Auch der dann eingetroffene Notarzt habe sich die Herkunft des Blutes im Mund nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Auf Dr\u00e4ngen der Familie habe der Rettungswagen Walter L\u00fcbcke in die Kreisklinik Wolfhagen gebracht. Dort habe die Familie lange gewartet, bis sie vom Tod des Ehemanns und Vaters erfuhr. In der Nacht habe ein inzwischen eingetroffener Kripo-Beamter ihm er\u00f6ffnet: \u201eDa ist ein Gegenstand im Kopf Ihres Vaters gefunden worden.\u201c Der Direktor des Instituts f\u00fcr Rechtsmedizin der Universit\u00e4tskliniken Gie\u00dfen und Marburg, Reinhard Dettmeyer, erkl\u00e4rte, dass bei der Obduktion der Leiche keine Verletzungen gefunden wurden, die auf eine t\u00e4tliche Auseinandersetzung schlie\u00dfen lie\u00dfen. Ein Schusskanal mit einem Durchmesser innen von acht Millimetern verlaufe von knapp \u00fcber der rechten Ohrmuschel durch das Gehirn zum linken Ohr, wo das Projektil steckte. Der Schuss sei aus n\u00e4chster Entfernung abgegeben worden. Auf Nachfrage gab der Gutachter eine Entfernung der Waffe von 30 Zentimetern bis zwei Meter an. Der Verteidiger des der Beihilfe angeklagten Markus H. betonte daraufhin, dass sowohl der Bericht des Zeugen als auch der des Gutachters gegen das zweite Gest\u00e4ndnis des Hauptangeklagten E. spreche, H. habe bei einem Streit versehentlich auf L\u00fcbcke geschossen. Alles spreche f\u00fcr das erste Gest\u00e4ndnis eines geplanten Mordes allein durch E. Es sei n\u00e4mlich nahezu ausgeschlossen, dass sich ein derart pr\u00e4ziser Schuss nur versehentlich gel\u00f6st habe. Au\u00dferdem w\u00e4re L\u00fcbcke in der Situation eines Streits anders zusammengebrochen, als ihn sein Sohn gefunden habe. Zu Beginn des siebten Verhandlungstages entlie\u00df der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel einen der beiden Verteidiger des Hauptangeklagten Stephan E., Frank Hannig. Sagebiel stellte fest, dass das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen dem Angeklagten und dem Dresdner Rechtsanwalt \u201egest\u00f6rt\u201c und \u201ezerr\u00fcttet\u201c sei. Hannig habe Antr\u00e4ge am Montag nicht mit dem Angeklagten abgesprochen. Au\u00dferdem schadeten die Verteidigungsans\u00e4tze des Rechtsanwalts E. Der zweite Verteidiger von E., Mustafa Kaplan, gab im Anschluss zu Protokoll, dass alle Mandate Hannigs in diesem Verfahren beendet seien. \u201eEr soll den Angeklagten nicht mehr st\u00f6ren.\u201c Stephan E. hatte bereits seinem ersten Anwalt Dirk Waldschmidt das Vertrauen entzogen und ihn durch Hannig ersetzt. F\u00fcr den n\u00e4chsten Verhandlungstag am 5. August hat Kaplan eine Einlassung seines Mandanten angek\u00fcndigt.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt a.M. 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