<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1830623,"date":"2021-02-01T12:15:00","date_gmt":"2021-02-01T10:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1830623"},"modified":"2021-02-01T12:13:32","modified_gmt":"2021-02-01T10:13:32","slug":"corona-news-biontech-will-75-millionen-zusatzliche-impfdosen-an-eu-liefern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/02\/corona-news-biontech-will-75-millionen-zusatzliche-impfdosen-an-eu-liefern\/","title":{"rendered":"Corona-News: Biontech will 75 Millionen zus\u00e4tzliche Impfdosen an EU liefern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aufgrund des schleppenden Impfstarts beraten Bund und L\u00e4nder heute \u00fcber das weitere Vorgehen. Eine gute Nachricht kommt derweil vom Impfstoffhersteller Biontech.<\/b><br \/>\nAufgrund des schleppenden Impfstarts beraten Bund und L\u00e4nder heute \u00fcber das weitere Vorgehen. Eine gute Nachricht kommt derweil vom Impfstoffhersteller Biontech. Alle Infos im Newsblog. Weltweit haben sich laut Johns-Hopkins-Universit\u00e4t mehr als 102 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 2,2 Millionen Erkrankte sind gestorben. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut mehr als zwei Millionen Menschen positiv getestet worden. Die Zahl der Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei rund 57.100 (Stand: 1. Februar). Der Impfstoffhersteller Biontech kann nach eigenen Angaben im zweiten Quartal m\u00f6glicherweise bis zu 75 Millionen zus\u00e4tzliche Dosen seines Vakzins an die Europ\u00e4ische Union ausliefern. Das teilte das Mainzer Unternehmen am Montagmorgen mit \u2013 wenige Stunden vor dem Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern. &#8222;Wir arbeiten weiterhin an der Erh\u00f6hung der Lieferungen ab der Woche vom 15. Februar, um die vertraglich festgelegte Lieferung der vollen Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal sicherzustellen&#8220;, wird Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting in der Mitteilung zitiert. &#8222;Au\u00dferdem k\u00f6nnten wir im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen Dosen mehr an die Europ\u00e4ische Union ausliefern.&#8220; Weil die Kritik am schleppenden Impfstart, den Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller und den Problemen bei der Terminvergabe nicht abrei\u00dft, will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag mit den Ministerpr\u00e4sidenten, Bundesministern und Vertretern der Pharmabranche \u00fcber die Lage beraten. Zahlreiche Politiker und Verbandsvertreter haben mehr Klarheit \u00fcber Zeitpl\u00e4ne, Priorit\u00e4ten f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsgruppen und verf\u00fcgbare Impfstoffe gefordert. Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (SPD) pl\u00e4dierte in einem Brief an Merkel f\u00fcr einen nationalen Impfplan. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnte vor \u00fcbertriebenen Erwartungen: &#8222;Wir k\u00f6nnen durch einen Gipfel alleine noch nicht mehr Impfstoffe produzieren&#8220;, sagte er am Sonntagabend in der Talkshow &#8222;Die richtigen Fragen&#8220; auf Bild live. Wichtig sei, dass man zun\u00e4chst ein einheitliches Bild bekomme, wo die Schwierigkeiten l\u00e4gen. Die Bundesregierung k\u00f6nne den L\u00e4ndern auch nur die Lieferdaten und -mengen nennen, die sie von den Herstellern bekomme. In England haben dem Gesundheitsdienst zufolge fast alle Bewohner von Pflegeheimen mittlerweile eine erste Corona-Impfdosis angeboten bekommen. Premierminister Boris Johnson feierte das f\u00fcr den Monatswechsel gesetzte Etappenziel am Montag als &#8222;wichtigen Meilenstein&#8220; bei der Bek\u00e4mpfung der Pandemie. Unklar war jedoch zun\u00e4chst, wie viele der Bewohner der mehr als 10.000 Pflegeheime in England das Impfangebot auch angenommen haben. Einzelne Heime waren zun\u00e4chst ausgespart worden, weil es dort Corona-Ausbr\u00fcche gegeben hatte. Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag wollte die Regierung genauere Zahlen bekanntgeben. Insgesamt haben in Gro\u00dfbritannien mittlerweile rund neun Millionen Menschen ihre erste Corona-Impfdosis erhalten, allein am Samstag waren es knapp 600.000 \u2013 ein Tagesrekord. Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich f\u00fcr eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarant\u00e4neauflagen versto\u00dfen. &#8222;Hartn\u00e4ckige Quarant\u00e4nebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht f\u00fchren, m\u00fcssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden&#8220;, sagt Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorab-Bericht (Montagausgabe). &#8222;Es geht ja nur um wenige Einzelf\u00e4lle und um wenige Tage, in denen die Leute infekti\u00f6s sind.&#8220; Nat\u00fcrlich brauche es daf\u00fcr einen richterlichen Beschluss. Die Ma\u00dfnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell t\u00f6dlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl. Baden-W\u00fcrttemberg hat nach Angaben der Mediengruppe bereits zwei Krankenh\u00e4user f\u00fcr diesen Zweck bestimmt. Israel hat seinen Corona-Lockdown erneut verl\u00e4ngert. Die Ma\u00dfnahmen gelten nun vorerst bis kommenden Freitagabend, wie das B\u00fcro von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu und das Gesundheitsministerium am Sonntag nach einer Kabinettssitzung mitteilten. Die Restriktionen w\u00e4ren ohne die Verl\u00e4ngerung am Sonntag um Mitternacht abgelaufen. Trotz einer intensiven Impfkampagne sind die Infektionszahlen in Israel weiterhin hoch. Der Januar war in Israel mit insgesamt mehr als tausend Corona-Toten der Monat mit den meisten Todesf\u00e4llen seit Beginn der Pandemie. Am Mittwoch will das Kabinett erneut \u00fcber eine m\u00f6gliche abermalige Verl\u00e4ngerung des Lockdowns beraten, wie es in der Mitteilung hie\u00df. Der Lockdown ist seit dem 27. Dezember in Kraft. Bei einem nicht genehmigten Protest gegen Corona-Ma\u00dfnahmen sind am Sonntag in Wien mehrere Menschen angezeigt worden. Rund 5.000 Personen hatten sich nach Polizeiangaben trotz eines Verbots solcher Kundgebungen in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt zu einem &#8222;Corona-Spaziergang&#8220; getroffen. Die Stimmung sei zunehmend aggressiver geworden, berichteten Beobachter vor Ort. Unter den Teilnehmern waren bekannte Vertreter der rechten Szene, darunter Identit\u00e4re rund um Martin Sellner sowie der verurteilte Neonazi Gottfried K\u00fcssel, wie die \u00f6sterreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Weil viele Teilnehmer keine Masken trugen oder den vorgeschriebenen Abstand zur Vermeidung von Corona-Infektionen nicht einhielten, k\u00fcndigte die Polizei die Aufl\u00f6sung der Versammlung auf Twitter an. Als Teilnehmer sich in Richtung Parlament bewegten und Aufrufen, sich zu zerstreuen, nicht nachkamen, schritt die Polizei ein. Sie nahm Personalien auf und zeigte Menschen an, wie sie auf Twitter schrieb. Jedoch machten in dem Sozialen Netzwerk auch Videos die Runde, in denen die Polizei augenscheinlich mit den Demonstranten mitl\u00e4uft. Dies wird von den Usern scharf kritisiert. An der Berliner Siegess\u00e4ule demonstrierten am Abend rund 600 Anh\u00e4nger der &#8222;Querdenker&#8220;-Szene, berichtet der Tagesspiegel. Die meisten Teilnehmer sollen keine Masken getragen haben und auch Abst\u00e4ndnis nicht eingehalten haben. Die Polizei verhaftete den Angaben zufolge Einzelne, die gegen die Hygiene-Auflagen versto\u00dfen hatten. Eine Woche nach schweren Ausschreitungen haben in den Niederlanden erneut hunderte Menschen gegen Corona-Schutzvorschriften der Regierung protestiert, allerdings insgesamt deutlich weniger aggressiv. In Amsterdam l\u00f6ste die Polizei am Sonntag eine verbotene Kundgebung mit rund 600 Teilnehmern \u2013 zumeist junge M\u00e4nner \u2013 auf dem zentralen Platz vor dem Reichsmuseum auf, berichtete der Sender NOS. Zuvor seien Sicherheitskr\u00e4fte mit Gegenst\u00e4nden beworfen worden. Die Polizei r\u00fcckte in einer geschlossenen Linie aus zahlreichen Beamten sowie Pferden, Hunden und Einsatzwagen gegen die Versammelten vor und verdr\u00e4ngte die Protestierenden von dem offenen Gel\u00e4nde. Der Aufenthalt auf dem Museumsplatz war von der Stadtverwaltung unter Hinweis auf die Gefahr erneuter Gewaltausbr\u00fcche untersagt worden. Mehr als 30 Menschen wurden zeitweilig in Gewahrsam genommen. Zudem nahm die Polizei nach eigenen Angaben in mehreren Orten Menschen fest, die in sozialen Netzwerken zu Krawallen aufgerufen haben sollen. Ihnen werde Unruhestiftung vorgeworfen. Insgesamt verliefen die Protestaktionen jedoch weit friedlicher als am vergangenen Wochenende. In Apeldoorn, wo sich etwa 400 Menschen versammelten, verlief die Kundgebung friedlich, \u00e4hnlich in Eindhoven. Eine Woche zuvor waren in mehr als zehn niederl\u00e4ndischen St\u00e4dten Proteste gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen, vor allem gegen die abendliche Ausgangssperre, in Angriffe auf Polizisten, Zerst\u00f6rungen und Pl\u00fcnderungen ausgeartet. Die Beh\u00f6rden sprachen von den schlimmsten Krawallen in 40 Jahren. Bei nicht genehmigten Demonstrationen gegen die belgischen Anti-Corona-Ma\u00dfnahmen sind am Sonntag in Br\u00fcssel mindestens 200 Menschen festgenommen worden. &#8222;Wir beenden die Demonstration au\u00dferhalb des Hauptbahnhofes&#8220;, schrieb die Br\u00fcsseler Polizei auf Twitter. Alle Teilnehmer k\u00f6nnten gehen, wenn sie identifiziert seien und kein Grund f\u00fcr eine Festnahme vorliege. Unter den Festgenommenen sind laut Polizei viele Fu\u00dfballfans. Die Polizei war mit gro\u00dfem Aufgebot vor Ort, nachdem es in den benachbarten Niederlanden zu Ausschreitungen bei Protesten gegen Ausgehverbote gekommen war. In Belgien herrscht seit Wochen ein n\u00e4chtliches Ausgehverbot. Auch die Schweiz ist massiv von Lieferengp\u00e4ssen mit Corona-Impfstoffen betroffen. Sie kann deshalb im Februar nur halb so viele Impfungen vornehmen wie vorgesehen, wie das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit am Sonntag berichtete. Zuerst hatte die &#8222;NZZ am Sonntag&#8220; dar\u00fcber berichtet. Urspr\u00fcnglich vorgesehen waren 1,3 Millionen Impfungen. Tats\u00e4chlich stehen nun aber nur 650.000 Impfdosen der Unternehmen Pfizer\/Biontech und Moderna zur Verf\u00fcgung. Das Bundesamt erkl\u00e4rte, man sehe keine gravierenden Konsequenzen. Die nicht gelieferten Dosen d\u00fcrften sp\u00e4testens im M\u00e4rz eintreffen. Die Regierung hatte versprochen, dass bis Juni in der Schweiz alle Menschen, die das w\u00fcnschen, geimpft werden k\u00f6nnen. Eigentlich das Schreckenszenario: Ein K\u00fchlschrank mit 1.600 Dosen des Moderna-Impfstoffes hat in einem Krankenhaus der US-Stadt Seattle den Geist aufgegeben. Doch das Klinik-Personal handelte schnell. Die Mitarbeiter kontaktierten zwei andere Krankenh\u00e4user in der Stadt und gaben um 11 Uhr abends einen Aufruf an die Stadtbewohner raus: Wer der rechtzeitig zum Krankenhaus kommen kann, bekommt eine Impfung. Wie US-Medien berichten, kamen die Menschen teilweise in Pyjamas und Badem\u00e4nteln. Innerhalb weniger Minuten hatten sich lange Schlangen vor den Krankenh\u00e4usern gebildet. Um 3.30 Uhr, etwa sieben Stunden bevor die Impfstoffe weggeschmissen h\u00e4tten werden mussten, waren bereits alle Dosen verimpft. &#8222;Es war ber\u00fchrend zu sehen, wie Gro\u00dfm\u00fctter in Rollst\u00fchlen um zwei Uhr morgens geimpft wurden&#8220;, sagte Kevin Brooks, eine Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Klinik, laut der New York Times. Berichten zufolge ist der K\u00fchlschrank mittlerweile wieder voll einsetzbar. Die Stadt Seattle liegt im Staat Washington im Westen der USA, unweit von der kanadischen Grenze. Mit Schlagst\u00f6cken und Tr\u00e4nengas ist die Polizei in Polen gegen Feiernde in einer Diskothek vorgegangen, die trotz der Corona-Einschr\u00e4nkungen ge\u00f6ffnet hatte. Nach Polizeiangaben vom Sonntag nahmen fast 150 Beamte an der Razzia in der s\u00fcdlichen Stadt Rybnik teil. In dem Lokal waren demnach mehrere hundert Partyg\u00e4ste versammelt. Die Mehrheit der Feiernden sei betrunken gewesen und habe sich &#8222;aggressiv&#8220; verhalten, erkl\u00e4rte die Polizei. &#8222;Sie griffen die Beamten mit gef\u00e4hrlichen Gegenst\u00e4nden an&#8220;. Diese h\u00e4tten daraufhin &#8222;Tr\u00e4nengasbomben, Schlagst\u00f6cke und Schallgranaten&#8220; gegen die Clubbesucher eingesetzt. Zwei Polizisten wurden demnach verletzt und drei Clubbesucher festgenommen. Auch in Breslau kam es zu mehreren Razzien in Diskotheken. Die von den Beh\u00f6rden verh\u00e4ngten Corona-Ma\u00dfnahmen einschlie\u00dflich der Schlie\u00dfung von Diskotheken sorgen in Polen zunehmend f\u00fcr Unmut. Zuletzt hatten mehrere Betreiber angek\u00fcndigt, ihre Lokale trotz drohender Geldbu\u00dfen zu \u00f6ffnen. Seit Beginn der Pandemie hat Polen 37.180 Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Tausende strengreligi\u00f6ser Juden haben am Sonntag an einem Begr\u00e4bnis in Jerusalem teilgenommen und damit gegen die Corona-Vorschriften versto\u00dfen. Beigesetzt wurde ein einflussreicher Rabbiner, der laut israelischen Medienberichten im Alter von 99 Jahren gestorben war. Er habe sich im vergangenen Jahr mit dem Coronavirus infiziert, hie\u00df es. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie tausende Ultraorthodoxer ungehindert und dicht gedr\u00e4ngt auf den Friedhof str\u00f6mten. Viele von ihnen trugen keine Masken. Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu hatte die Polizei zuletzt dazu aufgerufen, gegen alle Gesetzesbrecher mit &#8222;eiserner Faust&#8220; vorzugehen. Es kam jedoch zu immer neuen Verst\u00f6\u00dfen. Die Regierungen Netanjahus hatten sich in den vergangenen Jahren auch auf ultraorthodoxe Parteien gest\u00fctzt. Viele Kritiker warfen dem 71-J\u00e4hrigen in der Corona-Krise wiederholt vor, zu viel R\u00fccksicht auf die Interessen der Strengreligi\u00f6sen zu nehmen. Am 23. M\u00e4rz wird in Israel zum vierten Mal binnen rund zwei Jahren gew\u00e4hlt. Netanjahu will erneut Ministerpr\u00e4sident werden. Der Lockdown endet in der Nacht zum Montag automatisch. Das Gesundheitsministerium dringt angesichts der hohen Infektionszahlen auf eine Verl\u00e4ngerung der Ma\u00dfnahmen. Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenzentrum in Leverkusen sind dort 15 Bewohner gestorben. Insgesamt h\u00e4tten sich 47 \u00e4ltere Menschen und 25 Mitarbeiter angesteckt, sagte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen am Sonntag. In dem Seniorenheim sei die als besonders ansteckend geltende Mutation B 1.1.7 des Erregers Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Diese Variante war zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien entdeckt worden. Der erste Fall sei am 28. Dezember diagnostiziert worden, sagte die Sprecherin. Danach habe sich die Infektion sukzessive ausgebreitet. Im Nachhinein sei nachvollzogen worden, dass das Virus durch das Personal in das Seniorenheim eingetragen worden sei. Die Infektion sei bereits vor der ersten Impfung von Heimbewohnern und Mitarbeitern am 30. Dezember erfolgt. Am Tag vor Silvester waren in der Senioreneinrichtung den Angaben zufolge 150 Personen geimpft worden. Die zweite Impfdosis hatten am 20. Januar 110 Menschen erhalten,40 konnten nicht geimpft werden, weil sie sich angesteckt hatten. Nach einer Impfung ist noch kein Schutz gegen das Coronavirus vorhanden. Dieser wird erst rund zwei Wochen nach der zweiten Schutzimpfung aufgebaut. Der Leiter des Leverkusener Gesundheitsamts, Martin Oehler, sagte der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung: &#8222;Das Personal brachte das Virus ins Heim.&#8220; Es m\u00fcsse aber nicht unbedingt etwas falsch gemacht haben. &#8222;Denn nach allem, was wir bisher wissen, ist die Corona-Mutation B.1.1.7 so ansteckend, dass man schon nach wenigen Minuten Kontakt mit einem Infizierten selbst infiziert ist.&#8220; Die Mitarbeiter w\u00fcrden seit dem Sommer w\u00f6chentlich mit einem PCR-Test \u00fcberpr\u00fcft und seit Dezember zus\u00e4tzlich mit einem Schnelltest. Nach einem einzigen Infektionsfall mit dem Coronavirus hat die australische Perth einen f\u00fcnft\u00e4gigen Lockdown f\u00fcr ihre knapp zwei Millionen Einwohner angek\u00fcndigt. Die Schulen d\u00fcrfen am Montag nicht wie geplant \u00f6ffnen, alle Einwohner m\u00fcssen ab Sonntagabend zu Hause zu bleiben. Sie d\u00fcrfen nur noch das Haus verlassen, um zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit zu gehen oder Sport zu treiben. Betroffen sind alle Einwohner der Stadt Perth sowie der naheliegenden Regionen Peel und South West. Nach Angaben der Beh\u00f6rden war ein Wachmann in einem Quarant\u00e4ne-Hotel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er steckte sich vermutlich bei einem Reiser\u00fcckkehrer an, der in dem Hotel untergebracht war, und offenbar mit der ansteckenderen Virus-Variante infiziert war, die zuerst in Gro\u00dfbritannien aufgetreten war. Es handele sich um die erste Ansteckung innerhalb des Bundesstaats Western Australia seit zehn Monaten, erkl\u00e4rten die Beh\u00f6rden. &#8222;Unser Modell ist, sehr, sehr schnell und scharf damit umzugehen&#8220;, sagte der Regierungschef von Western Australia, Mark McGowan. Der Ausbruch solle unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung in der Bev\u00f6lkerung verhindert werden. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat eine Corona-Ampel f\u00fcr eine z\u00fcgige \u00d6ffnung der Kitas vorgeschlagen. Nach dem 14. Februar m\u00fcsse es &#8222;echte \u00d6ffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen&#8220; geben, sagte Giffey der &#8222;Bild am Sonntag&#8220;. &#8222;Unser Vorschlag ist eine Kita-Ampel, bei der erst mal die Situation in den einzelnen Kitas den Ausschlag gibt.&#8220; In Giffeys Modell sollen drei Kriterien \u00fcber den Kita-Betrieb entscheiden: die Anzahl der infizierten Personen, die Anzahl der Kinder in Quarant\u00e4ne und die Anzahl der Erzieher in Quarant\u00e4ne. &#8222;Ist niemand infiziert und weniger als zehn Prozent der Kinder und des Personals in Quarant\u00e4ne, steht die Ampel auf Gr\u00fcn&#8220;, sagte Giffey. In diesem Fall k\u00f6nne eine Kita den Regelbetrieb wieder aufnehmen. &#8222;Auf Gelb schaltet die Ampel, wenn eine Person infiziert und eine Kindergartengruppe oder maximal ein Viertel des Personals in Quarant\u00e4ne sind&#8220;, sagte Giffey weiter. In diesem Fall sei ein eingeschr\u00e4nkter Regelbetrieb mit begrenzten \u00d6ffnungszeiten vorgesehen. Die rote Stufe werde erreicht, wenn zwei Menschen an Corona erkrankt und mehr als 25 Prozent des Personals oder mehr als eine Kindergruppe in Quarant\u00e4ne seien. &#8222;Dann wird die Einrichtung geschlossen und nur noch Notbetreuung gew\u00e4hrt&#8220;, sagte Giffey. Nicht gelten soll die Ampel nach Angaben der Ministerin in Gebieten mit zu hohen Fallzahlen Ihren Plan m\u00f6chte Giffey dem Bericht zufolge in der kommenden Woche mit ihren Ministerkollegen aus den L\u00e4nder beraten. Nach Diskussionen um den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca reagieren die B\u00fcrger einer Umfrage zufolge sehr skeptisch auf dieses Mittel. Lediglich 36 Prozent w\u00fcrden sich mit diesem Pr\u00e4parat gegen Corona impfen lassen, wie aus einer Kantar-Umfrage f\u00fcr &#8222;Bild am Sonntag&#8220; hervorgeht.45 Prozent hingegen lehnen den Impfstoff ab.19 Prozent sind demnach unsicher. Obwohl das Mittel in der Europ\u00e4ischen Union ohne Altersbeschr\u00e4nkung zugelassen wurde, soll dieser Impfstoff in Deutschland nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn nicht an Menschen ab 65 Jahren verimpft werden. In Portugal, wo die britische Corona-Variante grassiert, gibt es nach Daten des Gesundheitsministeriums nur noch sieben freie Betten f\u00fcr die Intensivpflege. Von 850 solcher Betten auf dem Festland, die f\u00fcr Covid-19-Patienten bereitstehen, sind 843 belegt. F\u00fcr die zehn Millionen Einwohner gibt es zudem 420 Intensivpflege-Betten, die aber f\u00fcr andere Krankheitsf\u00e4lle reserviert sind. Nach Angaben des Ministeriums wurden binnen 24 Stunden 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Todesf\u00e4lle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Bislang wurden \u00fcber 711.000 Infektions- und 12.179 Todesf\u00e4lle registriert. Die chinesische Gesundheitsbeh\u00f6rde meldet 92 neue Coronavirus-F\u00e4lle. Das ist der h\u00f6chste Anstieg bei den Neuinfektionen seit dem 24. Januar. Die Beh\u00f6rde teilt mit,73 F\u00e4lle seien lokalen Ursprungs. In China, wo die weltweite Seuche zuerst registriert wurde, steigt damit die Zahl der bekannten Infizierten auf 89.522. Die EU habe einger\u00e4umt, &#8222;dass sie einen Fehler gemacht haben&#8220;, als mit der Aktivierung des Nordirland-Protokolls aus dem Brexit-Vertrag gedroht worden sei, um die Exporte zwischen Irland und Nordirland strenger zu \u00fcberwachen, sagte Gove. Die italienische Arzneimittelbeh\u00f6rde empfiehlt den seit Freitag in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca nur f\u00fcr Erwachsene bis zum Alter von 55 Jahren. In \u00dcbereinstimmung mit den Empfehlungen der EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA sei das Vakzin in Italien zwar zugelassen, erkl\u00e4rte die Beh\u00f6rde am Samstag. Menschen \u00fcber 55 Jahre und besonders anf\u00e4llige Menschen sollten jedoch bevorzugt mit den auf mRNA-Technologie basierenden Impfstoffen von Biontech\/Pfizer und Moderna geimpft werden. Zur Begr\u00fcndung erkl\u00e4rte die Beh\u00f6rde, es best\u00fcnden &#8222;gewisse Unsicherheiten&#8220; \u00fcber die Wirksamkeit des Mittels bei \u00e4lteren Menschen, da diese Altersgruppe bei den klinischen Test nur &#8222;schlecht vertreten&#8220; gewesen sei. Die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfieht den Astrazeneca-Impfstoff f\u00fcr Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Verringerte Impfstofflieferungen des Biotechkonzerns Moderna werden in Deutschland nach Angaben des Gesundheitsministeriums durch Mehrlieferungen anderer Hersteller mehr als ausgeglichen. W\u00e4hrend Moderna 43.200 Dosen weniger liefere als geplant, lieferten BioNTech und AstraZeneca den Bundesl\u00e4ndern bis zum 22. Februar 1.747.000 Impfdosen mehr als bisher geplant, erkl\u00e4rt das Ministerium auf Twitter. Nach Biontech und Astrazeneca wird Deutschland offenbar auch von dem US-Hersteller Moderna vorerst weniger Impfstoff geliefert bekommen. Der Erste B\u00fcrgermeister von Hamburg, Peter Tschentscher, berichtet auf Twitter von einer entsprechenden Mitteilung des Bundeskanzleramtes. &#8222;Wie soll man da die Impfungen planen?&#8220;, beschwert sich Tschentscher. Bereits am Freitag hatte die italienische Regierung mitgeteilt, dass das Unternehmen eine Reduktion von 20 Prozent angek\u00fcndigt hatte. Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Unser Erstaunen, unsere Sorge und unsere Entmutigung wachsen.&#8220; Moderna hatte daraufhin vor\u00fcbergehende Lieferengp\u00e4sse bei seinem Corona-Impfstoff einger\u00e4umt. Man habe &#8222;kurzfristig angepasste Liefersch\u00e4tzungen&#8220; herausgegeben, best\u00e4tigte das Unternehmen am Freitagabend. Dennoch w\u00fcrden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten. Nach Berichten \u00fcber ausl\u00e4ndische Skitouristen, die sich regelwidrig auf \u00f6sterreichischen Pisten tummeln, hat die Polizei bei einer Razzia in Tirol 96 Anzeigen erstattet.15 Beamte kontrollierten am Freitagabend 133 Personen in 44 Unterk\u00fcnften in St. Anton am Arlberg und im Stanzertal, wie die Tiroler Polizei berichtete. &#8222;Es wurden unter anderem Briten, D\u00e4nen, Schweden, Rum\u00e4nen, Deutsche, Australier, Iren und Polen kontrolliert und angezeigt&#8220;, teilte die Polizei mit. &#8222;Das Strafma\u00df nach dem Epidemiegesetz bei \u00dcbertretungen der Einreise- bzw. Notma\u00dfnahmenverordnung betr\u00e4gt bis zu 2.180 Euro.&#8220; Der B\u00fcrgermeister von St. Anton, Helmut Mall, hatte diese Woche Alarm geschlagen, weil seiner Ansicht nach zu viele Ausl\u00e4nder im Ort waren, die wegen der Corona-Regeln nicht h\u00e4tten da sein d\u00fcrfen. Sie nutzten offenbar Schlupfl\u00f6cher in den Verordnungen: &#8222;Viele Leute haben Zweitwohnsitze angemeldet und geben an, Aussicht auf Arbeit zu haben. Aber im Tourismus gibt es derzeit keine Jobs&#8220;, zitierte die Zeitung &#8222;Kurier&#8220; den B\u00fcrgermeister. Der Iran bescheinigt dem im eigenen Land hergestellten Impfstoff &#8222;Coviran Barekat&#8220; eine hohe Wirksamkeit gegen das Corona-Virus. &#8222;Die bis jetzt erfolgten Tests zeigen, dass unser Impfstoff sogar die neuartige und weitaus gef\u00e4hrlichere englische Variante des Virus voll und ganz neutralisiert hat&#8220;, sagte Minu Mohraz, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, am Samstag. Der Krisenstab sowie die Wissenschaftler seien sehr gl\u00fccklich \u00fcber die Testergebnisse und s\u00e4hen nun optimistischer in die Zukunft, sagte die Spezialistin f\u00fcr Infektionskrankheiten laut Nachrichtenagentur Isna. &#8222;Coviran Barekat&#8220; wurde nach iranischen Angaben seit Ende 2020 mehrmals erfolgreich getestet. Der zweite lokale Impfstoff &#8222;Pasteur&#8220; sei derzeit in der Testphase. Gleichzeitig arbeitet der Iran mit kubanischen Experten an dem Corona-Impfstoff &#8222;Soberana 02&#8220;. Aber auch ausl\u00e4ndische Impfstoffe, haupts\u00e4chlich aus Russland, China und Indien, sollen im Laufe der n\u00e4chsten Monate importiert werden. Eine Einfuhr westlicher Impfstoffe stehe derzeit nicht auf der Agenda \u2013 auch wegen der politischen Differenzen. Wegen eines strengen Lockdowns sind die Fallzahlen im Iran in den vergangenen Wochen zwar gesunken, aber Pr\u00e4sident Hassan Ruhani warnte vor zu viel Optimismus. &#8222;Wir haben diesbez\u00fcglich zwar einige Erfolge erzielt, d\u00fcrfen aber jetzt nicht auf einmal auf den Normalstatus umschalten&#8220;, sagte Ruhani im Staatsfernsehen. &#8222;Das w\u00e4re extrem gef\u00e4hrlich.&#8220; Laut Gesundheitsministerium werden auch nach den Lockdowns weiterhin am Tag zwischen 80 bis 90 Tote und fast 6.500 Neuinfektionen registriert. Seit dem Beginn der Pandemie vor fast einem Jahr gab es im Land fast 58.000 Tote und mehr als 1,4 Millionen Corona-Infektionen. Die ersten Massenimpfungen f\u00fcr die 83 Millionen Iraner sollen schon vor M\u00e4rz beginnen und bis Sommer andauern. Im Impfstoffstreit mit der EU bem\u00fcht sich der Hersteller Astrazeneca um vers\u00f6hnliche T\u00f6ne. &#8222;Wir arbeiten 24\/7 daran, die Kapazit\u00e4ten zu erh\u00f6hen&#8220;, sagte Astrazeneca-Chef Pascal Soriot am Freitagabend in einer Videoschalte zu Journalisten. Man tue alles, um die Produktion des Vakzins zu beschleunigen und m\u00f6glichst schnell viele Impfdosen nach Europa zu liefern. In den n\u00e4chsten Tagen werde die erste Charge mit den ersten Millionen Dosen geliefert. Au\u00dferdem sollten Lieferketten weiter aufger\u00fcstet werden und &#8222;Material&#8220; nach Europa verlagert werden \u2013 Details wollte Soriot dazu jedoch nicht nennen. Anf\u00e4ngliche Probleme bezeichnete Soriot als &#8222;Kinderkrankheiten&#8220;, die man bald gel\u00f6st haben werde. Zwischen der EU-Kommission und Astrazeneca hatte sich in den vergangenen Tagen ein offener Streit zugespitzt. Wegen angeblicher Produktionsprobleme sollen gro\u00dfe Mengen des Impfstoffes f\u00fcr Deutschland und andere EU-L\u00e4nder erst Wochen oder Monate sp\u00e4ter geliefert werden, wie der Konzern angek\u00fcndigt hatte. Die EU hatte insgesamt 400 Millionen Impfdosen geordert. Die US-Seuchenbeh\u00f6rde CDC hat das Tragen von Masken in \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel angeordnet. Das gelte ab Montag f\u00fcr Flugzeuge, Schiffe, U-Bahnen, Busse, Z\u00fcge, Taxis und Mitfahrdienste, teilte die CDC am Freitagabend mit. Auch an Verkehrsknotenpunkten wie Flugh\u00e4fen, Bahnh\u00f6fen, Haltestellen und Schiffterminals sei ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht. F\u00fcr kurze Zeit, etwa zum Trinken oder Essen, k\u00f6nne der dieser abgenommen werden. Die Verordnung gelte nicht f\u00fcr Kinder unter zwei Jahren oder bei bestimmten medizinischen Indikationen. Der neue US-Pr\u00e4sident Joe Biden hatte in der vergangenen Woche die Bundesbeh\u00f6rden angewiesen, Ma\u00dfnahmen zur Maskenpflicht in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu ergreifen. Unter seinem Vorg\u00e4nger Donald Trump war ein solcher Vorsto\u00df der CDC abgewiesen worden und die Beh\u00f6rde hatte lediglich eine dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske abgegeben. Fluggesellschaften und andere Transportmittelbetreiber hatten von ihren Kunden allerdings bereits den Schutz verlangt. Weigert sich ein Passagier, verst\u00f6\u00dft er nach der Verordnung der Seuchenbeh\u00f6rde nun aber gegen Bundesgesetze, so dass etwa Flugbegleiter oder Schaffner die Pflicht besser durchsetzen k\u00f6nnen. Angesichts der schnellen Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten versch\u00e4rft Frankreich nochmals die wegen der Pandemie erlassenen Schutzma\u00dfnahmen. F\u00fcr Nicht-EU-L\u00e4nder gelte ab Sonntag au\u00dfer in dringenden F\u00e4llen ein Ein- und Ausreiseverbot, k\u00fcndigte Regierungschef Jean Castex am Freitagabend in Paris an. Zudem m\u00fcssten Gesch\u00e4fte, die nicht f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf notwendig sind, ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe schlie\u00dfen. Kultur- und Sporteinrichtungen, Restaurants und Caf\u00e9s sind in Frankreich derzeit bereits geschlossen. Schulen und Gesch\u00e4fte k\u00f6nnen dagegen bis 18.00 Uhr \u00f6ffnen. Nun sollen Gesch\u00e4fte ab einer Gr\u00f6\u00dfe von 20.000 Quadratmetern ab Sonntag ganz schlie\u00dfen, sagte Castex. Zudem solle die Einhaltung der ab 18.00 Uhr geltenden Ausgangssperre verst\u00e4rkt \u00fcberwacht werden und die &#8222;illegale&#8220; \u00d6ffnung von Restaurants verhindert werden. Regierungssprecher Gabriel Attal hatte am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung unter Leitung von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron gesagt, die Regierung pr\u00fcfe eine Reihe von Szenarien, zu denen auch &#8222;ein sehr strenger Lockdown&#8220; geh\u00f6re. Die geltende landesweite Sperrstunde um 18.00 Uhr reiche nach Einsch\u00e4tzung von Experten nicht aus, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Italien will trotz Bedenken von Experten ab Montag die Beschr\u00e4nkungen in zahlreichen Regionen lockern. Elf von ihnen w\u00fcrden von orangen Zonen in gelbe umgestuft, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit d\u00fcrfen dort etwa Gastst\u00e4tten tags\u00fcber \u00f6ffnen. Ein Berater des Ministeriums, Walter Ricciardi, hat vor einigen Tagen im Gegenteil einen &#8222;echten Lockdown&#8220; gefordert, um nicht Zust\u00e4nde wie in Spanien oder Portugal hinaufzubeschw\u00f6ren. Hintergrund ist die Sorge \u00fcber neue, ansteckendere Virus-Varianten. Nun hat auch der US-Hersteller Moderna vor\u00fcbergehende Lieferengp\u00e4sse bei seinem Corona-Impfstoff einger\u00e4umt. Man habe &#8222;kurzfristig angepasste Liefersch\u00e4tzungen&#8220; herausgegeben, best\u00e4tigte das Unternehmen am Freitagabend. Dennoch w\u00fcrden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten. Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zun\u00e4chst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Unser Erstaunen, unsere Sorge und unsere Entmutigung wachsen.&#8220; Eine Moderna-Sprecherin wollte auf Nachfrage keine Details nennen. Das Unternehmen teilte aber mit, man bleibe in engem Kontakt mit allen Regierungen und erkenne die Bedeutung der Lieferplanung f\u00fcr die Impfkampagne an. Die Produktion werde gerade hochgefahren. So sei man im Plan, um die Lieferziele f\u00fcr das erste Quartal und auch danach zu erf\u00fcllen. Tschechien erm\u00f6glicht Ausl\u00e4ndern die Einreise von Samstag an nur noch in notwendigen F\u00e4llen. Darauf wies das Au\u00dfenministerium in Prag am Freitagabend hin. Ausnahmen gelten unter anderem f\u00fcr Dienstreisen, unerl\u00e4ssliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Beh\u00f6rdenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt m\u00f6glich. F\u00fcr Deutsche \u00e4ndert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund m\u00f6glich sind. Zudem sind Hotels seit L\u00e4ngerem f\u00fcr Touristen geschlossen. Weil die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss zudem ein Einreiseformular ausgef\u00fcllt und dem zust\u00e4ndigen Gesundheitsamt ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Im westf\u00e4lischen Halle-K\u00fcnsebeck startet nach &#8222;Spiegel&#8220;-Informationen bereits kommende Woche die Abf\u00fcllung des mRNA-Impfstoffs von Biontech und Pfizer gegen Covid-19. Das Werk geh\u00f6rt zum US-Pharmakonzern Baxter, der dort etwa Krebsmedikamente herstellt. Bereits im Sommer 2020 zeichnete sich ab, dass die Anlage auch bei der Impfstoffproduk\u00adtion helfen soll. Binnen anderthalb Tagen sollen laut Produktionsplan, den der &#8222;Spiegel&#8220; einsehen konnte,166.600 Vials genannte Fl\u00e4schchen die Fabrik verlassen \u2013 vorausgesetzt, es wird gen\u00fcgend Wirkstoff angeliefert. In Halle geschieht ein wichtiger Schritt der Herstellung: die sterile Abf\u00fcllung. Eine Anlage des Maschinenbauers Seidenader musste angeschafft werden, die Verschmutzungen in den Stechampullen erkennt. K\u00fchlanlagen wurden installiert, seit Dezember werden Probel\u00e4ufe gefahren. Starten soll die Produktion laut internem Plan am 5. Februar. Baxter wollte zur Produktion und deren Verbleib keine Stellung nehmen. Biontech spricht von einem Testlauf zur Prozessvalidierung. Der Schweizer Pharmariese Novartis wird Biontech und Pfizer bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs unterst\u00fctzen. Eine Vereinbarung sehe vor, dass Biontech die Produktionskapazit\u00e4ten von Novartis in dem Ort Stein nutzen k\u00f6nne, teilte der Konzern am Freitag mit. Novartis werde den Impfstoff unter aseptischen Bedingungen abf\u00fcllen und dann an Biontech liefern. Im Dezember sind in Deutschland fast ein Drittel mehr Menschen gestorben als sonst f\u00fcr diesen Monat \u00fcblich. Nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen seien 106.607 Menschen gestorben, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das seien 29 Prozent mehr als im Dezember-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Im November h\u00e4tten die Sterbefallzahlen den Durchschnitt der vier Vorjahre noch um zw\u00f6lf Prozent \u00fcbertroffen. Mehr als 100.000 Sterbef\u00e4lle in einem Dezember habe es zuletzt mit 109.134 im Jahr 1969 gegeben: Damals seien die Zahlen durch die Hongkong-Grippe erh\u00f6ht gewesen. Beim Robert Koch-Institut seien f\u00fcr Dezember 2020 insgesamt 20.043 Todesf\u00e4lle von Personen gemeldet worden, die zuvor laborbest\u00e4tigt an Covid-19 erkrankt gewesen seien. Der Corona-Impfstoff von Biontech\/Pfizer hat laut einer Untersuchung der Europ\u00e4ischen Arzneimittelbeh\u00f6rde (EMA) in der EU bislang keine Todesf\u00e4lle ausgel\u00f6st. Zwischen den nach der Impfstoffgabe aufgetretenen Todesf\u00e4llen und dem Vakzin gebe es keinen Zusammenhang, teilte die in Amsterdam ans\u00e4ssige EU-Beh\u00f6rde am Freitag mit. Auch seien keine weiteren Nebenwirkungen festgestellt worden. Nach der ersten Datenanalyse bleibe es dabei, dass der Nutzen des Impfstoffs bei der Pr\u00e4vention von Covid-19 im Vergleich zu den Risiken \u00fcberwiege. Es gebe &#8222;keine Sicherheitsbedenken&#8220; und auch &#8222;keine empfohlenen \u00c4nderungen bei der Anwendung des Vakzins&#8220;, betonte die EMA. Berichte \u00fcber seltene schwere allergische Reaktionen auf den Impfstoff w\u00e4hrend der vergangenen Wochen gingen nicht \u00fcber das hinaus, was \u00fcber diese &#8222;bekannte Nebenwirkung&#8220; bereits herausgefunden worden sei, hie\u00df es weiter. Mehrere EU-Staaten hatten in den vergangenen Wochen \u00fcber Todesf\u00e4lle bei Empf\u00e4ngern des Biontech\/Pfizer-Impfstoffs berichtet. In Norwegen hatte es insgesamt 33 solcher Todesf\u00e4lle unter \u00e4lteren Menschen gegeben, nachdem diese die erste Dosis des Impfstoffs erhalten hatten. Laut den Gesundheitsbeh\u00f6rden in Oslo wurde in keinem der F\u00e4lle ein Zusammenhang zwischen der Impfstoffgabe und dem Tod festgestellt. Norwegischen \u00c4rzten wurde jedoch empfohlen, den Gesundheitszustand ihrer Patienten mit einer m\u00f6glichen Verabreichung des Corona-Impfstoffs abzuw\u00e4gen. Die EMA betonte, dass ein Gro\u00dfteil der Todesf\u00e4lle bei Menschen \u00fcber 65 Jahren mit fortgeschrittenen und teils multiplen Vorerkrankungen aufgetreten sei. Einige der Menschen seien bereits in palliativmedizinischer Behandlung gewesen, als sie die erste Impfstoffdosis erhalten h\u00e4tten. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat der Europ\u00e4ischen Union Fehler im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Es sei zu sp\u00e4t Impfstoff bestellt und zudem nur auf wenige Hersteller gesetzt worden, sagte S\u00f6der am Freitag im ZDF-&#8222;Morgenmagazin&#8220;. Das Ergebnis sei bislang ungen\u00fcgend. &#8222;Die operative Verantwortung lag in Europa&#8220;, hielt S\u00f6der fest. Man habe die grundlegende Bedeutung untersch\u00e4tzt. Nun sei man auch hierzulande einige Wochen nach Beginn des Impfstarts an einem Punkt, an dem die bestellten Mengen nicht ankommen und Impfungen deswegen verschoben werden. &#8222;Das ist schon eine sehr, sehr unsichere Situation f\u00fcr so ein wichtiges Thema. Und ich glaube, man hat es auch in Deutschland an einigen Stellen am Anfang untersch\u00e4tzt&#8220;, sagte S\u00f6der. Nun brauche es &#8222;maximale Transparenz&#8220; bei der Aufarbeitung der Probleme. Beim dem geplanten Impfgipfel von Bund und L\u00e4ndern gehe es nun darum, schneller an mehr Impfstoff zu kommen. &#8222;Das kann doch nicht sein, dass ein so gro\u00dfer Kontinent, der wirtschaftlich so stark ist und so viele gro\u00dfe Pharmaunternehmen hat, nicht mehr an Produktion m\u00f6glich machen kann, als nur ein Werk, dass jetzt gerade in Marburg ans Band gehen soll&#8220;, sagte S\u00f6der. Der Ministerpr\u00e4sident zeigte sich zudem skeptisch bez\u00fcglich einer Lockerung der Corona-Beschr\u00e4nkungen, die bis Mitte Februar befristet sind. &#8222;Ich bin nicht \u00fcberzeugt, dass am 14. alles aufgehoben wird. Ich finde nicht, dass es die Zeit f\u00fcr gro\u00dfe Lockerungen ist.&#8220; Mutation und vorschnelle Lockerungen seien &#8222;eine toxische Kombination&#8220;. In Leeds, einer Stadt im Norden Gro\u00dfbritanniens, hatten sich Mitte Januar Hunderte Menschen bei einer illegalen Schneeballschlacht vergn\u00fcgt. \u00dcber zwei Stunden hatten sich die Teilnehmer mit Schnee beworfen, wie die Polizei in West Yorkshire berichtete. Die Polizei habe nun zwei junge M\u00e4nner ausfindig machen k\u00f6nnen, die zu der Schneeballschlacht aufgerufen hatten. Damit h\u00e4tten sich die beiden M\u00e4nner strafbar gemacht. Gegen sie werde nun ein Bu\u00dfgeld von 10.000 Pfund (11.200 Euro) verh\u00e4ngt. Der \u00f6rtliche Polizeichef Damien Miller sagte: &#8222;Wir haben absolut kein Vergn\u00fcgen daran, diesen beiden jungen M\u00e4nnern so hohe Geldstrafen aufzuerlegen, aber ihre Handlungen ermutigten Hunderte von Menschen dazu, sich in unmittelbarer N\u00e4he zueinander aufzuhalten, was ein erhebliches und v\u00f6llig unn\u00f6tiges Risiko f\u00fcr die Ausbreitung des Virus darstellte.&#8220; In England gilt derzeit ein Lockdown. Dieser sieht Treffen von lediglich einer Person eines anderen Haushalts vor, und das auch nur zur sportlichen Aktivit\u00e4t. Brasilianische Forscher haben im S\u00fcden des Landes bei Infizierten zwei verschiedene Coronavirus-Typen \u2013 P.2 und B.1.1.28 \u2013 nachgewiesen. Ihren Angaben nach haben sie die ersten Menschen entdeckt, die sich gleichzeitig mit zwei verschiedenen Coronaviren angesteckt haben. Die Infizierten zeigten bislang milde Krankheitsverl\u00e4ufe. Brasilien ist nach den USA das am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Es verzeichnet mehr als 220.000 Tote und knapp neun Millionen Infektionen. Die indigene Bev\u00f6lkerung ist aufgrund geringerer Abwehrkr\u00e4fte besonders gef\u00e4hrdet: Rund 40.000 Indigene wurden nach Sch\u00e4tzungen der Dachorganisation der indigenen V\u00f6lker Brasiliens bisher mit dem neuartigen Virus infiziert, fast 800 starben. Angesichts m\u00f6glicher Alterseinschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat SPD-Chefin Saskia Esken ein ver\u00e4ndertes Vorgehen bei den Impfungen in Deutschland gefordert. Es m\u00fcssten nun umgehend alternative Impfstoffe f\u00fcr \u00fcber 65-J\u00e4hrige beschafft werden, sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem m\u00fcsse die Reihenfolge der Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel neu organisiert werden. &#8222;Vor allem Klinik- und Pflegepersonal sollten als erste von den nun freien Ressourcen profitieren&#8220;, forderte die SPD-Vorsitzende. In einer INSA-Befragung f\u00fcr &#8222;Bild&#8220; erteilen die Deutschen der Europ\u00e4ischen Union (EU) eine Durchschnitts-Schulnote 3,9, die Bundesregierung kommt auf 3,8. Mehr als die H\u00e4lfte der Befragten bewertet demnach beide Institutionen mit Noten schlechter als drei. Zufrieden mit dem Handeln von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der Corona-Impfstoffbeschaffung sind lediglich 40 Prozent. Mit Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) sind 30 Prozent zufrieden. Die Pr\u00e4sidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (62) kommt auf 21 Prozent.36 Prozent der Befragten h\u00e4tten sich bereits impfen lassen, wenn es den Impfstoff schon g\u00e4be. Das w\u00e4ren mehr als 24 Millionen Menschen. Tats\u00e4chlich konnten bisher nur rund zwei Millionen Deutsche geimpft werden. Welt-\u00c4rztepr\u00e4sident Frank Ulrich Montgomery hat den Impfstoffhersteller Astrazeneca wegen seiner Lieferpolitik scharf kritisiert und ein Exportverbot des Impfstoffes gefordert. &#8222;Das Verhalten von Astrazeneca ist unterirdisch&#8220;, sagte Montgomery dem &#8222;Redaktionsnetzwerk Deutschland&#8220; (RND). &#8220; Es kann nicht sein, dass das Unternehmen seine Lieferzusagen f\u00fcr Gro\u00dfbritannien genau einh\u00e4lt, f\u00fcr die EU aber nur einen Bruchteil der zugesagten Impfdosen liefert&#8220;, kritisierte Montgomery und forderte eine &#8222;harte&#8220; Reaktion der EU. &#8222;Wenn der Impfstoff auf kontinentaleurop\u00e4ischem Boden produziert wird, muss man dem Unternehmen verbieten, ihn au\u00dferhalb der EU auszuliefern.&#8220; Das Mainzer Unternehmen Biontech hat auch die arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Herstellung von Corona-Impfstoff in seinem Werk im hessischen Marburg erhalten. Das teilte das Regierungspr\u00e4sidium (RP) Darmstadt am Donnerstag mit. Vor zwei Wochen hatte Biontech bereits die Genehmigung zum Betrieb seiner Anlage f\u00fcr die Produktion des Mittels bekommen \u2013 in dem Fall war das RP Gie\u00dfen zust\u00e4ndig. Nach Angaben eines Sprechers der Darmst\u00e4dter Beh\u00f6rde steht noch ein weiterer formaler Schritt an: Um den in Marburg hergestellten Impfstoff in der Europ\u00e4ischen Union vermarkten zu k\u00f6nnen, sei noch eine Genehmigung der EU-Arzneimittelagentur EMA n\u00f6tig. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an. In Marburg sollen drei der vier n\u00f6tigen Produktionsschritte erfolgen. Biontech hatte das Werk vom Schweizer Pharmakonzern Novartis \u00fcbernommen. Biontech plant \u2013 so die letzte Ank\u00fcndigung \u2013 im Februar mit dem Produktionsstart in Marburg. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann \u00fcblicherweise etwa vier Wochen. Die d\u00e4nische Regierung hat den Lockdown wegen der Corona-Pandemie bis Ende Februar verl\u00e4ngert. Damit bleiben die Schulen und die meisten Gesch\u00e4fte noch bis zum 28. Februar geschlossen, wie Regierungschefin Mette Frederiksen am Donnerstag ank\u00fcndigte. In den Grundschulen soll m\u00f6glicherweise eher wieder Unterricht m\u00f6glich sein, ein Datum nannte Frederiksen aber noch nicht. Bereits seit Mitte Dezember sind in D\u00e4nemark die Schulen sowie Restaurants, Bars und die meisten Gesch\u00e4fte geschlossen. Die Infektionszahlen gingen daraufhin zur\u00fcck. Am Donnerstag wurden in dem 5,8-Millionen-Einwohner-Land nur noch 668 Neuinfektionen verzeichnet &#8211; das waren sechs Mal weniger als Mitte Dezember. Die Regierung mahnt aber weiter zur Vorsicht, weil sich die hoch ansteckende Coronavirus-Variante aus Gro\u00dfbritannien zuletzt stark ausgebreitet hat. Die Virus-Variante B.1.1.7 wurde in der Woche vom 18. bis 26. Januar bei 13,5 Prozent aller positiven Tests festgestellt. Frederiksen sprach von einer &#8222;besorgniserregenden Entwicklung&#8220;. Die portugiesische Regierung hat wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen die Schlie\u00dfung der Grenze zum Nachbarland Spanien ab Freitag angeordnet. F\u00fcr zun\u00e4chst zwei Wochen darf die Grenze demnach nur noch in Notfallsituationen \u00fcberschritten werden, wie Innenminister Eduardo Cabrita laut Medien am Donnerstag in Lissabon mitteilte. Schon w\u00e4hrend der ersten Corona-Welle im Fr\u00fchjahr vergangenen Jahres war die gemeinsame Grenze monatelang geschlossen. Erst am 1. Juli wurde sie wegen damals stark r\u00fcckl\u00e4ufiger Corona-Zahlen wieder ge\u00f6ffnet. Die Corona-Lage ist nach Worten von Ministerpr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa &#8222;sehr schlimm&#8220;. Am Donnerstag wurden in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 16.423 Neuinfektionen und 303 weitere Corona-Tote registriert. Das war ein H\u00f6chststand seit Beginn der Pandemie. Auf Deutschland hochgerechnet entspr\u00e4che das etwa 130.000 Neuinfektionen und rund 2.400 Toten binnen 24 Stunden. Der britische Premier Boris Johnson hat die deutsche Empfehlung zur\u00fcckgewiesen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca nur bei unter 65-J\u00e4hrigen einzusetzen. &#8222;Unsere eigene Zulassungsbeh\u00f6rde hat sehr klar gemacht, dass der Oxford\/Astrazeneca-Impfstoff sehr gut und wirksam ist, und bereits nach einer Dosis eine sehr hohe Schutzwirkung bietet und sogar noch mehr nach zwei Dosen&#8220;, sagte Johnson bei einem Besuch in Schottland am Donnerstag zu Journalisten. Die Belege zeigten, dass die Beh\u00f6rde der Meinung sei, das Vakzin erziele in allen Altersgruppen eine gute Immunantwort. Die Immunologin Mary Ramsay der Gesundheitsbeh\u00f6rde Public Health England r\u00e4umte ein, dass die Gruppe der \u00c4lteren in den Phase-III-Studien des Impfstoffs klein gewesen sei &#8211; andere Daten zur Immunantwort seien jedoch &#8222;beruhigend&#8220; ausgefallen. Die zun\u00e4chst in S\u00fcdafrika identifizierte Mutation des Coronavirus ist erstmals in den USA nachgewiesen worden. Die Variante wurde in South Carolina unabh\u00e4ngig voneinander bei zwei Erwachsenen nachgewiesen, erkl\u00e4rte die zust\u00e4ndige Gesundheitsbeh\u00f6rde des Bundesstaats am Donnerstag. Die beiden Personen seien zuvor nicht verreist gewesen, hie\u00df es. Damit schien best\u00e4tigt, dass sich die Variante zumindest in begrenztem Ausma\u00df bereits vor Ort im Umlauf befindet. &#8222;Es sind die ersten beiden F\u00e4lle mit dieser Variante in den Vereinigten Staaten&#8220;, erkl\u00e4rte die Beh\u00f6rde. US-Experten vermuten, dass die bereits zugelassenen Corona-Impfungen gegen\u00fcber der Mutation aus S\u00fcdafrika, bekannt als B.1.351, etwas weniger wirksam sind. Sie sollen ausreichenden Schutz bieten, allerdings wom\u00f6glich weniger langfristig. Zudem sollen Antik\u00f6rper-Behandlungen gegen\u00fcber der Variante weniger effektiv sein. Die Erkenntnisse st\u00fctzen sich bislang aber nur auf vorl\u00e4ufige Daten. Auch in Deutschland wurde die Variante bereits nachgewiesen. Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC hatte erst am Mittwoch erkl\u00e4rt, dass die zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien nachgewiesene und ansteckendere Variante des Virus bereits in 26 der 50 US-Bundesstaaten festgestellt worden sei. In dieser Woche war im Bundesstaat Minnesota au\u00dferdem erstmals die Variante aus Brasilien entdeckt worden. Rund f\u00fcnf Millionen Bezieher von Grundsicherung sollen jeweils zehn FFP2-Masken bekommen. Sie sollen z\u00fcgig Post von den Krankenkassen oder den Krankenversicherungen bekommen und die Masken in den n\u00e4chsten zwei Wochen abholen k\u00f6nnen. Das teilten Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin mit. Weitere Pakete mit FFP2-Masken sollen an soziale Einrichtungen gehen \u2013 so sollen an Obdachlosenheime laut Spahn &#8222;2.000 Pakete mit zwei Millionen Masken&#8220; verteilt werden. Au\u00dferdem k\u00fcndigte Heil an, die Jobcenter z\u00fcgig anweisen zu wollen, bei Beziehern von Sozialleistungen die Kosten von digitalen Endger\u00e4ten f\u00fcr Schulkinder zu \u00fcbernehmen. Als Beispiel nannte er Laptops, Tablets, oder &#8222;auch mal einen Drucker&#8220;. Sozialverb\u00e4nde hatten vor dem Hintergrund der neuen Maskenvorgaben mehrfach gefordert, dass der Staat Bed\u00fcrftige dann auch entsprechend unterst\u00fctzen m\u00fcsse. Nach dem Fund eines verd\u00e4chtigen Paketes bei einem Zulieferer des Impfstoffherstellers Astrazeneca in Wales hat die Polizei einen Mann festgenommen, der damit in Verbindung stehen soll. Der 53-J\u00e4hrige aus Chatham im S\u00fcdosten von England werde verd\u00e4chtigt, das Paket verschickt zu haben, teilte die Polizei der Grafschaft Kent am Donnerstag mit. Der Mann sei nun in Untersuchungshaft, w\u00e4hrend man weiter ermittle. Das Paket war am Mittwoch bei einem Zulieferer des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca entdeckt und von Sprengstoffexperten gesichert und zu Untersuchungen abtransportiert worden. Ob sich darin Sprengstoff befand, blieb zun\u00e4chst unklar. Das Unternehmen Wockhardt hatte sein Werk im walisischen Wrexham zeitweise ger\u00e4umt. Dort finden wichtige Schritte zur Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca statt. Die Polizei hatte mehrere Stra\u00dfen gesperrt und die Bev\u00f6lkerung aufgefordert, die Umgebung zu meiden. Sp\u00e4ter wurde die Produktion wieder aufgenommen. Astrazeneca betonte, die Produktion des Impfstoffs sei durch den Vorfall nicht beeintr\u00e4chtigt worden. Der Astrazeneca-Impfstoff soll nach einer Empfehlung der deutschen St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) im Gegensatz zu den Pr\u00e4paraten von Biontech\/Pfizer und Moderna nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden. In der am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts hei\u00dft es, das Astrazeneca-Pr\u00e4parat solle in den einzelnen Stufen, die Priorisierung festlegen, &#8222;jeweils nur den Personen angeboten werden, die 18-64 Jahre alt&#8220; sind. Die Stiko begr\u00fcndet ihre Empfehlung mit der Datenlage zum Astrazeneca-Wirkstoff. &#8222;Zur Beurteilung der Impfeffektivit\u00e4t ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor&#8220;, schreibt sie. Das Bundesgesundheitsministerium teilt mit, dass sich von den 341 Geimpften dieser Gruppe in einer Teilnehmerstudie nur einer mit dem Coronavirus infiziert habe. Da die Zahl der Probanden aber nicht ausreiche, lasse sich daraus keine statistisch signifikante Aussage ableiten, so das Ministerium. Die Stiko betont zugleich: &#8222;Abgesehen von dieser Einschr\u00e4nkung wird dieser Impfstoff ebenfalls als gleicherma\u00dfen geeignet angesehen.&#8220; Die Biontech-Gr\u00fcnder \u00d6zlem T\u00fcreci und U\u011fur \u015eahin erhalten den diesj\u00e4hrigen Preis der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Die Auszeichnung f\u00fcr innovative und zukunftsweisende Forschung w\u00fcrdige die Verdienste des Paars bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs, teilte die Akademie am Donnerstag mit. Der Preis wird im Herbst verliehen. Der von T\u00fcreci und \u015eahin entwickelte mRNA-Impfstoff erm\u00f6gliche die Antik\u00f6rperbildung \u00fcber die Codierung ausgew\u00e4hlter Proteine, erkl\u00e4rte die Akademie. &#8222;Mit diesem Verfahren, das sich die Programmierung der genetischen Struktur zu eigen macht, sind auch Mutanten des Virus schneller zu bek\u00e4mpfen.&#8220; Die beiden Gr\u00fcnder des Mainzer Biopharma-Unternehmens &#8222;haben im Rahmen ihrer langfristig angelegten onkologischen Forschung den Nutzen von synthetischer mRNA f\u00fcr Zwecke der Immunisierung erkannt und diese Methoden systematisch ausgebaut&#8220;, f\u00fcgte Akademiemitglied Bernhard Fleckenstein hinzu. Gemessen an den Totenzahlen sind die vergangenen vier Wochen in Israel die bislang schlimmsten seit Beginn der Corona-Pandemie gewesen. Wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorging, wurden in dem Zeitraum mehr als ein Viertel aller Todesf\u00e4lle in Verbindung mit einer Infektion verzeichnet. Das Ministerium wies am Donnerstag 4.609 Tote aus, am 27. Dezember 2020 stand die Zahl bei 3.222. Insgesamt haben sich bisher knapp 625.000 Menschen in dem Land infiziert. Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, in Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. In Israel gilt seit drei Wochen ein Lockdown mit strikten Regeln, parallel dazu l\u00e4uft eine massive Impfkampagne. Die t\u00e4glichen Infektionszahlen sind dennoch weiterhin sehr hoch, insbesondere in den ultraorthodoxen j\u00fcdischen und den arabischen Bev\u00f6lkerungsteilen. F\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Neuinfektionen wird die britische Coronavirus-Mutation verantwortlich gemacht. Israel hat bis Monatsende den Flugverkehr weitgehend eingestellt. Eine Mehrheit der Deutschen hat sich f\u00fcr einen \u00fcberwiegenden Stopp von Fl\u00fcgen nach Deutschland ausgesprochen. Nach Auswertung einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov w\u00fcrden es 68 Prozent der Deutschen begr\u00fc\u00dfen, den Flugverkehr nach Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf nahezu null zu reduzieren. Jeder f\u00fcnfte Befragte lehnte dies ab. Die Bundesregierung will sich nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bis Freitag auf ein weitgehendes Einreiseverbot aus L\u00e4ndern mit hoher Verbreitung neuer Corona-Varianten verst\u00e4ndigen. Der Biontech-Impfstoff ist offenbar auch gegen die Corona-Mutationen aus Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika wirksam. Das meldete das Unternehmen am Donnerstagmorgen. Das Vakzin der Mainzer Firma, die das Mittel gemeinsam mit dem US-Pharma-Riesen Pfizer produziert, hatte bereits eine hohe Wirksamkeit gegen das urspr\u00fcngliche Coronavirus gezeigt. Unklar war bislang, ob es auch gegen die ver\u00e4nderten Varianten von Covid-19 eingesetzt werden kann. Die Vizepr\u00e4sidentin des Europ\u00e4ischen Parlaments, Katarina Barley, setzt im Streit der EU mit dem Pharmakonzern Astrazeneca \u00fcber die Lieferung von Impfstoff auf eine Einigung. &#8222;Ich hoffe, auch unter dem Druck m\u00f6glicher Strafzahlungen, dass sich Astrazeneca bem\u00fchen wird, andere Produktionskapazit\u00e4ten zu finden&#8220;, sagte sie im Deutschlandfunk. Dazu solle der Konzern etwa Konkurrenten einspannen. Eine m\u00f6gliche Entsch\u00e4digung helfe nicht, &#8222;sondern wir wollen Impfdosen&#8220;. Sie kritisierte zudem, dass der Vertrag zwischen der EU und Astrazeneca f\u00fcr die EU-Parlamentarier nicht einsehbar sei. &#8222;Das ist wirklich ein Problem.&#8220; Die Zustimmung der Deutschen zu dem Kurs der Bundesregierung in der Corona-Krise sinkt deutlich. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach f\u00fcr die &#8222;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8220; sind nur noch 49 Prozent damit zufrieden \u2013 42 Prozent sind dagegen unzufrieden. Bisher konnte die Regierung nach den Allensbach-Umfragen immer auf eine weit \u00fcberwiegende Zustimmung bauen. Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) hat einheitliche Regeln f\u00fcr eine Lockerung des Corona-Lockdowns gefordert: &#8222;Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns in Deutschland auf die gleichen &#8222;Wenn-dann-Regeln&#8220; einigen&#8220;, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Donnerstag). &#8222;Wir brauchen ein Einvernehmen dar\u00fcber, in welchen Inzidenz-Korridoren bestimmte Bereiche gelockert werden k\u00f6nnen oder wieder versch\u00e4rft werden m\u00fcssen.&#8220; Ein Zukunftsplan, der den Familien, der Wirtschaft und der Kultur Perspektiven vermittelt, sei &#8222;absolut notwendig&#8220;. Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) \u00e4u\u00dferte sich zur\u00fcckhaltender. Er forderte, sich bei den Szenarien f\u00fcr Lockerungen nicht allein an der Zahl der Neuinfektionen zu orientieren. &#8222;Der Inzidenzwert ist eine wichtige Ma\u00dfzahl \u2013 aber nicht der einzige. Wir m\u00fcssen auch andere Aspekte, wie die Ausbreitung der Mutationen und die Auslastung in den Intensivstationen, im Blick haben&#8220;, sagte der SPD-Politiker. Schulen und Kitas m\u00fcssten bei der Lockerung ganz vorn stehen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Slowakei hat erneut einen gro\u00dfen Teil der \u00fcber zehn Jahre alten Bev\u00f6lkerung einem Corona-Massentest unterzogen. Wie der populistisch-konservative Ministerpr\u00e4sident Igor Matovi\u010d am Mittwoch bilanzierte, nahmen 2,95 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner an den Antigen-Schnelltests teil. Von den Testergebnissen seien 1,24 Prozent positiv gewesen. Die innerhalb von neun Tagen vom 18. bis 26. Januar im ganzen Land durchgef\u00fchrten Testungen waren zwar formell freiwillig. Wer aber kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis 7. Februar nicht einmal mehr zur Arbeit gehen. Sogar f\u00fcr Spazierg\u00e4nge in der Natur ist ein negativer Test nachzuweisen. Die Polizei hatte schon im Voraus strenge Kontrollen ab Mittwoch angek\u00fcndigt. Matovi\u010d rechtfertigte die Massentests vor Journalisten als einzige objektive M\u00f6glichkeit, die reale Verbreitung der Pandemie festzustellen. Der St\u00e4dte- und Gemeindeverband kritisierte hingegen, den Kommunen sei ohne angemessene Entsch\u00e4digung die Hauptlast der Organisation aufgeb\u00fcrdet worden. Vor weiteren Massentests sollten erst Experten befragt werden, ob der enorme Aufwand an personellen und materiellen Ressourcen nicht zu gro\u00df sei im Vergleich zum tats\u00e4chlichen Nutzen. Hamburgs B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher h\u00e4lt eine weitere Verl\u00e4ngerung des Lockdowns f\u00fcr wahrscheinlich. &#8222;Es ist jetzt nicht die Zeit f\u00fcr Lockerungen&#8220;, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. &#8222;Ich gehe davon aus, dass der Lockdown \u00fcber den 14. Februar hinaus fortgef\u00fchrt werden muss.&#8220; Die Infektionszahlen seien bisher nicht ausreichend zur\u00fcckgegangen. &#8222;Einen Automatismus f\u00fcr die Aufhebung von Einschr\u00e4nkungen sollte es nicht geben&#8220;, sagte er. Zun\u00e4chst m\u00fcssten die Risiken der neuen Virusmutationen und ihre Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen eingesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen. &#8222;Erst auf dieser Grundlage kann ein \u00d6ffnungskonzept beschlossen werden.&#8220; Bei der Entscheidung \u00fcber den Zeitpunkt und die Schrittfolge der Lockerungen m\u00fcssten dann neben der 7-Tage-Inzidenz weitere Indikatoren einbezogen werden. Als Beispiele nannte Tschentscher den R-Wert, der angibt, wie viele Menschen von einer infekti\u00f6sen Person durchschnittlich angesteckt werden, die Zahl der station\u00e4ren Covid-19-Patienten, die Auslastung der Intensivstationen und den Fortschritt der Impfungen. Die neuen Varianten des Coronavirus breiten sich in immer mehr L\u00e4ndern aus: Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mitteilte, wurde die zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien registrierte Mutante inzwischen in 70 L\u00e4ndern nachgewiesen. Das waren zehn L\u00e4nder mehr als eine Woche zuvor. Auch f\u00fcr die zun\u00e4chst in S\u00fcdafrika nachgewiesene Mutante verzeichnete die WHO ein gr\u00f6\u00dferes Verbreitungsgebiet. Die Zahl der betroffenen L\u00e4nder stieg innerhalb von einer Woche um acht auf 31. F\u00fcr die zuerst in Brasilien aufgetauchte Mutante gab die WHO nun an, dass acht statt zuvor sechs L\u00e4nder betroffen seien. Die zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien festgestellte Mutante ist Wissenschaftlern zufolge ansteckender als die Ursprungsvariante des Coronavirus. Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson hatte vergangene Woche gesagt, dass es zudem &#8222;Hinweise&#8220; darauf gebe, dass die Variante &#8222;mit einer h\u00f6heren Sterblichkeitsrate in Verbindung gebracht werden&#8220; k\u00f6nne. Die WHO betonte am Mittwoch jedoch, dass diese Angaben auf &#8222;vorl\u00e4ufigen&#8220; Studienergebnissen basierten und f\u00fcr eine Verifizierung weitere Analysen n\u00f6tig seien. Der Norden macht dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten versch\u00e4rft nach D\u00e4nemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschr\u00e4nkungen. Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen f\u00fcr praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen, wie Regierungschefin Erna Solberg am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschr\u00e4nkungen seit M\u00e4rz des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa f\u00fcr Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarl\u00e4ndern Schweden und Finnland. Seit Mittwoch gelten auch in Finnland versch\u00e4rfte Einreiseregeln. D\u00e4nemark l\u00e4sst seit dem 9. Januar bis auf wenige Ausnahmen nur noch Menschen ins Land, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen und maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen k\u00f6nnen. Schweden hat zudem seine Grenzen nach Norwegen geschlossen. Norwegen ist bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen, hat aber auch seine Probleme mit der Pandemie. Zuletzt hat ein Ausbruch der britischen Coronavirus-Variante in einem Pflegeheim nahe Oslo zu Bedenken und strikten Ma\u00dfnahmen in der Hauptstadtregion gef\u00fchrt. Im europ\u00e4ischen Vergleich z\u00e4hlen die norwegischen Neuinfektionszahlen jedoch seit L\u00e4ngerem zu den niedrigsten des gesamten Kontinents. Ein verd\u00e4chtiges Paket, das am Mittwoch bei einem Zulieferer des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca entdeckt wurde, ist von Sprengstoffexperten gesichert und zu Untersuchungen abtransportiert worden. Das teilt die Polizei in Wales am Abend mit. Ob sich darin Sprengstoff befand, blieb zun\u00e4chst unklar. Das Unternehmen Wockhardt hatte am Morgen wegen des Vorfalls sein Werk im walisischen Wrexham ger\u00e4umt. Dort finden wichtige Schritte zur Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca statt. Die Polizei hatte mehrere Stra\u00dfen gesperrt und die Bev\u00f6lkerung aufgefordert, die Umgebung zu meiden. Sp\u00e4ter wurde die Produktion wieder aufgenommen. Nach dem internationalen Flughafen Ben Gurion schlie\u00dft Israel im Kampf gegen das Coronavirus vor\u00fcbergehend auch seine Landgrenzen. Dies k\u00fcndigte das Innenministerium am Mittwoch an. Die Ma\u00dfnahme soll von Donnerstagmorgen bis Ende Januar gelten. Davon betroffen sind insgesamt drei Grenz\u00fcberg\u00e4nge nach \u00c4gypten und Jordanien. Der \u00dcbergang Allenby-Br\u00fccke nach Jordanien bleibt f\u00fcr Bewohner des Westjordanlands ge\u00f6ffnet. Die Ma\u00dfnahme ist Teil der Bem\u00fchungen Israels, das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen zu verhindern. In der Nacht auf Dienstag war bereits der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv &#8211; das mit Abstand wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz des Landes &#8211; bis Monatsende nahezu komplett geschlossen worden. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek und andere fordern in der Fachzeitschrift &#8222;The Lancet&#8220; einheitliche Regeln f\u00fcr Einreisende. &#8222;Wir m\u00fcssen versuchen, die Ausbreitung der Varianten in Deutschland zu verz\u00f6gern&#8220;, sagte Ciesek am Dienstag im NDR-Podcast &#8222;Coronavirus-Update&#8220;. &#8222;Das kann nur europaweit funktionieren \u2013 weil wir nicht isoliert auf einer Insel leben.&#8220; In Deutschland wurden bisher Mutationen des Coronavirus aus Gro\u00dfbritannien, S\u00fcdafrika und Brasilien nachgewiesen. Wegen gr\u00f6\u00dferer N\u00e4he, vieler Kontakte und verschiedener Verkehrswege sei es kaum m\u00f6glich, die britische Variante aufzuhalten, so Ciesek. Man m\u00fcsse aber die Ausbreitung verlangsamen, bis alle geimpft seien Die Varianten aus Brasilien und S\u00fcdafrika seien in Deutschland bislang kaum verbreitet. Alle F\u00e4lle seien &#8222;importiert&#8220;, es seien keine Folgeansteckungen bekannt. Da diese Mutationen nur \u00fcber Flugh\u00e4fen eingeschleppt werden k\u00f6nnten, habe man hier bessere Chancen: &#8222;Wenn man konsequent testet, nachverfolgt und in Quarant\u00e4ne steckt, hat man, glaube ich schon eine Chance, dass man das eine Weile eind\u00e4mmen kann.&#8220; Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen auf mehr als 100 Millionen angestiegen. Das ging am Dienstag aus Daten der US-Universit\u00e4t Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war die Schwelle von 80 Millionen Infektionen \u00fcberschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei mehr als 2,1 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesf\u00e4llen weltweit von hohen Dunkelziffern aus. Die Webseite der US-Universit\u00e4t wird regelm\u00e4\u00dfig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen h\u00f6heren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen F\u00e4llen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Die meisten best\u00e4tigten Infektionen gibt es mit gut 25 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Dort gibt es auch mehr best\u00e4tigte Todesf\u00e4lle als in jedem anderen Land: mehr als 423.000. In Indien sind inzwischen rund 10,7 Millionen Infektionen nachgewiesen worden, in Brasilien 8,8 Millionen. In Europa wurden die meisten Infektionen bislang in Gro\u00dfbritannien gemeldet (3,7 Millionen), gefolgt von Frankreich (3,1 Millionen) sowie Spanien (2,6 Millionen) und Italien (rund 2,5 Millionen). In Deutschland wurden laut Johns Hopkins 2,16 Millionen Infektionen registriert. Der Pr\u00e4sident der Bundes\u00e4rztekammer, Klaus Reinhardt, fordert die Bundesregierung und die EU-Kommission dazu auf, darauf zu dr\u00e4ngen, dass die vertraglich zugesicherten Impfstoff-Liefermengen und Liefertermine eingehalten werden. &#8222;F\u00fcr den breiten Einsatz in den Praxen brauchen wir Impfstoffe, die unkompliziert zu transportieren und ohne spezielle K\u00fchltechnik gelagert werden k\u00f6nnen&#8220;, zitiert die &#8222;Rheinische Post&#8220; den Mediziner in einem Vorabbericht. &#8222;Diese Voraussetzungen scheint das Vakzin von Astrazeneca zu erf\u00fcllen. Solche Impfstoffe sind unerl\u00e4sslich, um das Ziel der Herdenimmunit\u00e4t bis zum Sommer zu erreichen.&#8220; Die Ursachen der jetzt bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten m\u00fcssten deshalb umfassend gekl\u00e4rt und so schnell wie m\u00f6glich behoben werden. Vor allem die besonders gef\u00e4hrdeten Bev\u00f6lkerungsgruppen und die Besch\u00e4ftigten in Kliniken und Pflegeinrichtungen m\u00fcssten geimpft sein, bevor sich die erstmals in Gro\u00dfbritannien aufgetauchte Virusvariante weiter in Deutschland ausbreite. &#8222;Da z\u00e4hlt buchst\u00e4blich jeder Tag.&#8220; Irland verl\u00e4ngert seinen derzeitigen Corona-Lockdown bis zum 5. M\u00e4rz. Damit bleiben die Schulen, die f\u00fcr die Versorgung der B\u00fcrger nicht wesentlichen Gesch\u00e4fte sowie die Restaurants und Pubs bis zu diesem Datum geschlossen, wie Regierungschef Micheal Martin am Dienstag mitteilte. Die Botschaft an die B\u00fcrger sei sehr einfach, sagte er: &#8222;Bleiben Sie zu Hause, verreisen Sie nicht!&#8220; Erstmals verh\u00e4ngt Irland auch eine generelle Quarant\u00e4ne-Pflicht f\u00fcr Reisende, die aus dem Ausland eintreffen, wie Vize-Regierungschef Leo Varadkar erg\u00e4nzte. Die meisten Einreisenden k\u00f6nnen die Zeit der Isolation zu Hause oder anderen Orten ihrer Wahl verbringen. Einreisende aus S\u00fcdafrika und Brasilien sollen hingegen in von der Regierung festgelegten Unterk\u00fcnften isoliert werden. In diesen beiden Staaten sind Mutanten des Virus aufgetreten, von denen angenommen wird, dass sie besonders ansteckend sind. Irland hat zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Infektionszahlen erlebt. In dem F\u00fcnf-Millionen-Einwohner-Land wurden bislang insgesamt rund 3.000 Todesopfer im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Der US-Pharmakonzern Pfizer und der Mainzer Biotechkonzern Biontech t\u00fcfteln an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs gegen Corona-Varianten. Man leiste bereits die Vorarbeiten, um schnell auf Corona-Mutanten reagieren zu k\u00f6nnen, falls es Hinweise darauf gebe, dass das Vakzin an Wirksamkeit einb\u00fc\u00dfe, hei\u00dft es in einer Pfizer-Email an die Nachrichtenagentur Reuters. Durch die deutliche Aufstockung der nationalen Impfstoff-Best\u00e4nde will die US-Regierung des neuen Pr\u00e4sidenten Joe Biden die Corona-Impfungen im Land deutlich beschleunigen. Biden k\u00fcndigte am Dienstag (Ortszeit) in Washington an, die Vereinigten Staaten wollten zus\u00e4tzliche 200 Millionen Impfdosen kaufen \u2013 jeweils 100 Millionen von den Unternehmen Moderna und Pfizer. Die Lieferung der zus\u00e4tzlichen Impfdosen werde bis zum Sommer erwartet. Damit solle der Bestellumfang von 400 auf 600 Millionen Impfdosen erh\u00f6ht werden, sagte Biden. Dies sei genug, um bis zum Ende des Sommers 300 Millionen Amerikaner zu impfen, hie\u00df es aus dem Wei\u00dfen Haus. Die USA haben rund 330 Millionen Einwohner. Pro Kopf sind zwei Impfdosen n\u00f6tig. Biden versprach auch, die US-Bundesstaaten sollten w\u00f6chentlich mehr Impfdosen bekommen &#8211; und einen l\u00e4ngeren Planungsvorlauf. Zuletzt waren die Impfungen gegen das Coronavirus in den USA nicht im erhofften Tempo vorangekommen. Die Eind\u00e4mmung der Pandemie ist eines der Hauptanliegen des neuen US-Pr\u00e4sidenten. \u03a9 Wegen des Verdachts des Ausbruchs einer hochansteckenden Corona-Mutation hat das Klinikum Bayreuth seine H\u00e4user vorerst geschlossen. Mehr als 3.000 Mitarbeitende des Klinikums d\u00fcrfen nur noch ohne \u00f6ffentliche Verkehrsmittel zur Arbeit kommen und befinden sich ansonsten in Quarant\u00e4ne. Patienten werden nur noch in absoluten Notf\u00e4llen aufgenommen und erst nach zwei negativen Testergebnissen entlassen, wie das Klinikum in der oberfr\u00e4nkischen Stadt am Dienstag mitteilte. &#8222;Aktuell ist die Lage in dem Bayreuther Gro\u00dfkrankenhaus angespannt, aber unter Kontrolle&#8220;, hie\u00df es. Aktuell besteht in Bayreuth in mindestens elf F\u00e4llen der Verdacht auf eine Infektion mit einer hochansteckenden mutierten Virusvariante. Die Mutation B.1.1.7 aus England wurde in Bayreuth erstmals bei einer Person nachgewiesen, die von einer Reise zur\u00fcckgekehrt war. Das Klinikum lie\u00df nach eigenen Angaben daraufhin 30 Proben untersuchen. Mit dem abschlie\u00dfenden Ergebnis rechnet das Klinikum aber erst in knapp zwei Wochen. In Gro\u00dfbritannien steigt die Zahl der Coronavirus-Toten erstmals in einem europ\u00e4ischen Land \u00fcber 100.000. Premierminister Boris Johnson erkl\u00e4rte am Dienstag, seine Regierung habe alles Machbare getan, um den Verlust an Leben durch die Pandemie so klein wie m\u00f6glich zu halten. Es werde auch weiterhin alles Menschenm\u00f6gliche getan. Der Leiter des englischen Gesundheitssystems Chris Whitty sieht trotz der Impfkampagne keine rasche Besserung der Lage: &#8222;Ungl\u00fccklicherweise werden wir in den kommenden Wochen etliche weitere Todesf\u00e4lle haben bevor die Impfungen wirken.&#8220; Die Regierung gibt bekannt, dass knapp 6,9 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten haben, mehr als zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung. Die zweite und letzte Dosis wurde demnach bislang 472.446 B\u00fcrgern verabreicht. Johnson erkl\u00e4rte, er habe vollsten Vertrauen in die Versorgung mit Impfstoffen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie den Flugverkehr nach Deutschland massiv einschr\u00e4nken und au\u00dferdem sch\u00e4rfere Grenzkontrollen einleiten. &#8222;Die Gef\u00e4hrdung, die von den zahlreichen Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Ma\u00dfnahmen pr\u00fcfen und in der Bundesregierung diskutieren&#8220;, sagte Seehofer am Dienstag der &#8222;Bild&#8220;. &#8222;Dazu geh\u00f6ren deutlich sch\u00e4rfere Grenzkontrollen, besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu Null, so wie Israel das derzeit auch macht, um die Einschleppung der Virus-Mutation zu verhindern&#8220;, sagte der Minister. Die Menschen in Deutschland erwarteten, &#8222;dass wir sie bestm\u00f6glich vor einer Explosion der Infektionszahlen sch\u00fctzen&#8220;. Im US-Bundesstaat Kalifornien ist der strikte Lockdown mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden. Gouverneur Gavin Newsom sagte am Montag, der Bundesstaat habe seinen Kampf gegen &#8222;die herausforderndste Welle&#8220; der Corona-Pandemie hinter sich. Daher w\u00fcrden die bislang geltenden Ausgangssperren aufgehoben. Damit wird es den B\u00fcrgern etwa wieder m\u00f6glich sein, zum Friseur oder abends zum Essen auszugehen. Kalifornien war in den vergangenen Monaten besonders stark von der Pandemie betroffen. Daher wurden am 3. Dezember Versammlungsverbote erlassen. Alle nicht unerl\u00e4sslichen Aktivit\u00e4ten mussten unterbleiben. Insgesamt wurden drei Millionen Erkrankungen registriert. In den beiden vergangenen Wochen sank die Zahl der Einlieferungen in Intensivstationen um etwa zehn Prozent. Zugleich verdreifachte sich die Zahl der Anti-Corona-Impfungen im Verlauf des Monats Januar. Die Aufhebung der Ausgangssperre bezieht sich nicht auf alle gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten. So sollen Bars geschlossen bleiben und keine Live-Sportveranstaltungen stattfinden. Die Genehmigung, zum Essen auszugehen, bezieht sich lediglich auf die Terrassenbewirtschaftung. Ein Restaurant-Betrieb in geschlossenen R\u00e4umen bleibt unzul\u00e4ssig. Die jeweiligen lokalen Beh\u00f6rden k\u00f6nnen weitere Ma\u00dfnahmen festlegen. In Gro\u00dfbritannien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bis Mitte Januar war bei fast 99.000 Menschen in England und Wales Covid-19 auf dem Totenschein verzeichnet, wie die britische Statistikbeh\u00f6rde am Dienstag mitteilte. Seitdem kamen nach offiziellen Zahlen der Regierung mehrere Tausend weitere Todesf\u00e4lle in ganz Gro\u00dfbritannien hinzu. Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit h\u00f6chste t\u00e4gliche Covid-Todesrate. Der britischen Regierung wird vorgeworfen, wiederholt zu sp\u00e4t und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Krankenh\u00e4user stehen massiv unter Druck, derzeit werden mehr Covid-19-Patienten k\u00fcnstlich beatmet als zu jedem anderen Zeitpunkt der Pandemie. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus plant die britische Regierung eine verpflichtende Quarant\u00e4ne f\u00fcr Einreisende. Allerdings ist noch nicht klar, ob die Vorschrift f\u00fcr alle internationalen Ank\u00fcnfte gelten soll, also auch f\u00fcr Menschen aus Deutschland, oder nur f\u00fcr Einreisen aus Hochrisikogebieten. Wegen neuer Corona-Varianten in S\u00fcdafrika und Brasilien stehen vor allem das s\u00fcdliche Afrika und S\u00fcdamerika im Fokus. Premierminister Boris Johnson wollte am Dienstag mit seinem Corona-Kabinett \u00fcber die Frage beraten. Der f\u00fcr die Impfkampagne zust\u00e4ndige Staatssekret\u00e4r Nadhim Zahawi k\u00fcndigte noch f\u00fcr denselben Tag eine Mitteilung an. Vertreter der Luftfahrtbranche warnten, noch strengere Ma\u00dfnahmen seien &#8222;katastrophal&#8220;. Die Hotel- und Reisebranche zeigten sich hingegen offen und boten ihre Unterst\u00fctzung an. Die Kosten f\u00fcr die verpflichtende Quarant\u00e4ne sollen die Reisenden selbst \u00fcbernehmen. Nach Berechnungen britischer Medien m\u00fcssten sie f\u00fcr zehn Tage mit rund 1.000 Pfund (1.125 Euro) rechnen. Bereits jetzt m\u00fcssen sich Passagiere nach ihrer Einreise f\u00fcr zehn Tage selbst isolieren. Allerdings sollen sich zahlreiche Menschen nicht an die Vorschriften halten. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans ist skeptisch, ob tats\u00e4chlich bis zum Sommer jedem B\u00fcrger ein Impftermin angeboten werden kann. &#8222;Dass es Ende des Sommers wird oder auch dar\u00fcber hinaus, kann bei solchen Hiobsbotschaften dieser Unternehmen sicher niemand garantieren&#8220;, sagte Walter-Borjans den Sendern RTL und n-tv. Der britische Konzern Astrazeneca hatte mitgeteilt zun\u00e4chst weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu k\u00f6nnen. In der vergangenen Woche war es bereits zu einem Lieferengpass des Herstellers Biontech\/Pfizer gekommen. Der M\u00fcnchner Infektiologe Clemens Wendtner h\u00e4lt in der Corona-Pandemie nicht nur eine dritte, sondern auch eine vierte und f\u00fcnfte Welle f\u00fcr m\u00f6glich. Wom\u00f6glich w\u00fcrden diese aber flacher als die erste und zweite Welle verlaufen. &#8222;Ich gehe nicht davon aus, dass wir eine riesige dritte Welle bekommen, weil wir relativ fr\u00fch mit dem Lockdown eingegriffen haben&#8220;, sagt der Chefarzt der Klinik f\u00fcr Infektiologie in der M\u00fcnchen Klinik Schwabing, der mit seinem Team vor einem Jahr die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt hatte. &#8222;Solange es keine Durchimpfung in der Bev\u00f6lkerung gibt und solange wir nicht sommerliche Temperaturen drau\u00dfen haben, sollten wir uns aber an den Gedanken gew\u00f6hnen, dass es vielleicht auch eine vierte und f\u00fcnfte Welle geben kann&#8220;, sagte Wendtner der Deutschen Presse-Agentur weiter. &#8222;Das ist noch mal ein Appell an die Vernunft und an die Solidarit\u00e4t. Nur gemeinsam k\u00f6nnen wir es schaffen.&#8220; Deutschlands angeschlagene Friseurbranche fordert von der Politik st\u00e4rkere und schnellere Finanzhilfen. &#8222;Es sind alle R\u00fccklagen aufgebraucht, teilweise auch die Altersvorsorge &#8211; es geht um Existenzen&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, am Dienstag in K\u00f6ln \u00fcber die Situation in vielen Betrieben. Die Branche sende einen &#8222;Notruf&#8220;. Es dauere zu lang, bis Coronahilfen ankommen, und dann kompensierten sie nur einen viel zu kleinen Teil der Umsatzeinbu\u00dfen. Die Branche brauche eine Perspektive, wann sie wieder aufmachen k\u00f6nne, forderte Wollseifer. In Deutschland gibt es 80.000 Friseurbetriebe mit 240.000 Mitarbeitern. Seit Mitte Dezember sind die Salons wegen der Pandemie geschlossen. Die deutschen Krankenh\u00e4user machen in der Pandemie Erl\u00f6sverluste von fast zehn Milliarden Euro aus. Wegen verschobener Operationen und abgesagter Behandlungen jenseits der Covid-F\u00e4lle habe es 9,5 Milliarden weniger Einnahmen gegeben, sagt der k\u00fcnftige Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Ga\u00df. Allerdings h\u00e4tten die Kliniken aus der Staatskasse Entsch\u00e4digungen von 9,7 Milliarden Euro erhalten. Da es aber erhebliche Mehrausgaben f\u00fcr den Infektionsschutz gegeben habe, rechne man unterm Strich im Schnitt f\u00fcr alle H\u00e4user bestenfalls mit einer Bilanz von Plus-Minus-Null. Der weltgr\u00f6\u00dfte Inselstaat Indonesien hat am Dienstag die Marke von einer Million Corona-Infektionsf\u00e4lle \u00fcberschritten. Damit ist das s\u00fcdostasiatische Land mit seinen 270 Millionen Einwohnern das am schlimmsten von der Pandemie betroffene in der gesamten Region. Am Dienstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 13.000 Neuinfektionen verzeichnet. Mehr als 28.000 Menschen sind in Indonesien in Verbindung mit dem Virus gestorben. Mitte Januar hatte Indonesien mit Massenimpfungen begonnen. Anders als andere L\u00e4nder sollen nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des \u00d6ffentlichen Dienstes zun\u00e4chst j\u00fcngere Menschen zwischen 18 und 59 Jahren geimpft werden. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunit\u00e4t zu erreichen In den USA sind an einem Tag 147.254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universit\u00e4t (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Der bislang h\u00f6chste Wert wurde am 2. Januar mit 300.372 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1.758. Der H\u00f6chstwert war am 12. Januar mit 4.462 Toten registriert worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 420.900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Zahl der Corona-Todesf\u00e4lle in Nordrhein-Westfalen hat die 10.000er-Grenze \u00fcberschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen liegt sie nunmehr bei 10.161, eine Zunahme von 189 gegen\u00fcber dem Vortag. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheits\u00e4mter in NRW 1.403 weitere Neuinfektionen. Der Sieben-Tages-Wert f\u00fcr Corona-Neuinfektionen sank weiter leicht. Die sogenannte Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner lag bei 102,4. Am Vortag betrug der Wert 104,1. Angestrebt ist die Zahl 50 \u2013 ab dann k\u00f6nnen die Gesundheits\u00e4mter nach eigenem Bekunden die Infektionsketten wieder nachvollziehen. Die unterfr\u00e4nkische Kreisstadt Bad Kissingen hat an alle 14.000 Haushalte FFP2-Masken verteilen lassen. Wie die Kommune am Montag berichtete, seien am vergangenen Wochenende bei jeder Wohnung zwei Masken eingeworfen worden. Der Stadtrat hatte das Geld f\u00fcr die 28.000 Masken zur Verf\u00fcgung gestellt. Mitarbeiter der Stadt hatten die Masken dann in Umschl\u00e4ge verpackt. &#8222;Wenn man fl\u00e4chendeckend das Tragen beim Einkaufen anordnet, muss man aus meiner Sicht auch fl\u00e4chendeckend zum Start Hilfe anbieten, damit jeder die Chance hat, die Vorgabe einzuhalten&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dirk Vogel (SPD). Zwar seien zwei Masken pro Haushalt keine dauerhafte Versorgung, aber die Erf\u00fcllung der Auflagen werde den B\u00fcrgern so einfacher gemacht. Seit 18. Januar m\u00fcssen in Bayern in Gesch\u00e4ften und im Nahverkehr FFP2-Masken getragen werden, eine einfache Mund-Nase-Bedeckung reicht nicht mehr aus. Au\u00dferhalb des Freistaats will Bremen Anfang Februar an alle Einwohner im Alter von 15 bis 59 f\u00fcnf FFP2-Masken per Post zusenden. B\u00fcrger ab 60 Jahren erhalten bundesweit die Spezialmasken gegen eine geringe Zuzahlung in Apotheken. Die Krankenkassen verschicken derzeit an die Betroffenen entsprechende Gutscheine des Bundes. Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schottet sich Israel ab. Seit Mitternacht (Ortszeit) ist der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv weitgehend geschlossen. Mit der drastischen Einschr\u00e4nkung des Luftverkehrs will die Regierung das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen verhindern. Die Ma\u00dfnahme soll vorerst bis Ende des Monats gelten, ausgenommen sind unter anderem Frachtfl\u00fcge und Fl\u00fcge aus medizinischen Gr\u00fcnden. Eine ranghohe Repr\u00e4sentantin des Gesundheitsministeriums sprach sich aber bereits f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung um mehrere Wochen aus. Der Flughafen m\u00fcsse mindestens einen Monat lang geschlossen bleiben. Der internationale Luftverkehr l\u00e4uft in Israel fast ausschlie\u00dflich \u00fcber den Ben-Gurion-Flughafen. Bis zu 40 Prozent der Corona-Neuinfektionen in Israel gehen nach offiziellen Angaben auf eine Mutation zur\u00fcck, die aus Gro\u00dfbritannien kommt. Die israelische Regierung war zuvor wegen laxer Kontrollen am Flughafen scharf kritisiert worden. Die Bundesregierung in Berlin stuft Israel wegen hoher Infektionszahlen als Hochrisikogebiet ein. Zur fr\u00fchen Erkennung und effektiven Bek\u00e4mpfung von Virus-Mutationen will Gro\u00dfbritannien eine internationale Plattform schaffen. Die sogenannte New Variant Assessment Platform unter der Federf\u00fchrung der Gesundheitsbeh\u00f6rde Public Health England solle L\u00e4nder mit geringerer Expertise bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterst\u00fctzen, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag mitteilte. &#8222;Unsere neue Varianten-Bewertungs-Plattform wird uns helfen, das Virus besser zu verstehen und wie es sich verbreitet und wird auch die globale F\u00e4higkeit st\u00e4rken, das Coronavirus zu verstehen, so dass wir alle besser auf das vorbereitet sind, was auch immer vor uns liegt&#8220;, sagte Hancock nach einer Mitteilung. Britische Experten k\u00f6nnten sowohl aus der Ferne beraten und unterst\u00fctzen als auch Material bereitstellen &#8211; au\u00dferdem sollen auch Proben zur Sequenzierung eingeschickt werden k\u00f6nnen. Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Unternehmensangaben auch bei den zuerst in Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika aufgetauchten neuen Virusvarianten wirksam. Laboruntersuchungen h\u00e4tten gezeigt, dass die zweimalige Impfung zu neutralisierenden Antik\u00f6rpern gegen die bisher entdeckten Virusvarianten f\u00fchre, erkl\u00e4rte Moderna am Montag. Das gelte f\u00fcr die zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 und die in S\u00fcdafrika aufgetauchte Variante B.1.351. Bei der britischen Variante gebe es im Vergleich zu fr\u00fcheren Virusvarianten &#8222;keine signifikante Auswirkung&#8220; auf das Antik\u00f6rper-Niveau, erkl\u00e4rte Moderna. Bei der s\u00fcdafrikanischen Variante sei die Menge der Antik\u00f6rper zwar um das Sechsfache geringer; dies sei aber nach wie vor ausreichend, um Schutz vor dem Virus zu bieten. Moderna will aber als Vorsichtsma\u00dfnahme eine zus\u00e4tzliche Auffrischungsimpfung \u2013 also eine dritte Dosis \u2013 testen. Das Biotech-Unternehmen entwickelt au\u00dferdem einen Auffrischungsimpfstoff eigens f\u00fcr die s\u00fcdafrikanische Variante. Die Zustimmung der Deutschen zu einigen zentralen staatlichen Ma\u00dfnahmen der Corona-Eind\u00e4mmung ist zuletzt sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen. Wie eine am Montag ver\u00f6ffentlichte Umfrage des Berliner Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung ergab, sank unter anderem die Akzeptanz der Kontaktbeschr\u00e4nkungen. Beurteilten kurz vor Weihnachten noch 84 Prozent diese als angemessen, waren es aktuell nur 74 Prozent. Auch die Zustimmung zu Gesch\u00e4ftsschlie\u00dfungen sank im gleichen Zeitraum um zehn Prozentpunkte auf 56 Prozent. Gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr angemessen hielten die Deutschen die nationale Impfstrategie, der zufolge zun\u00e4chst Pflegeheimbewohner, andere Risikogruppen sowie Mitarbeiter des Gesundheitssystems geimpft werden.74 Prozent der Befragten akzeptierten die hierzulande praktizierte Reihenfolge. Insgesamt wurden rund tausend Menschen gefragt, die Umfrage fand am 19. und 20. Januar statt. Bei den geplanten Corona-Heimtests geht es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums um neue, einfache Verfahren, die so bisher noch nicht verf\u00fcgbar sind. &#8222;Wir sprechen ausdr\u00fccklich von Selbsttests, die einfacher zu handhaben sind&#8220;, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Die Produkte m\u00fcssten zertifiziert werden und sowohl aussagekr\u00e4ftig genug als auch so von Laien praktizierbar sein, dass die Gefahr falscher Ergebnisse relativ gering sei. Das sei eine perspektivische Sache. &#8222;Noch gibt es keine Schnelltests, die so zertifiziert sind und in der Menge verf\u00fcgbar w\u00e4ren, dass sie f\u00fcr so eine Verordnung in Frage kommen.&#8220; Das Gesundheitsministerium plant eine \u00c4nderung der &#8222;Medizinprodukte-Abgabeverordnung&#8220;, wonach Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung k\u00fcnftig privat erworben werden k\u00f6nnen. Im Moment d\u00fcrfen Schnelltests nur an \u00c4rzte, medizinische oder Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, auch Bildungseinrichtungen geh\u00f6ren seit Dezember zu den m\u00f6glichen Empf\u00e4ngern. Bei bisherigen Antigen-Schnelltests muss allerdings wie bei PCR-Tests mit einem Wattest\u00e4bchen ein Abstrich tief in der Nase oder im Rachen genommen werden. F\u00fcr Selbsttests ist das eher ungeeignet. Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden n\u00f6tigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen demnach bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht. In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner. Doppelt gegen das Coronavirus geimpft wurden dort bislang knapp 230.000 Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge betr\u00e4gt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent. Die europ\u00e4ische Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca wird laut Gesundheitsministerium in dieser Woche erwartet. Man rechne f\u00fcr Freitag damit, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Dann w\u00fcrden mehrere Millionen Dosen zus\u00e4tzlich zur Verf\u00fcgung stehen. Alledings stehen wegen Produktionsproblemen zun\u00e4chst weniger als erwartet zur Verf\u00fcgung. Wieviel fehle, sei derzeit unklar, sagt der Sprecher. Das Tragen von Gesichtsmasken in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen tr\u00e4gt nach Meinung des Rostocker Tropenmediziners Emil Reisinger nicht nur entscheidend zur geringeren Ausbreitung des Coronavirus bei. Auch dort, wo Infektionen nicht vermieden w\u00fcrden, w\u00fcrden durch die Verminderung der Infektionsdosis mit hoher Wahrscheinlichkeit symptomatische Erkrankungen verhindert oder deren Schwere reduziert, schrieb Reisinger in einer j\u00fcngst im Deutschen \u00c4rzteblatt ver\u00f6ffentlichten Studie. Er bezog sich unter anderem auf Erkenntnisse aus der schweizerischen Armee. Bei zwei Kompanien seien erst neun Tage nach dem ersten Infektionsfall Masken und Mindestabst\u00e4nde angeordnet worden. Danach erkrankten 30 Prozent der Soldaten an Covid-19, bei 62 Prozent ohne Symptome wurden SARS-CoV-2-Antik\u00f6rper nachgewiesen. In einer anderen, r\u00e4umlich getrennten Kompanie seien vor dem ersten Infektionsfall Masken und Mindestabst\u00e4nde angeordnet worden. Keiner dieser Soldaten sei erkrankt, bei nur 15 Prozent wurden Antik\u00f6rper nachgewiesen. Reisinger und sein Team kommen nach Auswertung mehrerer Studien zu dem Schluss, dass die Komplikations- und Todesraten in L\u00e4ndern niedrig blieben, in denen die Mund-Nasen-Bedeckung weit verbreitet ist. Dies gelte etwa f\u00fcr Japan, Hongkong oder S\u00fcdkorea, wo Masken w\u00e4hrend der Erk\u00e4ltungssaison bereits vor der Covid-19-Pandemie \u00fcblich waren. Dagegen h\u00e4tten in anderen L\u00e4ndern widerspr\u00fcchliche Botschaften die Menschen verwirrt und die Einhaltung der Maskenpflicht vermindert. &#8222;Neben klarer Kommunikation hat die Vorbildwirkung der Verantwortungstr\u00e4ger eine entscheidende Bedeutung&#8220;, sagte Reisinger. Im f\u00fcr seinen erfolgreichen Kampf gegen die Corona-Pandemie bekannten Neuseeland ist erstmals seit November wieder ein lokal \u00fcbertragener Infektionsfall best\u00e4tigt worden. Es handele sich um eine 56-j\u00e4hrige Frau, die sich nach ihrer R\u00fcckkehr aus Europa zwei Wochen lang in einem Quarant\u00e4nehotel in Auckland aufgehalten habe, teilten die Gesundheitsbeh\u00f6rden in dem Inselstaat im S\u00fcdpazifik mit. Dort sei sie zwei Mal negativ auf das Virus getestet worden. Erst nachdem sie in ihre Heimatregion Northland auf der Nordinsel zur\u00fcckgekehrt sei, habe sie Symptome gezeigt und sei positiv getestet worden, hie\u00df es. Bei dem Virus handele es sich um die neue, ansteckendere Virusmutation aus S\u00fcdafrika, best\u00e4tigte der Minister f\u00fcr Covid-19-Bek\u00e4mpfung, Chris Hipkins. Die Frau habe sich allem Anschein nach bei einer anderen Person im Quarant\u00e4nehotel angesteckt. Macht Corona ganze Kinderjahrg\u00e4nge zu Nichtschwimmern? Schwimmlehrer im Norden sind in Sorge, dass die wegen geschlossener B\u00e4der vers\u00e4umte Schwimmausbildung auch nach Ende der Corona-Einschr\u00e4nkungen kaum aufgeholt werden kann. Es gehe allein in Schleswig-Holstein um rund 20.000 Kinder, teilte der Schwimmverband des Landes mit Sitz in Heikendorf mit. &#8222;Die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis sind katastrophal. Nahezu ein kompletter Jahrgang wird f\u00fcr sehr lange Zeit schwimmunf\u00e4hig bleiben m\u00fcssen&#8220;, schrieb Verbandspr\u00e4sident Steffen Weber an das Bildungs- und das Innenministerium in Kiel. Der Pr\u00e4sident des Deutschen Schwimmlehrerverbands, Alexander Gallitz, sprach von einem drohenden Chaos. Die Kinder des Jahres 2020 h\u00e4tten ihre Schwimmausbildung abbrechen m\u00fcssen. Der R\u00fcckstau k\u00f6nne kaum aufgeholt werden. Dadurch werde das bestehende Problem noch versch\u00e4rft. Denn: &#8222;Die Schwimmf\u00e4higkeit in Deutschland ist katastrophal&#8220;, sagte Gallitz. In den 90er-Jahren h\u00e4tten noch etwa 90 Prozent der Kinder das Bronzeabzeichen erworben, f\u00fcr das ein Kind 15 Minuten schwimmen k\u00f6nnen muss. Heute k\u00f6nnten noch 30 bis 40 Prozent der Kinder sicher schwimmen. Auch bei Erwachsenen k\u00f6nne es schwierig werden, wenn sie ein Jahr keine \u00dcbung haben. &#8222;Ich bef\u00fcrchte mehr Badeunf\u00e4lle.&#8220; Der mexikanische Staatspr\u00e4sident Andr\u00e9s Manuel L\u00f3pez Obrador ist an Covid-19 erkrankt. Er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, habe leichte Symptome und werde medizinisch behandelt, teilte der 67-j\u00e4hrige Staats- und Regierungschef am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter mit. &#8222;Ich bin, wie immer, Optimist&#8220;, schrieb er. Mexiko ist nach offiziellen Zahlen das Land mit den viertmeisten Todesf\u00e4llen infolge der Corona-Pandemie \u2013 knapp 150.000 Todesopfer wurden bislang registriert. Allerdings wird in dem nordamerikanischen Land mit fast 130 Millionen Einwohnern \u2013 Platz zehn der bev\u00f6lkerungsreichsten L\u00e4nder \u2013 \u00e4u\u00dferst wenig auf das Virus getestet. Au\u00dferdem ist die sogenannte \u00dcbersterblichkeit dort sehr hoch. Mit dem Corona-Impfstoff von Biontech\/Pfizer hat Australien erstmals ein Vakzin gegen den Erreger SARS-CoV-2 zugelassen. Mit den Impfungen solle gegen Ende Februar begonnen werden, teilte das B\u00fcro von Premierminister Scott Morrison am Montag mit. Morrison sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. Wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete, sollen die Impfungen in 30 bis 50 Krankenh\u00e4usern beginnen, wo zun\u00e4chst \u00e4ltere und behinderte Patienten sowie Gesundheitsarbeiter geimpft werden sollen. Australien ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden laut Johns-Hopkins-Universit\u00e4t bisher erst 28.777 Ansteckungen und 909 Todesf\u00e4lle registriert. Vor Weihnachten hatte es w\u00e4hrend rund sieben Wochen \u00fcberhaupt keine nachgewiesenen Neuinfektionen gegeben. In Hongkong ist die Absperrung eines Wohnviertels wegen dortiger Coronavirus-Ausbr\u00fcche nach weniger als zwei Tagen wieder aufgehoben worden. Nachdem rund 7.000 Menschen in dem Viertel auf das Virus getestet worden waren, wurde der Lockdown am Montagmorgen beendet, wie die Beh\u00f6rden mitteilten. Bei den Tests waren 13 weitere Ansteckungsf\u00e4lle entdeckt worden. Das entsprach einem Anteil von 0,17 Prozent der Getesteten. Die Polizei der chinesischen Sonderverwaltungszone hatte am Samstagabend die 150 Wohnblocks im Stadtteil Jordan abgeriegelt, in denen in den vergangenen Wochen mehrere Coronavirus-Herde festgestellt worden waren. In dem Stadtteil auf der Halbinsel Kowloon wohnen viele einkommensschwache Menschen. Beh\u00f6rdenmitarbeiter gingen nach der Abriegelung von T\u00fcr zu T\u00fcr und nahmen obligatorische Corona-Tests vor. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach spricht von einem &#8222;ganz anderen Bedrohungspotenzial&#8220; durch die neuen Virus-Varianten. &#8222;Wir werden einen sehr harten und sehr gut funktionierenden Lockdown brauchen, weil die neuen Varianten von einem ganz anderen Kaliber sind&#8220;, sagt er &#8222;Bild Live&#8220; laut redaktioneller Fassung. Die hochansteckende Mutation des Corona-Virus ist in Flensburg nachgewiesen worden. Um wie viele F\u00e4lle es sich genau handelt, konnte ein Stadtsprecher am Sonntag nicht sagen. Anfang dieser Woche war von rund 30 Verdachtsf\u00e4llen mit der Variante aus Gro\u00dfbritannien berichtet worden. Die Stadt werde entsprechend reagieren, eine neue Allgemeinverf\u00fcgung werde erarbeitet. Zuvor hatte das &#8222;Flensburger Tageblatt&#8220; (online) dar\u00fcber berichtet. Israel will den internationalen Flugverkehr wegen hoher Corona-Infektionszahlen drastisch einschr\u00e4nken. Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag, man wolle den Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv &#8222;hermetisch abriegeln&#8220;. Nach israelischen Medienberichten soll die Ma\u00dfnahme am Montagabend um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten und mindestens bis Ende des Monats gelten. Netanjahu sagte, es sollte nur wenige Ausnahmen von der Sperre geben. Ziel sei es, das Einschleppen weiterer Corona-Mutationen nach Israel zu verhindern. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen gehen nach amtlichen Angaben auf eine Mutation zur\u00fcck, die aus Gro\u00dfbritannien kommt. Die israelische Regierung war wegen laxer Kontrollen am Flughafen scharf kritisiert worden. Die Gesundheits\u00e4mter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut bis Sonntag mehr als 900 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zugleich stieg die Zahl der Todesf\u00e4lle um 52 auf 5722, wie aus der Online-\u00dcbersicht des Instituts hervorgeht. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie im Fr\u00fchjahr 2020 mehr als 174.000 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen. Die Wocheninzidenz ver\u00e4nderte sich zum Sonntag kaum und wurde mit 167 angegeben &#8211; weiterhin deutlich \u00fcber dem Bundesschnitt von 111 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Die geringste Infektionsrate im Freistaat weist den Zahlen nach die Stadt Chemnitz mit 81 auf, die h\u00f6chste der Landkreis Bautzen mit 242. Derweil zieht die bei einem Routine-Screening in Leipzig entdeckte s\u00fcdafrikanische Variante des Coronavirus weitere Kreise. Die Stadt selbst hatte zum Wochenende acht weitere Infektionen mit der besonders ansteckenden Mutation gemeldet. Die Spur zieht sich auch ins benachbarte Halle in Sachsen-Anhalt. Laut Halles Oberb\u00fcrgermeister Bernd Wiegand (parteilos) haben sich zwei Verdachtsf\u00e4lle best\u00e4tigt. In beiden F\u00e4llen habe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virusmutation zuvor nachgewiesen worden war. Als eines der ersten L\u00e4nder weltweit hat Israel mit der Impfung von Teenagern gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden am Samstag geimpft, wie israelische Medien am Sonntag berichteten. Erforderlich ist eine Genehmigung der Eltern. Damit soll Sch\u00fclern, die vor dem Abitur stehen, wieder die Teilnahme an Pr\u00e4senzunterricht in den Schulen erm\u00f6glicht werden. Am Freitag und Samstag \u2013 dem Wochenende in Israel \u2013 wurden insgesamt 195.000 Menschen geimpft, teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Sonntag auf Twitter mit. Von den etwa neun Millionen Einwohnern erhielten inzwischen 2,5 Millionen die erste Dosis und fast eine Million bereits die zweite Dosis. Ungeachtet eines mehrw\u00f6chigen Lockdowns seien die Infektionszahlen bislang aber nicht stark genug gesunken, so der Minister. Israels Regierung ber\u00e4t deshalb am Sonntag \u00fcber eine zweiw\u00f6chige Schlie\u00dfung des internationalen Flughafens Ben Gurion f\u00fcr die meisten Fl\u00fcge. Ziel ist, die Einschleppung weiterer Virus-Varianten zu verhindern. Bis zu 40 Prozent der Neuerkrankungen gehen nach amtlichen Angaben auf eine Mutation zur\u00fcck, die aus Gro\u00dfbritannien kommt. In j\u00fcngster Zeit gab es auch mehrere F\u00e4lle schwerer Erkrankungen von Schwangeren und Kindern. Mehrere Dutzend Kneipen und Restaurants haben sich in Tschechien den harten Lockdown-Regeln widersetzt. Sie \u00f6ffneten am Samstag ihre T\u00fcren f\u00fcr G\u00e4ste, obwohl Speisen eigentlich nur zum Mitnehmen angeboten werden d\u00fcrfen. Die Polizei f\u00fchrte landesweit verst\u00e4rkt Kontrollen durch und leitete mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. An der Protestaktion beteiligten sich unter anderem die Wirte zweier beliebter Ausflugslokale in Prag und Olomouc (Olm\u00fctz). Sie folgten einem Aufruf der B\u00fcrgerinitiative &#8222;Chcipl pes&#8220; (Der Hund ist verreckt) &#8211; der Name ist eine Anspielung auf das Corona-Warnstufensystem Pes (Hund) der Regierung. Derzeit gilt die h\u00f6chste der f\u00fcnf Risikostufen. &#8222;Das Virus ist schlauer als die Regierung und macht sowieso, was es will&#8220;, kritisierten die Organisatoren. &#8222;Wir m\u00fcssen zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren.&#8220; Im Internet hatten Hunderte Gastst\u00e4tten ihre Teilnahme angek\u00fcndigt, die meisten machten indes einen R\u00fcckzieher, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK bei Stichproben vor Ort feststellte. Es drohen empfindliche Bu\u00dfgelder. Die Restaurants sind in Tschechien mit einer kurzen Unterbrechung in der Adventszeit seit Mitte Oktober geschlossen. Lockerungen sind derzeit nicht in Sicht. Der Corona-Notstand wurde zuletzt bis Mitte Februar verl\u00e4ngert. Am Samstag meldeten die Beh\u00f6rden 8423 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn gab es 933 361 best\u00e4tigte F\u00e4lle und 15.270 Todesf\u00e4lle. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner. Die Bundespolizei versch\u00e4rft ab Sonntag die Kontrollen am Frankfurter Flughafen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Vor allem Fl\u00fcge aus 32 sogenannten Hochrisikogebieten w\u00fcrden &#8222;konsequent kontrolliert&#8220;, teilte die Bundespolizei am Samstagabend mit. Direkt am Flugzeug und noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle werde gepr\u00fcft, ob die Passagiere einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen k\u00f6nnten und die Einreiseanmeldungen ausgef\u00fcllt h\u00e4tten. Mit den zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen sollen demnach Reisende identifiziert werden, die umgehend in Quarant\u00e4ne geschickt werden m\u00fcssen. Laut einem Bericht des &#8222;Spiegel&#8220; mobilisiert die Bundespolizei auch am Flughafen M\u00fcnchen deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere \u00fcberpr\u00fcfen zu k\u00f6nnen. Die Bundesregierung hat zum Schutz vor der Einschleppung von neuen Corona-F\u00e4llen nach Deutschland deutlich mehr L\u00e4nder als bisher als Hochrisikogebiete eingestuft. Neu ist vor allem die Listung von L\u00e4ndern, in denen die sogenannte 7-Tages-Inzidenz \u00fcber 200 liegt. Die Bundesregierung hat f\u00fcr Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antik\u00f6rper-Basis gekauft. &#8222;Ab n\u00e4chster Woche werden die monoklonalen Antik\u00f6rper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt. Zun\u00e4chst in Uni-Kliniken&#8220;, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der &#8222;Bild am Sonntag&#8220;. &#8222;Der Bund hat 200.000 Dosen f\u00fcr 400 Millionen Euro eingekauft.&#8220; Mit dieser Form der Antik\u00f6rper wurde laut dem Medienbericht der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt. &#8222;Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antik\u00f6rper kann Risikopatienten in der Fr\u00fchphase helfen, dass ein schwerer Verlauft verhindert wird&#8220;, sagte Spahn. F\u00fcr mehr als 20 L\u00e4nder mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen gelten in Deutschland seit Mitternacht am Sonntag strengere Einreiseregeln. Zu diesen Hochrisikogebieten z\u00e4hlen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsl\u00e4nder Portugal, Spanien und \u00c4gypten sowie die USA. Wer von dort einreisen will, muss an der Grenze einen negativen Corona-Test (PCR-Test) vorweisen k\u00f6nnen. Die Tests werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums an den Flug- und Seeh\u00e4fen systematisch kontrolliert. An den Landgrenzen zu anderen EU-Staaten, an denen es keine Grenzkontrollen gibt, sollen Einreisende stichprobenartig und verdachtsunabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden. Das nennt man Schleierfahndung. Nach etwas sinkenden Corona-Zahlen treten in einigen Teilen Italiens Erleichterungen bei den Covid-Beschr\u00e4nkungen in Kraft. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern ist seit Sonntag keine Rote Zone mit strengen Ausgangsverboten mehr, sondern wurde eine Risiko-Stufe herabgesetzt &#8211; auf orange. Viele L\u00e4den d\u00fcrfen dort wieder \u00f6ffnen. Den Erlass dazu hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag in Rom unterschrieben. Sizilien im S\u00fcden und die Autonome Provinz Bozen im Norden bleiben rote Hochrisiko-Gebiete. Die s\u00fcdafrikanische Coronavirus-Variante 501Y. V2 k\u00f6nnte sich wom\u00f6glich st\u00e4rker ausbreiten als die in Deutschland bisher haupts\u00e4chlich verbreitete Sars-CoV-2-Variante. Zudem k\u00f6nnten Antik\u00f6rper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einb\u00fc\u00dfen. Von diesen Ergebnissen berichten Wissenschaftler in zwei Fachartikeln, die vor der Ver\u00f6ffentlichung noch nicht durch unabh\u00e4ngige Fachkollegen begutachtet wurden. Die Forscher schreiben weiter, dass die Mutationen auch dazu f\u00fchren k\u00f6nnten, dass sich Covid-19-Genesene mit der neuen Variante ein zweites Mal anstecken. Die britische Regierung plant laut einem Bericht der &#8222;Daily Mail&#8220; eine zehnt\u00e4gige Quarant\u00e4nepflicht f\u00fcr Reisende aus L\u00e4ndern, in denen ein hohes Risiko einer Corona-Ansteckung herrscht. Reisende etwa aus Brasilien oder S\u00fcdafrika sollen demnach nach ihrer Ankunft in Hotels eskortiert werden, um sich dort in Quarant\u00e4ne zu begeben. Beschlossen werden soll die Quarant\u00e4nepflicht dem Bericht nach am Montag. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ist in den Niederlanden am Samstag wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre in Kraft getreten. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verst\u00f6\u00dft, muss mit einer Geldbu\u00dfe in H\u00f6he von 95 Euro rechnen. Nur f\u00fcr Hundebesitzer wird eine Ausnahme gemacht. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zun\u00e4chst bis 9. Februar in Kraft. Es soll helfen, die Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Virus einzud\u00e4mmen. In Tschechien haben am Samstag landesweit hunderte Kneipen und Restaurants aus Protest gegen die Lockdown-Bestimmungen der Regierung ge\u00f6ffnet. Die Besitzer folgten einem Aufruf der Bewegung &#8222;Hund ist tot&#8220; (Chcipl pes), deren Name eine Verballhornung der amtlichen Anweisungen zum Schutz gegen das Coronavirus ist. &#8222;Wir sind seit langer Zeit entt\u00e4uscht von der Regierung&#8220;, sagte Jiri Janecek von der Maly-Janek-Brauerei in Jince s\u00fcdwestlich von Prag der Nachrichtenagentur AFP. Die Regierung habe &#8222;den falschen Weg&#8220; eingeschlagen. Seiner Ansicht nach sollten &#8222;die Minister dar\u00fcber nachdenken, ob sie ihre Posten aufgeben&#8220;. Janecek ist Mitbegr\u00fcnder der Bewegung &#8222;Hund ist tot&#8220;, die in den vergangenen Wochen an Zulauf gewannt. Das Restaurant der Brauerei war am Samstag zur H\u00e4lfte mit G\u00e4sten gef\u00fcllt, die dort Bier tranken und Schweinerippchen oder Schnitzel verspeisten. Das Personal hatte gut zu tun. Der Sprecher der Stadt Prag, Vit Hofman, sagte, bei Zuwiderhandlung gegen die Corona-Bestimmungen k\u00f6nnten Strafen von umgerechnet bis zu 766 Euro verh\u00e4ngt werden. In Tschechien sind seit Oktober Kneipen, Kinos, Theater, Zoos, Sporthallen und die meisten Gesch\u00e4fte geschlossen. Nur um die Weihnachtstage gab es leichte Lockerungen. Mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern lag Tschechien bereits zwei Mal europaweit an der Spitze bei der Anzahl der Covid-19-Erkrankungen im Verh\u00e4ltnis zur Einwohnerzahl. Bislang wurden mehr als 15.000 Corona-Todesf\u00e4lle verzeichnet. Die Regierungschefs von Niedersachsen, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Th\u00fcringen sprechen sich der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8220; zufolge gegen Lockerungen der Corona-Beschr\u00e4nkungen aus. &#8222;Da wir aber die wahren Ausma\u00dfe der hiesigen Mutationen nicht kennen, k\u00f6nnen wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren&#8220;, sagt Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) der Zeitung. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen, Malu Dreyer (SPD) aus Rheinland-Pfalz und Bodo Ramelow (Linkspartei) aus Th\u00fcringen. Israel hat mit der Corona-Impfung von Jugendlichen begonnen. Die gr\u00f6\u00dfte Gesundheitspflegeorganisation des Landes, Clalit, lie\u00df den ersten Teenagern am Samstagmorgen eine Spritze verabreichen, wie es auf der Website der Organisation hie\u00df. Das Gesundheitsministerium hatte am Donnerstag angek\u00fcndigt, bei Zustimmung der Eltern die Impfung von Obersch\u00fclern zwischen 16 und 18 Jahren zu genehmigen. Die drei weiteren Gesundheitsorganisationen wollten zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt mit der Impfung von Jugendlichen beginnen. Seit Beginn der Impfkampagne vor einem Monat erhielten mehr als 2,5 Millionen der insgesamt rund neun Millionen Einwohner die erste Impfdosis, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.900.000 Menschen erhielten bereits die zweite Spritze. Israel hatte am 20. Dezember mit den Corona-Impfungen begonnen und zun\u00e4chst Mitarbeiter des Gesundheitssystems, \u00e4ltere und kranke Menschen sowie Angeh\u00f6rige von Risikogruppen versorgt. Seitdem wurde die Altersgrenze f\u00fcr die zu Impfenden kontinuierlich gesenkt. Seit Samstag k\u00f6nnen Menschen ab 40 gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Berliner Humboldt-Klinikum ist wegen der Coronavirus-Mutation B.1.1.7. unter Quarant\u00e4ne gestellt worden, wie der &#8222;Tagesspiegel&#8220; berichtet. Bis Samstagmittag seien 14 F\u00e4lle bei Klinikpersonal und Patienten festgestellt worden. Dem Bericht zufolge gehen Experten davon aus, dass eine &#8222;mittlere zweistellige Zahl&#8220; von Menschen im Klinikum bereits mit der neuartigen Variante infiziert sein k\u00f6nnten. Patienten werden nun nicht mehr aufgenommen, das Klinikum ist vom Rettungsdienst abgemeldet. Der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung zufolge stehen die Mitarbeiter nun unter &#8222;Pendel-Quarant\u00e4ne&#8220;: Sie d\u00fcrfen nur zwischen Arbeit und Wohnung pendeln und m\u00fcssen sich ansonsten an Quarant\u00e4ne-Regeln halten. Nachdem der Pharmakonzern AstraZeneca der EU eine drastische K\u00fcrzung seiner Corona-Impfstoff-Lieferungen angek\u00fcndigt hat, erwartet die Bundesregierung im Februar drei Millionen Dosen des Pr\u00e4parats. &#8222;Wenn der Impfstoff von AstraZeneca Ende Januar zugelassen wird, rechnen wir f\u00fcr Deutschland bereits im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen&#8220;, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn der &#8222;Bild am Sonntag&#8220;. Das sei weniger als erwartet. Aufgrund von Produktionsproblemen liefert AstraZeneca den EU-L\u00e4ndern im ersten Quartal mit 31 Millionen Impfdosen rund 60 Prozent weniger als geplant, wie Reuters am Freitag aus EU-Kreisen berichtet hatte. Aus Furcht vor einer sprunghaften Verbreitung des Coronavirus ist ein besonders dicht besiedelter Stadtteil der Millionenmetropole Hongkong im Morgengrauen abgeriegelt worden. Tausende Einsatzkr\u00e4fte von Polizei, Feuerwehr und Einwanderungsbeh\u00f6rden sind seit Samstagfr\u00fch (Ortszeit) damit besch\u00e4ftigt, die rund 10.000 Bewohner des Jordan-Viertels nach und nach alle auf den Erreger zu testen. Das betroffene Gebiet mit 150 Wohnbl\u00f6cken werde zu diesem Zweck f\u00fcr zwei Tage bis voraussichtlich Montagmorgen hermetisch abgeschottet, teilte die Regierung mit. Bis dahin, so die Hoffnung der Beh\u00f6rden, sollen alle Testergebnisse vorliegen. Es handelt sich um den ersten derartigen Lockdown in Hongkong seit Beginn der Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr. Bewohner des betroffenen Viertels, das zu den \u00e4rmsten in Hongkong geh\u00f6rt, d\u00fcrfen die Sperrzone seit Samstagmorgen 4:45 Uhr (Ortszeit; 21:45 Uhr MEZ) nicht mehr verlassen und m\u00fcssen nach dem Test in h\u00e4uslicher Quarant\u00e4ne bleiben, bis ein gesichertes Ergebnis vorliegt. Lokale Medien zeigten Bilder von Einsatzkr\u00e4ften in wei\u00dfen Schutzanz\u00fcgen, die das Viertel in Gruppen durchk\u00e4mmten und auf der Suche nach Infizierten von T\u00fcr zu T\u00fcr ziehen sollten. Grund f\u00fcr die Abschottung ist die j\u00fcngste H\u00e4ufung von Corona-Infektionen in dem Stadtteil. Von den 55 am Freitag in ganz Hongkong gemeldeten Neuansteckungen machten sie fast die H\u00e4lfte aus. Derzeit sind mehrere Krankenh\u00e4user in Niedersachsen von Corona-Ausbr\u00fcchen betroffen. So wurden im Helios Klinikum Nienburg inzwischen \u00fcber 40 Besch\u00e4ftigte und Patienten positiv auf das Coronavirus getestet. Die Klinik sieht darin einen Spiegel der Entwicklung im Landkreis Nienburg und hat nach eigenen Angaben ihre Sicherheitsvorkehrungen noch einmal versch\u00e4rft. &#8222;50 bis 60 Prozent des Infektionsgeschehens spielen sich im Moment bei Helios und in den Pflegeheimen ab&#8220;, sagte Landkreissprecher Cord Steinbrecher. Ende der Woche waren 10 der 28 Pflegeeinrichtungen im Landkreis betroffen. In der Deister-S\u00fcntel-Klinik in Bad M\u00fcnder (Landkreis Hameln-Pyrmont) herrscht seit Donnerstag ein vor\u00fcbergehender Aufnahmestopp.21 der insgesamt rund 140 Mitarbeiter sowie 13 Patienten waren bis dahin positiv getestet worden. Die gestiegenen Infektionszahlen im Landkreis seien unter anderem auf den Ausbruch in der Klinik zur\u00fcckzuf\u00fchren, sagte eine Beh\u00f6rdensprecherin in Hameln. Allerdings gebe es auch Ausbr\u00fcche bei ambulanten Pflegediensten sowie in Gro\u00dffamilien. Anders als bei den Pflegeheimen hat das Gesundheitsministerium in Hannover keine gesonderte Statistik \u00fcber Corona-Ausbr\u00fcche in Krankenh\u00e4usern. Auch der Nieders\u00e4chsischen Krankenhausgesellschaft liegt keine solche \u00dcbersicht vor. Helios betreibt landesweit 13 Kliniken. &#8222;An sieben unserer nieders\u00e4chsischen Kliniken mussten wir Corona-Ausbr\u00fcche verzeichnen, die sich aber immer auf eine bis maximal drei Stationen beschr\u00e4nkt haben&#8220;, sagte eine Unternehmenssprecherin. Norwegen hat die Corona-Beschr\u00e4nkungen in der Hauptstadt Oslo und neun angrenzenden Gemeinden versch\u00e4rft. Grund sei der Ausbruch der in Gro\u00dfbritannien entdeckten, m\u00f6glicherweise besonders ansteckenden Covid-Variante, erkl\u00e4rte die Regierung. Einkaufszentren und andere nicht dringend notwendige L\u00e4den m\u00fcssten ab Samstagmittag bis mindestens 1. Februar schlie\u00dfen. Auch Restaurants d\u00fcrfen nicht \u00f6ffnen, organisierte Sportveranstaltungen fallen aus, private Haushalte sollen keine Besucher empfangen. US-Pr\u00e4sident Joe Biden rechnet damit, dass die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus bis weit \u00fcber 600.000 steigen wird. Das Virus verbreite sich weiter stark, die Zahl der Todesopfer werde von derzeit mehr als 400.000 weiter zunehmen, sagte Biden am Freitag. In den USA f\u00fchre die Pandemie dazu, dass &#8222;Familien Hunger haben&#8220; und ihr Dach \u00fcber dem Kopf verlieren, sagte Biden. Die Zahl der Arbeitslosen nehme zu. Der neue Pr\u00e4sident unterzeichnete am Freitag mehrere Anordnungen, mit denen die staatlichen Hilfen f\u00fcr bed\u00fcrftige Familien in der Corona-Krise ausgebaut werden. Die Zahl der Corona-Toten in den USA ist nach einer Reuters-Erhebung um mindestens 3.788 auf 413.775 gestiegen. Die Zahl der Ansteckungen wuchs um mehr als 190.000 auf 24,7 Millionen Menschen. Die bei Deutschen beliebte spanische Urlauberinsel Ibiza wird ab Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende weitgehend abgeriegelt. Die wie Mallorca, Menorca und Formentera zu den Balearen-Inseln im Mittelmeer geh\u00f6rende Insel darf dann nur noch aus triftigem Grund besucht werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen, wie die deutschsprachige &#8222;Mallorca Zeitung&#8220; am Freitag berichtete. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen sei auf Ibiza auf mehr als 1.800 gestiegen, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Auch auf den anderen Balearen-Inseln ist die Lage kritisch. Insgesamt liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen bei 309. In Deutschland wurde dieser Wert mit 115 angegeben. Die Balearen hatten die Pandemie lange Zeit relativ gut im Griff. Erste &#8222;Test-Urlauber&#8220; aus Deutschland wurden hier Ende Juni sogar schon vor der offiziellen Wieder\u00f6ffnung der Grenzen in Spanien begr\u00fc\u00dft. Seit Mitte Dezember wird die Lage aber immer schlimmer. Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Astrazeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass im Februar viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden k\u00f6nnen. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde &#8222;dann auch im Februar Lieferungen geben von Astrazeneca, und zwar in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir Astrazeneca nicht h\u00e4tten&#8220;, sagte der CDU-Politiker in den ARD-&#8222;Tagesthemen&#8220; (Freitag). Im Kampf gegen die Mutationen des Coronavirus verbietet Belgien nicht zwingend notwendige Reisen. Dies gelte von kommendem Mittwoch bis zum 1. M\u00e4rz, sagte Premierminister Alexander De Croo am Freitag nach Regierungsberatungen. In diesem Zeitraum sind Urlaubsreisen und Ausfl\u00fcge verboten. Warenverkehr und Grenzpendler sollen nicht eingeschr\u00e4nkt werden, zudem soll es weitere Ausnahmen geben. &#8222;Wir bauen keine Mauer um unser Land&#8220;, sagte De Croo. Nach monatelanger Zwangspause gibt es f\u00fcr Friseure zumindest wieder eine Perspektive. Wegen der Gefahr durch die neuen Corona-Varianten hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag darauf verst\u00e4ndigt, vermeidbare Reisen weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot dar\u00fcber hinaus. Damit soll vor allem verhindert werden, dass die Infektionszahlen nach den Karnevalsferien dramatisch steigen. &#8222;Wenn die Menschen reisen, reist das Virus mit ihnen&#8220;, sagte de Croo. Er warnte ausdr\u00fccklich vor den neuen Varianten des Coronavirus. F\u00fcr Reisende aus Gro\u00dfbritannien, S\u00fcdafrika und S\u00fcdamerika gelten ab Montag strengere Test- und Quarant\u00e4neregeln. Der Hersteller Astrazeneca wird zun\u00e4chst weniger Corona-Impfstoff an die EU liefern als geplant. Sollte der britisch-schwedische Konzern die Zulassung von der EU erhalten, werde die Menge zu Beginn niedriger sein, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag auf Anfrage. Grund seien geringere Ertr\u00e4ge an einem Produktionsstandort &#8222;innerhalb unserer europ\u00e4ischen Lieferkette&#8220;. Eine Verz\u00f6gerung der Lieferungen sei aber nicht geplant. Nach Angaben aus EU-Kreisen warnte das Unternehmen gegen\u00fcber EU-Staaten vor m\u00f6glichen Lieferproblemen bei seinem Impfstoff. Zuvor hatte die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung dar\u00fcber berichtet. Der Hersteller hat zusammen mit der britischen Universit\u00e4t Oxford einen Impfstoff entwickelt, der in Gro\u00dfbritannien bereits genutzt wird. F\u00fcr kommende Woche wird auch eine Zulassung in der Europ\u00e4ischen Union erwartet. Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen gilt in den Niederlanden ab Samstag erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre. Wer gegen das zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr geltende Ausgangsverbot verst\u00f6\u00dft, muss mit einer Geldbu\u00dfe in H\u00f6he von 95 Euro rechnen. Nach Regierungsangaben bleibt das Verbot zun\u00e4chst bis 9. Februar in Kraft. Es soll helfen, die Ausbreitung der ansteckenderen Variante des Virus einzud\u00e4mmen. Mitte Januar hatte die Regierung bereits den Lockdown bis 9. Februar verl\u00e4ngert. Schulen, Restaurants und alle nicht notwendigen Gesch\u00e4fte sind geschlossen. Zudem darf sich nicht mehr als ein Gast in einem Haushalt aufhalten. Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 L\u00e4nder als Hochrisikogebiete eingestuft, f\u00fcr die dann leicht versch\u00e4rfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, geh\u00f6ren dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsl\u00e4nder Portugal, Spanien und \u00c4gypten sowie die USA. Die Lieferschwierigkeiten der Impfstoff-Hersteller Biontech und Pfizer stellt die Impf-Kampagne in Deutschland vor Probleme: In Nordrhein-Westfalen wurde bereits am Mittwoch verk\u00fcndet, dass in den Krankenh\u00e4usern und Altenheimen bis zum 1. Februar keine Erstimpfungen mehr stattfinden werden und die Impfzentren erst eine Woche sp\u00e4ter als geplant, am 8. Februar, in Betrieb gehen werden. Wie der &#8222;Business Insider&#8220; berichtet, drohen \u00e4hnliche Probleme nun auch in anderen Bundesl\u00e4ndern: Es gibt zu wenig Impfstoff, um die bisherige Geschwindigkeit beizubehalten. Von 2,7 Millionen Impfdosen von den Herstellern Biontech\/Pfizer und Moderna, die seit Dezember geliefert wurden, wurden bereits 1,34 Millionen verbraucht. Da f\u00fcr Zweitimpfungen ein Gro\u00dfteil der vorhandenen Dosen zur\u00fcckgehalten werden muss, k\u00f6nnen laut &#8222;Business Insider&#8220; in den n\u00e4chsten zehn Tagen nur noch 452.000 Menschen neu geimpft werden. In der Rechnung sind die 759.000 neuen Dosen, die Ende Januar geliefert werden sollen, bereits enthalten. Daher muss das Tempo deutlich gedrosselt werden: bisher wurden etwa 80.000 Menschen am Tag geimpft, in n\u00e4chster Zeit ist wohl nur noch etwa die H\u00e4lfte m\u00f6glich. Langfristig wird h\u00f6chstwahrscheinlich wieder mehr Impfstoff zur Verf\u00fcgung stehen: Moderna hat zugesagt, bis Ende Februar die Liefermenge erh\u00f6hen zu k\u00f6nnen. Auch der Engpass bei Biontech und Pfizer soll nach Angaben der EU-Kommission bereits in der n\u00e4chsten Woche \u00fcberwunden sein. Au\u00dferdem soll am 29. Januar die europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde \u00fcber die Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca entscheiden. Bei einem der wohl schwersten Verst\u00f6\u00dfe gegen die Corona-Regeln in Gro\u00dfbritannien hat die Polizei in London eine Hochzeit mit etwa 400 G\u00e4sten aufgel\u00f6st. Viele Menschen seien aus der Schule, in der die Feier stattfand, beim Eintreffen der Beamten gefl\u00fcchtet, teilte die Polizei am Freitag mit. Dem Veranstalter droht eine Geldstrafe von 10.000 Pfund (ca.11.220 Euro). F\u00fcnf G\u00e4sten wurden am Donnerstagabend noch an Ort und Stelle je 200 Pfund Strafe aufgebrummt. Um neugierige Blicke abzuhalten, waren die Fenster des Geb\u00e4udes abgeklebt worden. In England sind derzeit wegen der Pandemie keine Treffen mit Menschen anderer Haushalte erlaubt. &#8222;Es handelt sich um einen v\u00f6llig inakzeptablen Gesetzesbruch&#8220;, sagte der \u00f6rtliche Polizeichef Marcus Barnett. Die Ma\u00dfnahmen seien in Kraft, um den Gesundheitsdienst NHS zu entlasten. Etwa 100.000 Menschen sind in Gro\u00dfbritannien bereits an oder mit Covid-19 gestorben. Der weltber\u00fchmte Karneval in Rio de Janeiro f\u00e4llt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ganz aus. Eine zun\u00e4chst ins Auge gefasste Verschiebung der Sambaschulen-Umz\u00fcge auf Juli sei nicht machbar, teilte der B\u00fcrgermeister der brasilianischen Metropole, Eduardo Paes, am Donnerstag (Ortszeit) mit. &#8222;Es macht gegenw\u00e4rtig keinen Sinn zu glauben, dass wir die Voraussetzungen haben werden, um den Karneval im Juli stattfinden zu lassen&#8220;, schrieb er auf Twitter. Er sei sich auch der wirtschaftlichen Bedeutung des Karnevals f\u00fcr die Stadt am Zuckerhut bewusst. Dieser zieht jedes Jahr Millionen Touristen an. Es sei derzeit aber unm\u00f6glich, die enormen Vorbereitungen zu stemmen, die f\u00fcr die Veranstaltung n\u00f6tig seien. &#8222;Sicher werden wir 2022 (alle ordnungsgem\u00e4\u00df geimpft) das Leben und unsere Kultur mit der ganzen Intensit\u00e4t feiern k\u00f6nnen, die wir verdienen&#8220;, erg\u00e4nzte Paes. Die 27 EU-Staaten wollen an einem gemeinsamen Corona-Impfpass arbeiten \u2013 die Diskussion \u00fcber m\u00f6gliche Vorteile f\u00fcr Geimpfte jedoch erst sp\u00e4ter f\u00fchren. &#8222;Wir denken, dass wir in der Lage sein sollten, uns auf gemeinsame Elemente zu verst\u00e4ndigen, die in das Zertifikat f\u00fcr medizinische Zwecke aufgenommen werden&#8220;, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach Videoberatungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt k\u00f6nne man schauen, ob und wie das Zertifikat noch anderweitig genutzt werden k\u00f6nne. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es jedoch unrealistisch, die Konsequenzen vollst\u00e4ndig abzusch\u00e4tzen. Vor dem EU-Videogipfel hatten besonders Urlaubsl\u00e4nder wie Malta, Griechenland und Spanien f\u00fcr einen einheitlichen Impfpass und damit verbundene Vorteile wie freies Reisen f\u00fcr Geimpfte geworben. Kanzlerin Angela Merkel lehnte diese Diskussion als verfr\u00fcht ab. Als erstes EU-Land kauft Ungarn den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V, obwohl dieser in der Europ\u00e4ischen Union bislang keine Zulassung hat. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, teilte der ungarische Au\u00dfenminister Peter Szijjarto am Freitag am Rande von Gespr\u00e4chen in Moskau mit. Der Impfstoff solle in drei Tranchen geliefert werden, erkl\u00e4rt er in einem Video auf seiner Facebook-Seite. Details \u00fcber das Volumen der Lieferungen w\u00fcrden sp\u00e4ter bekanntgegeben. Mit dem Einsatz von Sputnik V erh\u00f6hten sich die Chancen, dass die Beschr\u00e4nkungen im Kampf gegen das Coronavirus in Ungarn gelockert werden k\u00f6nnen, sagte Szijjarto. Erst vor wenigen Tagen hatte die ungarische Arzneiaufsicht dem russischen Mittel sowie dem Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca eine vorl\u00e4ufige Zulassung erteilt. Die europ\u00e4ische Arzneibeh\u00f6rde EMA hat bislang beide Vakzine nicht zugelassen, eine Entscheidung \u00fcber das von AstraZeneca und der Universit\u00e4t Oxford entwickelte Mittel wird f\u00fcr den 29. Januar erwartet. In Israel ist ein Rekord an Impfungen gegen das Coronavirus verzeichnet worden. Wie Gesundheitsminister Juli Edelstein am Freitag bei Twitter schrieb, wurden am Vortag 224.000 Dosen verabreicht. Insgesamt erhielten in dem Land mit seinen neun Millionen Einwohnern seit dem 19. Dezember rund 2,4 Millionen Menschen eine erste und etwa 850.000 Menschen auch schon die zweite Impfung. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen wie in Israel. Hier erhielten bislang 1,3 Millionen Menschen eine Erst- und 78.000 Menschen eine Zweitimpfung (Stand 21. Januar). Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron k\u00fcndigt verpflichtende PCR-Tests f\u00fcr alle Reisenden nach Frankreich ab Sonntag an. Grenz-Pendler und Fahrer sowie Begleitpersonal von Transporten seien von der Verpflichtung ausgenommen. Der PCR-Test m\u00fcsse in einer 72-Stunden-Frist vor der Einreise vorgenommen werden. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will Corona-bedingte Einschr\u00e4nkungen von Grundrechten f\u00fcr Geimpfte aufheben. &#8222;Es geht hier nicht um Privilegien, sondern um die R\u00fccknahme von Grundrechtsbeschr\u00e4nkungen&#8220;, sagt die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &#8222;Wenn sicher feststeht, dass von Geimpften keine Gefahr f\u00fcr andere ausgeht, f\u00e4llt ein wichtiges Begr\u00fcndungselement f\u00fcr den Grundrechtseingriff weg.&#8220; Der Mittelstand kritisiert die geplante Homeoffice-Verordnung der Bundesregierung. Damit k\u00f6nne die Pandemie nicht einged\u00e4mmt werden, hei\u00dft in einer Stellungnahme des Bundesverbands mittelst\u00e4ndische Wirtschaft (BVMW), \u00fcber die Funke Mediengruppe berichtet. &#8222;Zuerst sollte der Staat selbst demonstrieren, wie er seine Verwaltung im Homeoffice effizient organisiert und die n\u00f6tigen Digitalisierungsvoraussetzungen schaffen, bevor er der deutschen Wirtschaft ein B\u00fcrokratiemonstrum aufzwingt&#8220;, erkl\u00e4rt der BVMW. Die Bundesregierung bef\u00fcrchtet eine weitere Radikalisierung der &#8222;Querdenker&#8220;-Szene. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Gr\u00fcnen hervor, \u00fcber die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. &#8222;Seit Beginn der Corona-Krise versuchen rechtsextreme Akteure aktiv, den bei Demonstrationsteilnehmenden aus dem esoterischen oder verschw\u00f6rungsideologischen Milieu bestehenden Unmut \u00fcber die Ma\u00dfnahmen zum Infektionsschutz und \u00fcber Einschr\u00e4nkungen des \u00f6ffentlichen und wirtschaftlichen Lebens zu nutzen&#8220;, hei\u00dft es darin. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Esoteriker und Verschw\u00f6rungsideologen sich radikales Gedankengut aneignen. Ruhig, zur\u00fcckhaltend, ernst \u2013 so kennt man Lothar Wieler, Pr\u00e4sident des Robert Koch-Instituts, aus den Pressekonferenzen zur Lage in der Corona-Pandemie. In einer Videokonferenz vor kleinerem Publikum zeigte der 59-J\u00e4hrige sich lockerer: Dort erz\u00e4hlt er von einer Veranstaltung mit Pr\u00e4sidenten anderer Forschungseinrichtungen aus dem Ausland, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm. Merkel habe einen Vortrag gehalten und danach spontan eine Diskussion zugelassen \u201e\u00fcber alle m\u00f6glichen Fragen\u201c. Das verbl\u00fcffte Publikum sei danach auf Wieler zugekommen und habe Wieler gesagt: \u201eMein Gott, Leute, seid froh, dass ihr eine Wissenschaftlerin als Bundeskanzlerin habt.\u201c Wieler lacht und zieht dann sein eigenes Fazit: \u201eSie hat sicher verstanden, was ein exponentielles Wachstum ist, und das ist ganz wichtig zu verstehen.\u201c Und: \u201eAlso, ich bin froh, eine Wissenschaftlerin an dieser Stelle zu haben.\u201c Die Niederlande verh\u00e4ngen wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre. Das Parlament stimmte dem umstrittenen Vorhaben von Ministerpr\u00e4sident Mark Rutte am Donnerstagabend zu. Das Ausgangsverbot zwischen 21.00 und 04.30 Uhr tritt nach Regierungsangaben am Samstag in Kraft und soll bis mindestens 9. Februar gelten. Bei Verst\u00f6\u00dfen droht eine Geldstrafe in H\u00f6he von 95 Euro. Damit verh\u00e4ngt das Land erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Ausgangssperre. Mitte Januar hatte die Regierung bereits den Lockdown, der eigentlich am 19. Januar enden sollte, bis 9. Februar verl\u00e4ngert. Schulen, Restaurants und alle nicht notwendigen Gesch\u00e4fte sind geschlossen. Zudem ist es untersagt, mehr als einen Menschen in seiner Wohnung zu empfangen. In der Corona-Pandemie sind in Sachsen im Dezember so viele Menschen gestorben wie in keinem anderen Monat seit 40 Jahren. Im letzten Monat des Jahres 2020 starben im Freistaat nach vorl\u00e4ufigen Angaben fast 9.700 Menschen, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mitteilte. Das waren fast doppelt so viele Sterbef\u00e4lle wie im Dezember 2019. Seit 1980 sind die Angaben im Statistischen Landesamt demnach elektronisch verf\u00fcgbar. In diesem Zeitraum wurde noch nie eine h\u00f6here Zahl an Sterbef\u00e4llen in einem Monat verzeichnet. Die genauen Todesursachen wurden f\u00fcr Dezember noch nicht aufgeschl\u00fcsselt. Sachsen ist bundesweit mit am st\u00e4rksten von der Corona-Pandemie betroffen. Seit Mitte Dezember, bereits einige Tage fr\u00fcher als in ganz Deutschland, gilt im Freistaat ein harter Lockdown. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat verbindliche Corona-Tests f\u00fcr Pendler in deutschen Grenzregionen mit hohen Infektionszahlen gefordert. Man sehe in vielen Grenzregionen, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig wie in Tschechien &#8222;hochschaukeln&#8220; w\u00fcrde, sagte Spahn am Donnerstag im SWR. &#8222;Dar\u00fcber sind wir auch in Gespr\u00e4chen mit der tschechischen Regierung, dass entweder in Tschechien oder in Deutschland oder abgestimmt im Wechsel mehrfach die Woche Tests bei den Grenzpendlern stattfinden.&#8220; Die Tests m\u00fcssten nicht &#8222;per se an der Grenze&#8220; direkt sein. Vor dem Corona-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag haben sich mehrere Politiker gegen neue Grenzschlie\u00dfungen und Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie ausgesprochen. &#8222;Die EU-Staaten drohen im Kampf gegen Covid wieder in nationales Kleinklein zu verfallen&#8220;, sagte die europapolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen-Fraktion im Bundestag, Franziska Brantner, der Nachrichtenagentur AFP. Auch EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) warnten vor nationaler Abschottung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) m\u00fcsse sich beim Gipfeltreffen mit ihren EU-Kollegen f\u00fcr europ\u00e4ische L\u00f6sungen einsetzen, sagte Brantner. Wichtig seien etwa gemeinsame Regeln f\u00fcrs Reisen basierend auf Teststrategien. &#8222;Grenzkontrollen sind keine L\u00f6sung, sondern erschweren nur die Situation in den Grenzgebieten&#8220;, betonte die Gr\u00fcnen-Politikerin. Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas hat sich gegen Grenzkontrollen im Falle zu hoher Infektionszahlen ausgesprochen. &#8222;Ich glaube, dass wir alles daran setzen m\u00fcssen, um das zu verhindern, dass es wieder zu Grenzkontrollen kommt und zu 50 Kilometer langen Staus an den Grenzen&#8220;, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Beim Gipfel gehe es um &#8222;ganz praktische Fragen&#8220; wie etwa die, wie Zehntausende Pendler auf das Virus getestet werden k\u00f6nnen und wie verhindert werden k\u00f6nne, dass Infektionen \u00fcber die Grenze eingeschleppt w\u00fcrden. Er meine, dass es gut m\u00f6glich sein werde, daf\u00fcr vern\u00fcnftige L\u00f6sungen zu finden, ohne dass wieder Grenzkontrollen eingef\u00fchrt w\u00fcrden. Viele Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus erkranken, sterben nach Darstellung von Experten an einer unerkannten Blutvergiftung (Sepsis). &#8222;Ein gro\u00dfes Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankungen zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis \u00fcbergeht&#8220;, sagt der Chef der Sepsis-Stiftung, Konrad Reinhart, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es gebe eine weit verbreitete Unkenntnis \u00fcber Blutvergiftungen in der Bev\u00f6lkerung, aber zum Teil auch beim medizinischen oder pflegerischen Personal. Der dritte Lockdown in England bremst nach Angaben von Wissenschaftlern kaum die Ausbreitung des Virus. Zehn Tage nach Versch\u00e4rfung der Kontaktbeschr\u00e4nkungen gibt es demnach keinen Hinweis auf eine Abnahme der F\u00e4lle. &#8222;Die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenh\u00e4usern ist derzeit extrem hoch und wir k\u00f6nnen keine Verringerung erwarten, bis wir niedrigere Verbreitungswerte erreichen&#8220;, warnt Steven Riley, einer Beteiligten an der Studie des Imperial College zur Verbreitung des Corona-Virus. Australien meldet den vierten Tag in Folge keine neuen Corona-F\u00e4lle. Die Regierungschefin des bev\u00f6lkerungsreichsten Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklien, signalisiert im &#8222;Sydney Morning Herald&#8220; eine Lockerung der Einschr\u00e4nkungen. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der ist offen f\u00fcr einen EU-Impfpass f\u00fcr Personen, die gegen Corona geimpft sind. &#8222;Wenn er funktioniert, ist das eine Idee. Gut w\u00e4re, wenn er dann f\u00e4lschungssicher ist&#8220;, sagte der CSU-Chef S\u00f6der in der ARD-Talksendung &#8222;Maischberger. Die Woche&#8220;, die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde. An diesem Donnerstag beraten die 27 EU-Staaten bei einem Videogipfel, ob und wie sie ein gemeinsames Dokument zum Nachweis von Corona-Impfungen einf\u00fchren. Dass sie jetzt schon Privilegien wie einfacheres Reisen an einen solchen EU-Impfpass kn\u00fcpfen, ist aber unwahrscheinlich. Bislang ist unter anderem unklar, ob Geimpfte andere weiterhin anstecken k\u00f6nnen. Den EU-Staaten soll nach einem Medien-Bericht erlaubt werden, Briten die Einreise zu verweigern und alle Passagier-Verbindungen zu kappen. Das sehe ein deutscher Vorschlag f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union vor, berichtete die &#8222;Times&#8220; in der Nacht auf Donnerstag. Nach dem deutschen Vorschlag soll es m\u00f6glich sein, befristet Einreisen und Verbindungen zu Nicht-EU-Mitgliedern zu blockieren, wenn dort die hochansteckenden Mutationen des Coronavirus verbreitet seien. Am Donnerstagabend beraten die Staats- und Regierungschefs der EU das weitere Vorgehen in der Pandemie. Italien k\u00f6nnte wegen der Lieferprobleme gegen den Impfstoffhersteller und Biontech-Partner Pfizer vor Gericht ziehen. Pfizer habe weitere Reduzierungen angek\u00fcndigt und k\u00f6nne auch die bereits bekannte L\u00fccke von 29 Prozent nicht wie zun\u00e4chst geplant in der kommenden Woche ausgleichen, sagt der Covid-Beauftragte der Regierung in Rom, Domenico Arcuri. Deshalb sei dar\u00fcber debattiert worden, welche M\u00f6glichkeiten es in allen &#8222;zivil- und strafrechtlichen Gerichtsst\u00e4nden&#8220; gebe. Entsprechende Schritte w\u00fcrden in den kommenden Tagen eingeleitet. N\u00e4her \u00e4u\u00dfert sich Arcuri nicht. Pfizer hatte vergangene Woche \u00fcberraschend erkl\u00e4rt, dass es im belgischen Werk die Produktion f\u00fcr eine Kapazit\u00e4tsausweitung zun\u00e4chst drosseln m\u00fcsse. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gr\u00f6\u00dfte Vorsicht im Umgang mit der Corona-Pandemie selbst f\u00fcr den Fall angemahnt, dass wie angestrebt ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche erreicht werden sollte. Man solle &#8222;bitte nicht denken, dass, wenn wir bei 50 sind, das Leben des Sommers sofort wieder da ist. Dann sind wir sofort wieder im exponentiellen Wachstum&#8220;, warnte Merkel am Mittwoch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in einer Video-Schaltkonferenz der Unionsfraktion im Bundestag. Dort informierte sie die Abgeordneten \u00fcber die Ergebnisse der Bund-L\u00e4nder-Beratungen vom Vorabend. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwoch bei 123,5 \u2013 als Zielwert gelten 50. RKI-Pr\u00e4sident Lothar Wieler sieht Ausgangssperren als &#8222;sehr drastisches Instrument&#8220; im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. &#8222;Keine Frage, es f\u00fchrt dazu, dass sich weniger Menschen treffen&#8220;, sagt der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) in einem Online-Gespr\u00e4ch des Vereins der Ausl\u00e4ndischen Presse in Deutschland (VAP). Es sei damit zwar eine Ma\u00dfnahme, die das Infektionsgeschehen reduzieren k\u00f6nne. Doch stelle sich die Frage nach der Effektivit\u00e4t und ob sich die Menschen auch daran hielten. Es sei ein zus\u00e4tzliches Werkzeug, das in der Diskussion stehe: &#8222;Ob es gezogen wird, vermag ich nicht zu sagen.&#8220; Der amtierende niederl\u00e4ndische Regierungschef Mark Rutte hat f\u00fcr sein Land eine Ausgangssperre vorgeschlagen. Der amtierende niederl\u00e4ndische Regierungschef Mark Rutte schl\u00e4gt eine Ausgangssperre vor. Die endg\u00fcltige Entscheidung dazu k\u00f6nne aber nur mit Zustimmung des Parlaments fallen, sagt der Ministerpr\u00e4sident. Die erlaubte Zahl der Besucher werde auf eine Person pro Haushalt begrenzt. Die niederl\u00e4ndische Nachrichtenagentur ANP berichtet zudem, die Niederlande wollten ab Samstag Fl\u00fcge aus Nicht-Schengen-L\u00e4ndern, darunter Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika verbieten, um die Infektionen mit den ansteckenderen Corona-Varianten einzud\u00e4mmen. Die Debatte um die Homeoffice-Pflicht geht auch nach den Beschl\u00fcssen von Kanzlerin und Ministerpr\u00e4sidenten weiter. &#8222;Es kann nicht sein, dass wir die Menschen im privaten Bereich seit Monaten hart einschr\u00e4nken, aber es in der Arbeitswelt an vielen Stellen einfach weitergeht wie gehabt&#8220;, sagte SPD-Generalsekret\u00e4r Lars Klingbeil t-online. Deshalb w\u00fcrden mit von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgelegten Verordnung f\u00fcr Homeoffice jetzt auch die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen. &#8222;Ich hoffe, dass wir dann auch in den deutschen Chefetagen zu einem grunds\u00e4tzlichen Umdenken kommen: wer Homeoffice macht, arbeitet nicht weniger gut. Dieses Pr\u00e4senzgehabe ist total veraltet&#8220;, so Klingbeil weiter. Die Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der FDP, Bettina Stark-Watzinger, kritisierte allerdings, dass es an einer Datengrundlage fehle. &#8222;Viel Glauben, wenig Wissen \u2013 Minister Heil kann nicht darlegen, dass in vielen Bereichen Homeoffice untersagt wird&#8220;, sagte sie t-online. Die Arbeitswelt lasse sich nicht so einfach in Maschine und B\u00fcrostuhl einteilen: &#8222;Wir brauchen mehr Schnelltests statt mehr B\u00fcrokratie.&#8220; Stark-Watzinger kritisierte zudem die mangelnden Fortschritte bei der Modernisierung der Gesundheits\u00e4mter: &#8222;Der Sommer ist verstrichen, ohne dass man die digitale Ausstattung aufger\u00fcstet hat. Wertvolle Zeit wurde verschenkt.&#8220; Sie forderte zudem einen &#8222;klaren Stufenplan&#8220;, wie Deutschland aus dem Lockdown herauskommen kann. In Israel sind erstmals mehr als 200.000 Corona-Impfungen am Tag verabreicht worden. Gleichzeitig verl\u00e4ngert das Land am Mittelmeer seinen Lockdown angesichts eines Allzeithochs von Neuinfektionen um weitere zehn Tage. Die Beschr\u00e4nkungen sollen nun bis Ende des Monats gelten, wie die Regierung des Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu am Dienstagabend beschloss. Am Dienstag hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land erstmals 10.000 \u00fcberstiegen. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien insgesamt 201.000 Menschen geimpft worden. Von ihnen erhielten 129.000 bereits die zweite Impfdosis und 72.000 die erste. Insgesamt haben bereits mehr als 2,2 Millionen Menschen in Israel die erste und 550.000 Menschen die zweite Impfdosis bekommen. &#8222;In diesem Tempo besiegen wir die Mutation&#8220;, schrieb Edelstein bei Twitter. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschr\u00e4nkungen. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Von der Regel gibt es aber zahlreiche Ausnahmen. Die Schulen bleiben weiter geschlossen, es gibt lediglich Fernunterricht. Ab dem 23. Januar m\u00fcssen Reisende nach Israel vor dem Abflug einen h\u00f6chstens 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen, oder aber eine Impfung oder \u00fcberstandene Corona-Infektion nachweisen. Der Deutsche St\u00e4dtetag h\u00e4lt die Verl\u00e4ngerung des Lockdowns bis Mitte Februar und die zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen in der Corona-Krise f\u00fcr n\u00f6tig. St\u00e4dtetagspr\u00e4sident Burkhard Jung sagte der Deutschen Presse-Agentur: &#8222;Lockerungs- und \u00d6ffnungsdiskussionen w\u00fcrden den Menschen zum jetzigen Zeitpunkt falsche Hoffnung geben.&#8220; Wir brauchen jetzt noch einmal eine gro\u00dfe gemeinsame Kraftanstrengung im Kampf gegen die Pandemie, um die Welle der Infektionen zu brechen.&#8220; Der Corona-Winter sei h\u00e4rter geworden als viele im Herbst gedacht h\u00e4tten. &#8222;Und er wird jetzt auch l\u00e4nger dauern. Doch wir haben nur dann eine Chance, das Virus zu besiegen, wenn wir die zu hohen Infektionszahlen weiter nach unten dr\u00fccken und die Gefahr durch die Mutationen ernst genug nehmen.&#8220; Deshalb seien die zus\u00e4tzlichen Ma\u00dfnahmen nachvollziehbar und n\u00f6tig. Damit sich in den Bussen und Bahnen und am Arbeitsplatz weniger Menschen befinden, bem\u00fche man sich in den St\u00e4dten, den Nahverkehr so h\u00e4ufig wie m\u00f6glich fahren zu lassen, so Jung. &#8222;Wir appellieren aber auch an die Arbeitgeber, mehr Arbeit im Homeoffice m\u00f6glich zu machen oder flexible Arbeitszeiten anzubieten. Es ist ein guter Schritt, dass Unternehmen ihren Besch\u00e4ftigten Homeoffice jetzt erm\u00f6glichen m\u00fcssen, sofern die T\u00e4tigkeiten das zulassen. Da muss mehr geschehen als bisher, um st\u00e4rker Kontakte zu reduzieren.&#8220; Jung sagte, die St\u00e4dte als Arbeitgeber wollten mit gutem Beispiel vorangehen und den st\u00e4dtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Homeoffice erm\u00f6glichen. Schnellere finanzielle Hilfen f\u00fcr Unternehmen, aber auch weitere Vorgaben etwa f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Nahverkehr oder die B\u00fcroarbeit: Die j\u00fcngsten Corona-Ma\u00dfnahmen sind vor allem in der Industrie auf Kritik gesto\u00dfen. So nannte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Oliver Zander, unter anderem die beschlossenen Vorgaben f\u00fcr mehr Homeoffice als &#8222;inakzeptabel&#8220;. Noch im November habe Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verk\u00fcndet, von diesem Vorhaben abzusehen. &#8222;Dieses nun unter dem Etikett der Pandemiebek\u00e4mpung einzubringen, erweckt den Eindruck, als nutze der Minister die Pandemie f\u00fcr parteipolitische Zwecke&#8220;, teilte Zander mit. &#8222;Falls der Weg zur Arbeit als besonderes Risiko ausgemacht wird, muss die \u00f6ffentliche Hand das Angebot des \u00d6PNV erh\u00f6hen, statt mit einer FFP2-Maskenpflicht von den eigenen Vers\u00e4umnissen abzulenken.&#8220; Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen k\u00fcndigte an, den Beschluss &#8222;selbstverst\u00e4ndlich&#8220; zu unterst\u00fctzen. Gleichwohl bezeichnete auch VDV-Pr\u00e4sident Ingo Wortmann die versch\u00e4rfte Maskenpflicht als &#8222;nicht notwendig&#8220;. Auch der Pr\u00e4sident des Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel (IfW), Gabriel Felbermayr, warnte angesichts der erneut verl\u00e4ngerten Schlie\u00dfungen vor einer Insolvenzwelle. &#8222;Je l\u00e4nger der Shutdown dauert, umso st\u00e4rker leiden die Unternehmen, umso mehr werden ihre Reserven angeknabbert, umso gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach dem Ende der Krise eine gro\u00dfe Insolvenzwelle sehen&#8220;, sagte er bei &#8222;Bild Live&#8220;. &#8222;Das Mindeste, was jetzt passieren muss, dass man mit gro\u00dfz\u00fcgigen Abschlagszahlungen versucht, die Unternehmen, die unschuldig betroffen sind, \u00fcber Wasser zu halten.&#8220; Der Deutsche St\u00e4dte- und Gemeindebund begr\u00fc\u00dft die Verl\u00e4ngerung des Lockdowns. &#8222;Die beschlossenen Versch\u00e4rfungen zeigen Augenma\u00df&#8220;, sagt Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerd Landsberg der &#8222;Rheinischen Post&#8220;. &#8222;Es ist richtig, dass ein Mega-Lockdown vermieden wurde. So wird es keine fl\u00e4chendeckenden Ausgangssperren geben, sondern nach regionalen Entscheidungen nur dort, wo die Infektionszahlen noch zu hoch sind. Das halten wir f\u00fcr richtig.&#8220; Die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln und Gesch\u00e4ften k\u00f6nne einen wirksamen Beitrag zur Pandemiebek\u00e4mpfung leisten. Der \u00c4rzteverband Marburger Bund fordert weitergehende Corona-Schutzvorkehrungen f\u00fcr Alten- und Pflegeheime. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte der Deutschen Presse-Agentur: &#8222;Sofern es noch nicht regelhaft gilt, sollten Besucher ab sofort nur noch mit negativem Testergebnis und mit FFP-2-Maske Einlass bekommen.&#8220; Ideal w\u00e4re es, wenn in jedem Heim geschulte ehrenamtliche Helfer Abstriche machen, wie es teils durch Bundeswehrangeh\u00f6rige geschieht. Auf die Schnelle sei das aber nicht in jeder Einrichtung realisierbar. Daher sollte man f\u00fcr Besucher alternative Testm\u00f6glichkeiten schaffen. &#8222;So k\u00f6nnte man beispielsweise an jedem Impfzentrum separat auch Schnelltests durchf\u00fchren&#8220;, schlug Johna vor. &#8222;Gerade an Wochenenden, wenn viele Menschen ihre \u00e4lteren Angeh\u00f6rigen in den Heimen besuchen m\u00f6chten, brauchen sie unkomplizierten Zugang zur Schnelltestung auf das Coronavirus. Das Pflegepersonal in den Heimen kann das jedenfalls nicht auch noch leisten.&#8220; Mit Blick auf die Beschl\u00fcsse von Bund und L\u00e4ndern sagte die Verbandschefin: &#8222;Wir erkennen das Bem\u00fchen, die Situation zu verbessern. Aber die jetzt verabredeten Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen reichen nicht aus.&#8220; Das Deutsche Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet allein im Januar mit deutlichen Spuren des Lockdowns im Bruttoinlandsprodukt. &#8222;Wir haben berechnet, dass durch diesen zweiten Lockdown bis Ende Januar die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr 1,8 Prozent weniger betr\u00e4gt \u2013 also knapp 60 Milliarden Euro weniger Wirtschaftsleistung&#8220;, sagt DIW-Chef Marcel Fratzscher im Online-Portal der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung. Nach seinen Angaben hat das DIW noch nicht berechnet, um welche Summe die Verluste durch die Verl\u00e4ngerung des Lockdowns bis Mitte Februar steigen. Die FDP hat Kritik am Management der Coronahilfen innerhalb der Bundesregierung ge\u00e4u\u00dfert. FDP-Fraktionsvize Christian D\u00fcrr sagte der Deutschen Presse-Agentur: &#8222;Wer im Lockdown staatliche Hilfe braucht, wird wohl kaum in der Lage sein, vorher seine Kredite zur\u00fcckzuzahlen.&#8220; Hintergrund ist eine Antwort aus dem Wirtschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage. Zu dem Problem, dass Firmen, die auch einen KfW-Kredit bekommen haben, bei den November- und Dezemberhilfen nicht \u00fcber beihilferechtliche Obergrenzen kommen d\u00fcrfen, hei\u00dft es in der Antwort: Eine L\u00f6sung f\u00fcr betroffene Unternehmen w\u00e4re es, gegebenenfalls aufgenommene KfW-Kredite vor Beantragung der November- beziehungsweise Dezemberhilfe zur\u00fcckzuzahlen &#8211; damit ihr Beihilfewert wieder f\u00fcr nicht zur\u00fcckzahlbare Zusch\u00fcsse frei werde. Das Wirtschaftsministerium erkl\u00e4rte, in wie vielen F\u00e4llen ein solches Vorgehen tats\u00e4chlich in Betracht komme, k\u00f6nne nicht gesagt werden. Die durchschnittliche H\u00f6he des KfW-Schnellkredits liege aktuell bei rund 270.000 Euro, dies sei deutlich unterhalb der gem\u00e4\u00df Kleinbeihilferegelung maximal zul\u00e4ssigen F\u00f6rderh\u00f6he von 800.000 Euro bei den November- und Dezemberhilfen. Dazu k\u00e4men noch zul\u00e4ssige 200.000 Euro, die sich auf eine andere Verordnung beziehen. D\u00fcrr sagte: &#8222;Dass solche Vorschl\u00e4ge ausgerechnet aus dem Wirtschaftsministerium kommen, ist kaum zu glauben.&#8220; Das Management der Coronahilfen werde immer kurioser. Die Leidtragenden seien mittelst\u00e4ndische Betriebe. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) m\u00fcsse das Chaos sofort aufkl\u00e4ren und daf\u00fcr sorgen, dass die Unternehmen an das Geld kommen, das ihnen versprochen wurde. Israel hat trotz Erfolgen beim Impfprogramm gegen das Coronavirus seinen Lockdown bis Ende Januar verl\u00e4ngert. &#8222;Es braucht eine letzte, gemeinsame Anstrengung von uns allen&#8220;, sagte Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu laut seinem B\u00fcro am Dienstag. Obwohl Israel innerhalb kurzer Zeit bereits 2,2 seiner neun Millionen Einwohner geimpft hat, registrierten die Beh\u00f6rden zuletzt mit mehr als 10.000 F\u00e4llen neue H\u00f6chstwerte bei den t\u00e4glichen Neuinfektionen. Israel hatte im Dezember einen dritten Lockdown beschlossen und die Ma\u00dfnahmen am 8. Januar versch\u00e4rft. Nun sollen sie bis zum 31. Januar um Mitternacht gelten. Ab dem 23. Januar sollen Reisende ihre Fl\u00fcge nur unter Nachweis eines negativen Corona-Tests antreten d\u00fcrfen, der nicht \u00e4lter als 72 Stunden ist. F\u00fcr den Anstieg der Fallzahlen machte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums mutierte Varianten des Virus verantwortlich, die sich schneller verbreiten, sowie die teilweise Missachtung des Versammlungsverbots. Seit dem Beginn der Pandemie registrierten israelische Beh\u00f6rden \u00fcber 562.000 Corona-Infektionen und mehr als 4.000 Tote. Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat zum Ende der Amtszeit von Pr\u00e4sident Donald Trump die Schwelle von 400.000 \u00fcberstiegen. Die symbolische Marke wurde nach Angaben der renommierten Johns-Hopkins-Universit\u00e4t am Dienstag \u00fcberschritten. Demnach wurden seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus best\u00e4tigt, mehr als jedem anderen Land der Welt. Ein Kraftakt beim Impfen soll die Corona-Pandemie in der Europ\u00e4ischen Union binnen weniger Monate wirksam eind\u00e4mmen. &#8222;Unser Ziel ist, bis zum Sommer 70 Prozent unserer erwachsenen Bev\u00f6lkerung geimpft zu haben&#8220;, erkl\u00e4rte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in Br\u00fcssel. &#8222;Das k\u00f6nnte die Wende in unserem Kampf gegen das Virus sein.&#8220; Zugleich warnte die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde dringend vor mindestens drei neuen, besonders ansteckenden Virusmutationen. &#8222;Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, k\u00f6nnen wir das Risiko einer m\u00f6glicherweise noch h\u00e4rteren dritten Infektionswelle wom\u00f6glich nicht mehr eind\u00e4mmen&#8220;, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Bereits bis M\u00e4rz soll ein erstes Impfziel erreicht sein: 80 Prozent der Menschen \u00fcber 80 Jahre und des Medizin- und Pflegepersonals. Die Frist f\u00fcr das zweite Ziel \u2013 70 Prozent der Erwachsenen \u2013 ist recht weich: Sommer sei die Zeit von Juni bis Ende August, sagte Schinas auf Nachfragen. In einem Gef\u00e4ngnis in Itzehoe hat es einen gr\u00f6\u00dferen Corona-Ausbruch gegeben. Dort sind 16 Gefangene und 7 Justizmitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie das Justizministerium am Dienstag mitteilte. Alle Gefangenen seien in Einzelzellen isoliert worden. Bei notwendigen Bewegungen w\u00fcrden sogenannte FFP2-Masken getragen. Die betroffenen Mitarbeiter bef\u00e4nden sich in h\u00e4uslicher Quarant\u00e4ne. Der Betrieb der Justizvollzugsanstalt soll vorerst im Zweischichtbetrieb weitergehen. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, dass es sich aufgrund des hohen Infektionsgeschehens um ein mutiertes Virus handeln k\u00f6nnte. Ende vergangener Woche war ein weiterer Gefangener in ein Gef\u00e4ngnis nach Kiel gebracht worden. Dort wurde er positiv getestet und umgehend in die Krankenstation in Neum\u00fcnster verlegt. Schnelltests bei weiteren Gefangenen seiner Abteilung fielen negativ aus.31 Gefangene wurden aber vorsorglich auf Quarant\u00e4nestationen in den Gef\u00e4ngnissen in L\u00fcbeck und Neum\u00fcnster sowie Schleswig verlegt. Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das von der Landesregierung f\u00fcr ganz Bayern verh\u00e4ngte Alkoholverbot im \u00f6ffentlichen Raum gekippt. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entschied das Gericht am Dienstag in M\u00fcnchen und gab damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht. Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die Verordnungserm\u00e4chtigung des Bundesgesetzgebers \u00fcberschritten. Nachdem sich eine Belgierin in der Schweiz mit der britischen Coronavirus-Mutante angesteckt hat, m\u00fcssen in ihrem Heimatort nun 5.000 Menschen in Quarant\u00e4ne. Das berichten mehrere belgische Medien. Die Frau hatte nach ihrer R\u00fcckkehr aus dem Urlaub das Virus an ihre Tochter weitergegeben. Diese steckte Mitsch\u00fcler an, die wiederum weitere Personen ansteckten, darunter eine Lehrerin einer anderen Schule. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden die betroffenen Schulen in den fl\u00e4mischen Gemeinden Edegem und Kontich nun geschlossen, alle Sch\u00fcler und Lehrer ebenfalls in Quarant\u00e4ne geschickt. Insgesamt rund 5.000 Personen. Gute Nachricht aus den Laboren: Der Anteil der positiven Ergebnisse an den in Deutschland durchgef\u00fchrten PCR-Tests ist deutlich zur\u00fcckgegangen. Wie der Verband der Akkreditieren Labore (ALM e.V.) am Dienstag mitteilte, fielen in der ersten Januarwoche (4. bis 10. Januar) von insgesamt 1.062.585 durchgef\u00fchrten Tests 145.358 positiv aus. Die Positivrate sinkt damit auf 10,78 Prozent. In der Vorwoche lag sie noch bei 13,7 Prozent bei etwa gleich hohem Testaufkommen. Damit best\u00e4tigen die Testzahlen einen positiven Trend im Infektionsgeschehen: Die Zahl der Neuinfektionen ging zuletzt leicht zur\u00fcck. Der Lockdown und andere Ma\u00dfnahmen zur Pandemiebek\u00e4mpfung zeigen offenbar Wirkung, wenn auch nicht so stark wie erhofft. Das sorgt auch f\u00fcr ein geringeres Testaufkommen und eine Entlastung der Labore. M\u00f6glicherweise f\u00fchrt auch der verst\u00e4rkte Einsatz von Antigen-Schnelltests dazu, dass weniger PCR-Tests durchgef\u00fchrt werden, da diese h\u00e4ufiger nur noch zur Best\u00e4tigung eines positiven Schnelltests hinzugezogen werden. Allerdings liegen dazu keine verl\u00e4sslichen Zahlen vor. &#8222;Auch die Point-of-Care-(PoC)-Antigentests, die sogenannten Schnelltests, sollten dringend in die Teststatistik einflie\u00dfen, damit daraus R\u00fcckschl\u00fcsse auf das gesamte Testgeschehen gezogen werden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt der ALM-Vorsitzende Michael M\u00fcller. Der Verband erfasst etwa 90 Prozent des PCR-Testgeschehens in Deutschland. Das Robert Koch-Institut ver\u00f6ffentlicht seine Teststatistik am Mittwoch. Die Bundesregierung wird in den n\u00e4chsten Wochen bei den Corona-Hilfen einen zweistelligen Milliardenbetrag nachlegen. Das twittert das Bundeswirtschaftsministerium. Die Bundesregierung reagiert mit den Nachbesserungen auch auf zunehmende Kritik von Wirtschaftsverb\u00e4nden, die dem Bund eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel B\u00fcrokratie vorgeworfen hatten. Das F\u00f6rdersystem soll nun einfacher und die Hilfen erweitert werden. Wie viele Milliarden zus\u00e4tzlich dies kostet, war zun\u00e4chst unklar. Sowohl Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) als auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatten eine Vereinfachung der Bedingungen sowie eine Ausweitung der Hilfen angek\u00fcndigt. Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterst\u00fctzt eine Verl\u00e4ngerung des Corona-Lockdowns \u00fcber den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 40 Prozent sogar f\u00fcr eine Versch\u00e4rfung der bestehenden Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind f\u00fcr eine Beibehaltung der bisherigen Beschr\u00e4nkungen. Nur 13 Prozent pl\u00e4dierten f\u00fcr ein Ende des Lockdowns,17 Prozent f\u00fcr eine Lockerung.8 Prozent machten keine Angaben. Die Zahl der Lockdown-Gegner hat damit im Vergleich zu Anfang Januar nur leicht zugenommen. Damals waren 11 Prozent f\u00fcr eine Abschaffung aller Ma\u00dfnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent f\u00fcr eine Entsch\u00e4rfung. Die FDP will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge vor Bund-L\u00e4nder-Beratungen zu landesweiten Corona-Ma\u00dfnahmen gesetzlich zum Einholen einer Zustimmung des Bundestags verpflichten. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Entwurf der FDP-Bundestagsfraktion. Mit dem Gesetzentwurf will die FDP dem Bericht zufolge eine St\u00e4rkung des Parlaments in &#8222;epidemischen Lagen von nationaler Tragweite&#8220; erreichen. Dazu plane die Partei, eine Passage im Infektionsschutzgesetz zu erg\u00e4nzen. F\u00fcr die Corona-Impfungen in Deutschland liegen nun genauere Angaben zu vor\u00fcbergehend geringeren Impfstoff-Lieferungen der Hersteller Biontech und Pfizer vor. F\u00fcr diese Woche ist noch eine gr\u00f6\u00dfere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der am Montag der Gesundheitsministerkonferenz der L\u00e4nder vorgestellt wurde. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die h\u00f6here Produktionskapazit\u00e4ten schaffen sollen. Bund und L\u00e4nder hatten eine kurzfristige Information dar\u00fcber kritisiert. In dieser Woche sollen die L\u00e4nder demnach 842.400 Dosen bekommen &#8211; bezogen auf die nun zugelassene Entnahme von sechs statt f\u00fcnf Dosen aus einer Ampulle. In der Woche vom 25. Januar soll dann aber weniger Impfstoff kommen als bisher vorgesehen, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden \u00dcbersicht hervorgeht: n\u00e4mlich 485.550 Dosen bezogen auf sechs entnehmbare je Ampulle. Auch in den n\u00e4chsten Wochen soll es noch zu einer geringeren Menge deutlich unter der 800.000 Dosen Marke kommen. Ab dem 22. Februar soll die Produktion dann aber wieder voll anlaufen und bis auf 900.000 Dosen ansteigen. Saarlands Ministerpr\u00e4sident Tobias Hans ist offen f\u00fcr sch\u00e4rfere Kontaktbeschr\u00e4nkungen. &#8222;L\u00e4nder wie Irland sind ein warnendes Beispiel, wie schnell man Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie wieder zunichtemachen kann&#8220;, sagt der CDU-Politiker der &#8222;Rheinischen Post&#8220;. &#8222;Eine bundesweite und bundeseinheitliche Versch\u00e4rfung unserer bisherigen Ma\u00dfnahmen sollten wir daher nicht ausschlie\u00dfen.&#8220; Im \u00f6ffentlichen Bereich k\u00f6nne man noch mehr tun. Dazu geh\u00f6re das Tragen von FFP2-Masken, mehr Homeoffice und Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Im Schweizer Nobelskiort St. Moritz haben die Beh\u00f6rden zwei Luxushotels unter Quarant\u00e4ne gestellt, nachdem eine hochansteckende Coronavirus-Variante festgestellt wurde. Rund 95 G\u00e4ste und 300 Angestellte d\u00fcrfen die Hotels Badrutt&#8217;s Palace Hotel und Grand Hotel des Bains Kempinski vorerst nicht verlassen, nachdem in den beiden Hotels rund ein Dutzend Infektionen festgestellt wurden. Das Gesundheitsamt ordnete Coronatests f\u00fcr Mitarbeiter und G\u00e4ste an. Zudem wurden die Schulen und Skischulen geschlossen sowie das verpflichtende Tragen von Schutzmasken angeordnet. Festgestellt wurden die Infektionen laut Gesundheitsamt Graub\u00fcnden am Sonntagabend. Der &#8222;Blick&#8220; berichtet, es handle sich bei der Mutation um die Variante aus S\u00fcdafrika, die nicht f\u00fcr schwerere Krankheitsverl\u00e4ufe, aber mehr Ansteckungen sorgt. Am Dienstag wollen die Verantwortlichen laut &#8222;Blick&#8220; einen Fl\u00e4chentest f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung anbieten. &#8222;Das Gesundheitsamt empfiehlt der Bev\u00f6lkerung und den G\u00e4sten von St. Moritz dringend, an diesem Test teilzunehmen&#8220;, hei\u00dft es demnach in einer Mitteilung. In Flensburg sind mehr als 20 Verdachtsf\u00e4lle von mutierten Coronaviren festgestellt worden. Es handle sich um Laborergebnisse, die jetzt an das nationale Konsiliarlabor f\u00fcr Coronaviren an der Charit\u00e9 in Berlin gingen zwecks Best\u00e4tigung und Feststellung, um welche Mutation es sich genau handele, sagte Flensburgs Stadtsprecher Clemens Teschendorf am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das &#8222;Flensburger Tageblatt&#8220; online berichtet. Die Ergebnisse aus Berlin werden laut Teschendorf Mitte der Woche erwartet. Erst dann werde es Klarheit geben, ob es sich tats\u00e4chlich um die Variante handelt, die zuerst in Gro\u00dfbritannien entdeckt worden war. Sie steht im Verdacht, besonders ansteckend zu sein. Die Deutsche Interdisziplin\u00e4re Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert in einer Pressemitteilung, den Lockdown bestehen zu lassen und eventuell noch zu versch\u00e4rfen. Dies sei &#8222;medizinisch eine absolute Notwendigkeit&#8220;, zu der es keine Alternative gebe. Man erkenne, dass der aktuelle Lockdown wirke, die Patientenzahlen auf den Intensivstationen sinken, hie\u00df es. Man sei jedoch vom Normalbetrieb weit entfernt. Besonders mit Blick auf die Corona-Mutationen und die Lage in England und Irland, wo diese bereit grassieren, bef\u00fcrchten die Mediziner im Fall von Lockerungen eine dritte Welle. Dies gelte es dringend zu verhindern. &#8222;Es ist ein Wettlauf von Mutante und Impfung&#8220;, so DIVI-Pr\u00e4sident Gernot Marx. Wenige Tage nach Corona-Impfungen in einem Alten- und Pflegeheim im schleswig-holsteinischen Itzstedt ist dort inzwischen bei 33 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Es h\u00e4tten sich 25 Bewohner und acht Mitarbeiter des &#8222;Hauses Itzstedt&#8220; infiziert, teilte eine Sprecherin des Kreises Segeberg n\u00f6rdlich von Hamburg am Montag mit. Wie der Erreger ins Heim kam, sei unklar. Die Impfaktion habe am 9. Januar stattgefunden. Die ersten Corona-F\u00e4lle seien am 13.\/14. Januar festgestellt worden. Ein Impfschutz entstehe in so wenigen Tagen noch nicht, erl\u00e4uterte auf Nachfrage der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher. Am vergangenen Freitag waren in dem Heim insgesamt 109 Personen &#8211; 59 Bewohner und 50 Mitarbeiter &#8211; auf Corona getestet worden. Das komplette Haus stehe nun unter Quarant\u00e4ne, sagte die Kreissprecherin. Zuvor hatten die &#8222;Kieler Nachrichten&#8220; berichtet. Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist m\u00f6glicherweise eine weitere neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Derzeit w\u00fcrden Proben an der Berliner Charit\u00e9 untersucht, teilte das Klinikum am Montag mit. Bei einem Ausbruch in dem Krankenhaus habe der Verdacht bestanden, dass bei den Infektionen eine ver\u00e4nderte Variante eine Rolle spielen k\u00f6nnte. &#8222;Dies hat sich in einer ersten Zwischenmeldung der Charit\u00e9 best\u00e4tigt.&#8220; In dem Klinikum waren 52 Patienten und 21 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Bei dem am Klinikum Garmisch-Partenkirchen nachgewiesenen Erreger handele es sich nicht um eine dieser beiden Varianten, erl\u00e4uterte Clemens Stockklausner, stellvertretender \u00c4rztlicher Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin an dem Klinikum. An der Position 501 gebe es keine Mutation \u2013 diese w\u00e4re typisch f\u00fcr die britische und die s\u00fcdafrikanische Mutation. Es fehle aber ein St\u00fcck im Spikeprotein an den Stellen 69 und 70. Dies sei bei der britischen Variante der Fall, komme aber auch bei mehreren anderen Varianten vor und sei auch in Deutschland schon mehrfach nachgewiesen. &#8222;Nun kommt es darauf an, welche weiteren Ver\u00e4nderungen sich in dem Erbgut des Virus finden lassen, um eine fundierte Einordnung treffen zu k\u00f6nnen&#8220;, sagte Stockklausner. Das ganze Genom zu sequenzieren dauere rund zehn Tage. &#8222;Wir erwarten bis Ende Januar eine R\u00fcckmeldung mit weiteren und aussagekr\u00e4ftigen Details.&#8220; Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen mehr Menschen aus Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen als zun\u00e4chst vorgesehen. Nach einem Abgleich mit Versichertendaten der Krankenkassen sollen nun 34,1 Millionen statt 27 Millionen B\u00fcrger in diesen Tagen Gutscheine f\u00fcr zw\u00f6lf FFP2-Masken zugesandt bekommen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin sagte. Der Bund hatte die Ausgabe der Masken f\u00fcr diesen Winter als Schutz f\u00fcr Menschen mit besonders hohem Risiko f\u00fcr schwere oder t\u00f6dliche Krankheitsverl\u00e4ufe beschlossen \u2013 dazu z\u00e4hlen \u00dcber-60-J\u00e4hrige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Mit den Coupons sollen sie die Masken in Apotheken abholen k\u00f6nnen. Vorgesehen ist ein Eigenanteil von zwei Euro f\u00fcr je sechs Masken. Der Bund rechnete schon bezogen auf 27 Millionen Berechtigte mit Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz. In England sollen nun auch die \u00fcber 70-J\u00e4hrigen sowie medizinisch besonders gef\u00e4hrdete Menschen eine Einladung zur Corona-Impfung erhalten. Premierminister Boris Johnson bezeichnete die Einladung der mehr als f\u00fcnf Millionen z\u00e4hlenden Gruppe am Montag als &#8222;signifikanten Meilenstein&#8220; im Kampf gegen die Pandemie. Mehr als die H\u00e4lfte der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen in Gro\u00dfbritannien haben nach Angaben der Regierung bereits ihre erste Impfdosis erhalten. Die \u00fcbrigen sollen bei Terminen weiterhin Priorit\u00e4t genie\u00dfen, genauso wie Personal in Pflegeheimen oder medizinischen Berufen. Um die bestehenden Kapazit\u00e4ten bestm\u00f6glich auszunutzen, solle aber bereits die n\u00e4chste Gruppe f\u00fcr Termine kontaktiert werden. Die Regierung hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Mitte Februar 15 Millionen Menschen \u2013 und damit die am meisten von Covid-19 gef\u00e4hrdeten Gruppen \u2013 zu impfen. Bis Sonntagabend waren mehr als 3,8 Millionen Menschen im Vereinigten K\u00f6nigreich geimpft worden; am Montag sollte die Schwelle von vier Millionen erreicht werden. Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deuten die Corona-Infektionszahlen eine erste Entspannung an. &#8222;Wir haben jetzt erste Erfolge, die sichtbar scheinen in der Statistik, in der Entwicklung bei den Infektionszahlen&#8220;, sagte Spahn am Montag im ARD-&#8222;Morgenmagazin&#8220;. Die Intensivstationen seien um 10,15 Prozent leerer geworden. &#8222;Aber wir sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen, wo wir hin m\u00fcssen, um es dauerhaft zu kontrollieren, damit es nicht gleich wieder hochflammt.&#8220; Entwarnung k\u00f6nne daher noch nicht gegeben werden. Ein Risiko sei die Corona-Mutation, die sehr wahrscheinlich zu einer h\u00f6heren Ansteckungsrate f\u00fchre, mahnte Spahn mit Blick auf die Bund-L\u00e4nder-Beratungen am Dienstag. &#8222;Zuerst einmal geht es aus meiner Sicht darum, auch noch mal zu schauen, wie wir Kontakte reduzieren k\u00f6nnen, auch in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich.&#8220; Die Frage sei, ob es neue Regeln brauche oder ob man das Bewusstsein f\u00fcr die bestehenden Verordnungen sch\u00e4rfen m\u00fcsse. Die Slowakei versch\u00e4rft im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihre Ausgangsbeschr\u00e4nkungen. Wie der populistisch-konservative Ministerpr\u00e4sident Igor Matovi\u010d am Sonntagabend nach einer Sondersitzung der Regierung bekannt gab, werden schon ab diesem Montag wieder Corona-Massentests im ganzen Land durchgef\u00fchrt. Danach werde auch der Weg zur Arbeit nur mehr mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. Bisher z\u00e4hlte der Weg zur Arbeit zu den wichtigsten Ausnahmen von einem grunds\u00e4tzlichen Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen. Gesundheitsminister Marek Kraj\u010d\u00ed konkretisierte, die &#8222;freiwillige&#8220; Testm\u00f6glichkeit werde bis 26. Januar bestehen. Die Versch\u00e4rfung der Ausgangsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Personen ohne negativen Corona-Test trete ab dem 27. Januar in Kraft und gelte vorerst bis 7. Februar. Ein regierungsinterner Streit \u00fcber die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit landesweiter Massentests war nach Medienberichten der Hauptgrund daf\u00fcr, dass sich die Vier-Parteien-Koalition eine ganze Woche nicht auf das Ma\u00dfnahmenpaket einigen konnte, das sie eigentlich schon am vergangenen Montag verk\u00fcnden wollte. Die \u00c4rztekammer und andere Gesundheitsorganisationen hatten kritisiert, durch landesweite Tests an gr\u00f6\u00dftenteils gesunden Menschen w\u00fcrden Kapazit\u00e4ten des kurz vor dem Kollaps stehenden Gesundheitssystems ineffizient eingesetzt. Die Slowakei hatte im Herbst mit Massentests fast aller \u00fcber zehn Jahre alten Einwohner f\u00fcr internationales Aufsehen gesorgt. W\u00e4hrend andere L\u00e4nder dieses Experiment nachahmten, war es in der Slowakei selbst wegen einer chaotischen Abwicklung stets umstritten. Vizekanzler Olaf Scholz hat sich vor dem Corona-Gipfel von Bund und L\u00e4ndern an diesem Dienstag f\u00fcr einen l\u00e4ngeren und sch\u00e4rferen Lockdown ausgesprochen. &#8222;Es m\u00fcssen weitere Ma\u00dfnahmen ergriffen werden&#8220;, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend beim Bild-Talk &#8222;Die richtigen Fragen&#8220;. &#8222;Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein k\u00f6nnen, die noch einmal dazukommen.&#8220; Ob dazu auch Ausgangssperren geh\u00f6ren, wollte der Finanzminister nicht ausschlie\u00dfen: &#8222;Ich finde, das ist eine m\u00f6gliche Ma\u00dfnahme, aber nicht die, die als allererste ansteht&#8220;. Australien wird seine Grenzen aller Voraussicht nach in diesem Jahr nicht mehr f\u00fcr Reisende \u00f6ffnen. Wie der medizinische Chefberater der australischen Regierung, Brendan Murphy, am Montag dem TV-Sender ABC sagte, seien freie Reisen im Jahr 2021 trotz eines baldigen Starts der Impfkampagne gegen das Coronavirus nicht zu erwarten. &#8222;Selbst wenn wir einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung geimpft haben, wissen wir nicht, ob das die \u00dcbertragung des Virus verhindern wird&#8220;, gab Murphy zu bedenken. Er halte es f\u00fcr &#8222;sehr wahrscheinlich&#8220;, dass auch die Quarant\u00e4nevorschriften noch eine Weile in Kraft blieben. Australiens Grenzen sind seit M\u00e4rz 2020 f\u00fcr Reisende geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzud\u00e4mmen. Das Land hat sich Dosen der Vakzine von Biontech und Pfizer sowie AstraZeneca gesichert, die Impfkampagne wird voraussichtlich Ende Februar starten. Kurz vor der n\u00e4chsten Konferenz von Bund und L\u00e4ndern zur Corona-Pandemie am Dienstag hat der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der ein einheitlicheres Vorgehen in Europa gefordert. &#8222;Am besten w\u00e4re eine einheitliche europ\u00e4ische Strategie in der Corona-Bek\u00e4mpfung&#8220;, sagte S\u00f6der der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220; (FAZ). &#8222;Sollte dies weiter nicht gelingen, w\u00e4ren Grenzkontrollen sinnvoll.&#8220; Das habe schon im Fr\u00fchjahr effektiv geholfen. &#8222;Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern.&#8220; Bayern selbst hatte kurz nach den Corona-Beschl\u00fcssen von Bund und L\u00e4ndern eigenm\u00e4chtig Versch\u00e4rfung der Maskenpflicht im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr und in Gesch\u00e4ften beschlossen. So d\u00fcrfen in Bayern diese Bereiche nur noch mit professionellen FFP2-Masken betreten werden. Die Virologin Marylyn Addo erwartet in der Corona-Pandemie &#8222;vom Fr\u00fchjahr an und im Sommer eine deutliche Entspannung&#8220;. &#8222;Schon wegen des w\u00e4rmeren Wetters und der h\u00f6heren Impfquote&#8220;, sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie vom Universit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220; (Montag). &#8222;Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir so bald in gro\u00dfen Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest darauf ansto\u00dfen k\u00f6nnen. Es d\u00fcrfte auch in der zweiten Jahresh\u00e4lfte wieder einen Anstieg geben, es ist halt ein Erk\u00e4ltungsvirus. Aber ich bleibe zuversichtlich.&#8220; Zur Diskussion \u00fcber einen zu langsamen Impfstart in Deutschland sagte sie: &#8222;Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass man nicht das gro\u00dfe Bild aus den Augen verliert. Wenn man mir im letzten Februar gesagt h\u00e4tte, dass wir uns im Dezember dar\u00fcber streiten, wer die ersten Impfstoffe bekommt, h\u00e4tte ich das f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten &#8211; so schnell w\u00fcrde es doch nie einen Impfstoff geben. Aber es kam anders, und wir sollten auch mal &#8222;feiern&#8220;, was erreicht wurde.&#8220; Zwei lokale Ausbr\u00fcche mit der in England entdeckten Variante des Coronavirus besch\u00e4ftigen die Beh\u00f6rden in Belgien und der Schweiz. In einem Altenheim in Merkem im Westen Flanderns wurden 75 Bewohner \u2013 zwei Drittel aller Bewohnerschaft \u2013 positiv auf den neuen Virustyp getestet, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag. In der Gemeinde wurden daraufhin alle gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten untersagt. Nur Schulen, Kitas und medizinische Dienste blieben ge\u00f6ffnet. In der Schweiz muss die komplette Sch\u00fcler- und Lehrerschaft einer Mittelschule in Quarant\u00e4ne, nachdem unter 17 neu entdeckten Corona-F\u00e4llen auch zwei mit der britischen Mutation festgestellt wurden. Alle knapp 500 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie etwa 70 Lehrkr\u00e4fte seien sofort in Quarant\u00e4ne beordert worden, meldete das Portal 20min.ch. Staner sei davon \u00fcberzeugt, dass der Impfstoff auch gegen Mutationen, wie die britische oder s\u00fcdafrikanische, wirksam sei: &#8222;Sollten wir in Zukunft aufgrund von beschleunigten Mutationen Anpassungen an unserem mRNA-Stamm vornehmen m\u00fcssen, so sollte dies mit unserer mRNA-Plattform innerhalb kurzer Zeit m\u00f6glich sein&#8220;, sagte er in dem Bericht. Der Moderna-Impfstoff k\u00f6nne au\u00dferdem bis zu 30 Tage bei zwei bis acht Grad Celsius in normalen K\u00fchlschr\u00e4nken gelagert werden, erkl\u00e4rte Staner. Es sei denkbar, dass er auch an Arztpraxen und Apotheken ausgeliefert werde. Zudem zeigte sich der Moderna-Chef optimistisch: &#8222;Die Schweiz sollte im ersten Halbjahr 2021 bei der Versorgung ihrer Bev\u00f6lkerung mit Impfstoffen in der internationalen Spitzengruppe liegen. Ob dies gelingt, h\u00e4ngt jedoch nicht nur von uns ab. Impfen braucht Zeit und eine effiziente Strategie. Die liegt in der Verantwortung der Beh\u00f6rden.&#8220; Noch vor den Bund\/L\u00e4nder-Beratungen am Dienstag \u00fcber weitere Corona-Beschr\u00e4nkungen fordert die FDP eine Sondersitzung des Bundestags dazu. &#8222;Die Bundeskanzlerin sollte das Parlament und die \u00d6ffentlichkeit vor den Gespr\u00e4chen mit den Ministerpr\u00e4sidenten umgehend informieren&#8220;, sagte FDP-Chef Christian Lindner der &#8222;Bild am Sonntag&#8220;. &#8222;Der Deutsche Bundestag muss umgehend zu einer Sondersitzung zusammentreten. Die parlamentarische Beratung der Corona-Ma\u00dfnahmen muss ein Anliegen aller Fraktionen sein; egal, ob Regierung oder Opposition.&#8220; Lindner h\u00e4lt besonders n\u00e4chtliche Ausgangssperren f\u00fcr unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig: &#8222;Auf keinen Fall d\u00fcrften sie ohne Befassung des Bundestages beschlossen werden&#8220;, sagte er. Angesichts der angespannten Lage haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der L\u00e4nder ihre urspr\u00fcnglich f\u00fcr den 25. Januar geplanten Beratungen um knapp eine Woche auf den kommenden Dienstag vorgezogen. Diskutiert wird auch \u00fcber eine weitere Einengung des teils bestehenden 15-Kilometer-Ausgangsradius, eine Pflicht zum Tragen besser sch\u00fctzender FFP2-Masken sowie M\u00f6glichkeiten, die Betriebe zu mehr Homeoffice-Angeboten zu bewegen. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde in Los Angeles hat bekannt gegeben, dass die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen im Landkreis Los Angeles auf \u00fcber eine Million gestiegen ist. Gleichzeitig wurde der erste Fall der neuen COVID-19-Variante B.1.1.7 bei einer Person best\u00e4tigt, die k\u00fcrzlich zu Besuch aus Oregon in die US-Stadt gekommen war. Der Mann ist nun in Quarant\u00e4ne. Zuletzt gab es 253 neue Todesf\u00e4lle und 14.669 neue F\u00e4lle pro Tag in Los Angeles. Bis heute hat die Gesundheitsbeh\u00f6rde 1.003.923 positive F\u00e4lle und insgesamt 13.741 Todesf\u00e4lle registriert. In China ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge gesunken. Binnen 24 Stunden wurden 109 neue Covid-19-F\u00e4lle bekannt, wie die Gesundheitsbeh\u00f6rde am Sonntag in Peking mitteilte. Tags zuvor waren es 130, nachdem am Freitag noch mit 138 der h\u00f6chste Wert seit dem 1. M\u00e4rz 2020 gemeldet wurde. Die Gesamtzahl der best\u00e4tigten Corona-F\u00e4lle liegt den offiziellen Angaben zufolge nunmehr bei 88.227. Die Zahl der Todesf\u00e4lle blieb mit 4.635 unver\u00e4ndert. Die Beh\u00f6rden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter h\u00e4usliche Quarant\u00e4ne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzud\u00e4mmen. Die Regierung f\u00fcrchtet, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Wenn die Kontrollen und die Vorsorgema\u00dfnahmen ordnungsgem\u00e4\u00df umgesetzt w\u00fcrden, sei ein massives Wiederaufleben aber unwahrscheinlich, erkl\u00e4rte die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC zuletzt. Der St\u00e4dte- und Gemeindebund warnt vor \u00fcberzogenen Corona-Ma\u00dfnahmen. Zwar sei eine Verl\u00e4ngerung des Lockdowns angesichts der Infektionslage notwendig, sagte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der geforderte &#8222;Mega-Lockdown&#8220; sei allerdings &#8222;keine L\u00f6sung und k\u00f6nnte die unverzichtbare Akzeptanz der Menschen f\u00fcr die zahlreichen Ma\u00dfnahmen gef\u00e4hrden&#8220;. &#8222;Da der Lockdown nun schon Wochen anh\u00e4lt, sollte man sich nicht f\u00fcr eine generelle Schlie\u00dfung von Schulen und Kitas entscheiden, sondern zumindest eine Notbetreuung sicherstellen&#8220;, forderte Landsberg. \u00d6sterreich soll seinen harten Lockdown um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verl\u00e4ngern, wie die Nachrichtenagentur APA Samstagabend aus Verhandlerkreisen erfuhr. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an. Aufgrund der mittlerweile auch in \u00d6sterreich festgestellten und wohl ansteckenderen Virusmutation aus Gro\u00dfbritannien haben Experten eindringlich vor zu fr\u00fchen \u00d6ffnungsschritten gewarnt. Bundeskanzler Sebastian Kurz k\u00fcndigte f\u00fcr Sonntagvormittag eine Pressekonferenz an. Ab 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie k\u00f6rpernahe Dienstleister und Museen \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Besucher und Kunden m\u00fcssen dort k\u00fcnftig die besonders sch\u00fctzenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage f\u00fcr die Gastronomie, Hotellerie und f\u00fcr Veranstalter neu zu beurteilen. Bei den Corona-Impfungen in Deutschland kann das Pr\u00e4parat der Hersteller Biontech und Pfizer k\u00fcnftig einfacher eingesetzt werden. Wie aus aktualisierten Handlungsempfehlungen von Biontech hervorgeht, kann der Impfstoff auch schon als fertige Dosis in der Spritze bis zu sechs Stunden bei 2 bis 8 Grad transportiert werden. Das h\u00e4tten neue Daten zur Stabilit\u00e4t des Impfstoffes ergeben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Samstag, dies sei eine gute Nachricht besonders f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige, die zu Hause auf eine Impfung warten. Die L\u00e4nder k\u00f6nnten die Impfkampagne nun flexibler organisieren. Bisher wurde empfohlen, bereits verd\u00fcnnten Impfstoff nicht zwischen Einrichtungen zu transportieren \u2013 also zwischen den Impfzentren der L\u00e4nder, wo das Pr\u00e4parat bei minus 70 Grad lagert, und Impfeins\u00e4tzen in Pflegeheimen oder Einrichtungen des betreuten Wohnens. Die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in Deutschland hat die Schwelle von einer Million \u00fcberschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmittag eine Gesamtzahl von 1.048.160 Impfungen,79.759 mehr als am Vortag. Die Impfquote stieg damit auf 1,26 Prozent. Bislang wurde fast ausschlie\u00dflich die erste von zwei Impfdosen gespritzt. Am Freitag hatten erstmals einige Menschen in einem Pflegeheim in Halberstadt in Sachsen-Anhalt auch die zweite Dosis erhalten. Da die Impfkampagne vor rund drei Wochen begonnen hatte, d\u00fcrfte die Zahl der Komplettimpfungen in den kommenden Tagen deutlich zunehmen. Nach der zweiten Injektion dauert es in der Regel noch eine Woche, bis von einem vollen Impfschutz ausgegangen wird. Spitzenreiter bei den Impfungen bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impfquote von 2,34 Prozent vor Schleswig-Holstein mit 1,92 Prozent. Schlusslicht ist Baden-W\u00fcrttemberg mit einer Quote von 0,90 Prozent hinter Th\u00fcringen mit 1,03 Prozent. Indien hat eine der wohl gr\u00f6\u00dften Impfkampagnen gegen das Coronavirus weltweit gestartet. Allein am ersten Tag sollen rund 300.600 Menschen geimpft werden, landesweit gibt es mehr als 3.000 Impfzentren. Zun\u00e4chst sollen die etwa 30 Millionen Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen und Mitarbeiter in anderen Bereichen wie etwa f\u00fcr Hygiene und Sicherheit geimpft werden. Dann sollen etwa 270 Millionen Menschen folgen, die \u00e4lter als 50 Jahre sind oder aufgrund von Vorerkrankungen als Risikopatienten gelten. In Indien zugelassen und zur Verf\u00fcgung stehen derzeit zwei Impfstoffe: Das Mittel des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universit\u00e4t Oxford sowie das Vakzin der heimischen Firma Bharat Biotech. Beide Impfstoffe werden in Indien hergestellt. Das Land weist nach den USA weltweit die meisten Corona-Infektionen auf. Etwa 10,5 Millionen Menschen haben sich nachweislich angesteckt, mehr als 151.000 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen f\u00fcr ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbr\u00fccker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. &#8222;Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden&#8220;, sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbr\u00fccken. Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen fr\u00fchestens Mitte Februar m\u00f6glich sei. &#8222;Und das w\u00e4re eine optimistische Vorhersage.&#8220; Der Professor f\u00fcr Klinische Pharmazie an der Universit\u00e4t des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen &#8222;Covid-Simulator&#8220; entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bundesweit laut Robert Koch-Institut bei 146. &#8222;Momentan ist eigentlich kein Absinken in Sicht&#8220;, sagte Lehr. &#8222;Es stagniert vielmehr.&#8220; Wegen Nachmeldungen aufgrund der Feiertage gebe es immer noch gewisse Unklarheiten bei den Zahlen. Festzustellen sei aber, dass die derzeitigen Ma\u00dfnahmen &#8222;nicht so greifen&#8220;. Gro\u00dfbritannien versch\u00e4rft ab Montagfr\u00fch seine Einreiseregeln. Alle Reisenden ben\u00f6tigten ein negatives Testergebnis und m\u00fcssten sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Quarant\u00e4ne begeben, k\u00fcndigte Premierminister Boris Johnson an. Diese dauere zehn Tage, k\u00f6nne mit einem weiteren negativen Test aber auf f\u00fcnf Tage verk\u00fcrzt werden. Bislang gab es f\u00fcr einige L\u00e4nder Ausnahmen ohne Quarant\u00e4ne. Dies wird ab Montag 5 Uhr (MEZ) aufgehoben. Damit solle die Einschleppung von Corona-Varianten vermieden werden, sagte Johnson. In Gro\u00dfbritannien breitet sich eine hochansteckende Mutation von SARS-CoV-2 weiter schnell aus. Am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 55.761 nach 48.682 am Vortag. Den vierten Tag in Folge wurden mehr als 1.000 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Deren Zahl lag mit 1.280 in etwa so hoch wie am Vortag. Die zuerst in Gro\u00dfbritannien entdeckte und wohl deutlich ansteckendere Corona-Mutation k\u00f6nnte in den Vereinigten Staaten schon bald weiter verbreitet sein als die urspr\u00fcngliche Variante. &#8222;Der vorausgesagte Entwicklungsverlauf dieser Variante in den USA weist Anfang 2021 ein schnelles Wachstum auf und wird im M\u00e4rz zur vorherrschenden Variante&#8220;, teilte die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC am Freitag mit. Dies k\u00f6nne die medizinische Infrastruktur in den Vereinigten Staaten weiter anspannen und strengere \u00f6ffentliche Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung von Covid-19 verlangen. In den USA wurden bislang laut der CDC 76 F\u00e4lle der Corona-Variante in zehn Bundesstaaten gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging aus Daten der Universit\u00e4t Johns Hopkins in Baltimore hervor. Weltweit gab es demnach bislang mehr als 93 Millionen best\u00e4tigte Infektionen mit dem Virus. Experten gehen von einer noch h\u00f6heren Dunkelziffer aus. Die Webseite der Universit\u00e4t wird regelm\u00e4\u00dfig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen h\u00f6heren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen F\u00e4llen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Der WHO zufolge gab es bis Freitag 1,98 Millionen best\u00e4tigte Todesf\u00e4lle. Sachsen will in der kommenden Woche eine Einrichtung f\u00fcr Quarant\u00e4ne-Verweigerer in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit. Bislang seien allerdings noch keine Verweigerer bekannt, die per Gerichtsbeschluss abgesondert werden sollten, hie\u00df es weiter. Von einer Unterbringung Betroffener in einem Krankenhaus hatte der Freistaat Abstand genommen, weil alle Kapazit\u00e4ten dort in der Corona-Pandemie dringend gebraucht w\u00fcrden. Die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung berichtete am Freitag von Pl\u00e4nen, einen &#8222;Knast f\u00fcr Quarant\u00e4ne-Verweigerer&#8220; auf dem Gel\u00e4nde der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge einzurichten. Gesundheitsministerin Petra K\u00f6pping (SPD) hatte schon im Fr\u00fchjahr 2020 klargestellt, dass eine solche Zwangsma\u00dfnahme nur ein letztes Mittel sei und einen richterlichen Beschluss erfordere. Das Innenministerium teilte nun mit: &#8222;In der Praxis wird seitens des zust\u00e4ndigen Gesundheitsamtes zun\u00e4chst die Quarant\u00e4ne festgestellt. Daran schlie\u00dft sich die eindringliche Ermahnung und bei weiterem Widersetzen die Einleitung eines Bu\u00dfgeldverfahrens an.&#8220; Erst dann folge ein Gerichtsverfahren. Nach Angaben des Innenministeriums sieht Paragraf 30 des Infektionsschutzgesetzes eine zwangsweise Unterbringung von Verweigerern in einem abgeschlossenen Krankenhaus oder einer anderen geeigneten Unterkunft vor. Die zwangsweise Unterbringung erfolgt nach dem Gesetz \u00fcber das Verfahren in Familiensachen (Paragraph 415). Antragsteller bei Gericht ist dabei das zust\u00e4ndige Gesundheitsamt. Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorerst gegen eine Corona-Impfbescheinigung als Bedingung f\u00fcr internationale Reisen ausgesprochen. Es gebe noch zu viele offene Fragen zur Wirksamkeit der Impfstoffe, die zudem weiter nicht in ausreichender Menge verf\u00fcgbar seien, erkl\u00e4rte das Gremium am Freitag. Zudem rief das Notfallkomitee dazu auf, angesichts der zuletzt entdeckten Mutationen die Sequenzierung der genetischen Codes des Coronavirus weltweit auszuweiten Die Shisha-Pfeifen gl\u00fchten,18 Menschen feierten trotz der Corona-Pandemie im Keller: Die Polizei ist in der Nacht zum Freitag gegen den illegalen Betrieb einer Bar in Hamburg vorgegangen. Trotz mehrfacher Aufforderung war der Keller, aus dem Rauch drang, nicht ge\u00f6ffnet worden \u2013 deshalb taten es die Beamten gewaltsam. Sie trafen in den R\u00e4umen und im Treppenhaus auf den Besitzer einer im Haus befindlichen Sisha-Bar, seine beiden 15 und 16 Jahre alten S\u00f6hne sowie 15 G\u00e4ste, wie die Polizei mitteilte. Da der Keller nicht \u00fcber entsprechende L\u00fcftungsanlagen verf\u00fcgte, stellte die Feuerwehr aufgrund der Wasserpfeifen zudem einen erh\u00f6hten Kohlenmonoxid-Wert fest. &#8222;Der Wert war knapp an der Grenze zur Gesundheitsgef\u00e4hrdung&#8220;, sagte eine Polizeisprecherin. Zivilfahndern waren vor dem Mehrfamilienhaus mehrere Personen aufgefallen, die klingelten und in den Keller gingen, ohne Licht anzumachen. Ein Zeuge berichtete, dass der Betreiber der Sisha-Bar diese R\u00e4ume unten nutze. Der Betrieb wurde geschlossen, Ordnungswidrigkeits-Verfahren gegen die 18 Anwesenden eingeleitet. Zur Eind\u00e4mmung des Coronavirus m\u00fcssen in Hamburg \u2013 wie auch bundesweit \u2013 Restaurants, Bars und Kneipen aktuell geschlossen sein. Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer will die Grenzen f\u00fcr Berufspendler aus Tschechien einem Bericht zufolge offenhalten. Es sei allgemein bekannt, dass ohne die \u00c4rzte sowie die Krankenpflegerinnen und -pfleger aus dem Nachbarland die Gesundheitsversorgung nicht aufrechterhalten werden k\u00f6nne, sagte der CDU-Politiker am Freitag der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Man k\u00f6nne die Grenzen nicht radikal schlie\u00dfen. Das sei auch die Erfahrung aus dem vorigen Fr\u00fchjahr. Damals hatte die Regierung in Prag monatelang ihrerseits die Grenze zugemacht. Die in Gro\u00dfbritannien verbreitete und auch in D\u00e4nemark nachgewiesene Mutation des Coronavirus hat nach Angaben des Kieler Sozialministeriums mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Schleswig-Holstein erreicht. Mehrere Proben aus dem n\u00f6rdlichsten Bundesland bef\u00e4nden sich aktuell zur Abkl\u00e4rung im nationalen Konsiliarlabor f\u00fcr Coronaviren an der Charit\u00e9 in Berlin, teilte das schleswig-holsteinische Sozialministerium am Freitag mit. Bei den bekannten mutierten Virusvarianten werde eine erh\u00f6hte Ansteckungsgefahr vermutet. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist nach Angaben des Ministeriums darauf hin, dass es bisher &#8222;bei begrenzter Datenlage jedoch keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverl\u00e4ufe oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit dieser neuen Variante&#8220; gebe. Die hessischen Beh\u00f6rden haben die angestrebte Produktion von zus\u00e4tzlichem Biontech-Impfstoff in Marburg genehmigt. Wie die Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilte, gab das zust\u00e4ndige Regierungspr\u00e4sidium in Gie\u00dfen am Freitag gr\u00fcnes Licht. Das Mainzer Unternehmen Biontech hatte Anfang Dezember die Antr\u00e4ge f\u00fcr Umbau und Betrieb eines zuvor gekauften Werks in Marburg gestellt. Ende des vergangenen Jahres sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Sterbefallzahlen in der Woche vor Weihnachten um 24 Prozent \u00fcber dem Mittel. In Sachsen haben sich die Zahlen sogar verdoppelt. Die vorl\u00e4ufigen Zahlen der Sonderauswertung lagen am Freitag bis zur 51. Kalenderwoche vor, das war vom 14. bis 20. Dezember 2020. In dieser Woche starben mindestens 23.550 Menschen \u2013 4.568 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen 25 Prozent \u00fcber dem Schnitt gelegen. &#8222;Die Zahl der Todesf\u00e4lle von Personen, die zuvor laborbest\u00e4tigt an Covid-19 erkrankt waren, steigt seit Anfang Oktober von Woche zu Woche an&#8220; berichteten die Statistiker am Freitag. In der 51. Kalenderwoche gab es insgesamt 4.484 beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Covid-19-Todesf\u00e4lle. &#8222;Besonders auff\u00e4llig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen&#8220;, stellten die Wiesbadener Statistiker fest. &#8222;Die Differenz zum Durchschnitt der vier Vorjahre nimmt dort seit Oktober von Woche zu Woche deutlich zu.&#8220; In der 41. Kalenderwoche Anfang Oktober hatte die Zahl der Sterbef\u00e4lle noch unter dem Durchschnitt gelegen. In der 51. Kalenderwoche hat sich die Zahl \u2013 bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre f\u00fcr diese Woche \u2013 mehr als verdoppelt: um 109 Prozent beziehungsweise 1.226 Todesf\u00e4lle. Auch in Brandenburg (plus 41 Prozent), Hessen (plus 32 Prozent) und Th\u00fcringen (plus 36 Prozent) lag die Zahl der Sterbef\u00e4lle weit \u00fcber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die Impfbereitschaft in Deutschland steigt einer Umfrage zufolge: Mittlerweile wollen sich laut ZDF-Politbarometer zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung (67 Prozent) gegen das Coronavirus impfen lassen. Ende November sei es nur die H\u00e4lfte gewesen (51 Prozent). Zehn Prozent h\u00e4tten angegeben, sie wollten sich nicht impfen lassen, Ende November waren es noch 20 Prozent. Die Kritik am Ablauf der Impfungen sei hingegen gestiegen: 58 Prozent seien mit dem bisherigen Verlauf eher unzufrieden. Die Zahl der Corona-Infektionen in Europa hat am Freitagmorgen die Schwelle von 30 Millionen \u00fcberschritten. Dies geht aus einer auf Beh\u00f6rdenangaben der einzelnen L\u00e4nder beruhenden Z\u00e4hlung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Damit ist Europa weltweit die Region mit den meisten Corona-Infektionen. Europa war weltweit auch die erste Region, in der mehr als eine halbe Million Menschen an Covid-19 starben. Diese Schwelle wurde am 17. Dezember \u00fcberschritten. Bei der Zahl der Infektionen folgen nach Europa die USA und Kanada mit insgesamt knapp 24 Millionen F\u00e4llen sowie Lateinamerika und die Karibik mit knapp 17 Millionen vermeldeten Ansteckungen. Bei anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen kann dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zufolge die Schlie\u00dfung von Betrieben drohen. &#8222;Der Lockdown ist nicht so erfolgreich, wie er sein muss&#8220;, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Unternehmen m\u00fcssten st\u00e4rker in den Lockdown einbezogen werden. &#8222;Wir sollten das Homeoffice verpflichtend machen \u2013 dort, wo es geht.&#8220; Die Firmen selbst seien gut beraten, ihren Beitrag zu leisten, um den Lockdown erfolgreich zu Ende zu bringen. &#8222;Andernfalls k\u00f6nnen wir irgendwann gezwungen sein, auch Betriebe zu schlie\u00dfen&#8220;, sagte Lauterbach. &#8222;M\u00f6glicherweise m\u00fcssten wir sogar an die Industrieproduktion heran.&#8220; Das k\u00f6nne niemand wollen. Die bisherige Wirkung des Lockdowns nannte Lauterbach entt\u00e4uschend. &#8222;Wir sind in einer sehr prek\u00e4ren Situation.&#8220; W\u00fcrden sich ansteckendere Corona-Varianten st\u00e4rker in Deutschland verbreiten, &#8222;h\u00e4tten wir ein Riesenproblem&#8220;. Auch Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer erwartet eine neue Bund-L\u00e4nder-Runde \u00fcber Corona-Ma\u00dfnahmen bereits kommende Woche und nicht erst am 25. Januar. Man werde sich &#8222;kommende Woche&#8220; hinsetzen und \u00fcber &#8222;Nachsch\u00e4rfungen&#8220; reden, sagt der CDU-Politiker im ZDF. &#8222;Wir sind in Deutschland nicht an dem Punkt, wo wir hinwollten und wir haben eine Bedrohung, die auf uns zukommt&#8220;, f\u00fcgt er mit Blick auf die Virus-Mutationen hinzu. Im Rennen um den Zugang zu Corona-Impfstoffen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert, dass bislang 95 Prozent aller Impfungen nur in zehn L\u00e4ndern verabreicht wurden. Alle L\u00e4nder, die in der Lage dazu seien, sollten sich f\u00fcr eine gerechte Verteilung der Impfstoffe einsetzen, sagte der WHO-Direktor f\u00fcr Europa, Hans Kluge, am Donnerstag. Er forderte mehr Solidarit\u00e4t von Europa, ohne die Spitzenreiter bei den Impfungen zu nennen. Einer Analyse der Website &#8222;Our World in Data&#8220; zufolge handelt es sich dabei unter anderem um Deutschland, Israel, Italien, Spanien, Gro\u00dfbritannien, die USA, China und Russland. Kluge hob die &#8222;enormen Anstrengungen&#8220; der WHO und ihrer Partner hervor, um sicherzustellen, dass jedes Land Zugang zu Impfstoff erhalte. Er verwies unter anderem auf die Covax-Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Impfdosen f\u00fcr die 92 \u00e4rmsten Staaten der Welt bereitzustellen. Obwohl die Impfkampagnen mittlerweile in zahlreichen L\u00e4ndern gestartet sind, hat laut WHO die Geschwindigkeit der Ansteckungen zugenommen. Schuld daran seien unter anderem mutierte Formen des Coronavirus. &#8222;Die Situation ist alarmierend&#8220;, mahnte Kluge. In Europa haben mittlerweile 31 L\u00e4nder mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Die Impfungen in den von der Covax-Initiative unterst\u00fctzten L\u00e4ndern starten voraussichtlich im Februar. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan hat sich vor laufenden Fernsehkameras impfen lassen. Nach Angaben seiner AK Partei soll das Zweifel in der Bev\u00f6lkerung ausr\u00e4umen. Die T\u00fcrkei hat am Donnerstag mit den Impfungen begonnen, zun\u00e4chst bei medizinischem Personal. In dem Land kommt das Vakzin der chinesischen Biotechunternehmens Sinovac zum Einsatz. Gro\u00dfbritannien verh\u00e4ngt Einreiseverbote gegen mehrere s\u00fcdamerikanische L\u00e4nder um die Einschleppung einer ansteckenderen Virus-Variante zu verhindern, die zuerst in Brasilien nachgewiesen wurde. Betroffen seien neben Brasilien selbst unter anderem Argentinien, Peru, Panama und Venezuela, gibt Verkehrsminister Grant Shapps bekannt. Auch Einreisen aus Portugal w\u00fcrden Angesichts der engen Verbindungen des Landes zu Brasilien untersagt. In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Bei der t\u00e4glichen Aktualisierung der schwedischen Corona-Zahlen kamen am Donnerstag 351 gemeldete Todesf\u00e4lle in Verbindung mit einer Infektion hinzu \u2013 ein H\u00f6chstwert. Somit hat es seit Beginn der Pandemie bislang 10.185 solcher Sterbef\u00e4lle in dem skandinavischen EU-Land gegeben. Bis Donnerstag wurden insgesamt mehr als 518.000 Infektionsf\u00e4lle nachgewiesen. Schweden ist in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg mit vergleichsweise gem\u00e4\u00dfigten Einschr\u00e4nkungen des \u00f6ffentlichen Lebens sowie Appellen an die Vernunft der B\u00fcrger gegangen. Im Fr\u00fchjahr 2020 war das mit vergleichsweise hohen Infektions- und Todeszahlen einhergegangen, im Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dann deutlich beruhigt. Seit Ende Oktober stiegen die Zahlen bei den Schweden aber wieder stark. Kurz vor Weihnachten erreichten sie vorerst ihren H\u00f6hepunkt. Man k\u00f6nne die aktuellen Zahlen aufgrund der ge\u00e4nderten Teststrategie nicht mehr mit denen aus dem Sommer vergleichen, sagte der Virologe. Seit November w\u00fcrden nur noch Menschen mit Corona-Symptomen getestet, davor sei dies auch symptomunabh\u00e4ngig m\u00f6glich gewesen. Damit d\u00fcrfte die Dunkelziffer aktuell deutlich h\u00f6her sein als im Sommer, vermutet Streeck. Um einen belastbaren Eindruck vom Infektionsgeschehen zu erhalten, forderte der Virologe, repr\u00e4sentative Stichproben zu testen. Nur so k\u00f6nne man einen Richtwert entwickeln, der als Grundlage f\u00fcr politische Entscheidungen dienen kann. Der Corona-Lockdown muss nach den Worten von Baden-W\u00fcrttembergs Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann voraussichtlich \u00fcber Januar hinaus verl\u00e4ngert werden. &#8222;Wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass wir den Lockdown verl\u00e4ngern m\u00fcssen&#8220;, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker am Donnerstag in Stuttgart. Er werde sich f\u00fcr &#8222;weitere und sch\u00e4rfere Ma\u00dfnahmen&#8220; einsetzen. Es sei wichtig, die Ma\u00dfnahmen zu gewichten \u2013 wo seien neue Ma\u00dfnahmen erforderlich, wo Versch\u00e4rfungen, welche m\u00fcssten beendet werden. Er werde daf\u00fcr eintreten, dass die Bund-L\u00e4nder-Konferenz eine \u00d6ffnung von Grundschulen und Kindertagesst\u00e4tten f\u00fcr Anfang Februar anstrebe, sofern die Infektionszahlen nicht relevant zulegten. Zudem pl\u00e4dierte Kretschmann daf\u00fcr, die f\u00fcr den 25. Januar geplante n\u00e4chste Beratungsrunde der Bundesregierung mit den Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder auf die kommende Woche vorziehen. Daf\u00fcr werde er im Laufe des Tages bei Bundeskanzlerin Angela Merkel werben, sagt der Gr\u00fcnen-Politiker. Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) stimmt die Bev\u00f6lkerung auf einen l\u00e4ngeren Corona-Lockdown ein. &#8222;V\u00f6llig klar: Die Lage ist sehr ernst. Es w\u00e4re falsch, jetzt etwas auszuschlie\u00dfen&#8220;, sagte der Bewerber f\u00fcr den CDU-Bundesvorsitz dem &#8222;K\u00f6lner Stadt-Anzeiger&#8220; (Donnerstag) auf die Frage, ob die Einschr\u00e4nkungen schlimmstenfalls bis Ostern gelten. Fr\u00fchestens ab Sonntag (17. Januar) werde es ein &#8222;realistisches Bild&#8220; von den Corona-Infektionszahlen geben, womit auch das Geschehen der Feiertage abgebildet werde. Derzeit sei auch noch nicht bekannt, wie sich das mutierte Virus aus Gro\u00dfbritannien auf die Infektionslage auswirke. Laschet appellierte zugleich an das Personal von Kliniken und Pflegeheimen, sich impfen zu lassen. &#8222;Die Impfbereitschaft gerade bei Pflegekr\u00e4ften ist noch zu niedrig. Das muss deutlich besser werden.&#8220; Der Epidemiologe Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut (RKI) hat eine weitere Kontaktreduzierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. &#8222;An allen Stellschrauben, die Kontakte reduzieren, m\u00fcssen wir noch st\u00e4rker drehen&#8220;, sagte Brockmann am Donnerstag im ZDF-&#8222;Morgenmagazin&#8220;. Die aktuellen Kontaktbeschr\u00e4nkungen wirkten nicht so gut wie der Lockdown im vergangenen Fr\u00fchjahr, das sehe man auch an den Mobilit\u00e4tsdaten. Damals sei die Mobilit\u00e4t innerhalb einer Woche um 40 Prozent zur\u00fcckgegangen. Auch seit Dezember seien weniger Menschen unterwegs, allerdings seien die Zahlen langsamer gesunken. &#8222;Das h\u00e4ngt auch viel mit Pandemiem\u00fcdigkeit zusammen&#8220;, sagte Brockmann. Es sei wichtig, die weiterhin hohen Corona-Zahlen zu senken. &#8222;Eines ist klar, das Impfen hilft uns nicht, auf diesem Niveau rauskommen, wo jeden Tag mindestens 1.000 Menschen sterben&#8220;, sagte er. Impfen sei eine wichtige Komponente gegen die Pandemie, helfe aber erst mittelfristig, wenn viele Menschen den Schutz erhalten h\u00e4tten. In Israel sind den dritten Tag in Folge mehr als 9.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9.388 F\u00e4lle gemeldet. Dies ist der zweith\u00f6chste Wert seit Beginn der Pandemie. Zum Vergleich: Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Israel steckt mitten in einer dritten Corona-Welle. Seit Freitag gilt ein zweiw\u00f6chiger harter Lockdown mit Ma\u00dfnahmen wie der Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1.000 Metern verlassen. Israels Corona-Beauftragter Nachman Asch sagte dem Online-Portal &#8222;ynet&#8220;, der Lockdown k\u00f6nnte angesichts der hohen Infektionszahlen um eine Woche verl\u00e4ngert werden. Experten rechnen aber mit baldigen Effekten der vor knapp einem Monat angelaufenen Impfkampagne. Bislang wurden in Israel mehr als 1,9 Millionen Menschen geimpft. Die Regierung will bis Ende M\u00e4rz allen Bewohnern, die \u00e4lter als 16 Jahre sind, eine Impfung anbieten. F\u00fcr den 23. M\u00e4rz ist eine Neuwahl geplant. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einger\u00e4umt, dass in Deutschland zu wenige Laboruntersuchungen auf neue Coronavirus-Varianten \u00fcberpr\u00fcft werden. Es sei tats\u00e4chlich so, dass in zu vielen L\u00e4ndern in Europa nicht ausreichend sequenziert werde, sagte Spahn am Mittwochabend in der ARD-Sendung &#8222;Maischberger&#8220;. &#8222;Auch Deutschland geh\u00f6rt dazu.&#8220; In anderen L\u00e4ndern, etwa in Gro\u00dfbritannien oder D\u00e4nemark, werde traditionell mehr sequenziert. Nach aktuellem Kenntnisstand scheine die zuerst in Gro\u00dfbritannien nachgewiesene Corona-Mutation B.1.1.7 in Deutschland noch nicht allzu stark verbreitet zu sein, sagte Spahn. Um das zu \u00fcberpr\u00fcfen, w\u00fcrden die Genomsequenzen nun nachtr\u00e4glich ausgewertet. &#8222;Wir werden auch r\u00fcckwirkend \u2013 die Proben sind ja noch da \u2013 sequenzieren&#8220;, sagte Spahn. Wenn es sich bewahrheiten sollte, dass die Mutation deutlich ansteckungsf\u00e4higer sei, &#8222;dann w\u00fcrde das nat\u00fcrlich einen Riesenunterschied machen f\u00fcr uns im Umgang mit diesem Virus&#8220;. In \u00d6sterreich werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Gr\u00fcne) aktuell 70 Verdachtsf\u00e4lle auf die in Gro\u00dfbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation gepr\u00fcft. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die &#8222;schwierigste Phase der Pandemie&#8220;, sagte Anschober am Mittwoch als Antwort einer Dringlichen Anfrage der sozialdemokratischen SP\u00d6 im Nationalrat. Verdachtsf\u00e4lle gibt es in einem Wiener Pflegeheim, bei Skilehrer-Anw\u00e4rtern in Tirol und im Burgenland. Im Fall der 17 Betroffenen in Tirol wurden nach Angaben des Landes bisher bei insgesamt 600 PCR-Tests in der Region keine weiteren Verdachtsf\u00e4lle entdeckt. Laut Beh\u00f6rden hatten die Skilehrer-Anw\u00e4rter bei ihrer zwischen Oktober und Dezember erfolgten Einreise auf dem Luft- und Landweg einen negativen Virustest dabei. Angesichts der raschen Ausbreitung von deutlich ansteckenderen Varianten des Coronavirus zieht das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seine n\u00e4chste Sitzung um zwei Wochen vor. Das Gremium werde bereits am Donnerstag zusammenkommen, um \u00fcber die aktuelle Entwicklung zu beraten, teilte die WHO am Mittwoch in Genf mit. Zudem soll das Notfallkomitee \u00fcber den Umgang mit Impfzertifikaten und Corona-Tests auf Reisen sprechen. Im Anschluss will das Expertengremium Empfehlungen f\u00fcr die WHO und deren Mitgliedsstaaten ver\u00f6ffentlichen. In China ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen so stark gestiegen wie seit \u00fcber zehn Monaten nicht mehr. Binnen 24 Stunden wurden 138 neue Covid-19-F\u00e4lle bekannt, wie die Gesundheitsbeh\u00f6rde am Donnerstag in Peking mitteilte. Tags zuvor waren es noch 115. Der Nationale Gesundheitskommission zufolge handelt es sich bei 124 der neuen F\u00e4lle um lokale Infektionen, von denen 81 in der Provinz Hebei rund um die Hauptstadt Peking und 43 in der nord\u00f6stlichen Provinz Heilongjiang gemeldet wurden. Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich besorgt \u00fcber eine neue Virus-Variante aus Brasilien. Seine Regierung unternehme Schritte, um sie aus Gro\u00dfbritannien herauszuhalten, sagt er vor einem Parlamentsausschuss. Japans Gesundheitsministerium berichtete am Wochenende von einem Nachweis des Virus bei vier Reisenden aus Brasilien. Unter den Mutationen soll eine sein, die auch bei den ansteckenderen Varianten aus Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika gefunden wird. In den USA sind seit dem Start der Impfkampagne mehr als zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC am Mittwoch mitteilte, wurden rund 10,3 Millionen Dosen der Vakzine von Biontech\/Pfizer und Moderna verabreicht. Damit erhielten rund 3,1 Prozent aller 330 Millionen Menschen in den USA bislang ihre erste Impfdosis. Insgesamt wurden den Angaben zufolge rund 29,4 Millionen Dosen der beiden Impfstoffe an die Bundesstaaten verteilt. Dennoch forderte etwa New Yorks B\u00fcrgermeister Bill de Blasio dringend weitere Impfstofflieferungen von den Bundesbeh\u00f6rden. Andernfalls k\u00f6nne in der Metropole bereits Ende n\u00e4chster Woche der Impfstoff knapp werden, schrieb de Blasio bei Twitter. Die USA sind weltweit das am schwersten von der Pandemie getroffene Land. Die Zahl der Corona-Toten lag zuletzt bei 382.000. Die Schweiz hat die Anti-Corona-Ma\u00dfnahmen verl\u00e4ngert und nochmals versch\u00e4rft. Wie die Regierung in Bern am Mittwoch mitteilte, sollen Restaurants, Kultur- und Freizeitst\u00e4tten bis Ende Februar geschlossen bleiben, um die Kontakte zwischen Menschen &#8222;drastisch&#8220; zu reduzieren. Ab kommenden Montag wird zudem das Arbeiten im Homeoffice verpflichtend. Gesch\u00e4fte, die keine G\u00fcter des t\u00e4glichen Bedarfs verkaufen, m\u00fcssen schlie\u00dfen, f\u00fcr \u00f6ffentliche Versammlungen gelten zus\u00e4tzliche Beschr\u00e4nkungen. Begr\u00fcndet wurden die neuen Bestimmungen mit einer &#8222;extrem angespannten&#8220; epidemiologischen Lage und mit der Verbreitung von Varianten des Corona-Erregers, durch die das Risiko einer weiteren Zunahme der F\u00e4lle bestehe. Diese neuen Varianten, die erstmals in Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika registriert wurden, seien nach den vorliegenden Erkenntnissen 50 bis 70 Prozent ansteckender als die urspr\u00fcnglichen. Die Schweiz begann schon am 23. Dezember mit den Anti-Corona-Impfungen und setzt dabei den Biontech-Pfizer-Impfstoff ein. Am Dienstag wurde auch die Verwendung des Moderna-Impfstoffs mit sofortiger Wirkung genehmigt. Portugal verh\u00e4ngt ab Freitag einen neuen Lockdown. Dabei sei die Arbeit von zu Hause aus wo immer m\u00f6glich Pflicht, sagt Ministerpr\u00e4sident Antonio Costa. Schulen sollen ge\u00f6ffnet bleiben. &#8222;Die Regel ist ganz einfach: Wir sollten alle zu Hause bleiben.&#8220; Die Pandemie habe ihre gef\u00e4hrlichste Phase erreicht. Die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Beschr\u00e4nkungen des \u00f6ffentlichen Lebens in D\u00e4nemark werden um drei Wochen verl\u00e4ngert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Bei der Verl\u00e4ngerung der Ma\u00dfnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, eine zun\u00e4chst in England aufgetretene und sich auch in D\u00e4nemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er. Es sei ein Wettlauf mit der Zeit. Die Verl\u00e4ngerung der Corona-Ma\u00dfnahmen bedeutet, dass Gesch\u00e4fte, Einkaufszentren, Restaurants und andere Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos und Museen nach wie vor geschlossen bleiben m\u00fcssen. Superm\u00e4rkte, Lebensmittelgesch\u00e4fte und Apotheken bleiben offen. Zugleich werden Sch\u00fcler der in D\u00e4nemark bis zur neunten Klasse gehenden Folkeskole weiter aus der Distanz unterrichtet. Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl f\u00fcr Zusammenk\u00fcnfte ist auf f\u00fcnf Personen herabgesetzt worden, auch der Reiseverkehr in und aus dem Ausland wurde von der d\u00e4nischen Regierung stark eingeschr\u00e4nkt. All diese Ma\u00dfnahmen w\u00e4ren ohne Verl\u00e4ngerung am Sonntag ausgelaufen. In \u00d6sterreich werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Gr\u00fcne) aktuell 70 Verdachtsf\u00e4lle auf die in Gro\u00dfbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation gepr\u00fcft. Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die &#8222;schwierigste Phase der Pandemie&#8220;, sagte Anschober am Mittwoch als Antwort einer Dringlichen Anfrage der sozialdemokratischen SP\u00d6 im Nationalrat. Verdachtsf\u00e4lle gibt es in einem Wiener Pflegeheim, bei Skilehrer-Anw\u00e4rtern in Tirol und im Burgenland. Im Fall der 17 Betroffenen in Tirol wurden nach Angaben des Landes bisher bei insgesamt 600 PCR-Tests in der Region keine weiteren Verdachtsf\u00e4lle entdeckt. Laut Beh\u00f6rden hatten die Skilehrer-Anw\u00e4rter bei ihrer zwischen Oktober und Dezember erfolgten Einreise auf dem Luft- und Landweg einen negativen Virustest dabei. &#8222;Noch in Abkl\u00e4rung ist, wo die Ansteckung stattgefunden hat. Es ist beides m\u00f6glich: Eine Ansteckung in Tirol sowie ein Hereintragen&#8220;, so der Leiter des Corona-Einsatzstabs des Landes, Elmar Rizzoli. Italiens Regierung will den Corona-Notstand bis zum 30. April verl\u00e4ngern. Das k\u00fcndigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch vor dem Parlament in Rom an. &#8222;Die Epidemie ist erneut in einer expansiven Phase&#8220;, sagte er. Bislang war der Ausnahmezustand bis Ende Januar befristet. Rom hatte den Corona-Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen. Seither wurde er mehrmals verl\u00e4ngert. Die Ma\u00dfnahme gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkr\u00e4fte besser koordinieren und b\u00fcrokratische H\u00fcrden vermeiden. Die rechte Opposition kritisiert das Vorgehen seit langem. Aus ihrer Sicht wird durch die Machtf\u00fclle der Regierung das Parlament geschw\u00e4cht. Papst Franziskus hat sich laut Medienberichten wie angek\u00fcndigt gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen. Das Vakzin wurde dem 84-J\u00e4hrigen am Mittwoch gespritzt, wie das vom Jesuitenorden verantwortete US-Portal &#8222;America&#8220; und die argentinische Zeitung &#8222;La Naci\u00f3n&#8220; berichteten. Der Vatikan best\u00e4tigte die Berichte zun\u00e4chst nicht. Ein Sprecher des Heiligen Stuhls erkl\u00e4rte lediglich, dass die Impfkampagne des Vatikan begonnen habe. Franziskus, der dem Jesuitenorden angeh\u00f6rt, hatte bereits angek\u00fcndigt, er werde sich diese Woche impfen lassen. Zudem hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche mit eindringlichen Worten zur Teilnahme an den weltweiten Impfkampagnen aufgerufen. &#8222;Man muss sich impfen lassen&#8220;, sagte Franziskus am Sonntag dem italienischen Fernsehsender Canale 5. Alles andere w\u00e4re eine &#8222;suizidale Verweigerung&#8220;, die er sich nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nne. In Ungarn sind erstmals Infektionen mit der wom\u00f6glich ansteckenderen Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Die aus England stammende Mutante sei bei drei Patienten festgestellt worden, sagte Cecilia M\u00fcller, die Oberste Amts\u00e4ztin des Landes, am Mittwoch in Budapest. Angaben dazu, wie die Variante ins Land gelangt sein k\u00f6nnte, machte sie keine. Es sei aber unvermeidlich gewesen, dass sie fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch in Ungarn auftauchen w\u00fcrde. Bed\u00fcrftige sollen in Bayern kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich 2,5 Millionen Masken bereitgestellt werden. Das k\u00fcndigte Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) am Mittwoch in M\u00fcnchen an. Zuvor hatte die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; dar\u00fcber berichtet. Damit will die Staatsregierung H\u00e4rten abfedern, wenn vom kommenden Montag (18. Januar) an eine FFP2-Maskenpflicht im \u00f6ffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielf\u00e4ltige Forderungen von Sozialverb\u00e4nden und der Opposition. Die FFP2-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Gesch\u00e4ften wird erst f\u00fcr Jugendliche ab 15 Jahren gelten. Kinder bis einschlie\u00dflich 14 Jahre bleiben ausgenommen. In Hessen ist erstmals bei einem Patienten die wom\u00f6glich ansteckendere Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wird der Mann in einer hessischen Klinik intensivmedizinisch behandelt. Angesteckt habe er sich durch direkten Kontakt zu einer Person, die aus Gro\u00dfbritannien nach Deutschland eingereist war. Die Viruslinie B.1.1.7 war in Gro\u00dfbritannien bei einer Routine-\u00dcberwachung des Virus entdeckt worden und hat sich dann sehr stark ausgebreitet. Angesichts hoher Corona-Zahlen soll in Gro\u00dfbritannien demn\u00e4chst rund um die Uhr geimpft werden. Premierminister Boris Johnson k\u00fcndigte am Mittwoch im Parlament an, der Betrieb von 24-Stunden-Impfzentren solle &#8222;so bald wie m\u00f6glich&#8220; aufgenommen werden. Derzeit halte ein Mangel an Impfstoff jedoch eine noch raschere Impfkampagne zur\u00fcck. Gro\u00dfbritannien ist im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Die Zahl der Einweisungen in Krankenh\u00e4user ist h\u00f6her als zum H\u00f6hepunkt der ersten Welle im Fr\u00fchjahr. In Teilen des Landes stehen die Kliniken kurz vor dem Kollaps. Verantwortlich wird daf\u00fcr auch eine neue Virus-Mutation gemacht, die sich nach Ansicht von Experten erheblich schneller ausbreitet als die bisher vorherrschende Variante. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz \u2013 die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche \u2013 liegt landesweit bei knapp 600. In der Hauptstadt London betr\u00e4gt der Wert sogar mehr als 1000. Th\u00fcringen hat Sachsen als Bundesland mit den meisten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche abgel\u00f6st. Das Berliner Robert Koch-Institut meldete am Mittwoch (Stand 0 Uhr) einen Sieben-Tage-Wert von 324,2 neuen F\u00e4llen bezogen auf diese Einwohnerzahl. In Sachsen, das wochenlang vor Th\u00fcringen rangierte, lag dieser Wert am Mittwoch bei rund 304,4 Infektionen. Th\u00fcringen hat an die 2,1 Millionen Einwohner. Bundesweit gr\u00f6\u00dfter Corona-Hotspot ist der th\u00fcringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Laut RKI gab es dort in den vergangenen sieben Tagen rund 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Der Kreis hat 103.000 Einwohner. Auch die Kreise Altenburger Land (473,2), Hildburghausen (454,1), Saale-Orla (449,5) und Unstrut-Hainich (414,7) geh\u00f6ren zu den zehn bundesweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreisen in diesem Zeitraum. CSU-Vizechef Manfred Weber ist f\u00fcr ein EU-Zertifikat f\u00fcr Corona-Geimpfte, das freies Reisen im Schengen-Raum erm\u00f6glicht. &#8222;Wenn die Menschen geimpft sind, m\u00fcssen sie mit einem entsprechenden Papier in der EU reisen k\u00f6nnen&#8220;, sagte der Fraktionschef der Europ\u00e4ischen Volkspartei am Mittwoch. Die EU-Staaten m\u00fcssten schnell handeln und bereits bei ihrem Videogipfel n\u00e4chste Woche (21. Januar) eine Orientierung geben. Weber stellte sich damit hinter einen Vorschlag des griechischen Ministerpr\u00e4sidenten Kyriakos Mitsotakis. Dagegen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausdr\u00fccklich vor Privilegien f\u00fcr Geimpfte gewarnt, weil dies auf einen Impfzwang durch die Hintert\u00fcr hinauslaufen k\u00f6nnte. Weber argumentierte im Gespr\u00e4ch mit Journalisten: &#8222;Wir m\u00fcssen eine Fragmentierung der Reisefreiheit in der EU unbedingt vermeiden, damit nicht jedes Land mit eigenen Regeln kommt.&#8220; N\u00f6tig sei ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis der EU-Staaten. Der Vorschlag sei auch aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden hilfreich. &#8222;So k\u00f6nnte der wirtschaftliche Schaden mitten in der schweren Wirtschaftskrise begrenzt werden&#8220;, sagte Weber. Trotz heftiger Proteste von Gastronomen und anderen Unternehmern sind auf den spanischen Urlaubsinseln Mallorca und Ibiza die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Pandemie drastisch versch\u00e4rft worden. Seit Mittwoch m\u00fcssen dort unter anderem alle Restaurants, Bars, Caf\u00e9s und Fitnessstudios zun\u00e4chst f\u00fcr zwei Wochen schlie\u00dfen. Zudem sind auch private Treffen von Menschen, die nicht im selben Haushalt leben, sowohl zu Hause als auch in der \u00d6ffentlichkeit verboten. Diese und weitere Einschr\u00e4nkungen des \u00f6ffentlichen Lebens hatte die Regierung der Balearen am Montagabend wegen der anziehenden Infektionszahlen beschlossen. Die Balearen hatten die Pandemie lange Zeit relativ gut im Griff. Seit Dezember wird die Lage aber immer besorgniserregender. Zeitweise hatten die Inseln die h\u00f6chsten Zahlen ganz Spaniens. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Mittwoch nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid bei gut 304. Das ist fast so hoch wie in dem in Deutschland besonders betroffenen Bundesland Th\u00fcringen und wesentlich h\u00f6her als im Durchschnitt Spaniens, wo dieser Wert bei knapp 254 lag. Die Lage in den Krankenh\u00e4usern ist entsprechend prek\u00e4r. Nach 640 Neuinfektionen binnen 24 Stunden n\u00e4herte sich die Region mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern am Dienstag der Marke von insgesamt 42.000 Ansteckungen. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 sterben, kletterte um 7 auf insgesamt 498. Japans Ministerpr\u00e4sident Yoshihide Suga hat wegen wieder deutlich gestiegener Coronavirus-F\u00e4lle den Notstand \u00fcber den Gro\u00dfraum Tokio hinaus auf sieben weitere Pr\u00e4fekturen ausgeweitet. Das entschied Suga am Mittwoch, wenige Monate vor den in Tokio geplanten Olympischen Spielen. Der Notstand gilt damit nun vorl\u00e4ufig bis zum 7. Februar f\u00fcr elf Pr\u00e4fekturen, darunter auch in Kyoto, Osaka und Fukuoka. Diese Pr\u00e4fekturen machen mehr als die H\u00e4lfte der Bewohner Japans und rund 60 Prozent der Wirtschaft des Landes aus. Ein Lockdown ist die Ma\u00dfnahme jedoch nicht: Restaurants und Bars sollen ab 19 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und schon um 20 Uhr schlie\u00dfen. Die B\u00fcrger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20 Uhr auszugehen. Anders als in anderen L\u00e4ndern sieht der Notstand jedoch keine Geldbu\u00dfen bei Zuwiderhandlungen vor. Angesichts weiterhin hoher Neuinfektionszahlen will die italienische Regierung den Ausnahmezustand bis zum 30. April verl\u00e4ngern. Sie halte das f\u00fcr angemessen, da der Risikoindex dramatisch gestiegen sei, sagt Gesundheitsminister Roberto Speranza vor dem Parlament. Der Ausnahmezustand l\u00e4uft nach derzeitigem Stand am 31. Januar aus. Er r\u00e4umt der Zentralregierung in Rom gr\u00f6\u00dfere Befugnisse ein und erleichtert den Entscheidungsprozess. In Italien sind seit Bekanntwerden des ersten Falles am 21. Februar vergangenen Jahres 79.819 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Das ist der zweith\u00f6chste Wert in Europa und der sechsth\u00f6chste weltweit. Bislang wurden mehr als 2,3 Millionen Infektionsf\u00e4lle registriert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut eine Absage erteilt. &#8222;Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben. Und das gilt&#8220;, sagte Spahn am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung setze auf Argumente, Informationen und Vertrauen in den Impfstoff. Auch das Pflegepersonal in Deutschland wolle er mit Argumenten \u00fcberzeugen. &#8222;Das ist \u00fcbrigens auch die Wertsch\u00e4tzung, die Pflegekr\u00e4fte in dieser Pandemie erwarten&#8220;, sagte Spahn. Seit Monaten sagten alle, dass sie einen der schwersten Jobs in der Pandemie h\u00e4tten. &#8222;Ich finde, dann sollten wir auch mit ihnen \u00fcber das Impfen reden&#8220;, so der CDU-Politiker vor einer Regierungserkl\u00e4rung im Bundestag, die f\u00fcr Mittwochmittag geplant war. Zuvor hatte der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) eine Debatte \u00fcber eine Impfpflicht f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte in Heimen gefordert. Der deutsche Ethikrat m\u00fcsse sich damit besch\u00e4ftigen, sagte er im ZDF und der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220;. Auch Justizministerin Christine Lambrecht \u00e4u\u00dferte sich zu einer Impfpflicht. Sie ist wie Spahn dagegen. Nach dem Nachweis von rund zwei Dutzend neuen Corona-Infektionen haben die Beh\u00f6rden in der nordostchinesischen Provinz Heilongjiang den Ausnahmezustand verh\u00e4ngt. Die 37,5 Millionen Einwohner der Provinz d\u00fcrften die Region nur noch in Ausnahmef\u00e4llen verlassen, teilten die Beh\u00f6rden am Mittwoch mit. Konferenzen und andere Versammlungen m\u00fcssten abgesagt werden. In mehreren Regionen Chinas gelten derzeit wegen kleiner Corona-Infektionsherde wieder Lockdown-Ma\u00dfnahmen. Zuletzt waren in der Provinz Hebei mehrere Millionenst\u00e4dte abgeriegelt worden. Hintergrund der neuen Ma\u00dfnahme ist die Entdeckung von 28 Corona-Infektionen in der Regionalhauptstadt Harbin, wo im Winter das traditionelle Eis- und Schneefest mit Millionen Besuchern stattfindet. Zw\u00f6lf der positiv auf das Coronavirus Getesteten zeigten nach Beh\u00f6rdenangaben keine Symptome. Der weltgr\u00f6\u00dfte Inselstaat Indonesien hat am Mittwoch mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Pr\u00e4sident Joko Widodo lie\u00df sich im Pr\u00e4sidentenpalast als erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Damit wollte er der Bev\u00f6lkerung zeigen, dass das Vakzin sicher ist. Anders als andere L\u00e4nder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des \u00f6ffentlichen Dienstes zun\u00e4chst j\u00fcngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunit\u00e4t zu erreichen. Das viertbev\u00f6lkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 270 Millionen Einwohnern ist der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in S\u00fcdostasien. &#8222;Mit den Impfungen soll die Kette der Coronavirus-\u00dcbertragung unterbrochen, die Gesundheit der Menschen gesch\u00fctzt und die Erholung der Wirtschaft unterst\u00fctzt werden&#8220;, sagte Widodo. Die indonesische Arzneimittelagentur hatte am Montag eine Notfallzulassung f\u00fcr den Sinovac-Impfstoff erteilt. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus erneut ausgeschlossen. &#8222;Die Bundesregierung hat klar gesagt, dass es keine Pflicht zur Impfung gegen Corona geben wird. Das Wort der Bundesregierung gilt&#8220;, sagte die SPD-Politikerin der &#8222;Rheinischen Post&#8220; (Mittwoch). &#8222;Wenn die Menschen von der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung \u00fcberzeugt sind, werden sich die Allermeisten auch impfen lassen.&#8220; Es sei eine Frage der Vernunft und der Verantwortung, sich und andere durch die Impfung zu sch\u00fctzen, sagte Lambrecht. &#8222;Das gilt auch dort, wo es ganz besonders auf die Impfung ankommt: in den Krankenh\u00e4usern, Alten- und Pflegeheimen.&#8220; Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Israel an zwei Tagen in Folge mehr als 9.000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9.025 F\u00e4lle verzeichnet. Der Anteil der positiven Tests betrug 7,2 Prozent. Am Vortag war mit 9.670 der bisherige H\u00f6chststand vermeldet worden. Mehr als 9.000 Neuinfektionen an einem Tag wurden in Israel bislang erst drei Mal nachgewiesen. Seit vergangenem Freitag gilt ein sogenannter harter Lockdown mit Ma\u00dfnahmen wie der Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheits\u00e4mter meldeten am Mittwoch 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist binnen 24 Stunden um mindestens 226.954 auf 22,69 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Mindestens 4.336 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesf\u00e4lle erh\u00f6hte sich damit auf 380.524. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesf\u00e4lle auf. Der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet ist gegen eine Impfpflicht. &#8222;V\u00f6llig klar: Die Impfbereitschaft gerade bei Pflegekr\u00e4ften ist noch zu niedrig. Das muss deutlich besser werden&#8220;, sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &#8222;Es ist daher richtig, dass (CSU-Chef) Markus S\u00f6der dar\u00fcber nachdenkt, wie wir unter Einbeziehung des Ethikrates die Impfquote erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Ich begr\u00fc\u00dfe das ausdr\u00fccklich. Eine generelle Impfpflicht in der Bev\u00f6lkerung lehne ich ab \u2013 das w\u00fcrde viel Vertrauen in den Impfstoff zerst\u00f6ren.&#8220; Die gef\u00e4hrliche britische Coronavirus-Mutation macht laut einer Studie schon jetzt etwa ein Prozent der positiven Corona-Tests in Frankreich aus. Die Variante sei nicht konzentriert aufgetreten, sondern \u00fcberall im Land zu finden, sagte Gesundheitsminister Olivier V\u00e9ran am Dienstag bei einer Anh\u00f6rung vor dem Sozialausschuss des Senats. Die Studie, deren detaillierte Ergebnisse noch nicht ver\u00f6ffentlicht wurden, umfasst alle positiven PCR-Tests vom vergangenen Donnerstag und Freitag. Ziel der Studie sei es, &#8222;eine erste Kartierung&#8220; der Verbreitung der britischen Variante in Frankreich zu erstellen, erkl\u00e4rte die franz\u00f6sische Gesundheitsbeh\u00f6rde am Freitag. &#8222;Was in England passiert, wird wahrscheinlich auch mit uns passieren&#8220;, sagte Anne-Claude Cr\u00e9mieux, Professorin f\u00fcr Infektionskrankheiten am Saint-Louis-Krankenhaus in Paris, am Dienstag im Sender RTL. Entweder das Virus sei erst zu ein bis zwei Prozent verbreitet, dann gebe es noch etwas Zeit f\u00fcr Ma\u00dfnahmen &#8211; &#8222;oder wir sind bereits bei zehn bis 20 Prozent und m\u00fcssen uns auf die englische Situation in den n\u00e4chsten Tagen vorbereiten&#8220;. Flugreisende in die USA m\u00fcssen ab Ende Januar einen negativen Covid-Test vorweisen. Dieser m\u00fcsse innerhalb von drei Tagen vor Abflug gemacht worden sein, teilte das Zentrum zur Seuchenbek\u00e4mpfung (CDC) am Dienstag mit. Betroffen seien alle internationalen Verbindungen \u2013 und hier alle Reisenden ab zwei Jahren. Ausnahmen gibt es f\u00fcr Passagiere, die nur in den USA umsteigen, aber nicht ins Land einreisen. Die neuen Regeln treten am 26. Januar in Kraft. Auch US-B\u00fcrger, die aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten reisen, m\u00fcssen einen negativen Coronavirus-Test vorlegen. Das Nachbarland Kanada und viele weitere Staaten verlangen ebenfalls Tests bei internationalen Flugverbindungen. China meldet den st\u00e4rksten Anstieg von Neuinfektionen seit mehr als f\u00fcnf Monaten. Laut Gesundheitsbeh\u00f6rde sind es 115 neue F\u00e4lle, nachdem es am Tag zuvor nur 55 waren. Aus Sicht des Deutschen Ethikrates kann unter bestimmten Umst\u00e4nden \u00fcber eine &#8222;bereichsbezogene Impfpflicht&#8220; nachgedacht werden. &#8222;Wir haben eine allgemeine Impfpflicht aus ethischen Gr\u00fcnden ausgeschlossen&#8220;, sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Dienstagabend gegen\u00fcber den ARD-&#8222;Tagesthemen&#8220;. Der Ethikrat habe aber auch erkl\u00e4rt, dass unter bestimmten Umst\u00e4nden \u00fcber eine &#8222;bereichsbezogene Impfpflicht&#8220; nachzudenken sei. Dabei ginge es etwa um die Versorgung von Patienten, die man nicht anders sch\u00fctzen kann, &#8222;als dass die Menschen, die sie versorgen, geimpft sind.&#8220; Die andere Bedingung f\u00fcr das Nachdenken \u00fcber eine Impfpflicht sei, dass &#8222;wir noch sehr viel mehr Wissen br\u00e4uchten, dass die Impfung daf\u00fcr sorgt, dass die geimpfte Person niemanden mehr anstecken kann&#8220;. CSU-Chef Markus S\u00f6der hatte eine Impfpflicht f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte zum Thema gemacht. Buyx sagte dazu: &#8222;Es w\u00e4re sehr sorgsam zu pr\u00fcfen, ob eine Situation besteht, in der es keine andere M\u00f6glichkeit gibt, als \u00fcber eine solche Impfpflicht nachzudenken.&#8220; Und weiter: &#8222;Wir haben das nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen.&#8220; Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infektionen hat die Regierung in den Niederlanden den Lockdown bis zum 9. Februar verl\u00e4ngert. &#8222;Ich denke, Sie werden heute Abend nicht sehr \u00fcberrascht sein, dass wir den Lockdown um drei Wochen verl\u00e4ngern mussten&#8220;, sagte Ministerpr\u00e4sident Mark Rutte vor Journalisten. Eigentlich h\u00e4tten die strikten Ma\u00dfnahmen am 19. Januar aufgehoben werden sollen. &#8222;So gut wie jeder wird verstehen, dass es keine andere Wahl gibt&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. Die Verbreitung einer mutierten Virus-Version in England und Irland bedrohe auch die Niederlanden und sei &#8222;alarmierend, um es gelinde auszudr\u00fccken&#8220;, sagte Rutte. Die niederl\u00e4ndische Regierung erw\u00e4gt demnach auch die Verh\u00e4ngung einer n\u00e4chtlichen Ausgangssperre und l\u00e4sst diese Ma\u00dfnahme von den Gesundheitsbeh\u00f6rden pr\u00fcfen. Die derzeit geltenden strikten Ma\u00dfnahmen sehen eine Schlie\u00dfung der Schulen und aller Gesch\u00e4fte vor, die nicht der Grundversorgung dienen. Es ist untersagt, mehr als zwei Menschen in seiner Wohnung zu empfangen. Am Montag wurden in dem Land rund 5400 Neuansteckungen verzeichnet. Die Zahl der Todesf\u00e4lle liegt mittlerweile bei mehr als 12.400. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich ausdr\u00fccklich hinter den umstrittenen Kurs von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei den Corona-Impfungen gestellt. Es \u00e4hnele wissenschaftlich und logistisch einer Gro\u00dfleistung, dass man zehn Monate nach Ausbruch einer Pandemie einen Impfstoff habe, sagte Merkel nach Angaben mehrerer Teilnehmer in der ersten Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause. Dies gelte auch daf\u00fcr, dass sogar schon Impfstoff vorproduziert worden sei, so dass es schon kurz nach der Zulassung erste Impfungen in vielen L\u00e4ndern der Welt gegeben habe. Dass dies gelungen sei, habe sehr viel mit der Arbeit von Spahn zu tun, sagte Merkel demnach. Daf\u00fcr wolle sie sich ausdr\u00fccklich bedanken. Man solle nicht daran herumm\u00e4keln. Vom Koalitionspartner SPD gibt es Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen, auch die Organisation von Impfterminen vor Ort sorgte zuletzt f\u00fcr \u00c4rger. Merkel sagte demnach mit Blick auf den zur Verf\u00fcgung stehenden Impfstoff, kritisch seien die ersten beiden Quartale 2021. Vom dritten Quartal an werde Deutschland so viel Impfstoff haben, dass man eher etwas abgeben k\u00f6nne, als dass man noch mehr brauche. &#8222;Insgesamt haben wir mehr als genug Impfstoff&#8220;, wurde die Kanzlerin zitiert. Das lasse sich jetzt schon absehen, selbst wenn nicht alle Hersteller eine Zulassung bekommen w\u00fcrden. Dies mache Hoffnung, dass man aus der sehr schwierigen Lage im Winter herauskommen k\u00f6nne. Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet einem &#8222;Bild&#8220;-Bericht zufolge damit, dass der Corona-Lockdown noch bis Anfang April dauern muss. Die Zeitung beruft sich auf Teilnehmer der Sitzung der AG Innen der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion. &#8222;Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine zehnfache Inzidenz. Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Ma\u00dfnahmen&#8220;, zitierte &#8222;Bild&#8220; am Dienstag Merkel unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer und den Verweis auf die in Gro\u00dfbritannien aufgetretene infekti\u00f6sere Virus-Mutation. Der CDU\/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus bef\u00fcrwortete einen h\u00e4rteren Lockdown, sollte sich die Virus-Mutationen in Deutschland ausbreiten. Dann sollten die Ma\u00dfnahmen noch einmal &#8222;angesch\u00e4rft&#8220; werden, sagt er vor der Fraktionssitzung. Wichtig sei aber nun, dass die L\u00e4nder die bereits getroffenen Beschl\u00fcsse auch konsequent umsetzen. Schulen m\u00fcssten weiter geschlossen bleiben und Bewohner in Pflege- und Altenheimen konsequent gesch\u00fctzt werden. Bislang ist der Lockdown bis zum 31. Januar geplant. Die Ukraine will den russischen Corona-Impfstoff &#8222;Sputnik V&#8220; nicht zulassen und auf andere Impfstoffe warten. Die Regierung in Kiew h\u00e4lt das Mittel gegen das Coronavirus f\u00fcr nicht ausreichend klinisch getestet. &#8222;Russland denkt nicht an die Gesundheit der Ukrainer. Es denkt an das Aufzw\u00e4ngen seiner propagandistischen Stempel und Ideologien&#8220;, sagte Au\u00dfenminister Dmitri Kuleba am Dienstag dem Fernsehsender 1+1. Es gebe keine abschlie\u00dfenden medizinischen Gutachten zur Wirksamkeit des Vakzins, sagte er. Viele L\u00e4nder, darunter etwa Ungarn, Serbien und Argentinien, setzen hingegen auf &#8222;Sputnik V&#8220;. Damit ist f\u00fcr die krisengesch\u00fcttelte und v\u00f6llig verarmte Ukraine ein Impfstart nicht in Sicht. In \u00d6sterreich gibt es bei 17 Skilehrern den Verdacht, dass sie mit der Coronavirus-Mutation infiziert sind. Das berichtet der &#8222;ORF&#8220;. Die zu einem gro\u00dfen Teil britischen Staatsb\u00fcrger sind derzeit in der Gemeinde Jochberg (Bezirk Kitzb\u00fchel), wegen einer beruflichen Weiterbildung bzw. Ausbildung zum Skilehrer. Einige h\u00e4tten Symptome. Die angehenden Skilehrer waren kurz vor dem Landeverbot f\u00fcr Fl\u00fcge aus England in \u00d6sterreich gelandet. Ein endg\u00fcltiges Test-Ergebnis zur Virus-Mutation soll in einer Woche vorliegen. Nach dem gr\u00f6\u00dften Ausbruch des Coronavirus in China seit Monaten haben die Beh\u00f6rden die Ausgangssperren f\u00fcr Millionen von Menschen vor den Toren Pekings ausgeweitet. Nach den 18 Millionen Einwohnern der Metropolen Shijiazhuang und Xingtai sollen auch die f\u00fcnf Millionen Bewohner des Verwaltungsbezirks von Langfang s\u00fcdlich der chinesischen Hauptstadt f\u00fcr sieben Tage nicht vor die T\u00fcr, wie die Stadtregierung am Montag verk\u00fcndete. Nachdem China das Virus seit dem Sommer nach offiziellen Angaben weitgehend im Griff und das Leben sich l\u00e4ngst normalisiert hatte, sind die Beh\u00f6rden h\u00f6chst alarmiert. Bisher wurden rund 500 Infektionen in der Provinz Hebei nachgewiesen, die Peking umschlie\u00dft. Die Gesundheitskommission berichtete dort am Dienstag von 40 neuen F\u00e4llen. Am Vortag waren es 82 Infektionen in Hebei gewesen und 103 landesweit \u2013 die h\u00f6chste Tageszahl in China seit Juli. Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europ\u00e4ischen Union beantragt. \u00dcber den Antrag auf bedingte Marktzulassung k\u00f6nne voraussichtlich bereits Ende Januar entscheiden werden, teilte die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam mit. Sie hat bisher die Impfstoffe von Biontech\/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt zugelassen. Verfassungsrechtler haben die Corona-Impfverordnung in Deutschland ger\u00fcgt, weil diese keine ausreichende verfassungsgem\u00e4\u00dfe Rechtsgrundlage in Form eines Parlamentsgesetzes habe. So schreibt Staatsrechtlerin Anna Leisner-Egensperger von der Universit\u00e4t Jena laut &#8222;Welt&#8220; in einer Stellungnahme f\u00fcr den Bundestag, dass es f\u00fcr die in der Verordnung festgelegte Reihenfolge bei den Impfungen keine verfassungskonforme Erm\u00e4chtigungsgrundlage gebe. Auch die Rechtsexpertin Andrea Kie\u00dfling von der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum r\u00fcgt laut &#8222;Bild&#8220;, dass es derzeit keine Vorschrift gebe, &#8222;die das Bundesgesundheitsministerium zur Festlegung der Impfreihenfolge erm\u00e4chtigt&#8220;. Ungeachtet eines dritten Corona-Lockdowns sind die Infektionszahlen in Israel auf einen neuen H\u00f6chststand geklettert. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, binnen 24 Stunden seien 9.589 neue F\u00e4lle registriert worden. Das ist der h\u00f6chste Stand seit Beginn der Pandemie. Insgesamt \u00fcberschritt die Zahl der bisher Infizierten im Land die Marke von einer halben Million. Der Anteil der positiven Tests lag bei 7,6 Prozent. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheits\u00e4mter meldeten am Dienstag 12.802 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel. Im Zoo von San Diego im US-Staat Kalifornien sind Gorillas positiv auf Coronavirus getestet worden. Mittels Stuhlprobentests sei die Infektion bei zwei Tieren, die gehustet h\u00e4tten, festgestellt worden, teilte der Zoo am Montag mit. Es sei nicht auszuschlie\u00dfen, dass weitere Tiere in der Gruppe infiziert seien, hie\u00df es. Die Gorillas befinden sich gemeinsam in Quarant\u00e4ne. Sie w\u00fcrden essen und trinken und es gehe ihnen abgesehen von Husten und leichten Beschwerden gut, sagte Zoo-Leiterin Lisa Peterson in einer Mitteilung. &#8222;Wir hoffen auf eine vollst\u00e4ndige Genesung&#8220;. Es wird vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben. Die Einrichtung ist seit Anfang Dezember f\u00fcr Besucher geschlossen. Zur besseren \u00dcbersicht haben wir den Newsblog am 12. Januar 2021 neu aufgesetzt.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des schleppenden Impfstarts beraten Bund und L\u00e4nder heute \u00fcber das weitere Vorgehen. Eine gute Nachricht kommt derweil vom Impfstoffhersteller Biontech. Aufgrund des schleppenden Impfstarts beraten Bund und L\u00e4nder heute \u00fcber das weitere Vorgehen. Eine gute Nachricht kommt derweil vom Impfstoffhersteller Biontech. Alle Infos im Newsblog. 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