<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1916824,"date":"2021-06-03T23:35:00","date_gmt":"2021-06-03T21:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1916824"},"modified":"2021-06-03T23:07:07","modified_gmt":"2021-06-03T21:07:07","slug":"zwischen-zinssorgen-und","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/06\/zwischen-zinssorgen-und\/","title":{"rendered":"Zwischen Zinssorgen und"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Starke Umfragedaten zum US-Arbeitsmarkt haben heute erneut Zinssorgen gesch\u00fcrt und die Wall Street belastet. Dass die Verluste nicht gr\u00f6\u00dfer ausfielen, lag an den ge\u00e4nderten Steuerpl\u00e4nen von Pr\u00e4sident Joe Biden.<\/b><br \/>\nStarke Umfragedaten zum US-Arbeitsmarkt haben heute erneut Zinssorgen gesch\u00fcrt und die Wall Street belastet. Dass die Verluste nicht gr\u00f6\u00dfer ausfielen, lag an den ge\u00e4nderten Steuerpl\u00e4nen von Pr\u00e4sident Joe Biden. Die Unternehmenssteuern k\u00f6nnten weniger stark steigen als urspr\u00fcnglich geplant. US-Pr\u00e4sident Joe Biden will Insidern zufolge doch nicht die K\u00f6rperschaftssteuer auf bis zu 28 Prozent erh\u00f6hen. Im Streit mit den Republikanern um einen Infrastruktur-Deal hat Biden offenbar angeboten, den Plan fallen zu lassen und stattdessen eine Mindeststeuer von 15 Prozent festzulegen. Anleger zeigten sich erfreut. Das Thema Steuern k\u00f6nne sich an den B\u00f6rsen von Gegenwind zu R\u00fcckenwind entwickeln, meinte Anlagestratege Rob Sechan vom Verm\u00f6gensverwalter NewEdge Wealth. Vorerst sorgen aber zu starke Konjunkturdaten f\u00fcr Gegenwind. Laut Daten des Personaldienstleisters ADP stellten die US-Unternehmen wegen des Fr\u00fchjahrsaufschwungs so viel Personal ein wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Im Mai wurden in der Privatwirtschaft 978.000 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen. Experten hatten lediglich mit 650.000 neuen Stellen gerechnet. Zudem fiel der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex f\u00fcr den Dienstleistungssektor ebenfalls stark aus. Er stieg von 62,7 Z\u00e4hler im April auf 64,0 Punkte im Mai. Die US-Dienstleister erh\u00f6hten ihr ohnehin schon starkes Wachstum auf Rekordtempo. Doch die rasante Erholung der US-Wirtschaft verst\u00e4rkt gleichzeitig die Inflations- und Zinssorgen. Denn je hei\u00dfer die Wirtschaft l\u00e4uft, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr einer hohen Inflation. Die US-Notenbank m\u00fcsste dann einschreiten und die Zinsen fr\u00fcher als geplant anheben. Folglich scheuten heute Anleger vor gro\u00dfen Engagements zur\u00fcck. Der Dow Jones stagnierte bei 34.577 Punkte, der breit gefasste S&amp;P 500 fiel um knapp 0,4 Prozent auf 4.192 Z\u00e4hler. Besonders Tech-Aktien wurden gemieden. Die technologielastige Nasdaq 100 sackte um \u00fcber ein Prozent ab. Nach einem starken ersten Quartal mit st\u00e4ndig neuen Rekorden ist die Luft an den Aktienm\u00e4rkten d\u00fcnner geworden. Die Wall Street tut sich seit Tagen schwer. Gespannt blicken die Wall-Street-Investoren auf den morgigen offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, bei dem nicht nur die Stellen aus der Privatwirtschaft, sondern auch der \u00f6ffentlichen Hand gez\u00e4hlt werden. F\u00e4llt dieser deutlich besser aus als erwartet, d\u00fcrften die Zinssorgen wieder zunehmen. &#8222;Die US-Wirtschaft wird sich weiter erholen, und das k\u00f6nnte langfristig zu einigen Inflationssorgen f\u00fchren&#8220;, meint Aktienstratege Jon Adams vom Verm\u00f6gensverwalter BMO Global Asset Management. Auch am deutschen Aktienmarkt herrschte Zur\u00fcckhaltung an Fronleichnam, der in mehreren Bundesl\u00e4ndern ein Feiertag war. Der DAX konnte seine Rekordjagd nicht fortsetzen &#8211; und legte eine kleine Verschnaufpause ein. Immerhin schloss der deutsche Leitindex noch 0,2 Prozent im Plus, nachdem er im Tagesverlauf lange im Minus gelegen hatte. Unterst\u00fctzung kam vom Dow, der seine anf\u00e4nglichen Verluste eind\u00e4mmte, und vom schw\u00e4cheren Euro. Der Dollar legte nach den ADP-Daten kr\u00e4ftig zu, w\u00e4hrend der Euro schw\u00e4chelte. Am sp\u00e4ten Nachmittag kostete die Gemeinschaftsw\u00e4hrung 1,2135 Dollar und damit fast einen Cent weniger als im Tageshoch. Selbst positive Konjunkturdaten aus Europa verpufften in diesem Umfeld. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich aufgehellt und ist auf den h\u00f6chsten Stand seit gut drei Jahren gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit zog im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Punkte an auf 57,1 Z\u00e4hler. Die laufende Konjunkturerholung und die damit verbundene steigende Nachfrage trieb die \u00d6lpreise zeitweise auf den h\u00f6chsten Stand seit mehreren Jahren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zwischenzeitlich fast 72 Dollar. Das ist der h\u00f6chste Stand seit Mai 2019. Der Preis f\u00fcr ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte auf 69,40 Dollar, bevor er dann die Gewinne wieder abgab. Teurer war diese Sorte zuletzt im Oktober 2018. Der Goldpreis gab indes um 0,7 Prozent nach auf 1895 Dollar je Feinunze. Der mittelfristige Aufw\u00e4rtstrend bei dem gelben Edelmetall bleibt dennoch intakt. Erst am Dienstag war Gold auf den h\u00f6chsten Stand seit f\u00fcnf Monaten gestiegen. Gold profitiert von der hohen Inflation und den folglich deutlich negativen Realzinsen, also den Zinsen abz\u00fcglich der Inflation. Rohstoff-Experte Carsten Fritsch von der Commerzbank rechnet daher bis zum Jahresende mit einem Anstieg des Goldpreises auf 2000 Dollar je Feinunze. Die t\u00fcrkische Lira blieb unter Druck. Heute mussten f\u00fcr einen US-Dollar 8,63 Lira gezahlt werden. Gestern war die t\u00fcrkische Landesw\u00e4hrung zu Dollar und Euro auf Rekordtiefst\u00e4nde gefallen. Hintergrund sind schwere Bedenken zur Unabh\u00e4ngigkeit der Notenbank. Selbst etwas besser als erwartet ausgefallene Inflationsdaten k\u00f6nnen der t\u00fcrkischen W\u00e4hrung nicht helfen. Nach Angaben des t\u00fcrkischen Statistikamts betrug die landesweite Teuerung im Mai 16,59 Prozent, nach 17,25 Prozent im April. Der hohe Inflationsdruck lastet seit langem auf der Lira. Zugleich erh\u00f6ht eine fallende Lira die Inflation, da viele Waren und in Dollar notierende Rohstoffe f\u00fcr teures Geld aus dem Ausland importiert werden m\u00fcssen. Letztlich handelt es sich also um einen sich selbst verst\u00e4rkenden \u00f6konomischen Teufelskreis. Die Erholung bei der weltweit wichtigsten und bekanntesten Cyberdevise ging weiter: Der Bitcoin stieg heute auf knapp 39.000 Dollar. Mitte Mai war die Kryptow\u00e4hrung nach kritischen \u00c4u\u00dferungen der chinesischen Zentralbank noch bis auf rund 30.000 Dollar abgest\u00fcrzt. Auch die als Parodie gestartete Kryptow\u00e4hrung Dogecoin sorgte weiter f\u00fcr Aufsehen. Nach dem gestrigen Kurssprung von \u00fcber 30 Prozent konnte sie heute weitere zehn Prozent zulegen. Als Ausl\u00f6ser der Rally gilt der geplante Handel mit Dogecoin an der Kryptob\u00f6rse Coinbase. In den vergangenen Monaten hatte auch Tesla-Chef Elon Musk mehrfach f\u00fcr die Cyberdevise getrommelt. Der schw\u00e4chere Euro gab vor allem Aktien von stark exportorientierten Firmen Auftrieb, besonders Autoaktien. So waren die Titel von BMW mit einem Plus von rund vier Prozent gr\u00f6\u00dfter DAX-Gerwinner. Die M\u00fcnchner verkauften im Mai hierzulande 92 Prozent mehr Fahrzeuge als im Corona-gepr\u00e4gten Vorjahrersmonat. Insgesamt wurden im vergangenen Monat in Deutschland knapp 231.000 Pkw neu zugelassen. Das sind 37 Prozent mehr als im Mai 2020. Zu den Verlierern im DAX z\u00e4hlten Vonovia und Deutsche Wohnen. Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Wohnungsvermieter Vonovia hat sich schon vor dem offiziellen Start des \u00dcbernahmeangebots f\u00fcr die Deutsche Wohnen mehr als sieben Prozent der Anteile gesichert, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Vonovia strebt mehr als 50 Prozent an. Der Chemiekonzern BASF erw\u00e4gt einem Medienbericht zufolge zusammen mit dem Finanzinvestor Clayton Dubilier &amp; Rice (CD&amp;R) einen milliardenschweren Verkauf des Spezialchemieunternehmens Solenis. Zudem w\u00fcrde ein B\u00f6rsengang von Solenis gepr\u00fcft, berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. BASF und CD&amp;R peilten demnach eine Bewertung von bis zu f\u00fcnf Milliarden Dollar einschlie\u00dflich Schulden an. Am sp\u00e4ten Abend gab die Deutsche B\u00f6rse ein gro\u00dfes St\u00fchler\u00fccken im MDAX und SDAX bekannt: Auto1 steigt in die zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche B\u00f6rsenliga auf. Die Online-Autoplattform ersetzt im MDAX den Wafer-Hersteller Siltronic, der in den SDax wandert. Die \u00c4nderungen gelten ab dem 21. Juni. Noch mehr Aufsteiger gibt es im SDAX: Die Vodafone-Funkmastentochter Vantage Towers, der von Allgeier abgespaltene Dienstleister f\u00fcr digitale Produktentwicklung Nagarro sowie der Leasingdienstleister Grenke ziehen in den SDax auf. Ihnen Platz machen m\u00fcssen der Druckmaschinenhersteller Koenig &amp; Bauer, der Immobilien-Investmentmanager Corestate sowie der Autozulieferer Leoni. Wichtig sind Index-\u00c4nderungen vor allem f\u00fcr Fonds, die Indizes \u00fcber ETFs exakt nachbilden. Im MDAX waren Papiere von Nordex zeitweise stark gefragt. Der Hamburger Windkraftkonzern hat einen neuen Auftrag aus Spanien an Land gezogen. Marktbeobachter sprachen von einer technischen Gegenreaktion auf die am Vortag erlittenen Kursverluste. Zur Wochenmitte war die gesamte Windkraftbranche unter Druck geraten. Der Bezahldienst Paypal will verst\u00e4rkt ins angestammte Gesch\u00e4ft des Rivalen Klarna mit &#8222;Sp\u00e4ter-Bezahlen&#8220;-Angeboten vorsto\u00dfen. Die US-Firma k\u00fcndigte eine Option zum Zahlen von Eink\u00e4ufen nach 30 Tagen an. Au\u00dferdem werden H\u00e4ndler k\u00fcnftig einen entsprechenden Button in ihre Shops integrieren k\u00f6nnen, mit dem Kunden die Option direkt ausw\u00e4hlen. Die Neuerungen sollen in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. \u00dcber den App Store von Apple ist im Corona-Jahr 2020 einer Studie zufolge 24 Prozent mehr Gesch\u00e4ftsvolumen abgewickelt worden als im Vorjahr. Das App-Store-System erm\u00f6glichte demnach insgesamt Verk\u00e4ufe und Ums\u00e4tze in H\u00f6he von 643 Milliarden Dollar. Die Zahlen wurden in einer unabh\u00e4ngigen Studie von \u00d6konomen der Analysis Group errechnet und von Apple am Mittwoch pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starke Umfragedaten zum US-Arbeitsmarkt haben heute erneut Zinssorgen gesch\u00fcrt und die Wall Street belastet. Dass die Verluste nicht gr\u00f6\u00dfer ausfielen, lag an den ge\u00e4nderten Steuerpl\u00e4nen von Pr\u00e4sident Joe Biden. Starke Umfragedaten zum US-Arbeitsmarkt haben heute erneut Zinssorgen gesch\u00fcrt und die Wall Street belastet. 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