<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1924549,"date":"2021-06-14T16:19:00","date_gmt":"2021-06-14T14:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1924549"},"modified":"2021-06-14T17:16:06","modified_gmt":"2021-06-14T15:16:06","slug":"sudkoreas-prasident-moon-in-wien-corona-und-klimakrise-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/06\/sudkoreas-prasident-moon-in-wien-corona-und-klimakrise-im-fokus\/","title":{"rendered":"S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident Moon in Wien: Corona und Klimakrise im Fokus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Alexander Van der Bellen empfing am Montag seinen s\u00fcdkoreanischen Amtskollegen Moon Jae-in in Wien. Gespr\u00e4che f\u00fchrte &#8230;<\/b><br \/>\nAlexander Van der Bellen empfing am Montag seinen s\u00fcdkoreanischen Amtskollegen Moon Jae-in in Wien. Gespr\u00e4che f\u00fchrte dieser au\u00dferdem mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, welcher nach dem Treffen S\u00fcdkorea als eines jener &#8222;ausgew\u00e4hlten&#8220; L\u00e4nder nannte, mit denen eine &#8222;strategische Partnerschaft&#8220; eingegangen werde. Wien, Seoul \u2013 Die Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie und der Klimakrise sowie Kooperationen in Wirtschafts- und Technologiefragen waren die Schwerpunkte von Gespr\u00e4chen, die der Pr\u00e4sident der Republik Korea, Moon Jae-in, am Montag in Wien unter anderen mit seinem Amtskollegen Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz (\u00d6VP) f\u00fchrte. \u00d6sterreich und S\u00fcdkorea seien in Fragen wie Demokratie, Marktwirtschaft, Menschenrechte und Klimaschutz auf einer Linie, wurde beiderseits betont. Bei einer Pressekonferenz stellten S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident und Van der Bellen unisono fest, dass &#8222;selbstverst\u00e4ndlich&#8220; auch das kommunistische Nordkorea ins COVAX-Programm zur Vakzinversorgung \u00e4rmerer L\u00e4nder einbezogen werde, wenn es dies wolle. Er sei aber nicht sicher, ob Nordkorea sich diesbez\u00fcglich schon ge\u00e4u\u00dfert habe und es \u00fcberhaupt verl\u00e4ssliche Corona-Daten gebe, so Van der Bellen. Eine Versorgung aller L\u00e4nder mit Corona-Vakzinen sei aber im Interesse aller, auch Europas und der Industriel\u00e4nder. Moon erg\u00e4nzte, die Republik Korea versuche generell, die Versorgung von Impfstoffen zu forcieren. Es m\u00fcssten auch Entwicklungsl\u00e4nder einen fairen Zugang dazu haben. S\u00fcdkorea sei ein &#8222;World Champion&#8220; bei der Bek\u00e4mpfung und Bew\u00e4ltigung der Coronapandemie gewesen, lobte Van der Bellen und habe diese auch ohne gr\u00f6\u00dfere wirtschaftliche Kollateralsch\u00e4den \u00fcberstanden. Allerdings sei S\u00fcdkorea &#8222;fast eine Insel&#8220; und kein von vielen Nachbarstaaten umgebenes Land wie \u00d6sterreich. Kurz erkl\u00e4rte seinerseits nach dem Treffen mit Moon, dass S\u00fcdkorea eines jener &#8222;ausgew\u00e4hlten&#8220; L\u00e4nder sei, mit denen eine &#8222;strategische Partnerschaft&#8220; eingegangen werde. Es handle sich um einen wichtigen Handelspartner. Die wirtschaftlichen Beziehungen h\u00e4tten auch unter Corona nicht gelitten, so Kurz. Korea habe aber zur erfolgreichen Bek\u00e4mpfung der Pandemie auch in einem Ma\u00dfe auf Daten im Gesundheitsbereich zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, wie dies in Europa nicht m\u00f6glich sei. Dieses Thema werde aber unter Einbeziehung von Experten und Technologien auch in Europa noch diskutiert werden. Moon erw\u00e4hnte in diesem Zusammenhang noch das Personentracking, betonte aber, dass auch in seinem Land auf den Datenschutz geachtet werde. Van der Bellen unterstrich generell, dass sich Pr\u00e4sident Moon pers\u00f6nlich f\u00fcr den Dialog und einem Abbau der Spannungen mit Nordkorea eingesetzt habe. Es gebe ja immer noch Familien, die zerrissen seien, weil ein Teil im kommunistischen Norden und ein Teil in S\u00fcdkorea lebe. Diese Familien h\u00e4tten dann keinen Kontakt zueinander, erinnerte der Bundespr\u00e4sident. Moon sei diesbez\u00fcglich sehr aktiv gewesen, habe aber mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ein Gegen\u00fcber, &#8222;mit dem nicht leicht umzugehen ist&#8220;. Moon betonte diesbez\u00fcglich, dass auch US-Pr\u00e4sident Joe Biden Zeichen setze, um den Dialog mit Nordkorea zu intensivieren. Es sei zu hoffen, dass diese auch in Pj\u00f6ngjang gesehen w\u00fcrden. Bez\u00fcglich der Nordkorea-Politik von Bidens Vorg\u00e4nger Donald Trump meinte Van der Bellen, sie sei zwar sehr aktiv, letztlich aber nicht sehr effektiv gewesen sei. Ein &#8222;Beweis f\u00fcr eine Denuklearisierung&#8220; Nordkoreas sei bisher ausgeblieben. Trump hatte Kim 2018 in Singapur getroffen \u2013 sensationellerweise, denn die USA als Schutzmacht S\u00fcdkoreas sind seit Jahrzehnten der Erzfeind Nordkoreas. Bilaterales Verbesserungspotenzial gebe es noch beim Ausbau des Handelsvolumens und der Kooperation in Technologiefragen, hie\u00df es nach dem Pr\u00e4sidententreffen. Einigkeit herrschte auch beim Bekenntnis zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandel. S\u00fcdkorea habe erst j\u00fcngst eine virtuelle Konferenz der Klimaschutzinitiative P4G ausgetragen und wolle einen der n\u00e4chsten Klimagipfel (&#8222;COP28&#8220;) veranstalten, meinte Moon. S\u00fcdkoreas Staatsoberhaupt, das von Ehefrau Kim Jung-sook sowie Au\u00dfenminister Eui-Yong Chung begleitet wurde, traf am Montag in Wien noch mit Wiens B\u00fcrgermeister Michael Ludwig (SP\u00d6) und Nationalratspr\u00e4sident Wolfgang Sobotka (\u00d6VP) zusammen. Im Zuge der Visite wurden mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet. Eines betrifft die Doppelbesteuerung. &#8222;Die derzeitigen zwischenstaatlichen Bestimmungen beruhen auf einem Abkommen aus dem Jahre 1985 und m\u00fcssen daher modernisiert werden&#8220;, hie\u00df es dazu aus dem Finanzministerium. Ressortchef Gernot Bl\u00fcmel (\u00d6VP) teilte nach der Unterfertigung mit: &#8222;Das Steuersystem des 21. Jahrhunderts steht vor neuen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Digitalkonzerne und deren Gewinnverlagerungen. Durch dieses Doppelbesteuerungsabkommens werden die zwischenstaatlichen Verbindungen auf OECD-Standards angepasst.&#8220; Ein weiteres Abkommen hat neben den Bereichen Sport, Frauen, Jugend und Tourismus auch die Weiterentwicklung und F\u00f6rderung der bestehenden freundschaftlichen Beziehungen in Kunst und Kultur zum Ziel. Van der Bellen erinnerte dabei an die &#8222;auffallende Pr\u00e4senz koreanischer Musikerinnen und Musiker&#8220; in \u00d6sterreich. Die Kooperation im kulturellen Bereich solle nun verst\u00e4rkt werden. Kunst- und Kulturstaatssekret\u00e4rin Andrea Mayer lie\u00df wissen: &#8222;Beide L\u00e4nder hegen schon bisher gerade in Kunst und Kultur ein gro\u00dfes Interesse f\u00fcreinander. Das Abkommen ist ein wichtiges Statement f\u00fcr den weiteren Ausbau der Kulturbeziehungen und des k\u00fcnstlerischen Austausch zwischen \u00d6sterreich und S\u00fcdkorea.&#8220; Frauen- und Jugendministerin Susanne Raab (\u00d6VP) erkl\u00e4rte: &#8222;Ich freue mich sehr, dass wir eine engere Kooperation mit S\u00fcdkorea auch im Jugendbereich vereinbaren konnten. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass wir in Zukunft auch mit einem eigenen Jugendaustauschprogramm den wechselseitigen Austausch st\u00e4rken. Dadurch erm\u00f6glichen wir es \u00f6sterreichischen und s\u00fcdkoreanischen Jugendlichen, dass sie gemeinsam bereichernde neue Erfahrungen sammeln, von denen sie auf ihrem weiteren Lebensweg profitieren k\u00f6nnen.&#8220; Bez\u00fcglich des Tourismus wurde die Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, dass diese bald wieder ohne Hemmnisse wie &#8222;Sichtvermerke&#8220; und Reisebeschr\u00e4nkungen ablaufen und erneut florieren werde. Am Dienstag folgt ein Besuch im Stift Heiligenkreuz in Nieder\u00f6sterreich. Obwohl im kommenden Jahr bereits das 130-Jahr-Jubil\u00e4um der Aufnahme diplomatischer Beziehungen gefeiert wird, handelt es sich um die erste Visite eines s\u00fcdkoreanischen Pr\u00e4sidenten in Wien. Im Februar 2019 hatte Bundeskanzler Kurz S\u00fcdkorea einen offiziellen Besuch abgestattet.2007 absolvierte der damalige Bundespr\u00e4sident Heinz Fischer einen Staatsbesuch in dem ostasiatischen Land. \u00d6sterreich-Ungarn und Korea schlossen 1892 einen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag. Das K\u00f6nigreich (ab 1897 Kaiserreich) Korea, das unter der seit 1392 herrschenden Yi-Dynastie eine strenge Abschlie\u00dfungspolitik betrieb, stand damals noch in einem nominellen Vasallit\u00e4tsverh\u00e4ltnis zu China, mit dem die Habsburger-Monarchie seit September 1869 diplomatische Beziehungen unterhielt. Die Konfrontation der Interessen auf der koreanischen Halbinsel f\u00fchrte zum japanisch-chinesischen Krieg (1894\/95) und zum russisch-japanischen Krieg (1904\/05). Dem koreanischen Hof zwangen die Japaner 1905 einen Protektoratsvertrag auf.1910 wurde die Yi-Dynastie entthront und das Land dem japanischen Reich einverleibt. Die Kolonialherrschaft endete erst mit der milit\u00e4rischen Niederlage Japans 1945. Die Halbinsel wurde im Norden von sowjetischen, im S\u00fcden von US-Truppen besetzt. Es kam zur Teilung. \u00d6sterreich unterh\u00e4lt sowohl mit der Republik Korea (S\u00fcdkorea) als auch mit der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik (Nordkorea) diplomatische Beziehungen. (APA) Die neue Koalition wird von insgesamt acht Parteien vom rechten bis zum linken Spektrum&#8230; Peking sch\u00e4umt nach deutlicher Gipfelerkl\u00e4rung zu Menschenrechten in Xinjiang und Hongk&#8230; Langzeit-Regierungschef Benjamin Netanyahu wird vorerst abgel\u00f6st. Das Acht-Parteien-B\u00fcn&#8230; Kremlchef Wladimir Putin und US-Pr\u00e4sident Joe Biden machten einander bisher keine Gesch&#8230; Die G7-Regierungschefs best\u00e4tigen Pl\u00e4ne f\u00fcr eine weltweite Steuerreform. 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