<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1934356,"date":"2021-06-28T17:11:00","date_gmt":"2021-06-28T15:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1934356"},"modified":"2021-06-28T17:15:27","modified_gmt":"2021-06-28T15:15:27","slug":"attentater-totete-drei-menschen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/06\/attentater-totete-drei-menschen\/","title":{"rendered":"Attent\u00e4ter t\u00f6tete drei Menschen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ein mutma\u00dflicher Messerattent\u00e4ter t\u00f6tete in W\u00fcrzburg drei Frauen. Nach der Tat gibt es verschiedene Hinweise auf ein Motiv. Die wichtigsten Fragen und Antworten im \u00dcberblick.<\/b><br \/>\nDie Tat Ein Mann hat am vergangenen Freitag in W\u00fcrzburg drei Menschen mit einem Messer get\u00f6tet und mehrere Opfer lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Nach Angaben der Ermittler soll der Tatverd\u00e4chtige Abdirahman J. A. gegen 17 Uhr ein Kaufhaus am Barbarossaplatz in W\u00fcrzburg betreten haben. Er fragte demnach eine Verk\u00e4uferin nach der Haushaltsabteilung und nahm sich dort ein Messer aus der Auslage. Damit stach er offensichtlich ohne jede Vorwarnung auf mehrere Menschen ein. Drei Frauen starben. Auch in einer gegen\u00fcberliegenden Bank und auf der Stra\u00dfe attackierte der Mann Passanten, die er nach bisherigem Kenntnisstand wohl nicht kannte. Die Opfer Drei Frauen im Alter von 24,49 und 82 Jahren starben in dem Kaufhaus. Sie wohnten in Unterfranken \u2013 in den Landkreisen Main-Spessart und W\u00fcrzburg und in der Stadt W\u00fcrzburg. Zudem verletzte der Angreifer drei weitere Frauen im Alter von 39,52 und 73 Jahren sowie ein elfj\u00e4hriges M\u00e4dchen und einen 16 Jahre alten Jugendlichen mit dem Messer lebensgef\u00e4hrlich. Am Sonntag meldete die Polizei, dass die verletzte 39-J\u00e4hrige nicht mehr in akuter Lebensgefahr sei. Ein 57 Jahre alter Mann und eine 26 Jahre alte Frau wurden leicht verletzt. Das elf Jahre alte M\u00e4dchen ist die Tochter der get\u00f6teten 49-J\u00e4hrigen. Die 26 Jahre alte Frau wohnt im Main-Tauber-Kreis in Baden-W\u00fcrttemberg. Alle anderen Verletzten kommen laut Polizei aus der Stadt und dem Landkreis W\u00fcrzburg. Die Zivilcourage Mehrere Menschen vor Ort gingen mit St\u00fchlen, Regenschirmen und anderen Gegenst\u00e4nden auf den Angreifer los. Sie verhinderten wohl, dass der Mann noch mehr Menschen attackierte. Einer von ihnen ist Chia Rabiei. Der Kurde mit iranischer Staatsb\u00fcrgerschaft lebt nach eigenen Worten seit 18 Monaten in Deutschland, derzeit in einer Asylbewerberunterkunft in W\u00fcrzburg.\u00bbIch habe versucht, ihn besch\u00e4ftigt zu halten, bis die Polizei kommt\u00ab, sagte Rabiei der Deutschen Presse-Agentur. Videos dieser Szenen, die seit dem Angriff im Internet kursieren, zeigen, wie er sich dem mit einem langen Messer bewaffneten Somalier entgegenstellt und ihn mit einem Rucksack abwehrt. Auch Dietrich Winter und zwei seiner Freunde griffen ein:\u00bbSt\u00fchle, Flaschen \u2013 wir haben alles versucht. Das hat ihn aber nicht abgelenkt\u00ab, sagte der 21-J\u00e4hrige.\u00bbIch habe es als meine Aufgabe empfunden, alle Leute zu warnen und m\u00f6glichst schnell weg von hier zu bringen. \u00ab Der mutma\u00dfliche T\u00e4ter Die Polizei stoppte den Mann schlie\u00dflich mit einem Schuss ins Bein und nahm ihn fest. Am Samstag wurde gegen Abdirahman J. A. Haftbefehl erlassen wegen dreifachen Mordes sowie wegen versuchten Mordes und gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung. Der Mann war am 6. Mai 2015 aus dem B\u00fcrgerkriegsland Somalia nach Deutschland gereist und beantragte Asyl. Zun\u00e4chst lebte er unter anderem in Chemnitz, seit dem 4. September 2019 ist er in W\u00fcrzburg erfasst. Er erhielt 2016 einen sogenannten subsidi\u00e4ren Schutz \u2013 er h\u00e4lt sich also legal in Deutschland auf, darf nicht nach Somalia abgeschoben werden. Der Mann ist 24 Jahre alt und soll in Mogadischu geboren worden sein. Zuletzt lebte er in W\u00fcrzburg in einer Obdachlosenunterkunft. Warum genau er sein Heimatland verlie\u00df, in dem seit 30 Jahren B\u00fcrgerkrieg herrscht, ist unklar. Der Polizei war der Mann bereits vor der Attacke wegen aggressiven Verhaltens bekannt. Weil er psychisch auff\u00e4llig geworden war, musste er auch in psychiatrische Behandlung \u2013 zwangsweise, wie Landesinnenminister Joachim Herrmann ( CSU) sagte. Die Ermittlungen Die Polizei war am Tag der Tat mit einem Gro\u00dfaufgebot in W\u00fcrzburg pr\u00e4sent. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. Beamte durchsuchten die Obdachlosenunterkunft, sicherten Beweise. Hinweise auf einen zweiten T\u00e4ter haben die Ermittler nicht. Am Samstag \u00fcbernahmen Landeskriminalamt (LKA) und Generalstaatsanwaltschaft M\u00fcnchen die Ermittlungen. Unter den in der Unterkunft gefundenen Gegenst\u00e4nden sind auch zwei Handys. Das LKA geht davon aus, dass sie dem Verd\u00e4chtigen geh\u00f6ren. Unklar ist, ob auch Gegenst\u00e4nde entdeckt wurden, die auf ein politisches Motiv hindeuten k\u00f6nnten. Welche Beweise im Detail gesichert wurden, verriet das LKA bisher nicht. Das Motiv Das Motiv des T\u00e4ters ist bislang unklar. Der Verd\u00e4chtige Abdirahman J. A. hatte sich wegen psychischer Auff\u00e4lligkeiten zweimal in einer Fachklinik befunden. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass die Tat islamistisch motiviert gewesen sein k\u00f6nnte. Ob er sich gezielt Frauen als Opfer suchte, ist unklar. Bayerns Innenminister Herrmann sagte der\u00bbBild\u00ab, er sehe einen\u00bbeklatanten Verdacht\u00ab auf einen islamistischen Hintergrund. Nach SPIEGEL-Informationen hatte der mutma\u00dfliche Attent\u00e4ter Abdirahman J. A. nach seiner Festnahme ausgesagt, dass er mit der Tat seinen\u00bbDschihad\u00ab verwirklicht habe. Das geht aus einem internen Beh\u00f6rdenvermerk hervor. Zudem soll er w\u00e4hrend der Attacke\u00bbAllahu Akbar\u00ab gerufen haben. Der Ausruf bedeutet\u00bbGott ist gro\u00df\u00ab und muss nicht zwangsl\u00e4ufig Ausdruck einer radikalen Gesinnung sein. Bisher war der Verd\u00e4chtige den Sicherheitsbeh\u00f6rden nicht als Extremist bekannt. Der Mann ist seit seiner Einreise nach Deutschland aber bereits mehrfach auff\u00e4llig geworden. Einmal soll er in der Obdachlosenunterkunft nach einem Streit mit Mitbewohnern und der Verwaltung ein Messer geschwungen haben. Verletzt wurde dabei niemand. Zuletzt bel\u00e4stigte er vor wenigen Wochen in W\u00fcrzburg in psychisch angeschlagenem Zustand Verkehrsteilnehmer, setzte sich bei einem Autofahrer sogar auf den Beifahrersitz. Daraufhin kam der 24-J\u00e4hrige erneut in eine psychiatrische Einrichtung, durfte aber nach einem Tag wegen fehlenden Behandlungsbedarfs wieder nach Hause. Der Anwalt von Abdirahman J. A. rechnet nun damit, dass die psychische Verfassung seines Mandanten erneut von einem Experten untersucht wird.\u00bbNat\u00fcrlich muss eine neue psychiatrische Untersuchung erfolgen\u00ab, sagte Rechtsanwalt Hanjo Schrepfer. Die Reaktionen Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier sprach den Familien der Get\u00f6teten am Samstag sein Mitgef\u00fchl aus.\u00bbHeute trauern wir in ganz Deutschland mit den Angeh\u00f6rigen der Opfer\u00ab, sagte er. Die Bundesregierung zeigte sich entsetzt \u00fcber den Angriff.\u00bbEs ist eine Tat von nicht zu begreifender Brutalit\u00e4t und B\u00f6sartigkeit\u00ab, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Die Anteilnahme gelte den Opfern, deren Familien und Augenzeugen.\u00bbDie Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung hoffen, dass die Verletzungen heilen, dass die Betroffenen wieder gesund werden k\u00f6nnen an K\u00f6rper und an Seele und dass sie f\u00fcr diesen Weg Begleitung und Unterst\u00fctzung finden\u00ab, so Seibert. Der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) will die couragierten Menschen, die den Angreifer zu stoppen versuchten, mit der Bayerischen Rettungsmedaille auszeichnen.\u00bbSie haben ein H\u00f6chstma\u00df an Zivilcourage gezeigt\u00ab, sagte S\u00f6der am Montag der\u00bbMain-Post\u00ab. Die Bayerische Rettungsmedaille ist eine staatliche Auszeichnung f\u00fcr Personen, die unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen aus Lebensgefahr gerettet haben. In W\u00fcrzburg soll ein Kondolenzbuch ausgelegt werden, in dem sich Trauernde eintragen k\u00f6nnen. Am Sonntagnachmittag gab es au\u00dferdem im Kiliansdom eine Gedenkfeier f\u00fcr die Opfer. Der Bund der deutschen Kriminalbeamten (BDK) forderte einen Ausbau der psychiatrischen Behandlungskapazit\u00e4ten. Knapp ein Drittel der allein handelnden Attent\u00e4ter der Jahre 2000 bis 2015 sei psychisch krank gewesen, sagte der Bundeschef der Polizeigewerkschaft, Sebastian Fiedler, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Fachkr\u00e4ftemangel in den Psychiatrien m\u00fcsse von der Bundesregierung dringend gel\u00f6st werden.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein mutma\u00dflicher Messerattent\u00e4ter t\u00f6tete in W\u00fcrzburg drei Frauen. 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