<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1935763,"date":"2021-06-30T17:05:00","date_gmt":"2021-06-30T15:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1935763"},"modified":"2021-06-30T17:15:22","modified_gmt":"2021-06-30T15:15:22","slug":"afghanistan-einsatz-der-bundeswehr-beendet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/06\/afghanistan-einsatz-der-bundeswehr-beendet\/","title":{"rendered":"Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr beendet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Fast 20 Jahre hat der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan gedauert. Nun kommen die letzten Soldaten zur\u00fcck nach Deutschland. Ist der Einsatz gescheitert?<\/b><br \/>\nFast 20 Jahre hat der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan gedauert. Nun kommen die letzten Soldaten zur\u00fcck nach Deutschland. Ist der Einsatz gescheitert? Berlin. Nach dem Ende des Einsatzes in Afghanistan sind die letzten Bundeswehrsoldaten nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt. Die M\u00e4nner und Frauen kamen am Mittwoch in drei Transportflugzeugen der Luftwaffe auf dem nieders\u00e4chsischen Fliegerhorst Wunstorf an. Der Auftrag sei in herausragender Weise erf\u00fcllt worden, sagte der Befehlshaber des Einsatzf\u00fchrungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, bei einem R\u00fcckkehrerappell. &#8222;Sie haben sich nicht beirren lassen von unklaren Lagen, h\u00e4ufigen \u00c4nderungen der Rahmenbedingungen und auftretenden Friktionen.&#8220; Auf einen gro\u00dfen Empfang verzichtete die Bundeswehr mit Verweis auf die Pandemie. Mehr als zw\u00f6lf Milliarden Euro Der Einsatz in Afghanistan war einer der l\u00e4ngsten in der Geschichte der Bundeswehr. Urspr\u00fcnglich sollten die USA nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September 2001 milit\u00e4risch unterst\u00fctzt werden. Im Januar 2002 trafen die ersten Kr\u00e4fte in der Hauptstadt Kabul ein. Seitdem verloren 59 deutsche Soldaten ihr Leben. Mehr als zw\u00f6lf Milliarden Euro kostete der Einsatz. Zun\u00e4chst war der Einsatz zur Friedenssicherung gedacht, wurde dann aber zum Kampfeinsatz gegen die aufst\u00e4ndischen Taliban. Zuletzt war der Kernauftrag der Nato-Truppe die Ausbildung afghanischer Streitkr\u00e4fte. Nach Angaben der Bundeswehr waren am Mittwoch 264 M\u00e4nner und Frauen an Bord der drei Maschinen. Darunter waren auch 20 Soldaten des Kommandos Spezialkr\u00e4fte, die zur Absicherung des am Vortag ger\u00e4umten Feldlagers in Masar-i-Scharif nach Afghanistan verlegt worden waren. Die letzten deutschen Soldaten des Nato-Einsatzes &#8222;Resolute Support&#8220; hatten einen n\u00e4chtlichen Zwischenstopp in Georgien eingelegt. Die Sicherheitslage in Afghanistan hatte sich zuletzt vor allem im Norden des Landes zugespitzt. Die militant-islamistischen Taliban hatten alleine in der Provinz Balch, in der sich das deutsche Camp Marmal befand, im Juni mindestens sechs Bezirke erobert. Insgesamt haben die Islamisten seit dem 1. Mai, dem offiziellen Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen, rund 90 der etwa 400 Bezirke erobert. Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Eva H\u00f6gl, dankte den Soldaten und sprach von einem &#8222;bewegenden Moment&#8220;. Der Einsatz habe die Bundeswehr gepr\u00e4gt. Zugleich wiederholte sie ihre Forderung, der Bundestag m\u00fcsse &#8222;eine kritische und ehrliche Bilanz&#8220; ziehen. Deutschland solle sich weiter in Afghanistan engagieren, etwa im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung, in der Bildungsarbeit oder bei der Ausbildung der Sicherheitskr\u00e4fte. Hat der Einsatz Afghanistan sicherer gemacht? General Khanullah Schudschah von der afghanischen Armee in Masar-i-Scharif bedauerte den deutschen Abzug. Nach 20 Jahren freundlicher Beziehungen sei es, &#8222;wie einen guten Freund zu verlieren&#8220;, sagte Schudschah der Deutschen Presse-Agentur. Er \u00fcbernahm von den deutschen Soldaten das Camp Marmal, das viele Jahre der gr\u00f6\u00dfte St\u00fctzpunkt der Bundeswehr im Ausland war. Bei der Verabschiedung habe man Geschenke ausgetauscht, sagte Schudschah. Er habe vom deutschen Kommandeur Ansgar Meyer ein Schwert erhalten und diesem einen handgekn\u00fcpften Teppich geschenkt. Die Linke stellte den gesamten Einsatz infrage. &#8222;Gemessen an Zielen wie Stabilit\u00e4t, dem Aufbau eines demokratischen Staates und dem Schutz der Grundrechte kann man den Einsatz nur als gescheitert bezeichnen&#8220;, sagte Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow der Deutschen Presse-Agentur. Es stelle sich die Frage, ob der Einsatz je geeignet gewesen sei, die genannten Ziele zu erreichen, oder ob es nicht bessere zivile Mittel gegeben h\u00e4tte. &#8222;Und diese Frage stellt sich in meinen Augen f\u00fcr jeden Auslandseinsatz der Bundeswehr.&#8220; Die Bundeswehr hatte den Abzug zuletzt deutlich vorantreiben m\u00fcssen, nachdem die US-Regierung unter Pr\u00e4sident Joe Biden den Abzug beschleunigt hatte. Die letzten internationalen Soldaten sollen bis sp\u00e4testens 11. September Afghanistan verlassen haben, vermutlich werden sie das aber bereits viele Wochen fr\u00fcher tun. Die letzten Soldaten des italienischen Kontingents trafen bereits am Dienstagabend auf dem Milit\u00e4rflughafen von Pisa ein. Vor Beginn der R\u00fcckverlegung im Mai waren noch 1100 M\u00e4nner und Frauen der Bundeswehr in Afghanistan gewesen. \u00a9 dpa-infocom, dpa:210630-99-198942\/10<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast 20 Jahre hat der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan gedauert. Nun kommen die letzten Soldaten zur\u00fcck nach Deutschland. Ist der Einsatz gescheitert? Fast 20 Jahre hat der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan gedauert. Nun kommen die letzten Soldaten zur\u00fcck nach Deutschland. Ist der Einsatz gescheitert? Berlin. 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