<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1940332,"date":"2021-07-07T00:02:00","date_gmt":"2021-07-06T22:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1940332"},"modified":"2021-07-07T05:05:46","modified_gmt":"2021-07-07T03:05:46","slug":"dunkle-wolken-am-borsenhimmel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/dunkle-wolken-am-borsenhimmel\/","title":{"rendered":"Dunkle Wolken am B\u00f6rsenhimmel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>An den B\u00f6rsen hat sich heute die Stimmung etwas eingetr\u00fcbt. Schwache Konjunkturdaten und anziehende \u00d6lpreise zogen DAX, Dow Jones &#038; Co nach unten. Am Abend sorgte Microsoft noch f\u00fcr Schlagzeilen.<\/b><br \/>\nAn den B\u00f6rsen hat sich heute die Stimmung etwas eingetr\u00fcbt. Schwache Konjunkturdaten und anziehende \u00d6lpreise zogen DAX, Dow Jones &amp; Co nach unten. Am Abend sorgte Microsoft noch f\u00fcr Schlagzeilen. Nach dem verl\u00e4ngerten Wochenende wegen des US-Nationalfeiertags zeigte sich die Wall Street ziemlich launisch. Der Standardwerte-Index Dow Jones rutschte um 0,6 Prozent ab. Besser schlug sich die Nasdaq. Sie hielt sich 0,2 Prozent im Plus. Zum Handelsstart war sie auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Der breiter gefasste S&amp;P 500, der auch einen hohen Tech-Anteil enth\u00e4lt, sackte um 0,4 Prozent ab, nachdem er den achten Tag in Folge neue Rekordhochs markiert hatte. Im Blickpunkt standen am Abend Microsoft und Amazon. Das US-Verteidigungsministerium hat einen zehn Milliarden Dollar schweren Auftrag an den IT-Konzern Microsoft annuliert, um den sich auch der Internetriese Amazon beworben hatte. Das Projekt f\u00fcr den Aufbau eines Cloud-Systems namens Jedi entspreche nicht mehr den Bed\u00fcrfnissen des Ministeriums, erkl\u00e4rte das Pentagon. Die Schritte zur Vertragsaufl\u00f6sung seien eingeleitet worden. Microsoft hatte den Zuschlag f\u00fcr das Gesch\u00e4ft Ende 2019 bekommen, obwohl lange Zeit Amazon als Favorit gegolten hatte. Der Online-Riese klagte daraufhin, weil es angesichts der eher feindseligen Haltung des damaligen Pr\u00e4sidenten Donald Trump gegen\u00fcber dem Unternehmen politische Einflussnahme vermutete. Innerhalb des Microsoft-Konzerns hatte es zudem intern Widerstand gegen den milit\u00e4rischen Gro\u00dfauftrag gegeben. Die Amazon-Aktien legten fast f\u00fcnf Prozent zu. Die Microsoft-Titel schlossen kaum ver\u00e4ndert. Aufgrund fehlender Unterst\u00fctzung vom gro\u00dfen Bruder Dow Jones schloss auch der DAX mit einem deutlichen Minus von einem Prozent und konnte sich nur knapp \u00fcber 15.500 Punkten halten. Es ist der tiefste Stand seit zwei Wochen. Das Rekordhoch von \u00fcber 15.800 Z\u00e4hler ger\u00e4t immer mehr aus dem Blickfeld. Die anhaltende \u00d6lpreis-Rally belastete Europas B\u00f6rsen, weil die Exportindustrie unter dem teureren &#8222;schwarzen Gold&#8220; leidet. Die geplatzten Gespr\u00e4che der Opec+ trieben heute den Preis f\u00fcr die Roh\u00f6l-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 77,84 Dollar je Barrel (159 Liter), den h\u00f6chsten Stand seit fast drei Jahren. Die US-Sorte WTI gewann gar bis zu 2,4 Prozent und war mit 76,98 Dollar so teuer wie zuletzt im November 2014. &#8222;Es w\u00e4re nicht \u00fcberraschend, wenn sich Brent der Marke von 100 Dollar n\u00e4hert&#8220;, meinen erste Experten. Marktbeobachter Milan Cutkovic warnt vor &#8222;aufziehenden dunklen Wolken am noch sommerlichen B\u00f6rsenhimmel&#8220;. Komme es nun zu einem rapiden Anstieg der \u00d6lpreise innerhalb kurzer Zeit, d\u00fcrften die Inflationssorgen wieder in den Vordergrund r\u00fccken und die B\u00f6rsenstimmung belasten. So zog heute das europ\u00e4ische Inflationsbarometer, der so genannte Five-Year-Five-Year-Forward auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch an. Neue Konjunkturdaten entt\u00e4uschten. Laut der ver\u00f6ffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) haben die US-Dienstleister ihr Wachstumstempo im Juni deutlicher verlangsamt als gedacht. Der betreffende Einkaufsmanager-Index fiel nach dem Rekord im Mai von 64,0 Z\u00e4hlern auf 60,1 Punkte. Das ist das niedrigste Niveau seit Februar. Die deutsche Industrie hat im Mai wesentlich weniger Auftr\u00e4ge erhalten als einen Monat zuvor. Die Zahl der Bestellungen sei gegen\u00fcber April um 3,7 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent gerechnet. Zudem haben sich ZEW-Konjunkturerwartungen \u00fcberraschend stark eingetr\u00fcbt. Das Stimmungsbarometer der Experten des ZEW fiel gegen\u00fcber dem Vormonat um 16,5 Punkte auf 63,3 Punkte, wie das Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Analysten hatten einen R\u00fcckgang auf 75,2 Punkte erwartet. Am Devisenmarkt verlor der Euro an Boden. Am Nachmittag kostete die europ\u00e4ische Gemeinschaftsw\u00e4hrung 1,1822 US-Dollar. Am Morgen war der Euro noch auf ein Tageshoch von 1,1895 Dollar gestiegen. Gefragt war dagegen Gold. Das gelbe Edelmetalll verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 1804 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Anleger machten Kasse vor allem bei Auto-Aktien. Die Papiere von Continental, Daimler, VW und BMW geh\u00f6rten heute mit einem Minus von vier Prozent zu den gr\u00f6\u00dften DAX-Verlierern. Bei der Daimler-Tochter Mercedes-Benz hat der Produktionsausfall durch Engp\u00e4sse bei Halbleitern die Erholung des Absatzes von der Corona-Krise im zweiten Quartal behindert. Trotz weltweit robuster Nachfrage und hoher Auftragseing\u00e4nge sei der Absatz vor allem im Juni erheblich durch die globalen Lieferengp\u00e4sse begrenzt worden, erkl\u00e4rte der Autobauer. Gestern hatte der Verband der Automobilindustrie (VDA) seine Jahresprognose f\u00fcr die Pkw-Produktion auf 3,6 Millionen Fahrzeuge gesenkt. Stark unter Druck standen die BIoNTech-Aktien. Sie b\u00fc\u00dften 4,7 Prozent ein. Laut israelischen Forschern wirkt der von BioNTech und Pfizer zusammen entwickelte Impfstoff nicht so gut gegen die Delta-Variante wie zun\u00e4chst angenommen. Das Gesundheitsministerium in Israel erkl\u00e4rte, dass der Impfstoff noch betr\u00e4chtlich wirksam sei, um schwere Symptome oder Krankenhausaufenthalte nach einer Coronavirus-Infektion zu vermeiden. Das Vakzin sei jedoch bei der Vorbeugung einer Infektion weniger effektiv geworden. Die Sartorius-Aktie legte im MDAX rund drei Prozent zu. Der Labordienstleister und Pharmazulieferer wird nach guten Gesch\u00e4ften in den ersten sechs Monaten zuversichtlicher f\u00fcr das Gesamtjahr. So soll der Umsatz 2021 w\u00e4hrungsbereinigt statt um etwa 35 Prozent jetzt um rund 45 Prozent steigen. Auch das bereinigte operative Ergebnis soll h\u00f6her ausfallen als bisher gedacht. Dagegen brachen die Aktien der Shop Apotheke um mehr als zw\u00f6lf Prozent ein. Der Online-Arzneimittelh\u00e4ndler hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 534 Millionen Euro verbessert. Allerdings war es mit Blick aufs zweite Quartal lediglich ein Umsatzplus von 7,3 Prozent auf 250 Millionen Euro. Laut dem Unternehmen sorgen aktuell ein angespannter Arbeitsmarkt und der Umzug an den neuen Standort in Sevenum f\u00fcr eine vor\u00fcbergehend reduzierte Logistikkapazit\u00e4t. Das Wachstum habe sich daher im zweiten Quartal tempor\u00e4r verlangsamt, hie\u00df es. Das Management best\u00e4tigte zwar die Jahresziele, bezeichnete sie nun aber als herausfordernd. Die Nordex-Aktien stiegen um 0,6 Prozent. Der Windkraftanlagen-Hersteller hat im zweiten Quartal deutlich mehr Auftr\u00e4ge an Land gezogen als im Vorjahr. Nordex habe mit einem Auftragseingang in H\u00f6he von 1534 Megawatt nach 888 Megawatt im Vorjahr abgeschlossen. Damit summiere sich der Auftragseingang im Bereich Projekte im ersten Halbjahr 2021 auf ein Volumen von 2781,6 Megawatt. Darin seien Dienstleistungen nicht mit eingerechnet. Die Papiere von Flatexdegiro z\u00e4hlten mit einem Minus von 3,4 Prozent bzu den Top-Verkierern im SDAX. Die Privatbank Hauck &amp; Aufh\u00e4user hat Flatexdegiro von &#8222;Buy&#8220; auf &#8222;Hold&#8220; abgestuft und das Kursziel auf 122 Euro belassen. Die Marktdynamik f\u00fcr Anbieter von Finanztechnologie wie den Online-Broker schw\u00e4che sich ab, hie\u00df es in einer Studie. Mit dem Ende der Lockdowns k\u00e4men die Menschen offensichtlich wieder auf andere Gedanken. Trotz der kurzfristigen Abk\u00fchlung blieben die langfristigen Perspektiven aber gut. Der \u00f6sterreichische IT-Dienstleister S&amp;T sieht sich indes dank eines hohen Auftragseingangs auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Das im SDAX notierte Unternehmen rechnet f\u00fcr das laufende Jahr mit einem Umsatz von mindestens 1,4 Milliarden Euro sowie mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mindestens 140 Millionen Euro. Im zweiten Quartal habe der Auftragseingang die Ums\u00e4tze des gleichen Zeitraums deutlich \u00fcbertroffen, teilte S&amp;T mit. Die Aktien von S&amp;T stiegen um rund 2,5 Prozent und waren einer der Favoriten im SDAX. An der Nasdaq standen besonders chinesische Aktien unter Druck. Besonders hart erwischte es den Fahrdienst-Vermittler Didi. Die Papiere sackten um knapp 20 Prozent ab. Die Regierung in Peking sperrte die App des Fahrdienst-Vermittlers f\u00fcr den Download. Sie wirft der Firma vor, illegal Nutzerdaten gesammelt zu haben. Im Sog von Didi verloren die Titel anderer chinesischer Firmen wie Alibaba, JD.com, Baidu und iQIYI bis zu rund f\u00fcnf Prozent an der Wall Street.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An den B\u00f6rsen hat sich heute die Stimmung etwas eingetr\u00fcbt. Schwache Konjunkturdaten und anziehende \u00d6lpreise zogen DAX, Dow Jones &#038; Co nach unten. Am Abend sorgte Microsoft noch f\u00fcr Schlagzeilen. 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