<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1945226,"date":"2021-07-14T01:01:00","date_gmt":"2021-07-13T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1945226"},"modified":"2021-07-14T05:04:49","modified_gmt":"2021-07-14T03:04:49","slug":"proteste-in-kuba-youtuberin-live-im-spanischen-fernsehen-festgenommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/proteste-in-kuba-youtuberin-live-im-spanischen-fernsehen-festgenommen\/","title":{"rendered":"Proteste in Kuba: Youtuberin live im spanischen Fernsehen festgenommen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Seit Tagen gehen die Menschen in Kuba auf die Stra\u00dfe und protestieren gegen das sozialistische System. Nun gelten dutzende von ihnen als vermisst\u00a0\u2013\u00a0darunter viele Journalisten.<\/b><br \/>\nSeit Tagen gehen die Menschen in Kuba auf die Stra\u00dfe und protestieren gegen die Regierung. Nun gelten Dutzende von ihnen als vermisst \u2013darunter viele Journalisten. W\u00e4hrend eines live ausgestrahlten Interviews im spanischen Fernsehen zu den Protesten in Kuba ist eine Youtuberin anscheinend festgenommen worden. Mitten in der Sendung &#8222;Todo es Mentira&#8220; des spanischen Senders Cuatro am Dienstag unterbrach die junge Frau, die sich Dina Stars nennt, pl\u00f6tzlich einen anderen Gast und sagte: &#8222;Die Sicherheitskr\u00e4fte sind da drau\u00dfen.&#8220; Die Kubanerin ging an die T\u00fcr ihrer Wohnung in Havanna, trat kurz darauf wieder vor die Kamera und erkl\u00e4rte, sie werde mitgenommen. &#8222;Ich mache die Regierung daf\u00fcr verantwortlich, was auch immer mit mir passiert&#8220;, sagte sie. Zuvor hatte Dina Stars in dem Interview zu den Demonstrationen, die am Sonntag ausgebrochen waren, gesagt: &#8222;Wir brauchen Hilfe. Hier werden die Leute umgebracht.&#8220; Die Menschen h\u00e4tten nichts mehr zu verlieren, betonte sie. &#8222;Die Leute in Kuba sterben \u2013 entweder verhungern sie oder sie werden krank, weil es keine Medikamente gibt, oder sie werden in einer Demonstration umgebracht.&#8220; Im Zusammenhang mit den Protesten nach Angaben von Aktivisten etwa hundert Menschen festgenommen worden. Als festgenommen oder vermisst gemeldet galten am Montagabend (Ortszeit) nach Angaben \u00fcbereinstimmender Quellen unter anderen der bekannte Dissident Jos\u00e9 Daniel Ferrer und die f\u00fcr eine spanische Zeitung t\u00e4tige Journalistin Camila Acosta. Laut der Organisation Netblocks blockierten die kubanischen Beh\u00f6rden Internetdienste wie Whatsapp und Facebook, um den Regierungskritikern den Informationsaustausch zu erschweren \u2013 mit Erfolg. Nur wenige Informationen dringen nach au\u00dfen. So schrieb der Journalist Abraham Jim\u00e9nez Enoa am Dienstag auf Twitter wegen des fehlenden Zugangs koste es viel M\u00fche, von Zahlen zu sprechen, &#8222;von Toten, Verletzten und Verschwundenen. Aber es gibt sie&#8220;. In einer Facebook-Gruppe wurden zahlreiche Menschen als vermisst gemeldet. &#8222;Die Presse wurde ins Visier genommen&#8220;, twitterte die Journalistin Yoani S\u00e1nchez. In Wohnungen von Aktivisten und Journalisten gebe es Polizeieins\u00e4tze. Am Stadtrand von Havanna starb am Dienstag nach Angaben des kubanischen Innenministeriums ein Mensch. Es handele sich um den 36-j\u00e4hrigen Diubis Laurencio Tejeda, der sich an den derzeitigen &#8222;Unruhen&#8220; in Kuba beteiligt habe, berichtete die amtliche kubanische Nachrichtenagentur. Das Innenministerium &#8222;bedauerte&#8220; den Tod des Mannes. Die Protestbewegung San Isidro bezifferte die bis Montagabend festgenommenen oder als vermisst gemeldeten Menschen auf 114. In einer Twitter-Botschaft verurteilte die ranghohe US-Diplomatin Julie Chung Gewalt gegen Demonstranten und das &#8222;Verschwinden unabh\u00e4ngiger Aktivisten&#8220;, darunter neben Ferrer auch die Dissidenten Guillermo &#8222;Coco&#8220; Fari\u00f1as, Luis Manuel Otero Alcantara und Amaury Pacheco. Spaniens neuer Au\u00dfenminister Jos\u00e9 Manuel Albares zeigte sich best\u00fcrzt \u00fcber die Festnahme der kubanischen Journalistin Acosta, die zuletzt f\u00fcr die konservative spanische Zeitung &#8222;ABC&#8220; gearbeitet hatte. Acosta m\u00fcsse &#8222;sofort&#8220; freigelassen werden, erkl\u00e4rte Albares. &#8222;Spanien verteidigt das Recht auf freien und friedlichen Protest und ruft die kubanischen Beh\u00f6rden dazu auf, dasselbe zu tun&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. Acosta war nach Angaben des &#8222;ABC&#8220;-Redakteurs Alexis Rodr\u00edguez am Montag festgenommen worden. F\u00fcr &#8222;ABC&#8220; war sie demnach sechs Monate lang t\u00e4tig gewesen. Sie schrieb zudem f\u00fcr die oppositionelle Website &#8222;Cubanet&#8220;. Auch der Regisseur und Oppositionelle Yunior Garcia, der zu den bekanntesten Gesichtern der K\u00fcnstler-Protestbewegung 27N geh\u00f6rt, schilderte seine Festnahme. Im Online-Dienst Facebook warf Garcia den Sicherheitskr\u00e4ften sowie einer &#8222;Horde radikaler Konservativer&#8220; vor, ihn und seine Freunde geschlagen zu haben. &#8222;Wir wurden wie M\u00fcll behandelt&#8220;, schrieb der Regisseur. In Kuba waren am Sonntag tausende Menschen auf die Stra\u00dfe gegangen, um ihrem Unmut \u00fcber die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren Ausdruck zu verleihen. Die Demonstrationen fanden in dutzenden St\u00e4dten statt. Ausl\u00f6ser war unter anderem der Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln. Unter dem ehemaligen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump hatten die USA ihre Sanktionen gegen Kuba versch\u00e4rft. W\u00e4hrend der Pandemie fehlen nun auch die wichtigen Einnahmen aus dem Tourismus. Zuletzt stiegen zudem die Zahlen der Corona-Infektionen deutlich. Der kubanische Pr\u00e4sident Miguel D\u00edaz-Canel rief am Sonntag im Fernsehen dazu auf, die Revolution \u2013 das sozialistische System \u2013 auf den Stra\u00dfen zu verteidigen. &#8222;Wenn sie die Revolution bezwingen wollen, m\u00fcssen sie \u00fcber unsere Leichen gehen&#8220;, betonte er. Die Protestteilnehmer, lie\u00dfen sich davon jedoch nicht abschrecken und protestierten gegen die kubanische Regierung. Sie riefen unter anderem &#8222;Freiheit&#8220; und &#8222;Nieder mit der Diktatur&#8220;. Die landesweiten Demonstrationen sind f\u00fcr Kuba extrem ungew\u00f6hnlich. Die einzigen erlaubten Versammlungen sind normalerweise Veranstaltungen der Kommunistischen Partei. Die Sicherheitskr\u00e4fte griffen Berichten zufolge hart durch. Auf Videos war zu sehen, wie M\u00e4nner, bei denen es sich laut Aktivisten um Polizisten in Zivil handelte, Demonstranten schlugen und mitnahmen. Daten der in London ans\u00e4ssigen Organisation Netblocks zeigten zudem, dass der Zugang zu Messengerdiensten und Online-Netzwerken wie Whatsapp, Telegram, Facebook und Instagram in Kuba am Montag beschr\u00e4nkt war. Die gesamte Telekommunikation in Kuba ist staatlich gesteuert. Dies erm\u00f6glicht den Beh\u00f6rden des kommunistischen Landes die Zensur von Websites. Netblocks erkl\u00e4rte, Kuba gehe derzeit \u00e4hnlich rigoros gegen Regierungskritiker im Internet vor wie bereits im November 2020, als es in Havanna Demonstrationen f\u00fcr mehr k\u00fcnstlerische Freiheit gegeben hatte.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Tagen gehen die Menschen in Kuba auf die Stra\u00dfe und protestieren gegen das sozialistische System. Nun gelten dutzende von ihnen als vermisst\u00a0\u2013\u00a0darunter viele Journalisten. Seit Tagen gehen die Menschen in Kuba auf die Stra\u00dfe und protestieren gegen die Regierung. Nun gelten Dutzende von ihnen als vermisst \u2013darunter viele Journalisten. 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